Die gut bezahlten Polit-Bürokraten der EU haben etwas auf den Weg gebracht”

Unser Fach­blatt für Nicht­fak­e­news­berichter­stat­tung (“Unsere 15 Lokal- und über 30 Man­telredak­teure recher­chieren sorgfältig, über­prüfen die Nachricht­en­quellen und hin­ter­fra­gen Infor­ma­tio­nen.”) küm­mert sich ger­ade um die Änderun­gen, die sich durch die DSGVO für Unternehmen ergeben und das klingt dann so:

EU-Daten­schutz­grund­verord­nung tritt am 25. Mai in Deutsch­land in Kraft

Schon falsch: Die Verord­nung ist bere­its 2016 in Kraft getreten, sie find­et lediglich ab dem 25. Mai unmit­tel­bar für Unternehmen und Pri­vatleute Anwen­dung. Richtig wirr wird es bei den Tipps für Unternehmen:

Dat­en auf allen Rech­n­ern, Fest­plat­ten etc. müssen geschützt und gesichert wer­den. Das gilt sowohl vor Fremdzu­griff wie auch Daten­ver­lust, z.B. auch durch Brand oder Einbruch/Diebstahl.

Es geht nur um per­so­n­en­be­zo­gene Dat­en, das schließt Spe­icher­me­di­en aus, auf denen keine solche Dat­en erhoben wer­den.

Ver­liert also ein angestell­ter einen USB-Stick,

hat er zunächst ein­mal nur einen USB-Stick ver­loren.

Ken­nwort­sicher­heit ist ein großes The­ma. Und Chefs, die erlauben, dass Angestellte ihr Pass­wort auf der Schreibtis­chmappe notieren, kön­nen schon mal Rück­la­gen fürs Bußgeld bilden.

Nee, is klar. So stellt man sich das also bei der IVZ vor: Irgen­deine Zeichenkom­bi­na­tion ste­ht auf der Schreibtis­chmappe — Zack! Bußgeld!

Fir­men müssen über Berech­ti­gungssys­teme nach­denken: Muss jed­er Mitar­beit­er mit allen Dat­en arbeit­en? Was wird wo und für wen zugänglich gespe­ichert?

Haben sie das vorher nicht getan?

Virenschutz/Firewall müssen up to date sein.
E-Mails müssen ver­schlüs­selt wer­den…

Es müssen nicht alle E-Mails ver­schlüs­selt wer­den, nur die mit per­so­n­en­be­zo­ge­nen Dat­en. Das mussten sie allerd­ings vorher schon.

Es geht bei der Daten­schutz­grund­verord­nung irgend­wie um Daten­schutz — insofern hat der Autor recht. Ger­ade für Medi­enun­ternehmen ist die DSGVO eine Her­aus­forderung im Detail. Hof­fentlich gibt es bei der IVZ noch Leute, die sich bess­er ausken­nen.

 

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Lesezeichen vom 07.03.2018

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Detlef Krischak — Falsche Brut

Der zweite Teil der Ibben­büren­er Krim­irei­he kommt erwartungs­gemäß stim­mig daher: Die alt­bekan­nten Fig­uren haben es dieses Mal mit Mord und Ent­führung im Zuge famil­iär­er Ver­w­er­fun­gen zu tun. Die örtlichen Beschrei­bun­gen sind gut, die Dialoge weniger: Wenn Krim­i­nal­beamte und Befragte sich unter­hal­ten, dann kommt viel zu schnell und seit­ens Verdächtiger kom­plett unnötig das her­aus, was zu erfra­gen war. Span­nung kommt lei­der keine auf, dafür wird es ganz lustig, wenn ein Unternehmer namens Engel über seinen Keller befragt wird, und im fol­gen­den vom Autor nur noch Keller genan­nt wird. Das kön­nte man mal in Gänze roma­nar­tig ver­wursten, ist hier aber nur ein Fehler.

Alles in allem eine kurzweilige Lek­türe, die nicht ent­täuscht, aber auch nicht fes­selt oder über­rascht.

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Ausfüllgehilfe

Der unfass­bar putinkri­tis­che Krim­reise­führer einiger Jour­nal­is­ten, die mal was erleben wollen, ste­ht aktuell in Osnabrück so vor Gericht, dass selb­st die NOZ etwas Kri­tis­ches anzumerken hat:

Wenn Linken-Frak­tion­schef Andreas Mau­r­er ein­er an Alzheimer erkrank­ten Frau Briefwahlun­ter­la­gen abnahm, um sie selb­st auszufüllen und die Wahl so im eige­nen Sinne zu bee­in­flussen, dann ist das sein poli­tis­ches Ende.

Dann hätte er aber auch mehr Zeit für Aus­land­sreisen von NOZ-Reportern.

Aktu­al­isierung

Es bericht­en auch die Blödzeitung (Achtung! Link geht zur Springer-Presse!) und die Deutsche Welle auf rus­sisch.

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Journalisten, die sich zu Propagandazwecken ausbeuten lassen

Auf diesem Foto sieht man übri­gens, mit wem der NOZ-Jour­nal­ist Thomas Lud­wig auf der Krim noch unter­wegs war:

Das sind im Hin­ter­grund die nor­wegis­chen Jour­nal­is­ten Hen­drik Weber und seine Mit­be­wohner­in Mette Roselund, die eben­so mit Andreas Mau­r­er auf der Krim waren. Und zu deren Besuch während der Wahlen sagt der nor­wegis­che Rat­spräsi­dent Michael Tezschn­er:

Sie kön­nen reisen wohin sie wollen, meinetwe­gen auf eine Ein­ladung von wem sie wollen, aber was sie sehen, ist kein demokratis­ches Ereig­nis von öffentlichem Inter­esse. Sie soll­ten sich bewusst sein, dass sie zu Pro­pa­gan­dazweck­en aus­ge­beutet wer­den, und so wird der Aufen­thalt nicht zur Demokratie oder zur Achtung des Völk­er­rechts beitra­gen.

(…) die entschei­dende Frage liegt vor der Teil­nahme als Wahlbeobachter, näm­lich dass es nicht das ist, was als die legalen Behör­den anerkan­nt wird, die Wahlen auf der Krim organ­isieren. Somit erscheint alles als Beitrag zur fak­tis­chen Legit­i­ma­tion eines Gebi­etes, das nach inter­na­tionalem Recht Teil der Ukraine ist. Eine Grund­vo­raus­set­zung für die Wahl ein­er freien und fairen Wahl ist somit nicht gegeben

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Wie Ikarus sich an der Krim verbrannte

POPCORN! Nach­dem die NOZ und der betr­e­f­fende Autor dieser Geschichte auf Nach­fra­gen, ob Andreas Mau­r­er der Reise­führer in der Geschichte war, ein­fach nicht reagierten, schiebt man jet­zt — nach­dem man online gele­sen hat, was da so zu Mau­r­er ste­ht — ein­fach ein Por­trait des Poli­tik­ers nach und stellt ihn als armes Würstchen dar:

Eine Verurteilung wegen Wahlbe­trugs kön­nte das ändern. So fern die Anerken­nung ein­er wieder rus­sis­chen Krim liegt, so begren­zt wäre dann noch die Anerken­nung, die Mau­r­er erfährt. Die verzweifelte Suche nach ihr – vielle­icht ist sie es, die den Kreistagsab­ge­ord­neten und die Krim so schick­sal­haft verbindet.

Zusät­zlich weiß der Jour­nal­ist ja spätestens nach sein­er Reise, dass Mau­r­ers Reisen vom vol­lkom­men unab­hängi­gen und pro­pa­gandafreien rus­sis­chen Fernse­hen bezahlt wur­den. Da kann man beruhigt alles in die Zeitung schreiben, was der einem vorkaut. Die Russen wür­den ihm seine Reisen sich­er auch bezahlen, falls seine Mei­n­ung je von rus­sis­ch­er Pro­pa­gan­da abrückt. Und auf ein­mal kommt der Jour­nal­ist auch auf die Idee, bei der Parteizen­trale von Die LINKE in Berlin anzu­rufen, was man dort von Mau­r­er hält.

Was dem Leser der NOZ etwas zusam­men­hang­los erscheinen mag, ist online betra­chtet ein schlap­per Ver­such, die eigene Rep­u­ta­tion zu ret­ten, indem man das Augen­merk woan­ders hin­schiebt. So muss man die eigene Rolle dann auch ein­fach nicht mehr erk­lären und kann Mau­r­er immer noch für einen Star hal­ten:

Von so einem Jour­nal­is­mus, da brauchen wir unbe­d­ingt noch mehr von.

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In Putins Propagandastrudel

Noch mehr POPCORN! Der Jour­nal­ist Thomas Lud­wig, in offizieller Mis­sion der NOZ in Rus­s­land und auf der Krim unter­wegs, um sich ein eigenes Bild zu machen, ist wohl dort nicht alleine unter­wegs. Hier zeigt er sich heute “in der Nähe von Domode­dove” mit dem Poli­tik­er der Partei DIE LINKE, Andreas Mau­r­er.

Andreas Mau­r­er erwartet eine Anklage vor dem Osnabrück­er Landgericht wegen *pop­corn­grab­sch* Wahlbe­trugs. Mau­r­er hat­te bei der Kom­mu­nal­wahl in Quak­en­brück erstaunliche 21,5% der Stim­men geholt, wobei bei der Urnen­wahl unglaubliche 63% auf Mau­r­er ent­fie­len. Auch poli­tisch machte er von sich reden:

Den dor­ti­gen Stad­trat sowie den Kreistag von Osnabrück wollte der Linken-Kom­mu­nalpoli­tik­er per Res­o­lu­tion dazu brin­gen, die Krim als Teil Rus­s­lands anzuerken­nen. […] Die Regierungszeitung Rossiska­ja Gase­ta berichtete über den Res­o­lu­tion­santrag aus Kwak­en­br­juk, die staatliche Nachricht­e­na­gen­tur RIA schal­tete Mau­r­er live aus Sim­fer­opol zum The­ma „Wahrheit über die Krim“ zu, „Rus­sia Today“ feierte ihn als „Aus­nah­meer­schei­n­ung, die „im klaren Gegen­satz zum deutschen Main­stream“ ste­ht.

Das wäre auch für mich der erste, an den ich mich ran­hänge, um mir ein eigenes Bild zu machen.

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Beckenbauerismus bei der NOZ

POPCORN! Die Beck­en­bauer­sche Real­itätsver­weigerung ist im Jour­nal­is­mus angekom­men: Die NOZ schickt einen Jour­nal­is­ten auf die Krim, der holt sich da etwas rus­sis­che Pro­pa­gan­da ab und kippt die unge­filtert in die Zeitung. Und das klingt dann so:

Juri Kon­stan­ti­now­itsch Gem­pel ist auf die Bun­deskan­z­lerin nicht gut zu sprechen. „Wegen der Poli­tik von Angela Merkel kann ich meine Töchter nicht besuchen. Ist das gerecht?“ fragt Gem­pel. Die Antwort schwingt unaus­ge­sprochen mit. (… Seine Töchter) leben in Düs­sel­dorf und Ful­da, ein Enkel dient in der Bun­deswehr. Seit­dem die Krim wieder zu Rus­s­land gehört, bekommt der Vater und Groß­vater jedoch kein Visum mehr für Deutsch­land.

Das stimmt so nicht. Der gute Mann kann sich dur­chaus von der Krim aus ein ukrainis­ches Visum für Deutsch­land besor­gen. Nur ist der gute Mann Mit­glied in Putins Partei, das wäre wohl partei­in­tern und wenn man nur einen rus­sis­chen Pass besitzt eher ein Prob­lem.

Vor vier Jahren, am 18. März 2014 kon­nte Rus­s­lands Präsi­dent Wladimir Putin Vol­lzug melden: Nach ihrer Los­sa­gung von der Ukraine wurde die Krim Teil der Rus­sis­chen Föder­a­tion.

Ach, die Krim hat sich von der Ukraine los­ge­sagt? Wann ist das denn passiert? Vor oder nach­dem rus­sis­che Sol­dat­en den Flug­platz beset­zt haben?

Viele der 2,3 Mil­lio­nen Bewohn­er wis­sen, was sie dem rus­sis­chen Präsi­den­ten zu ver­danken haben. „Die Poli­tik Putins hat uns 2014 vor gewalt­täti­gen Auss­chre­itun­gen bewahrt. Er hat uns das Ref­er­en­dum ermöglicht, er hat uns Sicher­heit und Sta­bil­ität gebracht“, erzählt Gem­pel

Auss­chre­itun­gen gab es keine auf der Krim, das Ref­er­en­dum kon­nte man nicht als frei und demokratisch betra­cht­en, wenn die Sol­dat­en des okkupieren­den Staates an jed­er Straße­necke ste­hen und ger­ade die Sta­bil­ität ist flöten gegan­gen: Viele wis­sen nun, dass sie ihre Jobs und ihre Gelder ver­loren haben. Dass diverse Geschäfte schließen, die Stromver­sorgung eine Glückssache ist, teil­weise tage­lang aus­fällt. Und dass sie keine Chance haben, hör­bar Kri­tik zu äußern.

Rus­sis­ch­er Lesart zufolge haben rus­sis­che Stre­itkräfte die Krim nicht annek­tiert, son­dern lediglich das Ref­er­en­dum abgesichert, mit dem sich die Men­schen mehrheitlich für eine gemein­same Zukun­ft mit Moskau und gegen eine Zukun­ft in der Ukraine aus­ge­sprochen haben. Die inter­na­tionale Gemein­schaft will davon bis heute jedoch nichts wis­sen. Der herrschen­den juris­tis­chen Mei­n­ung zufolge han­delt es sich um eine Annex­ion ukrainis­chen Staats­ge­bi­etes.

Oh, nicht nur nach “der herrschen­den juris­tis­chen Mei­n­ung”, was immer das da für ein Kampf­be­griff sein soll. Wenn sie Leute auf der Krim fra­gen, die nicht bloß rus­sis­che Pro­pa­gan­da von sich geben, wer­den die ihnen auch erzählen, dass während des Umsturzes in der Ukraine auf der freien Krim plöt­zlich ungekennze­ich­nete Sol­dat­en den Flughafen beset­zt hiel­ten. Und diese gaben sich irgend­wann als rus­sis­che zu erken­nen. Von einem Ref­er­en­dum war da noch gar nicht die Rede, geschweige denn von einem Ver­lan­gen der Poli­tik auf der Krim, Rus­s­land ange­hören zu wollen.

Alles auf Kosten des kleinen Mannes. Präsi­dent Putin spürt davon rein gar nichts, wenn er uns auf der Krim besucht“, sagt ein Mitar­beit­er im Außen­min­is­teri­um: „Was also nützen Sank­tio­nen?“ Schon wieder eine dieser rhetorischen Fra­gen.

Ger­ade rhetorische Fra­gen gilt es kri­tisch anzuge­hen, was diesem Autor allerd­ings nicht ein­fällt. Es geht wohl um einen Mitar­beit­er des rus­sis­che Außen­min­is­teri­ums. Schaut man sich aber die EU-Sank­tio­nen ein­mal an, tre­f­fen die eher nicht den kleinen Mann.

Wer durch die Straßen von Sim­fer­opol schlen­dert, sieht vor allem eines: viele junge Men­schen. Frauen mit Kinder­wa­gen. Fam­i­lien. Neu angelegte, gut besuchte Kinder­spielplätze. Straßen­musikan­ten. Wer ein mas­sives Aufge­bot von Sicher­heit­skräften erwartet hat – Fehlanzeige.

Ja, wer hat das denn erwartet? Der von jed­er Kri­tik an rus­sis­ch­er Pro­pa­gan­da unange­tastete Autor erge­ht sich dann auf Twit­ter in Humor:

Wo ich dann doch noch eine Frage auf der Zunge hat­te:

Dann war wohl der ganze Text nur sym­bol­isch.

Und die NOZ dar sich gerne mal die Frage stellen, was sie mit diesem kri­tik­be­fre­it­en Urlaub­sjour­nal­is­mus eigentlich bezweckt?

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Alternative für Drücker

POPCORN! Nach­dem die IVZ einen Musikschullehrer wegen AfD-Wer­bung auf sein­er Inter­net­seite kri­tisiert hat, macht jet­zt der mit­glieder­schwache AfD-Kreisver­band Ste­in­furt Wer­bung für dessen Musikun­ter­richt in Recke:

Daher unsere Bitte an alle (…) nehmen Sie Unter­richt (…) Gerne kön­nen Sie Her­rn Till und eines sein­er musikalis­chen Ange­bote auch mieten, z.B. für ein Fir­men­fest und Vieles mehr.

Und wenn Sie wollen, hält er auch noch eine kleine Rede für Sie.

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Die Süddeutsche Zeitung über die IVZ

Pop­corn! Wenn Zeitun­gen über Zeitun­gen schreiben, ist das meist eher von Wohlwollen als von kri­tis­ch­er Analyse geprägt. Und so klar es ist, dass die IVZ sich wan­deln muss, will sie über­leben, so skuril ist es, wenn in Worte gefasst wird, was abge­hen soll. In der Süd­deutschen Zeitung liest sich das so:

Ver­leger Klaus Rieping nimmt an, dass sein Pro­dukt noch etwa die Hälfte der Men­schen im Teck­len­burg­er Land erre­icht.

Wirk­lich? Laut Wikipedia leben Ende 2015 im Teck­len­burg­er Land 173.879 Men­schen, das wären dann 86.939 Leser am Tag. 63.000 Leute im Teck­len­burg­er Land wohnen da, wo keine IVZ erhältlich ist, und über deren Lokalgeschehen auch nicht berichtet wird. Im Grunde liest wohl jed­er, der lesen kann, im Ver­bre­itungs­ge­bi­et der IVZ die IVZ. Respekt!

Das Konzept, das auf eine Idee von Klaus Rieping selb­st zurück­ge­ht, ist sim­pel: Statt ein Kom­plet­tabo für stolze 38,90 Euro im Monat zu buchen, kön­nen die Men­schen für je drei Euro im Monat einzelne The­men­felder abon­nieren

Wenn die Autorin das schon für einen stolzen Preis ansieht, hat sie wohl den aktuellen Preis irgend­wie überse­hen. Die IVZ-Schreiber

haben Order, sich tiefer in ihre Fachge­bi­ete einzuar­beit­en als bish­er möglich und ihre Leser stärk­er einzu­binden — etwa in Form von Aufrufen oder Ver­anstal­tun­gen.

Was denn für Ver­anstal­tun­gen? Die, die es sowieso schon gibt? Und zu denen wird dann aufgerufen? Als wäre da irgend­je­mand, dem die Leser fol­gten. Abgekehrt ist Klaus Ripeing vom Gedanken, “heim­liche Mitleser” der IVZ zu akzep­tieren und darauf zu warten,

dass sie irgend­wann nicht anders kön­nen, als dafür zu bezahlen.

und möchte

die Lücke nach und nach schließen, pro Nutzer nur noch einen Zugang ermöglichen und aus heim­lichen Mitle­sern “Themenwelt”-Kunden machen.

- wie immer das auch ausse­hen mag. Ver­lieren jet­zt die Leute, die man mit Kaf­fee­bech­ern geködert hat, ihre Zugänge?

Jet­zt kön­nte man fra­gen, was so bahn­brechend daran sein soll, herkömm­liche Nachricht­en nach The­men gebün­delt im Netz anzu­bi­eten.

Röchtööööch. Kön­nte man fra­gen, wenn sich die Frage nicht schon so selb­st beant­wortet hätte, dass man kein Frageze­ichen set­zt. Allerd­ings meint die Autorin:

weil es den Lokaljour­nal­is­mus verän­dert — weg vom Gen­er­al­is­ten­tum, hin zu mehr Tiefe.

Sie hat definitv noch keine IVZ in der Hand gehabt.

die Ver­suche, Part­ner für das Online-Wag­nis zu gewin­nen, blieben ergeb­nis­los. “Wenn jemand eine bessere Idee hat”, meint Klaus Rieping, “soll er sie mir sagen.”

Kri­tis­ch­er Jour­nal­is­mus. Ern­sthaft. Das eigentliche Prob­lem ist nicht die Ver­pack­ung, son­dern dass zu viele poten­tielle Leser die Berichter­stat­tung der IVZ für verzicht­bar hal­ten, weil sie sie nicht ange­ht. Bis auf weit­eres aber

ver­suchen sich die Ibben­büren­er Zeitungs­mach­er eben selb­st als Pio­niere.

Zumin­d­est bei der Frage, wie teuer so ein Zeitungsabo wer­den kann. Inzis­chen ist ein IVZ-Abo schon 5€ im Monat teuer­er als eins der WN.

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