Das neue Viertel

             “Hubert, du glaub­st es nicht”,

schrie mir eben meine bessere Hälfte Run­hilde ent­ge­gen. Ken­nen Sie das eigentlich? Da wird irgend­wo im Haus was gebrüllt und man muss antanzen, son­st wird noch lauter gebrüllt oder man bekommt ein Du hörst ja nich’ an den Kopp gek­nallt.

            “Die bauen schon wieder ein neues Vier­tel!”

Ich muss wohl meinen Klap­prech­n­er im Wohnz­im­mer offen ste­hen­ge­lassen haben, eigentlich kommt mir die Runi da nicht so ein­fach dran. Früher, ja früher hat die Frauen­welt die Tech­nik ja gar nicht inter­essiert. Früh­stück, Haus­putz, Mit­tagessen, Mit­tagspause, Einkaufen, Aben­dessen, Schaufen­ster am Don­ner­stag, Show und Co. mit Car­lo, Gesund­heits­magazin Prax­is und dann ab in die Fed­ern. Das war mal noch ein geregel­ter All­t­ag. Heute wird man dauernd unver­mit­telt in Alarm ver­set­zt, weil Runi sich vom Inter­net erschreck­en lässt.

           “Erst bauense den Wod­kahügel, dann Klein-Moskau und nun schon wieder
            was!”

Endlich bin ich in der guten Stube ange­langt:

-          “Na, was bauen sie denn?”

           ” Nord­stadt-Arkaden.”

-         “Nord­stadt-Arkaden? Wo liegt denn Nord­stadt?”

            “Dass muss da, wo früher der alte ALDI war, liegen.”

-    “Da hin­ten raus? Das ist doch noch Ibben­büren. Dann müsste das  Ibben­büren-Nord­stad­tarkaden. sein. Wer baut denn da?”

              “Hier schreibense nur von Ein’!”

Ein Einziger? Und dann gle­ich ein ganzes Vier­tel. Ja, die hamse doch nicht mehr alle. Ich glaube ja sowieso, so wie in Ibben­büren gebaut wird, da wird zeitweise mehr gebaut als gewohnt. So sieht es doch aus!

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Bezahlschranke bei der IVZ

Die Gerüchte stimmten also: Nach dem Relaunch will IVZ online die Bezahlschranke run­ter­lassen, nur noch Leute mit Abon­nement der gedruck­ten Aus­gabe kön­nen bald noch die lokalen Artikel der IVZ online kosten­frei lesen. So wie sich die IVZ aus­drückt, wird es aber dann einen bezahlbaren Online-Zugang geben. Damit kommt die IVZ ein­er­seits dem fehlen­den Kom­plet­tange­bot ihrer Artikel im Inter­net — ger­ade für Leute, die nicht in Ibben­büren wohnen und sich den­noch informieren wollen — nach und ander­er­seits dem Umstand, dass sich ihr Onlin­eauftritt bish­er offen­bar nicht wün­schenswert durch Klicks auf Wer­bung ren­tiert.

Andere Zeitun­gen haben schon länger soge­nan­nte ePa­per: Bei der NOZ kostet ein reg­uläres Abon­nement 31,95€ und das ePa­per 19,95€, die Neue West­fälis­che in Biele­feld kostet 24,95€ bzw. 16,94 und die West­fälis­chen Nachricht­en hat wohl kein ePa­per und kostet reg­ulär für Teck­len­burg in gedruck­ter Form 29,80€.

Man kann dem­nach erwarten, dass die IVZ einen Online-Zugang zu den Artikeln von etwa 20€ anbi­etet, in dieser Höhe, damit keine Abo­nen­nten der Druck­aus­gabe absprin­gen, und/oder Einze­lar­tikel bezahlt wer­den kön­nen.

Das hat aber auch zur Folge, dass die IVZ für Außen­ste­hende vol­lkom­men unin­ter­es­sant wird, darunter wird auch die Tochter­seite Mazztv.de zu lei­den haben, bei der fraglich ist, wie ihre Inhalte von nun an pop­u­lar­isiert wer­den sollen. Über die gedruck­te Aus­gabe? Über Face­book? 

Bis­lang hat die IVZ größ­ten­teils online eh nur die Artikel, oft­mals in gekürzter Form, veröf­fentlicht, die eh in der gedruck­ten Aus­gabe erschienen. Es wur­den also keine zusät­zlichen Artikel für die Inter­net­seite geschrieben (und die die ger­ade neu für die Seite geschrieben wer­den, überzeu­gen jet­zt nicht außeror­dentlich). Ist man also ent­täuscht, dass die Zweitver­w­er­tung der Artikel nicht erfol­gre­ich ist? Die Rech­nung geht eh nir­gend­wo anders auf.

Inter­es­sant wäre es sicher­lich, wenn online mehr Artikel erscheinen als in der gedruck­ten Aus­gabe — was aber wieder einige Abon­nen­ten zum ePa­per und weg von der gedruck­ten Aus­gabe bewe­gen kön­nten.

Wir. Wer­den. Sehn.

Aktu­al­isierung 20:01 Uhr: Inzwis­chen hat der zweite ver­link­te Artikel drei Sätze mehr.

Aktu­al­isierung, 20.01.2012: Ich bin unter­schwellig davon aus­ge­gan­gen, dass das Design der Seite eigen­ständig erar­beit­et wor­den ist. Es scheint aber doch nur ein anderes Baukas­ten­sys­tem zu sein, wie es auch von dieser Zeitung ver­wen­det wird. Daher ist die soge­nan­nte Slide-Show auf der Haupt­seite kaum verän­der­bar.

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