Stichwort: Roßstraße

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Wie passend, diesen Schmök­er in Düs­sel­dorf in den Büch­er­schrank zu geben. Hof­fentlich find­et er einen Leser, bevor da wieder Dutzen­de in den nahe ste­hen­den Papier­con­tain­er wan­dern. Zum Inhalt: Es zieht das Jür­gen-von-der-Lippe-Phänomen — lustig, wenn Schaus­piel­er es vor­lesen, banal und öde bei eigen­er Lek­türe. Cor­du­la Strat­mann hat einen umw­er­fend­en Humor, dieses Büch­lein nicht.

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Ich habe ja in let­zter Zeit meine kleine, heimis­che Bib­lio­thek in einem Archiv erfasst, so dass mir jet­zt auf­fal­l­en, wenn ich Dop­pel­te habe. Und dieser Eggers ist wohl in let­zter Zeit auch als gebun­dene Ver­sion in den Bücherbe­stand überge­gan­gen. Da mir die let­zte Eggers-Lek­türe so gar nicht zuge­sagt hat, habe ich mir ihn erst­mal nicht mehr vorgenom­men, da kann die Taschen­buchaus­gabe auch gle­ich wieder ver­suchen, geeignete Leser zu find­en. Die Kri­tik­er­stim­men sind allerd­ings zu diesem Schinken aus­ge­sprochen pos­i­tiv.

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Die Schinken ken­ne ich noch aus der Schrankwand mein­er Eltern. Es war wohl mal Mode, schnel­lver­stauben­de Bil­ligschmök­er alter Klas­sik­er sich ins Haus zu holen, die dort nie gele­sen wur­den, aber pri­ma ver­staubten. Vielle­icht haben die abge­bilde­ten Schmök­er jet­zt endlich Leser gefun­den, allen anderen, die diese Schmök­er beherber­gen, sei die Frage gestellt, ob sie denn bei sich Zuhause wirk­lich Leser für solche Schmök­er haben.

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Ger­ade drin, auch schon wieder weg: Der erste Schinken von de Win­ter, den ich noch ohne Nieder­ländis­chkent­nis­se auf deutsch gele­sen habe. Das Taschen­buch wur­de irgend­wann gegen diese gebun­dene Aus­gabe einge­tauscht, die widerum ihren Weg in die Frei­heit genom­men hat, weil ich über die Orig­i­nalaus­gabe bei Dio­genes gestolpert bin. Ich fand es damals etwas dröge, werde es aber sicher nochmal zur Brust nehmen.

heldenwiewir

Ein Schmök­er aus den 90ern über die Wen­dezeit, den ich mir auf dem “Woll­te ich nochmal lesen”-Zettel vorge­merkt habe, da ich in den 90ern her­zlich wenig mit ihm anfan­gen kon­nte: Etwas eke­lig und meinen Humor nicht tre­f­fend wird die Biogra­phie eines DDR-Einge­bore­nen im zer­fal­l­enen Staat beschrieben.

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Ver­ständliche, wenn vielle­icht schon etwas anges­taubte Ein­führung in die Welt des Rechts. Darf man schon mal im Hause haben.

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Dies ist wieder eines der Bücher, von dem man nicht mehr weiß, wieso und wann es in den eige­nen Büch­er­schrank gewan­dert ist. Für einen befre­un­de­ten Katzen­lieb­haber? Als Schrottgeschenk? Ver­leit­et durch den Zusatz, das Buch sei ein New-York-Times-Best­seller? Fra­gen, die nach Freilas­sung des Schmök­ers kein­er Antwort mehr bedür­fen.

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Ich bin ja nicht so der Krim­i­le­ser, vor allem, wenn es sich um so dicke Schmök­er wie diesen hier han­delt. Immer­hin soll er ganz gut sein. Er gehört zur Inspec­tor Lin­ley-Rei­he. Aber bei mehr als 700 Seit­en bin ich raus.

am 17.06.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

RobertHarrisEnigma

Dieser Schinken wird, wenn, den meis­ten Lesern vielle­icht eher durch die Ver­fil­mung bekan­nt sein: Der Math­e­matik­er Tom Jeri­cho wird herange­zo­gen, während des Zweit­en Weltkriegs die deutsche Ver­schlüs­selungs­maschine ENIGMA zu decodieren. Die Geschichte bietet solide Span­nung, wirkt aber ab und an etwas stumpf.

herrlehmann

Herr Lehmann ist ein neu­ro­tis­cher Kauz mit psy­chis­ch angeschla­ge­nen Kün­stler als bestem Fre­und, der die Wen­dezeit in Berlin erlebt. Ich erin­nere mich, die Anfangs­geschichte noch am meis­ten gemocht zu haben und den Rest nett zu find­en.