Energieabo

Die Abstände der Preis­er­höhun­gen eines IVZ-Abon­nements wer­den kürz­er. Aber immer­hin sind jet­zt wohl die Zeitungsausteil­er als Sün­den­böcke raus. 47,90€ kostet ein Abo ab Feb­ru­ar monatlich und

Die Steigerung der Bezugspreise spiegelt ins­beson­dere die mas­siv gestiege­nen Kosten für Mate­r­i­al und Energie wider.

Weiterlesen

Subventionsabo

Die Pan­demiezeit ist sich­er unan­genehm für Zeitun­gen. Weniger Nachricht­en stellen sich im Lokalen ein, weniger Wer­bung wird gebucht und so weit­er. So genau ver­fol­gt man da das Lokalblatt mit den Platzfüller­ar­tikeln nicht mehr, deswe­gen kommt diese Mai-Mel­dung auch erst jetzt:

Seit Juli kostet ein Abon­nement der IVZ stolze 45,90€, Schuld ist wie üblich die faire Bezahlung ihrer Mitar­beit­er, ab Juli 10 Cent mehr die Stunde:

Die Steigerung der Bezugspreise spiegelt ins­beson­dere die weit­ere stufen­weise Umset­zung des Min­dest­lohnge­set­zes wider.

und nicht dazu bemerkt wird, dass das Ganze sub­ven­tion­iert ist. Man kön­nte ja auch die sink­enden Abon­nementen­zahl oder das Weg­brechen des Werbe­mark­ts in der Pan­demiezeit anführen.

Weiterlesen

Jammerabo

Ein Abon­nement der IVZ kostet ab Juli stolze 43,90€. Und woran liegt es?

Die Preisan­pas­sung in schwieri­gen Zeit­en ist vornehm­lich reduzierten Werbe­märk­ten und der Umset­zung des Min­dest­lohnge­set­zes geschuldet. 

Die heulen seit 5 Jahren darüber, dass sie die Zeitungs­boten vernün­ftig bezahlen müssen und dass, obwohl

Zur Sicherung der bun­desweit­en Ver­sorgung mit Presseerzeug­nis­sen für alle Haushalte – in Stadt und Land gle­icher­maßen – (…) bei Mini­jobs von Zeitungszustel­lerin­nen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Renten­ver­sicherung, den die Arbeit­ge­berin­nen und Arbeit­ge­ber zu tra­gen haben, befris­tet für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezem­ber 2022, von 15 auf fünf Prozent abgesenkt

wird. Das spart 45€ im Monat pro Zeitungsaussteller.

Weiterlesen

Haushaltszeitungsversorgesicherung

Die 40-Euro-Schall­mauer ist durch­brochen: Ein Abon­nement der IVZ kostet April 40,90€. Und wer ist Schuld?

Neben der Umset­zung des Min­dest­lohnge­set­zes ist vor allem eine erhe­bliche Preis­steigerung für die tech­nis­che Her­stel­lung (Papier/Druck) Ursache für die erforder­liche Preisan­pas­sung. Wir bit­ten unsere Leserin­nen und Leser um Verständnis.

Diese bösen Zeitungsaus­träger! Sollen die doch froh sein, dass sie über­haupt Geld bekom­men. In der Zeitung zu lesen wird man wohl nicht bekom­men, dass die GroKo den Zeitun­gen diese Erle­ichterung schenkt:

Zur Sicherung der bun­desweit­en Ver­sorgung mit Presseerzeug­nis­sen für alle Haushalte – in Stadt und Land gle­icher­maßen – wird bei Mini­jobs von Zeitungszustel­lerin­nen und Zeitungszustellern der Beitrag zur Renten­ver­sicherung, den die Arbeit­ge­berin­nen und Arbeit­ge­ber zu tra­gen haben, befris­tet für die Dauer von fünf Jahren bis zum 31. Dezem­ber 2022, von 15 auf fünf Prozent abgesenkt

Endlich ist das mal gesichert wor­den. Dann sind Erhöhun­gen bis 2022 ja abgewendet.

Weiterlesen

Fake News (2)

Das ist natür­lich auch großar­tig, das schmerzbe­fre­ite Sich-auf-die-Schul­tern-hauen, man selb­st würde keine Fake News ver­bre­it­en, als Präludi­um für eine Aboer­höhung zu verbembeln:

Das Abon­nement der IVZ wird zum 1. April 2017 um acht Cent pro Aus­gabe teur­er und kostet dann im Abon­nement 38,90 Euro im Monat.

Also 2€ im Monat mehr — für alle, die die Dra­matik aushalten.

Neben der all­ge­meinen Preis­steigerung für die tech­nis­che Her­stel­lung (Papi­er / Druck) ist vor allem die Umset­zung des Min­dest­lohnge­set­zes (Zeitungszustel­lung) Ursache für die erforder­liche Preisanpassung.

DANKE MERKEL! Leute fair bezahlen, wer kon­nte nur auf so einen Stuss kom­men? Die Preis­er­höhung hat natür­lich nicht in erster Lin­ie mit den seit Jahren anhal­tend sink­enden Abo-Zahlen zu tun. Dann wäre die Mel­dung ja auch wieder Fake News, und sowas würde die IVZ ja nie machen. Da hätte man ja die Leser für beson­ders blöd verkauft.

Weiterlesen

Zeit statt Leistung

Die Geschäfts­führung der IVZ hat in der Sam­stagsaus­gabe auf Leser­briefe (s. Ernst Gold­beck) geant­wortet, die sich mit der Erhöhung des IVZ-Abon­nements wegen des Min­dest­lohns für Zeitungs­boten beschäftigten. Man sehe sich in einem Dilem­ma, denn eigentlich wollte man sie wohl lieber nicht abdruck­en, weil *hus­thus­tröchel*, doch das wäre gle­ichbe­deu­tend damit, 

der freien Mei­n­ung in eigen­er Sache das Wort zu entziehen. 

Welch hero­is­ch­er Akt. Ich hätte ja jet­zt gedacht, dass Dilem­ma bestünde darin, auf die diskred­i­tierende Argu­men­ta­tion bezüglich des Min­dest­lohns für Zeitungs­boten und der betrof­fe­nen Arbeit­nehmer noch einen drauf zu set­zen, aber sowas schafft man bei der Geschäfts­führung der IVZ spielend. 

Die Quint-Essenz des Min­dest­lohns für Zeitungs­boten bedeute wegen der Bezahlung nach Arbeitsstun­den und nicht mehr nach Anzahl aus­ge­tra­gen­er Zeitungen:

Der Fak­tor “Zeit” erset­zt den Fak­tor “Leis­tung”.

Wie kommt man nur auf so einen Stuss? Der Fak­tor Zeit erset­zt mit­nicht­en den Fak­tor Leis­tung, denn das würde bedeuten, dass die Zeitungs­boten keine Leis­tung mehr erbrächt­en. Der Min­dest­lohn set­zt ein Stöckchen­hochhal­ten einen Leis­tungsan­reiz außer Kraft, durch den Leute, die bish­er weniger als 8,50€ in der Stunde ver­di­en­ten, noch mehr Stun­den für wenig Geld arbeit­eten bis sie auf einen Betrag kamen, der sie einiger­maßen zufrieden stellt. Und das waren gemäß der IVZ-Darstel­lung Leute, die aus Spaß an der Freude nachts 4 Stun­den Zeitun­gen aus­ge­tra­gen haben, nicht weil sie das Geld drin­gend benöti­gen. Was arbeit­en eigentlich die, die Geld drin­gend benötigen?

Dabei ist dieser Leis­tungsan­reiz gar nicht gän­zlich weg. Man müsste nur Zeitungs­boten das Ange­bot machen, mehr als den Min­dest­lohn ver­di­enen zu kön­nen. Was für eine absurde Vorstel­lung. Ander­er­seits: Erhöht wird der Lohn von 8,50€ eh irgendwann.

Der IVZ jet­zt aber zu unterstellen,

die tägliche Leis­tung unser­er eige­nen Zeitungs­boten nicht wertzuschätzen, ist abwegig.

Man drückt das eben nur nicht über die Bezahlung aus.

Weiterlesen

Leser zahlen Werbung

Während man sich bei der IVZ noch ärg­ert, dass man nachts keine Schüler, die übri­gens nicht vom Min­dest­lohnge­setz erfasst wer­den, zum Zeitungsrum­brin­gen loss­chick­en kann, habe ich mich gestern noch gefragt, wieso man denn bei der IVZ über­haupt seit 2015 den Min­dest­lohn für Zeitungs­bringer zahlt. Denn eigentlich hat­te doch die Pres­sev­er­legerlob­by erfol­gre­ich aus­ge­han­delt, dass man für Zeitungs­bringer bis 2017 eben nicht den Min­dest­lohn zahlen muss. Ver­ste­ht man bei der IVZ die Geset­zes­lage nicht?

Die Bun­desregierung hat bere­its zum 1. Jan­u­ar 2015 die undif­feren­zierte Ein­führung eines geset­zlichen Min­dest­lohnes für nahezu alle Tätigkeit­en und somit auch die Boten-Zustel­lung Ihrer IVZ einge­führt. (IVZ, 21.02.2015)

Abge­se­hen von der Fehler­haftigkeit dieses Satzes, denn natür­lich find­et eine Dif­feren­zierung statt, wenn nicht alle Tätigkeit­en gle­ich behan­delt wer­den und eben­so natür­lich hat die Bun­desregierung nicht die Boten-Zustel­lung der IVZ einge­führt, ist das Satz schlicht falsch. Für die Zeitungszustel­lung per Boten wurde der Min­dest­lohn ja dank der Pres­sev­er­legerlob­by ger­ade nicht einge­führt. Der Min­dest­lohn gilt allerd­ings dann für Zeitungs­boten, wenn diese nicht bloß als Zeitungs­boten, son­dern auch als Zusteller von Post der Ver­lage und Werbe­ma­te­ri­alien unter­wegs sind.

Ohne Wer­bungs- und Postzustel­lung würde die IVZ nicht den Min­dest­lohn, den sie für die Tätigkeit eines Zeitungs­boten eh für über­höht hält, zahlen müssen, son­dern mehr als 2 € pro Stunde weniger. Dann hätte man der Preis eines Abos wohl zumin­d­est nicht wegen den Zeitungs­bringern erhöhen müssen.

Zahlt der Zeitungsleser also nun mehr für sein Abo wegen der Wer­bung, die er mit­fi­nanziert? Dann wäre ja der Artikel zur Abo­preis­er­höhung so etwas wie eine Irreführung des Lesers — fre­undlich ausgedrückt.

Weiterlesen

Mindestlohngeheule

Die IVZ ver­liert im Jahr hun­derte von Abos, erhöht im drit­ten Jahr in Folge den Preis des Abos, schiebt es dieses Jahr allerd­ings in diesem Jahr auf einen “ein­fachen Grund”: Man muss Zeitungs­bringer fair bezahlen. NEIN! DOCHOH!

Und jet­zt heult man kräftig in die eigene Zeitung:

Tageszeitungsver­lage sind seit dem 1. Jan­u­ar verpflichtet, die Zeitungszustel­lung vom Stück­lohn — wie seit Jahrzehn­ten erfol­gre­ich und zufrieden­stel­lend prak­tiziert wurde — zum Stun­den­lohn umzustellen. Neben völ­lig aus dem Rah­men laufend­en Doku­men­ta­tion­spflicht­en verur­sacht der geset­zliche Min­dest­lohn nun auch Personalengpässe […]

Die müssen jet­zt auf­schreiben, wie lange ihre Mitar­beit­er gear­beit­et haben: NEIN! DOCHOH!

Bis­lang habe die IVZ einen Stück­lohn bezahlt,

der dem Aufwand und der Tätigkeit als Zuver­di­enst in ein­er zeitlich begren­zten Tätigkeit — nicht Beruf — entsprach. Die Preisan­pas­sung entspricht dem Mehraufwand durch das Mindestlohngesetz.

Ern­sthaft? Die IVZ braucht mehr als 440.000 220.000 € Mehrein­nah­men im Jahr, nur um ihre Zeitungszusteller fair zu bezahlen? So krass waren die unterbezahlt?

Weiterlesen