Biercast: Laggenbecker Pale Ale

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Manch­mal über­schnei­den sich Pod­casts inhaltlich, deswe­gen hier mal eine Folge der Anmerkun­gen zu einem Teck­len­burg­er Land­getränk.

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  • Kumpel kämpfen für Kohle-Rente — WDR — “Über 300 ehe­ma­lige Bergleute aus dem Steinkohlere­vi­er Ibben­büren kla­gen vor dem Arbeits­gericht in Rheine gegen die Abschaf­fung ihrer Kohle-Rente. Der Prozess soll jedoch zunächst ruhen, weil der Kläger­an­walt Fall­grup­pen für Musterk­la­gen Im Herb­st bilden will.”
  • Pläne für Zeche Ibben­büren — “Es kön­nte bis 2025 dauern, bis sich auf dem Zechen­gelände in Ibben­büren die ersten neuen Indus­trie- und Gewer­be­be­triebe ansiedeln. Damit rech­net zur Zeit Ibben­bürens Bürg­er­meis­ter Marc Schrameyer.”
  • Gruben­wass­er unter Ver­dacht : PCB: CDU drängt auf Aufk­lärung — Jan-Niklas Gesen­hues (Grüne) erin­nerte daran, dass neben der möglichen PCB-Belas­tung die Ibben­büren­er Aa extrem mit Chlo­rid-Salzen verseucht sei. Die Aa müsse die unglaubliche Menge von täglich (!) 700 000 Kilo­gramm Chlo­rid verkraften, wom­it der Gren­zw­ert um das 50-fache über­schrit­ten werde und die Aa „völ­lig tot“ sei, zitierte er Aus­sagen von Wern­er Wenker, dem Leit­er der Unteren Wasser­be­hörde des
  • Where Ger­mans Vot­ed For The Nazis in 1933 — Bril­liant Maps
  • Evonik und AkzoNo­bel bauen in Ibben­büren — LABO ONLINE — “Evonik und AkzoNo­bel haben am 15. Jan­u­ar 2016 mit dem ersten Spaten­stich offiziell den Bau der neuen Mem­branelek­trol­yse in Ibben­büren ges­tartet. Die neue Anlage soll im vierten Quar­tal 2017 die Pro­duk­tion aufnehmen.”
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Die Bezahlschranke bei der WN


Jet­zt hat auch die Zeitung West­fälis­che Nachricht­en eine Art Bezahlschranke run­terge­zo­gen: 5 Artikel monatlich sind frei zugänglich, danach kommt wohl ein “Wir müssen draußen bleiben”-Schild. Klingt wie die Bezahlschranke der NOZ, klingt nach Cache leeren, weit­er­lesen.

Im Dig­i­talzeital­ter entwick­elt sich das Nachricht­engeschäft in ras­an­tem Tem­po. Die Nutzer erwarten an sieben Tagen pro Woche und fast rund um die Uhr eine ver­lässliche, sorgfältig recher­chierte und vor allem topak­tuelle Nachricht­en­ver­sorgung. […] Die neue App ist ein weit­er­er Meilen­stein in dem Bemühen, all diese Inter­essen bei gle­ich­bleibend hoher jour­nal­is­tis­ch­er Qual­ität zu befriedi­gen. […] Um all diese Inhalte und Ser­vices auch zukün­ftig bei gle­ich­er Qual­ität anbi­eten zu kön­nen, wird der Zugriff auf dig­i­tale Artikel bezahlpflichtig.

Ja, wir reden immer noch über die WN, man wun­dert sich schon, was für ein PR-Sprech da gefaselt wird.

Für 9,90€ bekommt man einen bar­ri­ere­freien Zugang, will man ein ePa­per samt ein­er Lokalaus­gabe, kostet das 33,30€ — 10€ teuer­er als bei der NOZ. Das scheint mir ein Ange­bot ohne Ziel­gruppe zu sein.

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AirBruzh — Leben

So, endlich mal wieder frische Musik aus Ibben­büren: Air­Bruzh haut eine neue Sin­gle raus. Inhaltlich vielle­icht etwas platt, aber sprach­lich schon ganz gut, was sich har­monisch ins musikalis­che Geplänkel fügt. Rein­hören und auf dem Schirm behal­ten!

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Ibbenbürener Gottesbeweis

Da wird der liebe Herr Kant sich aber im Grabe um drehen. Ein ehe­ma­liger Krim­i­nalkom­mis­sar aus Ibben­büren hat ihm das Handw­erk gelegt und dank neuester Unter­suchungsmeth­o­d­en einen weit­eren Gottes­be­weis aus dem Hut geza­ubert. Zu seinem Büchelein Sitz der Göt­ter schreibt Judas Aries:

Wäre Gott nur ein Hirnge­spinst men­schlich­er Gottessehn­süchte oder ein Kon­strukt irdis­ch­er Machthaber, dann dürfte es keinen roten Faden in den Gotte­shand­lun­gen aus der Antike bis zum let­zten großen Auftritt in Fatima/Portugal geben. Weist die Heilige Schrift aber von A – Z einen kon­tinuier­lichen Sach- und Sinnzusam­men­hang auf, dann kämen als Ver­fass­er nur der religiöse „Vater in den Him­meln“ oder ein außerirdis­ch­er Poten­tat zum Zuge.

Jaha, quod erat demon­stran­dum! Aber sowas von. Auch solche Leute dür­fen am Straßen­verkehr teil­nehmen. Fol­gt man sein­er Unter­suchungsmeth­ode weit­er,

Dann find­en wir Gott und Engel in konkreter Män­nergestalt bei der Arbeit, das heißt bei Völk­er­mor­den, bei der Ermor­dung Einzel­ner, bei Nöti­gun­gen, Ans­tiftun­gen zu Tötung­shand­lun­gen, bei der Volksver­het­zung, bei der Inbe­sitz­nahme von Land­strichen neb­st Bevölkerung und beim Ver­tragss­chluss mit irdis­chen Regen­ten sowie bei der Steuerung der irdis­chen Poli­tik mit­tels der Propheten.

Also, wenn Sie das näch­ste mal ein­er Polizeistreife hin­ten rein­fahren, ziehen Sie schnell ihren Aries aus dem Hand­schuh­fach, kurbeln das Fen­ster runter und sagen den Polizis­ten mit Hin­weis auf ihren Kol­le­gen:

Ich war’s nicht!

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Innenstadtappetit

Es ist schon ein paar Jahre her, da fragte mich ein befre­un­de­ter Mar­ket­ing­blog­ger, ob ich einen Job von ihm übernehmen wollte. Es ging um ein Ibben­büren­er Unternehmen, die lokalen Martek­ing­bere­ich bess­er Fuß fassen woll­ten. Da bin ich dann mal für ein Gespräch hingestiefeld.

Das Gespräch fand in der Innen­stadt statt und mich ver­wun­derte es schon, dass diese Plat­tfom an die vier Redak­teure beschäftigte — gemessen daran, dass sie schon zu dem Zeit­punkt den Ibben­büren­er kaum noch ein Begriff für irgend­was war. Aber gut, die Redak­tion war mün­ster­landweit aktiv, in anderen Städten wurde das Ange­bot bess­er angenom­men.

Als im Gespräch klar wurde, dass man im Grunde nur ein kosten­los­es Beratungs­ge­spräch haben wollte, habe ich nur noch von ein­er gut aus­ges­tat­teten Video-Blog-Plat­tform erzählt, so dass ich meinte, sowas set­zen die eh nicht um. Da war es kurze Zeit später schon witzig, dass man bei der Lokalzeitung Geld in die Hand nahm, um eine Video­plat­tform umzuset­zen. Der Zug ist abge­fahren, dachte ich.

Nun zwitsch­ern es die Vögelchen, dass die Lokalzeitung angesichts schwinden­der Zeitungsle­serzahlen auf der Suche nach alter­na­tiv­en Geschäfts­feldern ist. Und im Raum ste­ht wohl auch eine Mar­ket­ing­plat­tform für die Innen­stadt. Das Prob­lem hier­bei: Nir­gend­wo gibt es ein erfol­gre­ich­es Vor­bild ein­er solchen Plat­tform.

Das ruft wohl ger­ade die Plat­tform Mark­t­platz Ibben­büren auf den Plan und man zim­mert derzeit laien­haft Inter­views mit Ibben­büren­er Geschäft­sleuten zusam­men. Und in diesen Inter­views ver­rät man dann auch ab und an mehr über sich als über den Inter­viewten:

Der Mark­t­platz Ibben­büren will online Appetit machen auf die Ange­bote der Innen­stadt

Äh, ja? Nach­dem man die ganze Web 2.0-Zeit ver­schlafen hat?

– braucht es eine solche Brücke zwis­chen Online und Offline?

Hm. Gute Frage. Braucht man eine Wer­be­plat­tform, die von Leuten gemacht wird, die wed­er im Lokalen noch im Mar­ket­ing­bere­ich Erfol­gsstrate­gien vor­weisen kön­nen? Nö. Da kann man ja bess­er eine Anzeige bei Face­book buchen.

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AfD-Kreisverband Steinfurt sucht Alternative für Draußen

Ihr müsst draußen bleiben” — das hat nun der Restvor­stand des Ste­in­furter Kreisver­bands der AfD erneut zu hören bekom­men und daher sagte man den Stammtisch ab. Nicht ohne zu beto­nen, dass die bösen Linken, die sich höch­stver­mut­lich mit bösen linken Ems­det­ten­er Grup­pierun­gen zusam­men­ver­schworen haben, daran ver­mut­lich irgend­wie Schuld sind:

Angriff aufs Grundge­setz — pak­tiert die LINKE im Kreis mit Autonomen?

Ja, wer ken­nt sie nicht, die linksradikalen, marxrechts­drehen­den Autonomen aus Ems­det­ten.

Während An- und Über­griffe auf Mit­glieder oder Sachge­gen­stände der Alter­na­tive für Deutsch­land bun­desweit mit immer größer­er Aggres­siv­ität bis hin zu Schüssen auf Wahlkampfhelfer geführt wer­den, hat das grundge­set­zwidrige Ein­schränken von Ver­samm­lungs- und Mei­n­ungs­frei­heit nun­mehr auch den Kreis Ste­in­furt erre­icht.

Weil man nicht inne Kneipe reinkommt, nach­dem man sich dauer­haft recht­spop­ulis­tisch äußert, u.a. auf der Kreisver­band-Face­book-Seite, glaubt man, das Grundge­setz sei ange­grif­f­en? Deswe­gen heult man rum?

Da passt dann aber auch wieder Arsch auf Eimer, denn was auf der Face­book-Seite dieses per­son­ell etwas aus­ge­höhlten Kreisver­ban­des alles an anti­semi­tis­chen, ras­sis­tis­chen, frauen­deindlichen, ver­schwörungs­the­o­retis­chen und sonst­wie vol­lver­dröh­n­ten Äußerun­gen geduldet wird, das entspricht eben auch ein­er vol­lkom­men rück­grad­losen Posi­tion.

So groß die Anzahl der­jeni­gen, die die Seite geliket haben erscheinen mal, real wollen dann doch nicht so viele mit diesem Kreisver­band zu tun haben: Ger­ade mal eine Per­son sagte für den Stammtisch zu, und die ist auch noch eine von drei Per­so­n­en des Restvor­standes. Früher sah das auch nicht anders aus. Da wun­dert es dann auch nicht mehr, dass sich auf den Ein­trag zur Absage nur vier Leute reagieren, die alle­samt nicht im Kreis Ste­in­furt wohnen — wer fühlt schon mit bei ein­er Zom­bi­etruppe?

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Bürgerwehrexperte

POPCORN! Ein­er der Miterfind­er der Ibben­büren­er Ter­rorzelle hat übri­gens wieder was raus­ge­fun­den, und zwar, dass sich im Mün­ster­land Bürg­er­wehren formieren:

Im beschaulichen Sassen­berg laufen die „Wach­samen Sassen­berg­er“ Streife, in Ahlen nen­nt sich die Truppe „Ahlen­er schützen Ahlen­er“, im West­en des Mün­ster­lan­des sind die „Bürg­er­wehr Gronau-Epe“ und die „Bürg­er­wehr Bocholt“ auf den Plan getreten. Let­ztere kündigt via Face­book an, „ab dem 22. Jan­u­ar noch präsen­ter zu wer­den“ und die „Mannstärke deut­lich zu erhöhen“.

Jet­zt wer­den Sie sagen: Das ist doch bes­timmt ein kom­pe­ten­ter Mann. Der wird ja wohl Ahnung haben. Der kann doch wohl recher­chieren. Der kann doch wohl googlen. Der kann doch wohl Satire von Ernst unter­schei­den.

Nun ja:

Satire kann – zumin­d­est laut Wike­pe­dia – Zustände oder Missstände in sprach­lich über­spitzter und verspot­ten­der Form the­ma­tisieren. Das Prob­lem dabei ist nur, dass viele Leser (und manch­mal selb­st ges­tandene Jour­nal­is­ten) Satire nicht als solche erken­nen und sie für bare Münze nehmen. So auch zur Zeit bei der Face­book-Fan­seite „Bürg­er­wehr Bocholt“ mit dem Zusatz „Das Orig­i­nal“, die in kopiert­er Form auch unter dem Pseu­do­nym „Bocholter Bürg­er­wehr“ daherkommt. Deren Mach­er ver­ball­hor­nen die von Ste­fan Bam­buch gegrün­dete Gruppe „Bocholt Bad News“ der­ar­tig gekon­nt, dass Ihre Aufrufe zu Sauberkeit und Ord­nung, zur sorten­reinen Alt­glas­tren­nung, zum ord­nungs­gemäßen Abbiegen mit Handze­ichen, zum kor­rek­ten Ein­hal­ten der Hau­sor­d­nung und ins­beson­dere zum Notierten und Melden verdächtiger Autos mit frem­dar­ti­gen Num­mern­schildern von eini­gen für bare Münze genom­men und bit­ter­bös kom­men­tiert wer­den.

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Die ominösen 10.000

In ihrer Erk­lärung, weswe­gen man den monatlichen Bezugspreis der Zeitung auf 36,90€ erhöht, ver­weist die IVZ aber­mals auf die ominösen 10000, die ange­blich tagtäglich ihre Seite auf­sucht­en:

Den­noch weit­et die IVZ ihre Ange­bote ins­beson­dere in den neuen Medi­en deut­lich aus: Mehr als 10000 Men­schen täglich nutzen bere­its die für unsere Abon­nen­ten exk­lu­siv­en Dig­i­tal­in­halte. Das freut uns sehr und ist uns Verpflich­tung, auch weit­er­hin ein umfan­gre­ich­es und unab­hängiges lokales Infor­ma­tion­sange­bot anzu­bi­eten – gedruckt und dig­i­tal.

Und wieder ein­mal ist es doch merk­würdig, dass die veröf­fentlicht­en Zahlen der IVZ bezüglich der Nutzer ihrer Inter­net­seite eine andere Sprache sprechen.

Für den Jan­u­ar hat es nach eige­nen Angaben 260.527 so genan­nte Vis­its gegeben. Ein Vis­it ist das Aufrufen ein­er Inter­net­seite durch einen frem­den Rech­n­er. Ruft eben dieser Rech­n­er die Seite nach ein­er hal­ben Stunde Untätigkeit wieder auf, wird ein weit­er­er Vis­it gezählt. Ein einzel­ner Vis­it ist somit nicht gle­ichbe­deu­tend mit einem einzel­nen Men­schen. Einzelne Men­schen kön­nen täglich diverse Vis­its erzeu­gen. Irgendwelche Com­put­er ohne direk­te Ver­an­las­sung durch einen Men­schen aber eben auch.

Selb­st wenn einzelne Vis­its einzelne Men­schen, d.i. Unique Vis­i­tors, wären, käme man nicht auf 10.000 Men­schen täglich, die das Ange­bot der IVZ nutzten — ganz zu schweigen von den Inhal­ten hin­ter der Bezahlschranke.

Inter­es­san­ter­weise ent­fall­en allerd­ings nur etwa 80% dieser Vis­its auf die Domain ivz-online.de. Das hängt damit zusam­men, dass die Zahl aller Vis­its sich aus unter­schiedlichen Domains speisen, etwa 12% kom­men durch newssquare.de, dort wo das E-Paper der Zeitung gehostet wird. Insofern ist fraglich, ob nicht dop­pelt Vis­its gezählt wer­den, denn das E-Paper erre­icht man im Grunde nur durch die Haupt­do­main der Zeitung, wo ja schon ein Vis­it gezählt wurde.

12% von 260.527 ergeben etwa 1000 Ein­log­gun­gen zum E-Paper am Tag. Das passt zu der Zahl, die offen­bar angibt, wie viele “Paid”-Visits die Seite der Zeitung im Jan­u­ar hat­te: 74.878, das wären etwa 2415 reg­istri­erte Vis­its am Tag.

 

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