Ste­fan Nigge­meier: Wir leben längst im Zeital­ter des Con­tent-Schrotts

Es gibt Jour­nal­istin­nen und Jour­nal­is­ten, die sich die Mühe machen, sich ein eigenes Bild zu ver­schaf­fen, mith­il­fe von Fach­wis­sen, Orig­i­nalquellen und all dem, was man so Recherche nen­nt. (…) Sie sind die Aus­nah­men in einem riesi­gen Sys­tem, das ohne solch kri­tis­ches Hin­ter­fra­gen auskommt. Es ist ein Warnsignal, dass irgend­wann für solche Jour­nal­is­ten und Medi­en das Wort „Qual­ität­sjour­nal­is­mus“ ver­stärkt auf­tauchte (noch bevor es iro­nisch ver­wen­det wurde), als gäbe es Jour­nal­is­mus ohne solche Qual­itäten.

So viel Ehrlichkeit liest man nicht oft in den Zeitun­gen, wobei der Begriff Qual­ität­sjour­nal­is­mus in meinem Leseer­leben nie anders als als Mar­ket­ing­be­griff auf­tauchte.

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