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Vorläufiges Ergebnis der Europawahl 2024 in Ibbenbüren

Das vor­läu­fige Ergeb­nis der Europawahl in Ibben­büren lautet in diesem Jahr wie folgt:

  • CDU 33,8% (9232 Stimmen)
  • SPD 21, 73% (5935 Stimmen)
  • Bünd­nis 90 / Die Grü­nen 12,48 % (3409 Stimmen)
  • AfD 11,47 % (3133 Stimmen)
  • FDP 4,82 % (1317 Stimmen)
  • BSW 4,3% (1175 Stimmen)
  • Die Linke 1,82% (498 Stimmen)
  • Volt 1,76 % (480 Stimmen)
  • Aus­führlichere Ergeb­nisse hier. Die Grü­nen haben die hohen Zus­tim­mungswerte der let­zten Europawahl nicht hal­ten kön­nen, die AfD hat etwas hinzuge­won­nen, das BSW hat auf Anhieb viel gewon­nen, die Linke hat schmer­zliche 2% ver­loren. Anson­sten sind große Über­raschun­gen eigentlich ausgeblieben.

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    Claus & Charlie — Jukuhu

    Der vielle­icht hit­pa­raden­mäßig erfol­gre­ich­ste Ibben­büren­er Karneval­ist, Karl-Heinz Gold­beck, wäre dieses Jahr 90 Jahre alt gewor­den, ist aber auch schon vor 20 Jahren von uns gegan­gen. Wir erin­nern an seinen größten Hit: 

    Jukuhu, jukuhu, juku rata­ta, heut’ geht der Papa tatata!

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    Sachen gibt’s, die gibt es nach wie vor

    Oh, beim Lokalblatt fällt man zurück in alte Trash-Zeit­en, indem man einen Artikel frei­willig veröf­fentlicht, über Dinge, die es ange­blich nicht mehr gibt: Walk­man, Taschen­rech­n­er, Fis­ch­er Tech­nik, Car­errabahn, Schnel­lkochtopf, Lavalampe, Tri­top, Met­tigel, Karl-May-Büch­er.

    Klein­er Fak­tencheck: Das alles gibt es heutzu­tage tat­säch­lich sehr wohl noch.

    Vieles von dem, was Karl May schrieb und schilderte, würde heute nicht mehr gedruckt werden.

    säuselt man ähn­lich kom­pe­tent. Oder wie man bei Buchre­port schreibt:

    Nach 20 Jahren Pause erscheinen ab Feb­ru­ar die berühmten grü­nen Bände endlich wieder im Taschenbuch! 

    Der Quelle-Kat­a­log wär’s gewesen.

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    Kess & Tess — Ja, wir machen eine Reise durch den Teutoburger Wald

    Irgend­wann wer­den wir die 80er erk­lären müssen. Wem bei diesem Stück die Singstimme doch irgend­wie bekan­nt vorkommt, ja, das ist nie­mand anders als Michael Holm.

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    Missglückte Döhnchen

    Der Wikipedia-Ein­trag zu Friedrich Ernst Hun­sche wird größ­ten­teils von seinem Sohn geschrieben. Wie? Ja, Sie kön­nen das Pop­corn schon mal raus­holen. Da ste­hen dann so Helden­tat­en drin wie

    Er baute bere­its 1917 seinen ersten Fotoapparat

    Ja, ein großer Erfind­er schon im Kinde­salter, unser Kim-Jong Hun­sch. Wie? Was ste­ht wo? Nicht erfunden?

    Er kauft sich 1917 einen vom Vet­ter August Pot­te­baum selb­st gebaut­en Fotoap­pa­rat, erstellt damit Pass­fo­tos, ver­di­ent Geld, kauft Büch­er. Da ist er 12 Jahre alt.

    Ach so, gekauft, nicht erfun­den. Okay, ver­tausche ich auch dauernd.

    Bis ins hohe Alter hat er seine Heimat sowie Mit­men­schen fotografiert. 

    Ja, *kiesel­stein­schieß*, äh, sich­er, sich­er. Das hat lexikalis­chen Wert. Macht heute ja kein­er mehr, dauernd irgend­was in sein­er Umwelt knpipsen.

    Hun­sches plattdeutsche Geschicht­en sind in zehn Bän­den bei Schön­ingh erschienen.

    Und das Pub­likum war hel­lauf begeis­tert:

    Was ist aber davon zu hal­ten, wenn son­st ange­se­hene Ver­lage mit im übri­gen ser­iösen Ver­lagspro­gram­men aus­ge­sprochen min­der­w­er­tige plattdeutsche Pro­jek­te auf den Bücher­markt brin­gen, weil sie zur Zeit ein gutes Geschäft ver­sprechen, und zwar Büch­er, die sie nach Form und Inhalt ganz gewiß nicht in hochdeutsch­er Sprache her­auszugeben wagen wür­den. Davon gibt es lei­der manche uner­freuliche Beispiele; um nur eins von vie­len zu nen­nen: die aus­ge­sprochen belan­glosen und im Grunde mißglück­ten Döh­nchen von Friedrich Ernst Hun­sche, die bei Schönigh in Pader­born erschienen.

    Die gute alte Zeit, als man noch meinte, nie­mand würde Mem­oiren von Dieter Bohlen veröffentlichen.

    Als Jour­nal­ist schrieb er ab 1928 regelmäßig Zeitungs- und Zeitschriftenartikel.

    Ja, stimmt schon irgend­wie, aber damit war kurz nach dem Krieg Pause. Vielle­icht lag es daran, was er so in Zeitun­gen geschrieben hat:

    Ueberzeugt sein von ein­er Sache, von der Kraft und Größe eines Führers, ueberzeugt sein von der Macht und Wirk­lichkeit des unsicht­baren, ungeschriebe­nen Schöp­fungs­ge­set­zes ist für den Fortschritt des volk­lichen Lebens uner­läßlich wie der Segen der Naturkräfte für die reifend­en Früchte des Feldes. Ueberzeu­gung schließt die Heili­gung aller unser­er Gefüh­le, Gedanken und Tat­en in sich. (…) Nur die Ueberzeu­gung, das heißt der Glaube an uns selb­st, läßt uns den Sieg über alle Feinde gewinnen

    Von so großen Erfind­ern und großen Führern, da brauchen wir unbe­d­ingt noch mehr von. Nun gut, vielle­icht wan­delt sich der Wikipedia-Artikel auch mit der Zeit. Was macht der Sohne­mann eigentlich son­st so?

    Ganzheitliche baubi­ol­o­gis­che Beratung

    Heißt?

    Äh, eine Met­allplat­te, die Elek­tros­mog und Fein­staub verd­ingst, damit man tagsüber nicht mehr müde ist? Ja, schade, dass es gegen Müdigkeit noch kein Mit­tel gibt, das man in Ther­moskan­nen trans­portieren kann. Aber egal, dieses Met­all­wun­der kann schein­bar ja auch Dis­tanzen eigen­ständig über­winden, für die ein Auto drei Stun­den braucht, wenn man es mal wieder spon­tan ins Auto leg­en will. Was kostet das denn?

    298,00€

    Schnap­per.

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    Der doppelte Heckmann

    Es ist ganz inter­es­sant zu sehen, wie man in der Nach­barschaft sich sein­er braunen Ver­gan­gen­heit stellen will. In West­erkap­peln hat man ger­ade das Prob­lem, dass der ehe­ma­lige Bürg­er­meis­ter Friedrich Heck­mann, NSDAP-Mit­glied, auch Mit­glied der SA und Orts­bauern­führer gewe­sen sein kön­nte. Ver­wiesen wird auf einen SA-Mann namens Heck­mann und den dama­lige Orts­bauern­führer namens Heck­mann jew­eils aus West­erkap­peln, die sich sich 1933 bzw. 1935 im Sinne der Nation­al­sozial­is­ten geäußert haben. Nur — ist eine oder bei­de Per­so­n­en mit dem ehe­ma­li­gen Bürg­er­meis­ter iden­tisch? Bele­gen kann das wohl noch nie­mand, anders ist nicht zu erk­lären, dass dieses Rät­sel im Raume steht.

    Aus Erfahrung mit unserem Wiki ist die Vorge­hensweise bekan­nt, nach anderen Per­so­n­en dieses Namens zu suchen, um Per­so­n­en auss­chließen zu kön­nen. Den­noch kön­nen wir einige biographis­che Angaben nicht ein­deutig ein­er Per­son zuord­nen, da es ver­schiedene Träger des Namens gibt und entschei­dende Infor­ma­tio­nen fehlen.

    Der ehe­ma­lige Bürg­er­meis­ter Heck­mann, der 1986 76-jährig starb, ist für ein redeschwin­gen­des SA-Mit­glied und wohl einen Hof­be­sitzer mit 23 bzw. 25 Jahren etwas jung. Kön­nte dur­chaus sein, ver­wun­dert aber.

    Der Orts­bauern­führer beschw­ert sich 1935 in einem Appell an die Land­bevölkerung West­erkap­pelns, dass andere Mit­bürg­er immer noch “mit dem jüdis­chen Viehhändler Max Mey­er aus Sennlich” Geschäfte machten.

    Max­i­m­il­ian Mey­ers Adresse in West­erkap­peln lautete Sennlich 13.

    Ein­er sein­er Nach­barn war ein Bauer namens Friedrich Heck­mann, der etwa 1885 geboren wurde. Seine Adresse lautete Sennlich 22 in West­erkap­peln, nachzule­sen in der Ibben­büren­er Volk­szeitung vom 26. Juli 1957, in der sein Tod fest­ge­hal­ten wurde. Er ist nicht der spätere Bürgermeister.

    Stay tuned…

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