Jet­zt hat auch die Zeitung West­fälis­che Nachricht­en eine Art Bezahlschranke run­terge­zo­gen: 5 Artikel monatlich sind frei zugänglich, danach kommt wohl ein “Wir müssen draußen bleiben”-Schild. Klingt wie die Bezahlschranke der NOZ, klingt nach Cache leeren, weiterlesen. 

Im Dig­i­talzeital­ter entwick­elt sich das Nachricht­engeschäft in ras­an­tem Tem­po. Die Nutzer erwarten an sieben Tagen pro Woche und fast rund um die Uhr eine ver­lässliche, sorgfältig recher­chierte und vor allem topak­tuelle Nachricht­en­ver­sorgung. […] Die neue App ist ein weit­er­er Meilen­stein in dem Bemühen, all diese Inter­essen bei gle­ich­bleibend hoher jour­nal­is­tis­ch­er Qual­ität zu befriedi­gen. […] Um all diese Inhalte und Ser­vices auch zukün­ftig bei gle­ich­er Qual­ität anbi­eten zu kön­nen, wird der Zugriff auf dig­i­tale Artikel bezahlpflichtig.

Ja, wir reden immer noch über die WN, man wun­dert sich schon, was für ein PR-Sprech da gefaselt wird.

Für 9,90€ bekommt man einen bar­ri­ere­freien Zugang, will man ein ePa­per samt ein­er Lokalaus­gabe, kostet das 33,30€ — 10€ teuer­er als bei der NOZ. Das scheint mir ein Ange­bot ohne Ziel­gruppe zu sein.

am 07.04.2016 von unter Tecklenblog abgelegt. | 1x kommentiert

am 03.01.2016 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Dieses Blog taugt ja schon deswe­gen nicht als IVZ-Watch­blog, weil wir — wenn über­haupt — nur den Ibben­büren­er Lokalteil lesen. Aber heute wink­te einem aus dem Reck­er Lokalteil eine hüb­sche Stil­blüte ent­ge­gen, an der kann man nicht so ein­fach vor­bei gehen.

Der amtierende Reck­er Bürg­er­meis­ter beschw­ert sich über diesen veröf­fentlichen Satz der IVZ bezüglich der anste­hen­den Bürgermeisterwahl:

Einzige Chance, dass der kün­ftige Rathauschef nicht Eck­hard Keller­meier heißt: Es gibt am 13. Sep­tem­ber mehr Nein- als Ja-Stimmen.

Der Begriff “Chance” könne als “Glücks­fall” oder “gün­stige Möglichkeit” ver­standen wer­den, referiert die IVZ den Bürg­er­meis­ter und antwortet ohne Namen des Verfassers:

Dazu stellt das Medi­en­haus fest: Das Wort “Chance” wurde als Syn­onym für “Möglichkeit” und damit völ­lig wert­frei verwendet.

Das ist inter­es­sant, denn diese Ver­wen­dung ist nicht so, wie der Begriff “Chance” im Deutschen und Franzö­sis­chen herkömm­lich ver­wen­det wird. Im Fuss­balldeutsch gibt es die Redeweise, man könne “aus kein­er Chance ein Tor machen”, und damit ist die herkömm­liche Ver­wen­dung des Begriffs dur­chaus getrof­fen: Sowohl Wikipedia als auch der Duden beze­ich­nen den Begriff “Chance” als “gün­stige Gele­gen­heit der Erre­ichung eines Ziels”. 

Nun ist es der IVZ unbenom­men, Begriffe in ihren Tex­ten anders zu ver­wen­den, als das im Deutschen herkömm­lich­er Weise getan wird. Aber da wäre es für den Leser schon hil­fre­ich, wenn das gekennze­ich­net wäre.

Abge­se­hen davon ist ganz lustig, wie falsch der kri­tisierte Satz ist: Der Umstand, dass der Kan­di­dat nicht genü­gend Stim­men für den Sieg bei dieser Wahl bekommt, bei Leibe nicht die einzige Möglichkeit, wodurch er nicht kün­ftiger Bürg­er­meis­ter Reck­es ist. Zudem ist Der 13. Sep­tem­ber auch in Recke kein notwendig let­zter Wahlt­ag bezüglich der Bürg­er­meis­ter­wahl, durch den der einzige Kan­di­dat zum Bürg­er­meis­ter gewählt wer­den könnte. 

Der Satz müsste also ver­ständlich­er aus­ge­drückt heißen:

Am 13. Sep­tem­ber gibt es die Möglichkeit, Eck­hard Keller­meier nicht zu wählen.

am 31.07.2015 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Ich stöbere ja gerne in ver­gan­genen Zeit­en. Für Ibben­büren gibt es da schon ein Wiki, aber auch der Altkreis birgt inter­es­sante Geschichten: 

In Met­tin­gen gab es man eine Kreiss­parkasse und dort 1972 einen auf­se­hen­erre­gen­den Ein­bruch, bei dem mit einem Dia­man­tk­ern­bohrg­erät eine Wand geöffnet wurde und 365.000 DM erbeutet wur­den. Zuständig war damals die Krim­i­nalpolizei Teck­len­burg (“Die Kripo fragt also: Wer hat in let­zter Zeit Putenkeulen verkauft?”).

Der Fall wurde nach der Ausstrahlung des Falls in Akten­ze­ichen xy … ungelöst gek­lärt.

am 19.06.2015 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Alexander Klaws und Sascha Krebs
[audio­play­er titles=“Zweiter Burg­funk mit DSDS-Sieger Alexan­der Klaws und dem Sieger der Herzen Sascha Krebs” file=“https://ia601502.us.archive.org/15/items/burgfunk002/burgfunk002.mp3”]
am 27.05.2015 von unter Burgfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

Ein typ­is­ch­er Tie­mann-Kom­men­tar geht so: Man kom­biniert eine prob­lema­tis­che Aus­gangslage mit ein­er unbe­wiese­nen Behaup­tung, suche einen Schuldigen, der das Prob­lem hand­stre­ichar­tig lösen soll, und fer­tig ist die Laube. Beim Anschlag auf Char­lie Heb­do sieht das so aus:

Staatliche Sicher­heit­sap­pa­rate, die unsere Frei­heit schützen sollen, scheinen über­fordert, die in ein­er Art Par­al­lelge­sellschaft leben­den und fanatisch radikalisierten Islamis­ten zu kon­trol­lieren, ihnen rechtzeit­ig das Handw­erk zu leg­en. Han­deln muss deshalb die islamis­che Glaubens­ge­mein­schaft: Indem sie sich von den Extrem­is­ten und deren Sym­pa­thisan­ten los­sagt und ihnen durch Äch­tung jed­wed­er Form von Gewalt den geisti­gen Nährbo­den entzieht.

Das ist unge­fähr so sin­nvoll, als hätte man in den 80ern der Katholis­chen Kirche emp­fohlen, sie solle doch mal gegen die R.A.F. vorge­hen, weil der Staat das Prob­lem nicht in den Griff kriegt. 

Klingt so blöd wie es ist. Denn wer wie im Zitat eine Reli­gion als Kriegsre­li­gion brand­markt, sollte sich vielle­icht eher mit seinen eige­nen Vorurteilen auseinan­der­set­zen, anstatt anderen Vorschriften darüber zu machen, was ihre moralis­che Lehre sein soll.

am 14.01.2015 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben

kehrerwiedertaeufer

Über den aktuellen Kehrer-Kri­mi blieb mir ja wenig Pos­i­tives zu sagen, das kon­nte ich mir qua­si für einen älteren auf­s­paren: Wils­berg und die Wiedertäufer ist vom Anfang der Krim­is­erie her gese­hen der bis­lang beste Wils­berg-Kri­mi in Buchform.

Eine Gruppe von der Katholis­chen Kirche sich gedemütigt Füh­len­der bege­ht Anschläge zu Motiv­en der Wiedertäufer. Wils­berg schlid­dert bei der Aufk­lärung des Fall­es in die Grup­pen­dy­namik hinein so dass SPOILERALARM er auch der Liebe wegen sich vor Gericht wieder sieht und in Folge dessen pri­vat vor dem Nichts steht.

Ein wenig Lokalkolorit, etwas Liebe­san­bän­delei, ein biss­chen Lokalhis­to­rie mit Fußnoten, ein angeschla­gen­er Held und tat­säch­lich so etwas wie Span­nung zum Finale, das Buch den Leser bei der Stange hal­tend inter­es­sant zu Ende erzählt wird — was will man mehr von einem Provinzkrimi?

am 25.11.2014 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben

am 21.11.2014 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben

In den let­zten Tagen kon­nte man vernehmen, wie der Deutsche Jour­nal­is­ten­ver­band (DJV) auf sein­er NRW-Tagung den Aschen­dorff-Ver­lag, Her­aus­ge­ber der West­fälis­chen Nachricht­en, und im Speziellen den Chefredak­teur Dr. Nor­bert Tie­mann aufrief, den WN-Redak­teuren nicht mit falschen Infor­ma­tio­nen und Dro­hun­gen die Tar­if­bindung abzu­pressen.

Bei mee­dia wird heute etwas aus dem Nähkästchen der WN geplaudert:

100 Redak­teure der WN sollen den Aus­tritt aus der Tar­if­bindung erk­lären, doch die wider­set­zen sich bis­lang mehrheitlich. Eine kleine Min­der­heit hat bis­lang unter­schrieben, auf Gehalt­ser­höhun­gen und freie Tage zu verzicht­en und eine Wochenar­beit­szeit von 40 statt bish­er 36,5 Stun­den in Kauf zu nehmen. Sollte sich hier­an nicht viel ändern, dro­ht der Ver­lag mit betrieb­s­be­d­ingten Kündi­gun­gen und Nor­bert Tie­mann schiebt den Schwarzen Peter schon mal den eige­nen Jour­nal­is­ten zu:

Einige machen es zum Objekt eines Spiels mit dem Feuer. 

Nee, Herr Tie­mann, das als Grund für Spar­maß­nah­men ange­führte Ver­passen des Online-Geschäfts, in das die WN über­haupt erst 2007(!) eingestiegen ist, ist zunächst ein­mal Verlagsverschulden.

am 07.11.2014 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Falls jemand dachte, die Rufram­ponierung Nor­bert Tie­manns kön­nten nicht schlim­mer wer­den:

Der DJV-Ver­band­stag fordert den Ver­lag und ins­beson­dere den Chefredak­teur Dr. Nor­bert Tie­mann auf, den WN-Redak­teuren nicht mit falschen Infor­ma­tio­nen und Dro­hun­gen die Tar­if­bindung abzupressen.

Ein Schlag ins Gesicht für jeman­den, der über Google meinte, es sei ein Unternehmen, dass mit Leis­tun­gen Prof­ite mache,

ohne die Erbringer dieser Leis­tung daran fair finanziell zu beteiligen.

am 05.11.2014 von unter Tecklenblog abgelegt. | Kommentar schreiben
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