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So weit mir bekan­nt ist, ist Kathryn Tay­lor von den vor Ort wohnen­den Schrift­stellern die Einzige, die es mal in die Spiegel-Best­sellerliste geschafft hat. Das darf mal genug Grund sein, sich mal ihre Schmök­er vorzunehmen. Allerd­ings wäre mir wohl auch ein ander­er nicht eingefallen.

Die 22-jährige, sex­uell uner­fahrene Grace, eine Brid­get-Jones-Vari­ante, him­melt den hochwohlge­bore­nen Jonathan, einen Mr-Sheffield-Abklatsch, an und ver­wan­delt sich von der naiv­en Jungfrau zum naiv­en Flittchen, das sich fragt, ob er es wohl ernst meint. Kostprobe?

Im näch­sten Moment spüre ich die Fahrstuhlwand im Rück­en, und seine Hände leg­en sich um meine Brüste, stre­ichen durch den dün­nen Stoff meines Shirts über die aufgerichteten Nip­pel. Die Berührung schickt Blitze in meinen Unter­leib, viel inten­siv­er als die in meinem Traum, und ich werde von ein­er Welle viel zu gewaltiger Empfind­un­gen über­rollt, während ich seinen Kuss weit­er fast verzweifelt erwidere. Er ist mir über­legen, in jed­er Hin­sicht, dominiert mich, aber genau das erregt mich auf eine nie gekan­nte Weise. Wie eine Ertrink­ende halte ich mich an ihm fest und ergebe mich dem Ansturm sein­er Lip­pen und Hände.

Das geht dann vier weit­ere Bände so “prick­el­nd” weit­er. Ein auf der Shades-of-Grey-Welle schwim­mender Haus­frauen­porno für Vertreterin­nen des weib­lichen Geschlechts, an denen die Emanzi­pa­tion fol­gen­los vor­bei gegan­gen ist.