Klaus Rieping über den Status quo kleiner Zeitungsverlage

Ich habe ger­ade erst gemerkt, dass ein Video des Vor­trags von Klaus Rieping im let­zten Jahr online ver­füg­bar ist. War mir jet­zt neu, dass die Fan­meile eine Aktion der IVZ war, aber kann gut sein, dass die nach der Kirmes und der Mond­lan­dung die erfol­gre­ich­ste Aktion war, die die IVZ je gefahren hat.

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Wenn Literatur lebendig wird

Die Unter­hal­tungskonkur­renz war groß für die Klangschlür­fer: Im Fernse­hen brachte die ARD ein unspan­nen­des Bay­ern-Pokalspiel, in der Schauburg gab irgen­dein Ex-Gewicht­she­ber zur Bewer­bung sein­er Per­son Gefühlsab­nehmtipps. In den Saal der Alten Sparkasse ver­lief sich kaum jemand. Umso mehr darf man mal darauf hin­weisen, dass die lokale Berichter­stat­tung auch sehr gut über Lit­er­atur schreiben kann: Wenn Lit­er­atur lebendig wird, dann beflügelt es offen­bar auch Jour­nal­is­ten. Dann haben einzelne Absätze eine Qual­ität, die man anson­sten verge­blich in der Zeitung sucht.

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Bürgermeisterliche Nebentätigkeiten

Die IfI kri­tisiert die IVZ-Berichter­stat­tung bezüglich der neben­beru­flichen Tätigkeit­en des Bürg­er­meis­ters. Das liest sich in der gekürzten Ver­sion in der IVZ allerd­ings etwas hol­prig:

Nichts, nada, und noch weniger. So viel zur Wahrung der jour­nal­is­tis­chen Sorgfalt­spflicht der IVZ-Autorin über die Behand­lung der Neben­tätigkeit­en des Bürg­er­meis­ters in der jüng­sten Ibben­büren­er Ratssitzung. Stattdessen viel mei­n­ungs­machende Berichter­stat­tung statt eines Fak­tenchecks, die erste Tugend eines Beruf­s­standes wäre, der sich um Wahrheits­find­ung auch nur im Ent­fer­n­testen bemüht.

Da fehlen Anschlüsse und es wer­den Anschlüsse (“Stattdessen”) dargestellt, die so gar nicht beste­hen. Im Orig­inal­text beste­hen diese Anschlussfehler nicht:

Der Ein­druck unsach­lich­er ten­den­z­iös­er Wieder­gabe wird ver­stärkt durch den Kom­men­tar von Frau Sabine Plake, die mit der Fest­stel­lung endete, UWG hätte mit Dreck gewor­fen in der Hoff­nung, dass auch bei falsch­er Tat­sachen­be­haup­tung etwas hän­gen bleiben würde. Sie führte weit­er aus, dass diese Art des poli­tis­chen Umganges strate­gis­ches Ziel der UWG IFI sei, um poli­tis­che Geg­n­er zu diskred­i­tieren.

Nichts, nada, und noch weniger. Soviel zur Wahrung der jour­nal­is­tis­chen Sorgfalt­spflicht der IVZ-Autorin über die Behand­lung der Neben­tätigkeit­en des Bürg­er­meis­ters in der jüng­sten Ibben­büren­er Ratssitzung.

Stattdessen viel mei­n­ungs­machende Berichter­stat­tung statt eines Fak­tenchecks …

Die so gescholtene Zeitung druckt dann den aktuellen Pres­se­text der IfI genau ohne den wichtig­sten Teil. Denn dort ste­ht der Inhalt des rechtlichen Vor­wurfs, den die IfI macht:

Die Befürch­tung unser­er Wäh­lerge­mein­schaft von möglichen Inter­essenkon­flik­ten zwis­chen Bürg­er­meis­ter­amt und neben­beru­flich­er Tätigkeit waren mehr als begrün­det. Denn als Geschäfts­führer und Gesellschafter kon­nte er Kraft GmbH-Recht in alle Akten Ein­sicht nehmen, Man­date und Gewinne steuern und damit die größten Vorteile aus der Sit­u­a­tion ziehen.

Es spricht für sich, diesen Teil auszu­lassen bei einem Leser­brief, der, was auch aus­ge­lassen wird, das jour­nal­is­tis­che Handw­erk der Zeitung kri­tisiert.

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Daine klettert

.“Ich liebe Dich über alle” — gle­ich als Reden­sart über­nom­men. Und “du gib­st mir das, was ich brauch’, sog­ar das Geld für den Tank” sowieso.

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70 Jahre NRW

Das ein­wohn­er­stärk­ste Bun­des­land Deutsch­lands ist jünger als mein Vater. Das fiel mir als erstes ein, als ich von diesem Jubelt­ag hörte. Anson­sten ist das Bürg­er­fest in Düs­sel­dorf hierzu gän­zlich an mir vor­bei gegan­gen. Und da bin ich fast schon Rhein­län­der: So leicht kriegen sie die Ein­heimis­chen nicht.

Was mir noch ein­fiel war, dass ich Zeit meines Lebens noch nie in einem anderen Bun­des­land gelebt habe. Dafür in allen drei Teilen Nor­drhein-West­falens. Im Grunde halte ich das auch gar nicht für bedeut­sam, aber Grund genug das mal zu beleucht­en: Was hält einen denn hier, was treibt einen nicht weg?

Es ist eine Medaille mit zwei Seit­en: Ein­er­seits und ander­er­seits die Men­tal­ität. Ich mag den Humor, der aus allen Eck­en Nor­drhein-West­falens strömt, auch wenn man ihn manch­mal suchen muss. Der ist direkt, ver­ständlich, wohlwol­lend, nicht fies. Nation­al­is­tis­che Untertöne gibt es, aber nicht unbe­d­ingt in dem Bekan­ntenkreis, den man sich wählt. Und wenn es um das Auf­ste­hen gegen Rechts geht, dann lassen sich Biele­felder, Düs­sel­dor­fer und Mün­ster­an­er nicht lumpen.

Klaus J. Behrendt hat mal über unsere gemein­same Heimat­stadt Ibben­büren gesagt, dass er, wenn er mal wieder dor­thin käme, zu sich sagen würde:

Ja, hier komm­ste weg.

Vielle­icht ist das etwas, was einen bespringt, wenn man mal ganz das Bun­des­land ver­lässt. Ich für meinen Teil genieße Spatziergänge am Rhein und Fahrad­fahrten an den rheinan­liegen­den Wiesen, in deren Nähe ich ger­ade wohne, als wäre ich dort groß gewor­den.

Ander­er­seits ist da der Ausspruch Man­ni Breuck­manns, den ich im Ohr habe:

Düs­sel­dor­fer wirst du nicht.

So richtig dazu gehört man als Zuge­zo­gen­er eben auch nie. Oder man fühlt das nur so. Kann ich mit leben, ich muss meine Iden­tität ja nicht umstrick­en, um mich woan­ders wohl zu fühlen. Ich will auch nicht auf Teufel komm raus dazuge­hören.

An mein­er Heimat­stadt gefällt mir näm­lich am besten die Lage: Vor Ort hat man gute Einkauf­s­möglichkeit­en und auch etwas kul­turelles Leben. Will man es gerne spießiger: Mün­ster ist um die Ecke. Will man es etwas erdi­ger: Osnabrück einen Katzen­sprung ent­fer­nt. Und rauben einem die Ein­heimis­chen wieder den let­zten Nerv, fährt man fix über die Gren­ze, set­zt sich in ein Café in Enschede und lästert ordentlich ab über die Genossen jen­seits der Gren­ze.

Und ja, das kön­nen sie eben auch die Nor­drhein-West­falen: Ner­ven, nörgeln, schwarz­malen. Let­ztens im Zug hörte ich einen Mit­fahren­den sagen:

So sind die Deutschen: Haben Angst vor Über­frem­dung und ken­nen ihren Nach­barn zwei Häuser weit­er nicht.

Man darf das Gejam­mer nicht zu ernst nehmen und wis­sen, wann man die Reißleine zieht. Dann kommt man in diesem zusam­mengewür­fel­ten Bun­des­land bestens klar. Ander­er­seits stößt man in NRW auch immer wieder auf jeman­den, der ein großes Wort offen und gelassen ausspricht. Und das ist dan richtig zum Wohlfühlen. | csn

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Und was fällt Dir zu NRW ein? Nimm teil an der Blog­pa­rade: Zwis­chen Rhein und Weser.

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Kanal-4: Start der Kirmes 2016

.“Ich liebe Dich über alle” — gle­ich als Reden­sart über­nom­men. Und “du gib­st mir das, was ich brauch’, sog­ar das Geld für den Tank” sowieso.

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Relaunch von ivz-aktuell.de

Das Lokalblatt hat nach viere­in­halb Jahren sein­er Inter­net­seite ein neues Ausse­hen ver­schafft. Man hat ein ganz neues CMS, MODX, aufge­spielt, wodurch allerd­ings sämtliche viele alten Inter­ne­tadressen zu Artikeln ins Leere gehen und die Seite so baukas­te­nar­tig aussieht wie Vois News.

Ab sofort reagiert ivz-aktuell auf die Eigen­schaften Ihres Endgerätes: egal, ob Sie Ihre Nachricht­en auf dem PC, einem Smart­phone oder Tablet lesen, der Auf­bau unser­er Web­site erfol­gt anhand der Anforderun­gen des jew­eili­gen Gerätes, mit dem die Seite betra­chtet wird. Ganz automa­tisch. Ganz kom­fort­a­bel. Und das Beste ist: Sie kön­nen ivz-aktuell auf Ihre Wün­sche indi­vid­u­al­isieren, z.B. Ihren Ort als „Start­seite“ fes­tle­gen.

Schon merk­würdig, wie man hier etwas als neu verkaufen möchte, was es vorher alles schon gab: Für Smart­phones gab es eine eigene Darstel­lung der Seite zur besseren Les­barkeit und Unterkat­e­gorien kon­nte man auch zuvor schon als Leseze­ichen spe­ich­ern. Abge­se­hen davon ergibt das Ein­stellen eines bes­timmten Ortes bis­lang keine Verän­derung der Darstel­lung der Seite.

Sie als Abon­nent kön­nen ab sofort bis zu 5 Fam­i­lien­mit­glieder aus Ihrem Haushalt ein­laden, sich auf unser­er Web­site zu reg­istri­eren und alle Nachricht­en zu lesen. Unter eigen­em Namen lesen, kom­men­tieren und kom­mu­nizieren. Jed­er hat nun sein eigenes Benutzerkon­to bei uns!

Da allerd­ings in den Kom­men­tar­blöck­en unter den Artikeln der IVZ meist tote Hose herrscht, ist nicht ganz klar, wieso man sich denn unbe­d­ingt namentlich reg­istri­eren soll. Und wieso man das als Haupt­be­nutzer gut find­en soll: Alle zusät­zlichen Benutzer kön­nen für den Haupt­be­nutzer Ein­stel­lun­gen für das Abon­nement vornehmen und zusät­zliche Abon­nements kaufen.

Die Verbesserun­gen wer­den gar nicht ange­sprochen:

  1. Die Videos müssen jet­zt nicht immer umständlich über eine externe Seite, in die man sich extra ein­loggen muss, aufgerufen, son­dern kön­nen direkt über die Nav­i­ga­tion­sleiste anges­teuert wer­den.
  2. Die Autoren der Texte haben alle eine eigene Seite bekom­men, die bei den Artikeln ver­linkt ist. So hat man endlich auch ein­mal eine Über­sicht über die son­sti­gen Artikel der Autoren.

Lei­der ist die Seite umständlich für Leser und über­laden:

  • Die Autorenüber­sicht find­et sich nur ganz unten auf der Seite, noch hin­ter But­tons zur Glück­wun­sch- und Hochzeits­seite, die seit Jahren im Grunde tot sind.
  • Es wer­den keine RSS-Feeds mehr ange­boten.
  • Die Vorschaubilder für Artikel sind erschla­gend groß gewor­den und Tex­tan­reißer gibt es nicht mehr, was eine Antizipa­tion des Inhalts erschw­ert.
  • Wenn man nach Begrif­f­en sucht, wer­den ab und an zu passenden Suchergeb­nis­sen falsche Artikel ver­linkt.
  • Weil man die eigene Wer­bung nicht an Wer­be­block­ern vor­beis­chleusen kann, wird Wer­bung jet­zt als oft­mals unscharfe Bilder in Foto­streck­en unterge­jubelt. Was dazu führt, dass dem Betra­chter ein­er Foto­strecke über eine Sport­lerin von Arminia Ibben­büren ein Schreib­warengeschäft in Met­tun­gen ange­priesen wird. Das ist Wer­bung wie 1998. Aber gut, auch diese Bild­chen lassen sich prob­lem­los block­ieren.
  • Das völ­lig sin­n­freie Cook­ies-Ban­ner nervt nur und ist viel zu groß ger­at­en.
  • Es gibt keine Hin­weise mehr über viel gele­sene Artikel und dazu, welche Artikel über­haupt mal kom­men­tiert wur­den.

Somit kann man für den Leser kaum von ein­er Verbesserung sprechen.

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Lesezeichen

  • Im Som­mer 2017: Osnabrück­er Club „Rosen­hof“ geht auf Land­kreis­tour — “Der bekan­nte Osnabrück­er Club „Rosen­hof“ wird im Som­mer 2017 umge­baut. Von Juni bis August will Rosen­hof-Inhab­er Rüdi­ger Scholz deshalb mit einem Zelt im Land­kreis auf Tour gehen. Angedacht sind Gast­spiele in der Stadt Osnabrück, in Bram­sche, Georgs­marien­hütte und Ibben­büren, aus Melle ist bere­its eine Absage einge­gan­gen. “<br>
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