Neu im Bücherschrank(45): Susanne Fröhlich — Moppel ich

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Unge­le­sen aus­gemis­tet. Ich habe die Autorin damals rund um den Mop­pel­hype auf der Frank­furter Buchmesse auf ein­er Bühne gese­hen. Da war ich dann doch sehr über­rascht, dass die Dame auf der Bühne kaum noch was mit der Dame auf dem Cov­er des Buch­es gemein­sam hat­te. Als Diätvor­bild taugte sie jeden­falls optisch nicht mehr so ganz. Da habe ich auch auf eine Lek­türe gän­zlich verzichtet.

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Neu im Bücherschrank(44): Heinz Commer — Die Unersetzlichen

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Ja, und während ander­norts Mar­ket­inglei­t­erin­nen wegen Ver­wen­dens von Peu­do­ny­men aus Grup­pen aus­geschlossen wer­den, küm­mern wir uns mal lieber um’s All­t­ags­geschäft und mis­ten erst ein­mal weit­er aus. Dies­mal trifft es Heinz Com­mers Die Uner­set­zlichen — Ein Buch für Gehalt­sempfänger. Hier­bei han­delt es sich um eine Anleitung, durch die der sich dafürhal­tenden Uner­set­zliche

tre­f­flich in der Lage [ist], poli­tis­che oder inter­na­tionale, freilich auch betriebliche Ver­schwörun­gen zu ini­ti­ieren, denen Com­mer in seinem Buch bre­it­en Raum gibt.

wie man anno Tuck bei der Zeit schrieb. Na, dann.

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Neu im Bücherschrank(42): Eric Berne — Sprechstunden für die Seele

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Wieder so ein Eltern­buch­schrank­fund, an den sich inhaltlich nie­mand erin­nern kann. Ich habe nur ober­fläch­lich reingeschaut, es scheint mir teils über­holt, teils naiv. Aus dem Klap­pen­text:

In seinen «Sprech­stun­den für die Seele» geht Eric Berne nun auf jenes ungreif­bare und schw­er begrei­fliche, doch äußerst wirk­same, wenn auch selt­sam unwirk­liche Energiesys­tem ein, das wir Seele nen­nen. Denn aus der seel­is­chen Dynamik wird unser soziales Ver­hal­ten gespeist und ges­teuert. Ken­nt­nis­re­ich, ver­ständlich und nicht ohne Humor erk­lärt Dr. Berne, wie Geist und Seele beim psy­chisch gesun­den Men­schen arbeit­en. An Beispie­len aus der psy­chi­a­trischen Prax­is demon­stri­ert er, welche Krankheit­en die Seele befall­en kön­nen, worin die Ursachen dieser Krankheit­en liegen, wie sie sich auswirken und wie man sie heute behan­delt. Hier find­et der Leser Aufk­lärung und Infor­ma­tion, er bekommt gewis­senhaft Antwort auf Fra­gen, die sich im All­t­ag immer wieder stellen: — Wie kommt es, daß Gefüh­le uns kör­per­lich krank machen kön­nen? — Warum lei­den so viele Men­schen unter ihren Hem­mungen? — Warum haben wir Träume? — Wo liegt die Gren­ze zwis­chen nor­malem und neu­ro­tis­chem Ver­hal­ten? — Woran erken­nt man Geis­teskrankheit­en? — Wie geht der Psy­chi­ater bei der Behand­lung vor? — Wann sollte man einen Psy­chi­ater auf­suchen?

Toll, Fra­gen wer­den beant­wortet, die außer­halb des men­schlichen Ver­mö­gens, sie zu beant­worten, liegen. Was jet­zt Energie heißen soll, was Geist, was Seele, wieso bei­des nicht das­selbe sein soll — damit wird der Leser alleine gelassen.

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Neu im Bücherschrank(41): James A. Michener — Mazurka

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Ja, hier muss ich die Schul­tern zuck­en, Buch und Autor sagen mir nichts. Allerd­ings wird es heute noch mit dem Unter­ti­tel Der Roman Polens bewor­ben, da hat­te ich erwartet, der Autor sei Pole — ist er nicht. Und die Kri­tik­er sind entwed­er begeis­tert, kön­nen aber nicht genau sagen, weswe­gen, oder kri­tisieren, dass der Roman zu klis­chee­haft und pauschal­isierend geschrieben sei.

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Neu im Bücherschrank(40): Gustav Teichmüller — Meine Reise in den Himmel

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Fälschlicher­weise wird dieses Büch­lein gerne Immanuel Kant zugeschrieben, wie der Ver­lag, der diese Aus­gabe her­aus­ge­bracht hat, es auch tut. Es stammt aber von Gus­tav Teich­müller und han­delt von Kant, der in den Him­mel kommt, dort mit seinen philosophis­chen Kol­le­gen in Dis­pute kommt, alle samt und son­ders ver­liert, und beschließt wieder auf die Erde zu gehen, um unsterblich zu sein. Harm­los­er Quatsch, der Werk und Wirkung Kants nicht gerecht wird.

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Neu im Bücherschrank(38): Howard Fast — Die Erben

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Das ist ein 80er-Jahre-Schmök­er, zu ein­er Zeit also, als es wohl verkauf­fördernd war, hüb­sche, geze­ich­nete Frauen aufs Cov­er zu hieven, ein Vorge­hen, dass man heute nur noch von Fernse­hzeitschriften ken­nt.

Howard Fast hat die Vor­lage zu Spar­ta­cus geschrieben und dazu noch Divers­es rund um die Fam­i­lie Lavettes. Alle­samt nix lit­er­arisch wirk­lich Überzeu­gen­des. Aber damals gin­gen die Schmök­er wie dieser aus dem Büch­er­schrank: Weg wie warme Sem­meln.

Aus dem Wikipedia-Artikel zu Howard Fast:

Der mit Fast befre­un­dete israelis­che Autor Daniel Gavron urteilte in seinem Nachruf, Fast sei kein „großer“ Schrift­steller gewe­sen; dazu habe er, um sein­er poli­tis­chen Überzeu­gung willen, zu sehr geschul­meis­tert und schwarzweißge­malt. Gle­ich­wohl müsse er als „super­ber“ Geschicht­en­erzäh­ler gel­ten.

Aso.

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Neu im Bücherschrank(37): Anne Golon — Angélique

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Zugegeben wir sind immer noch beim hau­seige­nen Büch­er­schrankaus­mis­ten, aber danach soll die Rei­he so weit­erge­hen, dass frisch gele­sene Schmök­er sachkundig kri­tisiert ihren Weg in den Büch­er­schrank find­en. Anne Golons Angélique, der Auf­takt ein­er viel­bändi­gen Frauen-anno-Tuck-Rei­he hat sich irgend­wie nicht dafür qual­i­fiziert. Es entstammt zwar dem Ber­tels­mann-Ver­lag, aber ich glaube, das war kein Zwangskauf meines Vaters. Da er unser­er­seits aber in abse­hbar­er Zeit nicht gele­sen wird, kommt der Schmök­er halt raus.

Vielle­icht find­et das Buch eben so schnell einen neuen Unter­stand wie Liebe — Brot der Armen, aber ger­ade ist der Büch­er­schrank quan­ti­ta­tiv und qual­i­ta­tiv gut bestückt. Eine Weile wird Angélique wohl noch in der Innen­stadt bleiben.

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Neu im Bücherschrank(36): Thyde Monnier — Liebe — Brot der Armen

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Tja, ich glaube der Zusatz “Liebe” zu Le pains du pau­vres ist etwas ver­fehlt und lässt das Buch zu verk­itscht erscheinen. Dabei ist das bekan­nteste Werk der Autorin

die durch zwei Gen­er­a­tio­nen führende Chronik der Fam­i­lie Desmichels, ihres sozialen Nieder­gangs und Wieder­auf­stiegs, aber auch ihrer Lei­den­schaften unter der heißen Sonne Süd­frankre­ichs. Der von seinem reichen Vater wegen sein­er Nei­gung zur Tochter eines Scheren­schleifers enterbte Antoine lebt mit sein­er Frau Arnaude und seinen drei Söh­nen kär­glich aber blutvoll als Holzfäller und Kohlen­bren­ner auf dem Grand-Cap bei Toulon, bis der Weltkrieg schick­sal­haft den Fam­i­lienkreis sprengt und schließlich der heimkehrende jüng­ste Sohn Ollivi­er Syl­vaine, die von ihm geliebte Tochter eines reichen Ger­berei­di­rek­tors, heiratet. Diese zarte und innige Liebesgeschichte gehört zum schön­sten der neueren franzö­sis­chen Lit­er­atur. Das umfan­gre­iche Lebenswerk Thyde Mon­niers ist ein proven­za­lis­ches Gegen­stück zu den Romanzyklen Balzacs, Zolas, Mar­tin du Gards und Jules Romains.

Mehr über das Buch gibt es bei zeit.de zu lesen: „Ob du lachst, ob du weinst, es muß weit­erge­hen…“.

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