METRICKZ feat RÄF!X & Sarah C. — Was willst du

Oh, toll, Neues von METRICKZ. Und auch das neue Zeugs fol­gt treu dem Mot­to: Eyweis­su, wenn dein Sprach­wortschatz im zweis­tel­li­gen Bere­ich geparkt ist, dann füll deine Sätze doch ein­fach mit englis­chen Wörtern auf. Oder um es mit dem Kün­stler zu sagen:

Ich switch die Bitch, denn die Bitch sagt: Bitch­moves!

Und wir dacht­en damals wirk­lich, schlim­mer als Bokel­berg könne es nicht wer­den . Aber annerken­nend muss man ja auch mal sagen: “du spre­itzt deine Beine” auf “Rheine” zu reimen, das ist schon, das ist, das…

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MDU — Die Muslimisch-demokratische Union

Na, das finde ich ja mal kon­se­quent: In Osnabrück geht die Mus­lim­isch-demokratis­che Union an den Start. Mit­glieder sind Immi­granten, die sich von den altherge­bracht­en Parteien nicht vertreten fühlen. Das OSRa­dio hat dazu fol­gen­den Bericht gemacht:

[audio: http://osradio-podcast.de/wp-content/uploads/2011/08/MDU.mp3]

Ich bin ja mal ges­pan­nt, wie die christliche Reak­tion hier­auf aussieht.

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Ibbenbürener Graffiti

 Früher, ja früher, da gab es eine Graf­fi­tikul­tur in Ibben­büren. Das hat mir ein Graf­fi­tikün­stler mal erk­lärt: Anhand der Graf­fi­tis in ein­er Stadt könne man erken­nen, ob es in ein­er Stadt eine solche gäbe oder nicht. Klingt ein­leuch­t­end. So gab es in Ibben­büren mit Mur­dock, Boris und wie sie alle hießen, eine flo­ri­erende Graf­fi­tikul­tur, aber in Duis­burg nicht.

Und das sah man auch: In Duis­burg, zum Beispiel, waren Graf­fi­tis nur Schmier­ereien ohne tiefer­ge­hen­den Sinn. Meist nur Schriftzüge oder ein­fache Striche. In Ibben­büren gab es zahlre­iche Bilder zu sehen von unter­schiedlichen Kün­stlern. Wer genau hin­sah, hat die Einzel­bilder auch den jew­eili­gen Kün­stlern zuord­nen kön­nen. Am Kohlekraftwerk waren andere Leute am Werk als am Kranken­haus oder am Laggen­beck­er Bahn­hof.

Heutzu­tage sieht die Graf­fi­ti­land­schaft tris­ter aus: Das kün­st­lerische, von vie­len als Schmier­ereien ver­schmähte Hob­by ist aus der Mode gekom­men. Kun­stvolle Bilder kom­men nicht neu zum Vorschein. Immer­hin haben manche noch eine Aus­sage, die etwas Irri­ta­tion in die All­t­agsäs­thetik brin­gen. Immer­hin.
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Frühstück bei Stefanie: Urlaub in Ibbenbüren

[audio:http://media.ndr.de/download/podcasts/podcast2956/AU-20110715–1032-5401.mp3]
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Darf man die Stadt anlügen?

Bei der Stadt kann man für Jugend­för­der­maß­nah­men Gelder beantra­gen. Um Geld zu bekom­men, reicht man einen Plan ein, der bes­timmte Voraus­set­zun­gen erfüllen muss, um akzep­tiert zu wer­den. Dazu gehört eine Auf­stel­lun­gen, was bei der mehrtägi­gen Maß­nahme täglich passieren soll. Die Stadt han­habt diese Regelung prag­ma­tisch, d.h. keine Maß­nahme wird blind­links akzep­tiert, aber es wird auch nicht haarspal­ter­isch alles kon­trol­liert.

Und eben hier gibt es ger­ade ein Prob­lem: Ein Vertreter ein­er Kirchenge­meinde hat sich für diese Förderung inter­essiert. Er verzichtet aber auf diese Förderung, weil er meint, keinen akku­rat­en Plan erstellen zu kön­nen. Es beste­ht offenkundig ein Missver­hält­nis zwis­chen dem, was bei der­ar­ti­gen Maß­nah­men passiert, und dem, was man zeit­ge­nau auf einen Plan schreibt. Für den Vertreter ist das Ein­re­ichen eines der­ar­ti­gen Plans nicht vertret­bar. Man kann annehmen, dass sich hier­bei auf ein Lügen­ver­bot bezo­gen wird. Und dies wäre für einen kirch­lichen Vert­ert­er sicher­lich ein Prob­lem.

Ein Lügen­ver­bot wird in den 10 Geboten ange­sprochen, eben­so bei Immanuel Kant. Bei bei­den han­delt es sich um eine ver­botene Falschaus­sage gegenüber jemand anderem, im ersten Fall aus Lauterkeits-, sprich moralis­chen, im zweit­en aus ver­tragsrechtlichen, sprich juridis­chen Grün­den.

Für den Vertreter, der meint, mit dem Plan zu lügen, ist es dur­chaus moralisch, die Förderung nicht zu beantra­gen. Das kostet die Kirche Geld, aber es ist moralisch. Es ist aber nur dadurch moralisch, dass die Ein­re­ichung des Plans den Vor­satz voraus­set­zen müsste, sich über­haupt nicht an den Plan zu hal­ten. Würde ein städtis­ch­er Vertreter dieses aus dem Plan rausle­sen kön­nen, hätte er die Förderung eben­so zu ver­weigern. Es kann aber eben­so gut sein, dass man einen Plan hat, und die Umset­zung so ist, dass andere Maß­nah­men in der Prax­is sin­nvoller erscheinen. Man kann aber auch aus Erfahrung meinen, dass ein Plan dem kaum entsprechen kann, ohne vorsät­zlich lügen zu müssen.

Dass ein Plan ein­gere­icht wird, verpflichtet den Ein­re­ichen­den also nicht dazu, ihn haarkle­inst zu befol­gen. Das würde besagen, dass eine Maß­nahme nur bei genauester Plan­be­fol­gung sin­voll ist. Das behaupten wed­er städtis­che, noch Jugen­dar­beitsvertreter. Wer im Aus­füllen eines solchen Plans eine moralis­che Hürde sieht, dem darf der gute Vor­satz moralisch genug sein, einen best­möglichen Plan zu erstellen, an dem man sich ori­en­tiert, ohne zu ignoieren, dass eine Umset­zung des Plans in die Prax­is in Anbe­tra­cht von Alter­na­tiv­en nicht immer sin­nvoll erscheint.

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