Stichwort: Metrickz

Let­ztes Leben­sze­ichen des Deutsch-Rap­pers aus 2016. Im Schnell­durch­gang die Songs, zu denen jew­eils Instru­men­talver­sio­nen gere­icht wer­den:
1. Cops Jaja, der Sänger ver­di­ent viel, nen­nt seine Fre­und­in wieder Bitch, sagt Gäng und Bäng, das Niveau erhebt sich nicht vom Fuß­bo­den. Der Weg­gang von Warn­er war wohl nicht so gewollt — immer­hin mal eine Info.
2. Peanuts Das­sel­be The­ma wie in Song 1, die Pause hät­te man auch weglassen kön­nen.
3. Anno Domani Geld, Geld, Lam­borgh­ini, ver­packt in einem lah­men Track.
4. Sterne Huch, auf ein­mal ist Geld nicht mehr so wichtig, eine Sän­ger­in besingt die Aus­flugsprob­le­me ein­er Viertk­läss­ler­in: Ich ste­he alleine im Regen und wie weit dauert das noch?
5. Gold Schnellerer Track, der aber auch nichts Neues bringt: Hek­tis­ches Rum­tata und ein iden­titäs­suchen­der Sprechge­sang, der gegen die böse Gesellschaft Durch­hal­teparolen set­zt.

Nach ganzen 14 Minuten ist die Chose zu Ende, am Ende lei­der viel früher.

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Kri­tik von NC auf rap.de

Schon wieder was Neues von Met­rickz, aber wer nicht auf Tour geht, hat halt Zeit für’s Stu­dio. Und man muss sagen: Sprechge­san­glich geht es immer besser zu bei Met­rickz. Anson­sten ist das Stück span­nungsarm und textlich schmerzbe­fre­it: Ich kaufe mir was und pro­lle dann damit rum, dass ich mir was gekauft habe. Lei­der bin ich nicht so helle zu sehen, was für ein Kon­sumopfer ich damit darstelle. Kommt vielle­icht noch.

am 14.11.2016 von unter Rockcity abgelegt. | 2x kommentiert

POPCORN! Fün­fein­halb Jahre, nachdem in diesem Blog geschrieben wur­de, dass Met­rickz auf sich aufmerk­sam macht, hat die IVZ ihn ent­deckt.

Nein! Doch! Oh!

Und sie haben sog­ar schon in Wikipedia nachge­le­sen, wer das wohl ist.

Nein! Doch! Oh!

Sie haben sog­ar raus­gekriegt, dass er wohl let­ztes Jahr mal ganz oben in den deutschen Charts war.

Nein! Doch! Oh!

Sol­len wir mal über das Wort “aktuell” in “IVZ aktuell” reden?

Nein! Doch! Oh!

am 10.02.2016 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Met­rickz legt sein zweites Album vor. Es ist eine Bestand­sauf­nah­me eines egozen­trischen Her­anwach­senden, der auf Sta­tussym­bole steil geht, sich mit sein­er Fam­i­lie auseinan­der set­zt, mit der Gesellschaft hadert und auf die Liebe set­zt. Gar nicht so übel.

01. Treib­sand Sprach­lich fängt’s allerd­ings gram­matikalis­ch und metapho­risch hol­prig an: “Die größten Berge war’n bish­er nur wie ‘ne Ker­be mein­er Fährte auf der ganzen Spur”. Auch Rap­per wer­den nicht umhin kom­men, ver­ständliche Bilder zu kreieren, das funk­tion­iert hier noch nicht. Irgend­wie soll es um ihn und seine Gang gehen: “Nie­mand von uns war ein Teil von dem Sys­tem” — der Witz ist, dass genau das nicht stimmt. Aber das ver­ste­ht er sicher später mal.
02. Du lügst Seine Ex ist eine ver­lo­gene Schlam­pe, und er macht jet­zt alles kaputt von ihr. Man möchte ihm zurufen: “Komm’ mal klar, Junge!”
03. Schwarz­er BMW Dieser auf­dringlichen, viel zu besorgten und ver­strahlten Gesellschaft muss erst mal gezeigt wer­den — was für ein tolles Auto ich fahre. Dazu schieße ich um mich, also habt Angst vor mir Real­itätscheck­er. Dümm­lich­ster Beitrag dieses Albums.
04. KO/OK ES GEHT DOCH! Warum fängt die Plat­te nicht erst ab diesem Stück an? Der Rap klingt wesentlich har­monis­cher zur Musik, der Text driftet nicht in Meta­pherun­fälle ab und wirkt in sein­er Kamp­fansage gegen Res­ig­na­tion erfrischend authen­tis­ch.
05. Dächer der Welt Flot­ter Song, der Tem­po vor­legt. Die Sor­gen ver­schwinden, wenn man auf den Däch­ern der Welt tanzt — nein, das tun sie nicht.
06. Nicht wie du Auseinan­der­set­zung mit der Vater­fig­ur. Passende Bal­ance zwis­chen eigen­er Hal­tung und Annäherungsver­such des Vaters, der einen zuvor im Stich lies. Met­rickz funk­tion­iert eben auch ohne infan­tiles Männlichkeits­ge­habe.
07. Träume Weit­ere Auseinan­der­set­zung mit der eige­nen Fam­i­lie, deren Käl­te den Her­anwach­senden zur gedanklichen Flucht in Träume ver­an­lasst.
08. Wolke X Man beamt sich in den Orb, weil man auf der Erde nicht mehr klar kommt. Inhaltlich nicht neu, aber musikalis­ch inter­es­sant.
09. Durch die Nacht Müsste man nicht mal eine Gang grün­den gegen all diese Leute da draußen? Nö, muss man nicht.
10. Alles per­fekt Wenn ich das richtig raushöre, singt Met­rickz hier den Refrain dieses Liebesliedes. Zusam­men mit der groovi­gen Musik lenkt das her­vor­ra­gend vom über­raschend kitschi­gen Text ab.
11. Kopf aus Song, der mit Grund­melodie und Frauenge­sang den Hör­genuss auflock­ert. Textlich schießt er sich aus der Real­ität, weil die Gesellschaft … ach, Sie ken­nen das?
12. Wir “Wir lassen alles liegen und laufen davon” und sin­gen zum hun­dert­sten Mal das­sel­be.
13. V.D.E.B.Z.M “Mit­tler­weile bin ich dort wo sich die Winde nicht mehr drehen” — müssen wir uns sor­gen machen?
14. UV II Zum Schluss wieder eine tanzbare Num­mer in etwa darüber, wie Met­rickz zum zweit­en Album kam. Natür­lich schwarz­ma­lerisch gegen irgen­deine anonyme Masse, die ihm nicht gut­gesin­nt ist.

Alles in Allem ist dies ein guter Nach­fol­ger von Ultra­vi­o­lett, der vielle­icht ein, zwei Songs zuviel hat, denn the­ma­tis­ch und vom Sprach­wortschatz wird es an eini­gen Stel­len dünn. Richtig gut wird Met­rickz ab dem vierten bis zum acht­en Lied auf ein­mal, wenn er die pri­vaten Schwierigkeit­en the­ma­tisiert. An den Stel­len ist eine klare musikalis­che Weit­er­en­twick­lung zu sehen.

am 26.11.2015 von unter 4530 abgelegt. | 4x kommentiert

Nach über­standen­em Unfall meldet sich Met­rickz mit der ersten Auskop­plung seines zweit­en Albums wieder zu Wort. Geän­dert hat sich bis­lang nichts, im Lied geht es wie immer um irgend­je­man­dem, dem ungerecht wider­fahren wur­de, und der rächt sich dann. Immer das­sel­be The­ma, immer auf der sozialen Entwick­lungsstufe eines unge­bändigten Kinder­gartenkindes. Seine Fans wer­den es mögen.

Auf YouTube hat da neulich jemand eine Art Met­rickz-Bash­ing veröf­fentlicht, dass zu einem Teil daraus beste­ht, den Ibbtown-Wiki-Artikel zu ihm vorzule­sen und irgendwelche seicht­en Bemerkun­gen hinzuzufü­gen:

Das Niveau ist in etwa auf ein­er Höhe, dass unser Bash­er nicht den Unter­schied zwis­chen einem Gerichtssaal und einem Hör­saal ken­nt. Sowas nen­nt man heutzu­tage dann wohl einen Low­brain­er. Check die Kralle, Alda.

am 14.10.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Der zweite Song aus der EP Kamikaze von Met­rickz ist raus und wirkt schon mal besser. Musik und Video sind sehr gelun­gen, Met­rickz arbeit­et an sein­er Singstim­me, textlich ist es ziem­lich flach, aber sicher­lich ziel­grup­penkon­form:

Met­rickz hat schon wieder was Neues und bringt mit Kamikaze am 29. April gle­ich eine ganze EP auf den Markt. Durch die Stadt reicht allerd­ings in sein­er allmäh­lich ner­ven­den und kri­tik­freien Selb­st­stil­isierung nicht an den Vorgänger her­an.

Sowas ver­meldet man auch nicht alle Tage: Der Ibben­büren­er Deutsch-Rap­per Met­rickz hat mit seinem Debü­tal­bum Ultra­vi­o­lett die Charts gek­nackt. Auf ama­zon wird er auf Chart­po­si­tion 1 der MP3-Alben geführt (ange­blich auf itunes auch — hier Screen­shot von Platz 2 -, das habe ich aber nicht gefun­den.).

Der Auf­macher Valenti­na ist dabei sog­ar musikalis­ch und textlich gut gelun­gen:

während in F#*& dein Abitur alt­be­währt die eigene, nicht ganz geglück­te Schulka­r­ri­ere zum Kopf-auf-den-Tis­ch-knal­len ver­ar­beit­et wird. Nichts­destotrotz: Alle Achtung, her­zlichen Glück­wun­sch!

Aktu­al­isierung 15. Okto­ber 2013

Laut dieser Seite war Met­rickz “nur” auf Platz 2 der itunes Album-Charts.

am 11.10.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Kaum ein Jahr her, schon gibt es wieder etwas neues von unserem Lokalrap­per. Oder doch erst Sil­vester 2013? Oder heute noch mehr?

Alles etwas unklar, jeden­falls: Mit dem Alter wird man halt ein wenig sozialkri­tis­ch, wie dieser skan­dalöse Song über Alk­is, also Alko­holtrink­ende, bezeugt. Lieblingszeile:

Danach bist du Nut­te scharf wie ne Blue-ray

Frauen degradieren, das Muskel­spie­len­lassen eines Kleingerne­groß’, daneben gehen­de Ver­gle­iche, alles wie gehabt. Immer­hin würde Alko­hol dieses Gedudel dur­chaus erk­lären.

Und jet­zt alle: Kopf⇌Tisch, Kopf⇌Tisch, Kopf⇌Tisch, Kopf⇌Tisch…