Zitate für Dummies (14)

Der Hang der IVZ zu frei erfun­den­er Kitsch­prosa ist unge­brochen:

Drei Dinge helfen, die Mühen des Lebens zu tra­gen: die Hoff­nung, der Schlaf und das Lachen.“

Immanuel Kant (1724 – 1804), deutsch­er Philosoph der Aufk­lärung

Ein Wort, das in Kants gesam­melten Werken an kein­er Stelle vorkommt: Mühen.

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Neu im Bücherschrank (170): Harald Schmidt – Warum und Wohin

Eigentlich hat­te ich ja vor, den Kalen­der mit etwas Wei­h­nachtlicherem zu been­den, aber das war ger­ade nicht zur Hand. Dann schmeiße ich hier­mit mal meinen let­zten Schmidtschmök­er in den Büch­er­schrank, eigentlich nur die Dop­pelaus­gabe der Büch­er “Warm” und “Wohin”. Zäh und anges­taubt ist Schmidts Humor, und den­noch meilen­weit bess­er als das, was man heutzu­tage Com­e­dy nen­nt. Warum und wohin kön­nte man Schmidt selb­st mal fra­gen, denn dass er seine Kar­riere auf dem Traum­schiff und bei n-tv been­det, klingt auch irgend­wie frag­würdig.

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Jürgen Flenker – Das Rattenorakel

Falls jemand noch ein Büch­lein sucht, das er unter den Wei­h­nachts­baum leg­en möchte, herge­hört: Dieser kleine Schmök­er zählt zumin­d­est sprach­lich zum Besten, was das mün­ster­ländis­che Kri­mi-Genre zu bieten hat. Das kommt dann vor allem den Fig­uren zu Gute, die der Sprakel­er Autor in sein­er Geschichte zu bieten hat: Kom­mis­sar Rico Wende, der vom Leben etwas gebeutelt, solo und seine Mut­ter im Auge habend, eine Serie ver­mis­ster Kinder aufzus­püren hat. Ja, ein Rat­ten­fänger wie der aus Hameln ist im Mün­ster­land unter­wegs, eine Idee, die blöde klingt und blöde ist. Das ist dann auch der Haupt­makel dieses Schmök­ers: Span­nung kommt nicht auf; dass aus der Täter­sicht erzählt wird — ein alter Region­alkrim­i­hut; das Motiv des Täters — gän­zlich unerk­lär­lich; die Auflö­sung — schnell vergessen. Und den­noch: Für Inter­essierte an Region­al­lit­er­atur eine unter­halt­same Lek­türe.

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Neu im Bücherschrank (167): Agatha Christie – 4.50 from Paddington

Eric Idle hat vor Kurzem mal dargelegt, was das Prob­lem bei diesem Buch ist: Als ein Kri­mi ist es für den Leser insofern ernüchtern, als dass es schlicht nicht möglich ist, hin­ter das Rät­sel der Geschichte zu kom­men, weil die Geschichte so angelegt ist, dass man das nicht schafft. Ein spach­lich nicht allzuschw­eres Lesev­ergnü­gen für Nichträt­sler ist dies aber alle­mal.

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