Neu im Bücherschrank(18): Nikolai Gogol — Die toten Seelen

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Und wieder zog es uns im Auf­trag des guten Geschmacks an den Büch­er­schrank. Dieses Mal mit einem Klas­sik­er der rus­sis­chen Lit­er­atur, der jedem Russen bekan­nt sein dürfte: “Die Toten See­len” von Niko­lai Gogol.

Zur Hand­lung: Pawel Tschitschikov wächst in ärm­lichen Ver­hält­nis­sen auf und arbeit­et sich mit viel Fleiß im bürok­tratis­chem Rus­s­land hoch. Nach­dem er wegen Kor­rup­tion zum Fall gebracht wird, arbeit­et er an seinem Auf­stieg, in dem er mit toten Leibeige­nen, im dama­ligem Rus­s­land “See­len” genan­nt, han­delt.

Die Komödie um Betrug, Kor­rup­tion der Behör­den, men­schliche Gier und Unbelehrbarkeit kön­nte aus der heuti­gen Zeit stam­men. Mit satirisch fein überze­ich­neten Charak­teren kri­tisiert Gogol die Missstände des post-napoleonis­chen Rus­s­lands.

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Neu im Bücherschrank(17): Gabriel García Márquez — Chronik eines angekündigten Todes

Was für ein Schmud­del­wet­ter. Im Regen habe ich bis­lang noch kein Buch eingestellt, das war das erste Mal heute und zack ein Fehler: Zwar habe ich beim Ein­stellen des dieswöchi­gen Buch­es eine Kam­era dabei gehabt und habe es auch abgeschossen, aber ohne Karte. Und da ich auch gar keine Karte dabei hat­te, gibt es mal ein Video von der heuti­gen Bestück­ung. Etwas leise bin ich da zu hören, aber man will ja auch nicht gle­ich über den ganzen Platz brüllen:

Es wun­dert mich ja doch ein wenig, dass Mein Herz, so weiss da noch ste­ht, wo doch von unseren Schmök­ern selb­st Prax­is Bülow­bo­gen nach kurz­er Zeit ver­grif­f­en war.

Neu im Büch­er­schrank
16. Helen Field­ing: Brid­get Jones & Schoko­lade zum Früh­stück 15. Isabel Allende — For­tu­nas Tochter 14. A.C. Bhak­tivedan­ta Swa­mi Prab­hu­pa­da – Bhak­ti-Yoga 13. Heinz Strunk – Fleisch ist mein Gemüse 12. Ulrich del Mestre – Prax­is Bülow­bo­gen 11. Eike von Sav­i­gny – Grund­kurs im logis­chen Schließen 10. John le Car­ré – Der Spi­on der aus der Kälte kam, 9. Ken Fol­lett – The Ham­mer of Eden, 8. Sue Townsend – Das Intim­leben des Adri­an Mole, 13 3/4 Jahre , 7. Das Lexikon der pop­ulären Irrtümer, 6. Stend­hal – Rot und Schwarz, 5. Lud­wig Wittgen­stein – Trac­ta­tus logi­co-philo­soph­i­cus, 4. Vladimir Nobokov – Loli­ta, 3. Yann Mar­tel – Life of Pi, 2. Con­nie Pal­men – Die Geset­ze, 1. Cees Note­boom – Rit­uale
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Neu im Bücherschrank(16): Helen Fiedling — Bridget Jones & Schokolade zum Frühstück

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Brid­get Jones ist eine über­tieben tol­patschig dargestellte Englän­derin, die selb­st mit Anfang dreißig durch ihre Unbe­holfen­heit jede 17jähirge erblassen lässt. Das Lesen der Schmök­er ist eine Mis­chung aus Mitleid und Fremd­schä­men, aber den­noch unterhaltsam.Wer sich da ver­sucht wieder zu find­en, der tut mir leid.

Das Buch ist lei­der etwas in Ver­ruf ger­aden, als es 2001 ver­filmt wurde. Während ich mir beim Lesen die Haupt­fig­ur als eine durch­schnit­tliche Frau, die sich von ein­er Pra­li­nen und 100 Zigaret­ten am Tag ernährt und dabei trotz­dem ständig über ihr Gewicht jammer,t vorstellte, wurde die Haupt­darstel­lerin nicht müde stets zu erwäh­nen, wie schwierig die Rolle doch war, da sich dafür soooooooo viel zunehmen musste. Zu allem Über­fluss wurde sie für ihre Tapfer­keit von den Medi­en gelobt. Da wird mal wieder die Kluft zwis­chen Real­ität und Fik­tion bewusst, als nor­male Frau ist man nur fett und lächer­lich.

Wer nach anspruchsvoller Lit­er­atur sucht, ist hier ein­deutig falsch. Wer allerd­ings ein­fach nur unter­hal­ten wer­den und ein­fach nur lachen will, dem kann ich die Schmök­er empfehlen.

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Neu im Bücherschrank(15): Isabel Allende — Fortunas Tochter

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So, nun mal wieder was in den Ibben­büren­er Büch­er­schrank und mal wieder ein schönes, gebun­denes Buch: For­tu­nas Tochter von Isabel Allende, der Urgeschichte zum Geis­ter­haus. Eine Frauengeschichte “über eine junge Chilenin, die im „Wilden West­en“ auf der Suche nach ihrem Geliebten zu sich selb­st find­et”. Wer also etwas Aus­dauer und Lust auf etwas Kitsch mit sich bringt, der greife schnell zu. Wer es anspruchsvoller mag: Ich habe auch Javier Marias Mein Herz so weiß als Taschen­buch­dort liegen sehen. Anson­sten eher eine maue Woche.

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Neu im Bücherschrank(14): A.C. Bhaktivedanta Swami Prabhupada — Bhakti Yoga

Tja, man soll halt nicht immer alles glauben, was die Leute auf der Straße so von sich geben. Beim anderen Büch­er­schrank Düs­sel­dorfs schnappte ich ja auf, dass der am Frieden­splätzchen nur Schrott enthalte. Weit gefehlt. Auch diesem Büch­er­schrank sieht man an, das bele­sene Men­schen ihn bevölk­ern: Meinem Blick ent­gin­gen nicht Bruno Apitz’ Nackt unter Wölfen, Antal Szerbs Reise im Mondlicht, André Glucks­manns Der Stachel der Liebe sowie Fjodor Dos­to­jew­ski­js Der Spiel­er.

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Weil ich aber doch unter dem Ein­druck stand, bei einem abgele­ge­nen Büch­er­schrank kön­nte auch eher Schrott erwartet wer­den, brachte ich etwas Fried­volles, aber Belan­glos­es zum Frieden­splätzchen: A.C. Bhak­tivedan­ta Swa­mi Prab­hu­pa­da — Bhak­ti-Yoga. Ein doch eher merk­würdig zer­fasel­ter Schinken mit Weisheit­en wie:

Die Seele ist ein winziges, unsicht­bares Teilchen des Kör­pers.

Soso. Vielle­icht find­et also auch dieses Büch­lein ver­ständ­nisvollere Hände. Und dem Frieden­splätzchen machen wir noch ein­mal unsere Aufwartung — mit besser­er Lit­er­atur.
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Neu im Bücherschrank(13): Heinz Strunk — Fleisch ist mein Gemüse

Neuerung! Die 13 soll nun mal Glück brin­gen, es ist das erste Buch, das woan­ders, und zwar im Büch­er­schrank am Rhein­ufer in Düs­sel­dorf, eingestellt wurde.

Um den dor­ti­gen Büch­er­schrank geht es naturgemäß munter­er zu, denn er ste­ht an einem vielbe­suchtem Ort. Auch die Qual­ität der Büch­er ist eine andere, es sind Büch­er inimage

— sagen wir mal — gebrauchterem Zus­tand dort zu besichti­gen, aber auch tiefge­hen­dere. Büch­er von Theodor Adorno und Horst-Eber­hard Richter habe ich in Ibben­büren noch nicht ste­hen sehen. Dafür sahen sie aber auch so aus, dass ich sie habe ste­hen lassen.

Vor mir inter­essierte sich eine Fam­i­lie für Gretchen Sack­meier von von Chris­tine Nöstlinger und bekam von gegenüber gle­ich den Hin­weis, dass das Buch unge­mein unter­halt­sam sei. Gespräche über Lit­er­atur gehen dem­nach dort zeim­lich ungezwun­gen und direkt von stat­ten. Dage­gen gäbe es beim Büch­er­schrank am Frieden­splätzchen in Düs­sel­dorf nur Schrott, wie ich von irgend­woher auf­schnappte.

Vor mir stellte dann jemand an die 20 Büch­er ins Regal, da war ich erst­mal baff und dachte, unsere­ins mit nur einem Buch, könne da nicht gegen anstinken. Aber was immer er da reingestellt hat, es war wohl eher ein Akt des Bücher­loswer­dens, denn Inter­es­santes war hin­ter­her an der Stelle nicht zu sehen. Erstes Ausstel­lungsstück unser­er­seits ist Fleisch ist mein Gemüse von Heinz Struck. Tati war wenig begeis­tert von dem Buch, ich habe es irgend­wann mal ange­le­sen, war aber auch nicht nach­haltig beein­druckt. Möge es in ver­ständ­nisvollere Hände wan­dern.

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Neu im Bücherschrank(12): Ulrich del Mestre — Praxis Bülowbogen

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Wer ab und an in den Büch­er­schrank schaut, wird fest­stellen, dass einiges an 80er Jahre Fernsehlit­er­atur dort zu find­en ist. Sei es OTTO oder die Schwarzwald­klinik. Solche Schinken wer­den aus­ge­sodert und find­en neue Lieb­haber — denn zu find­en sind sie bald nach Ein­stellen nicht mehr. Daher habe ich heute auch mal einen 80er Fernsehschinken reingestellt: Das Buch zur Serie Prax­is Bülow­bo­gen, eine Sendung, die dem unvergesse­nen Gün­ter Pfitz­mann auf den Leib geschrieben wurde. Wer also in alten Zeit­en schwel­ten möchte: Nichts wie hin, in die Innen­stadt.
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Neu im Bücherschrank(11): Eike von Savigny — Grundkurs im logischen Schließen

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Schnee scheint wohl Man­gel­ware zu sein. Statt sich darüber zu ärg­ern, kann man ja bess­er in seinen Büch­ern versinken. Im Büch­er­schrank ste­ht nun mal wieder etwas eher Anspruchsvolles: Der Grud­kurs im logis­chen Schließen vom wohl bekan­ntesten Biele­felder Philosophen Eike von Sav­i­gny, von dem es hier auch einen Kurzbeitrag gibt.
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Neu im Bücherschrank(10): John le Carré — Der Spion der aus der Kälte kam

Zumin­d­est eine Woche, nach­dem der Schnee kam, ist dieser Schmök­er dem Titel nach ganz passend. Die Krim­igeschichte hat zwar etwas Staub ange­set­zt, aber ein wirk­lich gutes Buch bleibt irgend­wie gut. Aber zugegeben: Wir haben heute mehr Büch­er aus dem Schrank genom­men, als rein gestellt. Aber unterm Strich sind wir damit noch dicke im Plus, das beruhigt uns etwas.
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Neu im Bücherschrank(9): Ken Follett — The Hammer of Eden

Dieser Ein­trag kommt qua­si eine Woche zu spät. Offen­sichtlich war let­zte Woche so viel zu tun, dass ich zwar ein Buch in den Schrank gestellt habe, aber keinen Artikel in diesen Blog. Dieser sei hier­mit nachgeliefert, auch wenn inzwis­chen das hin­ter­legte Buch einen neuen Leser gefun­den hat. Es ist wieder ein englis­ch­er Schmök­er und zwar ein nicht ganz so bekan­nter von Ken Fol­lett. Das Buch habe ich mir mal mit dem Gedanken “Nimm’ mal mit, kannste irgend­wann mal lesen, wenn son­st nichts zu lesen da ist” im Buch­laden mitgenom­men. Nur: Dieses Irgend­wann ist nie gekom­men.
Wikipedia beschreibt das Buch so:
Eine kleine Kom­mune im US Bun­desstaat Kali­fornien soll dem Bau eines Kraftwerkes weichen. Der­ar­tige Kraftwerke sollen in ganz Kali­fornien gebaut wer­den. Die jew­eili­gen Landbe­sitzer sollen für den Ver­lust ihres Lan­des entschädigt wer­den, um an ander­er Stelle neu siedeln zu kön­nen. Da die Kom­mune das Land allerd­ings nur gepachtet hat, wer­den die Mit­glieder keine Entschädi­gung erhal­ten. Um den Gou­verneur des Staates zu erpressen, bilden einige Mit­glieder der Kom­mune eine ter­ror­is­tis­che Vere­ini­gung, die sich Die Kinder von Eden nen­nt. Sie dro­hen, ein Erd­beben auszulösen, sofern nicht der Bau sämtlich­er Kraftwerke in Kali­fornien gestoppt wird. Um den Ver­dacht von sich und ihren Zie­len abzu­lenken, wird eine Spur zu ein­er ansäs­si­gen Umweltschut­zor­gan­i­sa­tion gelegt.
Neu im Büch­er­schrank

 

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