Stichwort: Ibbenbüren-Lied

Ich war der fes­ten Überzeu­gung, dieses Lied­chen schon mal ver­postet zu haben, aber ich scheine mich zu irren. Na, denn: Kobayashi war eine Punkband aus Bre­men, die von 1997 bis 2016 existierte. Ihr Sänger Peter kommt gebür­tig aus Ibben­büren und schrieb das Lied “Ibb Ibb Hur­ra”, wozu er aus­führte:

Ich bin halt in einem Kaff namens Ibben­büren aufgewach­sen. Das Mot­to von dem dor­ti­gen Stadt­fest ist eben “Ibb Ibb Hur­ra”. Und der Text han­delt eben genau von dem Gefühl, das ich habe, wenn ich dor­thin fahre um meinen Pa zu besuchen- Fürchter­lich, wie dort die ganzen Leute in meinem Alter ausse­hen- wie mein Vad­der (obwohl- so scheisse sieht der gar­nicht aus) Da ist men­sch echt froh, den Absprung “geschafft” zu haben.

A30, Abfahrt 11, hier raus
Kle­in­stadt­mief und Spiesserblick
Ibb Ibb Hur­ra, wieder „zu Haus’“
Prov­inz ste­ht diesem Land echt pri­ma zu Gesicht
hier wohnt schon immer vieles von dem, was ich heute hass’
viel zu spät abge­hauen, die frage „was hab ich ver­passt?“

der Hor­i­zont hier hört früh auf
zu oft am eige­nen Jägerza­un
Kle­in­fam­i­lie willst Du auch
und wenn’s dann eng wird, wird bei Vati ange­baut
und das wichtig­ste bleibt, das alles bleibt so wie es ist
Gen­er­a­tio­nen wech­seln, unter­schei­d­bar sind sie nicht

Alt­bekan­nte kreuzen Wege
gemein­sames liegt lei­der viel zu weit zurück
neue Drähte nur zu weni­gen
in vie­len begeg­net mir zuviel von dieser Stadt

Abfahrt 56 Auto­bahn 1
Son­ntag abend, wieder „daheim“
die Kusch­elecke hat mich wieder, so ein Glück

am 10.05.2017 von unter Rockcity abgelegt. | 1x kommentiert

Das 10. Lied über Ibben­büren in dieser Rubrik kommt von Gün­ter Ben­ning. Textlich diskutabel, auf Ibben­büren lässt’s sich halt nicht ein­fach reimen, aber gesan­glich und instru­men­tal­isch ein­wand­frei:

Der oberkell­nerN­R1 hat Ricky Rick­er­mann gecovert oder über­sun­gen oder wie man es nen­nen will. Hab mich anfangs etwas erschreckt, aber schaut selb­st:

Ich ver­suche euch in diesem Video den schön­sten Ort der Welt näher zu brin­gen!

Dann vielle­icht doch lieber das Orig­i­nal.

Oh, endlich mal wieder was für die Ibben­büren-Lieder-Rubrik: Ein Marsch. Wie meinen Sie? Nicht schmis­sig genug? Dann hören Sie erst ein­mal: Irgend­wann will er mal nach Ägypten fahren.

Wieder mal ein klein­er Fund aus der reich­halti­gen Musikkiste der Bergmannsstadt. Dieses Mal in rus­sis­ch­er Sprache. Soweit ich es ver­ste­he, geht es San darum, seine Begeis­terung über die Musikrich­tung Rap an den Mann zu brin­gen. Das Video ist schon wieder an die drei Jahre alt, aber musikalisch nicht unin­ter­es­sant:

Und da ist das sech­ste Ibben­büren-Lied: Ron Coo­ley hat ein Instru­men­tal­stück gemacht, das Ibben­büren Morn­ing heisst.

Hach, da wurde uns aber eine ganz großar­tige Rar­ität zugeschickt: Dave Alexan­ders Ode an Ibben­büren beim allerersten Pink Jazz Fes­ti­val 1988:

Ibben­büren
we’ve trav­elled so far
Ibben­büren
to share what we are

And here we found friends and smiles
that quick­ly erased the miles
and soon we will hold
in Ibbenbür’n

Ibben­büren
a city so warm
filled with peo­ple
of beau­ty and charme

May all of your dreams come true
for none deserve more than you
May peace ever last
in Ibbenbür’n

Ibben­büren
we’ll see you again
Ibben­büren
this love will not end

And when we dream of you
our hearts will grow warm and new
for we are in love with you
Ibbenbür’n


[ Mit Dank an Timo D. Falls es Leser gibt, die sich in der Lage sehen, das Rauschen dieses Liedes etwas zurück­drehen zu kön­nen, bitte melden ;-). ]

Heut’ fahren wir zur Som­mer­rodel­bahn, heut fahren wir ins Grüne,
heut’ fahren wir ins Teck­len­burg­er Land, heut fahren wir nach Ibben­büren.

Angenehm ver­traut sind den Ibben­büren­ern diese Zeilen. Sie stam­men aus dem Lied Heut fahren wir zur Som­mer­rodel­bahn, das eigens für die Som­mer­rodel­bahn geschrieben wurde. 

Ich habe Ricky Rick­er­mann kon­tak­tiert, der das Lied eben­so wie Komm wir machen eine Reise geschrieben, pro­duziert und gesun­gen hat, um ihm ein paar Fra­gen zu stellen. Dies ist seine Antwort:

Hal­lo Herr Herken­hoff,ricky

wenn man so, wie ich, mit 63 Jahren plöt­zlich wieder an schöne Abschnitte des Lebens denken darf, kommt da schon Freude auf! Allerd­ings auch Wehmut, wie schnell doch die Zeit verge­ht, denn die Pro­duk­tion für die Som­mer­rodel­bahn — Fam. Der­hake in Ibben­büren-, gehörte zu den ersten Aufträ­gen mein­er damals gegrün­de­ten Fir­ma H.R Musikpro­duk­tion. Die Auflage lag bei 1000 Stück. Die bei­den Lieder wur­den von mir geschrieben, gesun­gen und in einem Stu­dio in Hol­land aufgenommen.40 Jahre ist das her. Einige Kinder aus meinem Heimat­dorf Thuine, sie sind heute über 50 Jahre alt, haben den Chor gesun­gen. In dieser Zeit end­standen viele Lieder von mir, die auch heute noch gespielt wer­den.

Meine musikalis­che Zeit begann aber schon einige Jahre vorher in Osnabrück. Ich habe eine Friseurlehre in Osnabrück-Hellern gemacht, und neben­bei bei ein­er damals sehr bekan­nten Musikpäd­a­gogin eine Gesangsaus­bil­dung begonnen.

Finanziert habe ich diese durch Auftritte im Osnabrück­er The­ater­chor und im Som­mer auf der Freilicht­bühne Teck­len­burg.

Mein Auftritte im Zige­uner­baron auf der Freilicht­bühne habe ich noch heute in guter Erin­nerung.

Der Karneval war damals für mich eine gute Gele­gen­heit, viele Auftritte zu bekom­m­men, und so wurde ich Stim­mungssänger

für die fol­gen­den 30 Jahre.Viele Auftritte beim Karneval in Osnabrück, Recke, Mün­ster, Düs­sel­dorf, Köln, Lin­gen, Ham­burg usw.machten mich über die Gren­zen hin­aus bekan­nt. Eigene Lieder wur­den geschrieben wie: “Hei­ni, unser Hahn”, “Flocky ist ein Play­boy”, “Die Super­sau”.

Ibben­büren besuche ich regelmäs­sig pri­vat, denn ich fahre mit mein­er Enkel­tochter in das schöne Aasee-Bad.

Das Ibben­büren­er und Teck­len­burg­er Land hat für mich bis heute ein Beson­der­heit, denn jedes Mal beim Lan­dean­flug Flug­platz Mün­ster — Greven empfinde ich ein schönes Gefühl.

Ich bin in Thuine/Emsland geboren,und lebe dort seit mein­er Geburt. Meine Frau und Tochter haben mich immer unter­stützt und begleit­et. Für meine ehre­namtliche Arbeit in der Gemeinde Thuine wurde ich aus­geze­ich­net .

Meine Musik ist bis heute für mein Leben sehr wichtig. Mit meinem Pro­gramm: “Erin­nerun­gen”, singe ich Lieder-Schlager-Ever­greens aus den 50er, 60er und den 70er Jahren auf vie­len Senioren­ver­anstal­tun­gen und freue mich, dass nicht nur ich, son­dern auch andere Men­schen älter gewor­den sind.

Her­zliche Grüße

Ricky Rick­er­mann

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