Hanne Kuyt (1897–1943)

Wir erin­nern heute an Hanne Kuyt, die am 16.9.1897 geboren wurde. Sie war renom­mierte Filmed­i­torin in Berlin und wohnte eine Zeit lang in Ibben­büren, wo sie Fam­i­lie hat­te, bevor sie ins Exil nach Ams­ter­dam ging. Dort arbeit­ete sie einige Jahre an nieder­ländis­chen Kinofil­men. Vor 80 Jahren wurde Hanne Kuyt im Ver­nich­tungslager Sor­bi­bor ermordet.

Mehr auf https://wiki.ibb.town/Hanne_Kuyt | (Das Foto wurde durch KI bearbeitet).

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Statement zu rechtsextremen Vater

Leonie Löwen­herz gibt einen Ein­blick in die Lebenssi­t­u­a­tion, als les­bis­che, fem­i­nis­tis­che Aktivistin Tochter eines recht­se­tremen AfD-Mit­glieds zu sein. Wenn man die Umstände ken­nt, kann man sagen: Das ist das krass­es­te, mutig­ste State­ment, was bish­er eine Ibben­bürener­in öffentlich gemacht hat. Unfass­bar! Unfass­bar toll!

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15.9. Hutkonzert in Laggenbeck: Joey McPhee

Die Laggen­beck­er Pri­vat­brauerei Haverkamp ver­anstal­tet wieder ein Hutkonz­ert: Am 15. Sep­tem­ber stellt Joey McPhee aus Met­tin­gen ihr Debu­tal­bum in der Laggen­beck­er Brauerei vor. Das Konz­ert startet um 19 Uhr. Das klingt schon gut, aber wartet bis ihr ihre Stimme hört:

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Ibbtown auf Threads

Wir sind seit heute mor­gen auf Threads vertreten. Die Twit­ter-Alter­na­tive von Face­book kommt ziem­lich erwart­bar als ein Insta­gram für Kurzmit­teilun­gen daher, ohne eigene Ideen, dafür viel Wer­bung, wild in die Time­line gestreute Mel­dun­gen von Accounts, denen man nicht fol­gt und ohne eigene Kündi­gungsmöglichkeit: Man kann sich nur über einen Insta­gram-Zugang anmelden und einen Threads-Zugang nur zusam­men mit dem Insta­gram-Zugang löschen. Die Anbindung an das Fedi­verse ist noch nicht freigeschal­tet. Irgen­dein Algo­rith­mus werkelt da spürbar.

Vielle­icht ver­schafft Threads den­noch eini­gen Insta­gram-Nutzern den Zugang ins Fedi­verse, allerd­ings in sehr beschränk­ter, überwachter und ges­teuert­er Form bish­er ohne eigene Ideen, die für Nutzer inter­es­sant wären.

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Best of Google-Kommentare zum Ibbenbürener Busbahnhof

Hier mal die besten Kom­mentare zum Ibben­büren­er Bus­bahn­hof auf Google:

Sitze auf der bank im Glaskas­ten von Gleis 2 und da bret­tert mir ein Güterzug durch das Gesicht, ich als hal­ber Schnee­mann nun, finde das 2 Glass­cheiben an den Seit­en und in der Mitte offen, würde viel Abhil­fe schaffen.
Mikail Cabuk

Ich würde ja zum Arzt gehen, wenn mir ein Güterzug durch’s Gesicht bret­tert, aber was weiß ich schon.

Hab son weis­es Pul­ver gekauft und sehe einhörner
MAx sk8ter

Läuft.

Habe jeman­den gese­hen der einem jun­gen vor die Füße gekackt hat… verstörend
Mia K.

Ich hoffe, es war ein Vogel und nicht der mit den Einhörnern.

Brud­er biss­chen zu wenige deal­er sog­ar in rheine sind mehr
Albaner

Kann ja sein, aber wie sieht das da mit Ein­hörn­ern und Vordiefüßekack­ern aus? Und Hans im Glück:

Hab ein hut mit geld gefun­den dann ist mir ein typ mit gitarre hin­ter­her gelaufen
Orangen­saft

Gön­nt einem auch kein­er mehr was.

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JBS Beats — Jeden Tag

Ein neuer Ein­trag in das Ibben­büren­er Musik­er­lexikon: JBS Beats, wohin­ter sich der 17-jährige Jan Ben­net Schem­m­mer ver­birgt. Und wie iss­es? Die Musik klingt schon ziem­lich reif für einen 17-jähri­gen. Textlich ist da erwartungs­gemäß noch Luft nach oben, aber es wirkt schon erfrischend, wenn Neulin­gen nicht aus­ge­tretene Melodiep­fade betreten. Die Pop-Klänge kom­men schneller daher als die gesun­gene Melodie, was als Kon­trast unheim­lich gut funk­tion­iert. Der Hall erin­nert etwas an die 80er Jahre, man kön­nte da noch mehr Dra­matik rein­drück­en. Nein, für die ersten Songs kann man da nicht meck­ern, son­dern man kann freudig erwarten, was da wohl noch kommt. Sehr gut! Weitermachen!

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Alies (feat. Samra) — 3 Kugeln

Die von Kool Savas gesignte Ibben­bürener­in Alies haut die erste Sin­gle raus und überzeugt. Textlich ist da im Rap-Teil noch Luft nach oben, aber das kann ja auch ger­ade gut sein:

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Irgendwo in Ibbenbüren

Ich hat­te schon länger den Ein­druck, dass sich die Redak­teure des Lokalblatts sich nicht sooo gut in Ibben­büren auskennen. 

Aber kom­men wir jet­zt zu einem vol­lkom­men anderen The­ma. Gerne postet man bei der IVZ alte Bilder auf Insta­gram. Zum Beispiel das dieses Videover­leihs mit der Jahreskennze­ich­nung “1955”.

Gut, man hätte bei Betra­ch­tung des Bildes merken kön­nen, dass 1955 noch keine Parkuhren in Ibben­büren standen, dass der auf dem Bild sicht­bare VW Pas­sat erst 1985 gebaut wurde, oder dass der im Schaufen­ster bewor­bene Film Over­board — Ein Gold­fisch fällt ins Wass­er erst 1986 gedreht wurde. Aber wenn man mal nur die dun­klen Back­steine im Bild anschaut, dann kön­nte man das glatt für eine Auf­nahme aus den 1950er Jahren halten.

In beispiel­los­er Selb­stkri­tik schiebt man den Fehler ans Stadt­mu­se­um weit­er bügelt man darauf ange­sprochen den Faux­pas halb­wegs unfall­frei aus:

Da hat sich ein Fehler eingeschlichen, den wir jet­zt mit dem Stadt­mu­se­um kor­rigiert haben.

um auf die Frage, wo das Bild mit der zweifachen Beze­ich­nung “Ess­mann” ent­standen sei, zu antworten:

Heute Assee Sonnenstudio.”

Ja, wer erin­nert sich nicht an die alten Parkuhren an der Led­der Straße? Immer­hin stimmt die Stadt.

Aktu­al­isierung
Dieses Mal ver­fracht­en sie den Tab­u­la ins Jahr 1995.

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Ja, wo laufen sie denn?

Eine Zeit lang wurde in diesem Blog ja dur­chaus ernst gemeint kri­tisch mit den Ver­laut­barun­gen der IVZ umge­gan­gen. Irgend­wann schlief das ein, weil sich bei der IVZ ein­fach nichts Kon­struk­tives tut. Nachzule­sen in der aktuellen Analyse, welche Schwierigkeit eine Lokalzeitung wie die IVZ so hat:

Die Her­aus­forderun­gen seien hin­länglich bekan­nt: rück­läu­fige Aufla­gen, steigende Papi­er- und Zustel­lkosten bei den Zeitungsver­la­gen, sink­ende Reich­weit­en in Fernse­hen und Radio. Und allen gemein­sam sei, dass sie die Über­ma­cht der großen Dig­i­talme­di­en wie Google und Meta bekla­gen. Zudem falle es schw­er, die soge­nan­nten Mil­lenials, also die 14- bis 29-Jähri­gen, zu erre­ichen. Denn sie ver­brin­gen Stun­den auf diesen Plat­tfor­men, haben neue Helden der dig­i­tal­en Wel­ten: Influ­encer oder Social-Media-Creators. 

Ja, sich­er, sich­er. Es ist beson­ders schw­er, diese Mil­lenials zu erre­ichen, beson­ders, wenn nicht bemerkt, dass man nicht mehr den Mil­lenials, son­dern mit den gemein­ten 14- bis 29-jähri­gen der Gen­er­a­tion Z hinterherhechelt.

Und wer sich mal einen Spaß machen möchte, der kann ja mal in der Galerie, die Fotos der Anwe­senden des Vor­trags zeigt, Leute suchen unter 40.

Alte Leute machen mit Hohlphrasen Kaf­feesat­zle­serei über die Medi­en­nutzung jün­ger­er Leute, von denen aber nie­mand da ist, um eine Diskus­sion zu führen. Die Jun­gen informierten sich ange­blich über Influ­encer oder Social-Media-Cre­ators (The what?). Und Meta, der Face­book-Konz­ern, ist natür­lich ein großes Ärg­er­nis. Weswe­gen die IVZ ihre Inhalte außer­halb ihrer ver­pay­wall­ten Inter­net­seite nur auf Insta­gram und Face­book, Inter­net­seit­en von Meta, anpreist. Weil der 

Lokaljour­nal­is­mus, (..) in der Region so tief verankert

ist? Nein, weil man nur dort über­haupt Kon­takt zu Inter­net­nutzern unter 60 her­stellt — auf der eige­nen Seite wurde die Kom­men­tar­funk­tion jüngst eingestellt. Kaum etwas bei dieser Diskus­sion so fremd wie nach­haltige Kom­mu­nika­tio­nen im Internet.

Da ist wed­er ein Prob­lem­be­wusst­sein auf der Höhe der Zeit, noch ein Ansatz für eine ern­stzunehmende Diskus­sion. Her­zlichen Glückwunsch!

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