Stichwort: Christian Steiffen

Heute und mor­gen Abend im Rosen­hof in Osna. Eigentlich verkauft, aber wer das Risiko nicht scheut, ergat­tert vielle­icht noch Karten vorm Ein­gang:

Die let­zte Zeit waren wir ja mehr unter­wegs und weniger am bloggen, deswe­gen sei hier mal das Video zum neuen Album von Chris­tian Steif­f­en nachgere­icht, bei dem wir die Herzkönig­in ins Ren­nen schick­en durften:

Das Video wur­de im Res­i­denz-Hotel in Osnage­dreht, einem sehr gemütlichen Etab­lisse­ment, das immer noch über die Ein­rich­tung der Anfangs­jahre ver­fügt.

am 20.10.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Da wir das Vergnü­gen und die Ehre haben durften, vom Kün­stler per­sön­lich das im Herb­st kom­mende Album vorgestellt zu bekom­men, kön­nen wir den geneigten Leser berechtigt Vor­freude genehmi­gen: Das Album ist ein würdi­ger Nach­fol­ger von Arbeit­er der Liebe, das ja schon eher ein Best-of von 6 Jahren Chris­tian Steif­f­en gewe­sen ist. Auf ihm find­en sich kün­ftige Klas­sik­er wie Ein Glück, dass wir nie was miteinan­der hat­ten, Du und Ich und Du hast die Men­schen ein­fach gern. Nolens volens ist hier eine völ­lig überzeu­gen­de Weit­er­en­twick­lung der Musikrich­tung gelun­gen, ohne dass der Zuhör­er das Gefühl bekommt, das Poten­tial sei aus­gereizt.

Alles kommt etwas rock­iger als gewohnt daher: Liedern, die im Vor­feld auf Konz­erten ange­spielt vielle­icht etwas lahm daher kamen, wur­de ein sehr gut sitzen­der Schliff ver­passt, der aus dem musikalis­chen Ideen­re­ich­tum von Kom­pon­ist Mar­t­in Schme­ing das gewis­se Etwas rauskitzelt. Hier hört man Leuten zu, die richtig Spaß haben an dem, was sie da tun. Genau der Funke springt über, wobei auch dieses Album Kraft aus den auto­bi­ografis­chen Zügen wie im Titel­lied Ferien vom Rock ‘n’ Roll bezieht.

Zur Ein­stim­mung mal das ger­ade veröf­fentlichte, wohl let­zte Video zum alten Album:

am 04.09.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Gut, musikalis­ch hat heute Osna die Nase vorn:

am 30.01.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Chris­tian Steif­f­en präsen­tiert als vorzeit­iges Wei­h­nachts­geschenk einen ersten Videoteil aus dem Konz­er­tauf­tak­tkonz­ert in Osnabrück: Eine Flasche Bier.

Schüren Medi­en Äng­ste oder bericht­en sie über vorhan­dene? Gute Frage.

Udo Jür­gens ist gestern abge­treten und Ger­hard Matzig find­et richtige Worte:

Er kon­nte seine Lieder — mehr als 1000 hat er kom­poniert, und zwar tat­säch­lich: kom­poniert, als kom­plex­es Ganzes -, er kon­nte seine Lieder also uns nah und für uns doch selt­sam erhaben wirken lassen. Ja, auch pathetis­ch. Sie waren, sie sind, denn sie bleiben: wahr. Auch dann, wenn sie natür­lich gel­o­gen waren — wie jede große Kun­st nicht allein der Wahrheit verpflichtet ist, son­dern dem, was größer ist: der Gewis­sheit, dass etwas so sein kön­nte, wie es klingt, unab­hängig von der Real­ität.

Und während ich mir die Frage stelle: Soll­te man sich kün­ftig mehr um die Lie­der­ma­cher küm­mern? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

OSSteiffen2014


Mit­tler­weile hat sich Chris­tian Steif­f­en die Pub­likums­größe erspielt, die ihm gebührt: 700 Leute kamen gestern in den Rosen­hof und — als ob man das dazusagen müsste — waren rest­los begeis­tert.

Zum Tourauf­takt präsen­tierte er seine Klas­sik­er, aber auch Neuschöp­fun­gen. Bei diesen erfind­et er sich etwas neu, weniger bis­sige Ironie, mal etwas ruhigere Töne anspie­len. Es war nicht zu erwarten, dass ewig Knaller nachgeschoben wer­den. Das soll kein vor­weggenommen­er Abge­sang wer­den: Steif­f­ens Stärke ist weit­er­hin, dass er ein­er ver­staubten Musiksparte das Kon­ser­v­a­tive nimmt, und mit Witz genau die besun­genen Gefüh­le her­auskitzelt, die er in seinen Liedern iro­nis­ch ans­ingt: Das Ver­mis­sen sein­er Per­son, das Belachen des eige­nen Selb­st­mitlei­ds, die Reduzierung seines Lebens auf eine Flasche Bier, das Froh­sein über ent­gan­gene Beziehun­gen.

Abge­se­hen davon bot die Steif­f­en-Show neben der endlich mal wirk­lich gut rüberk­om­menden Musik viele ein­prägsame Bilder auf der Büh­ne: Vom Steif­f­en-Bal­lett über das Stage-Div­ing zur besinnlichen Chris­tian-Steif­f­en-Ver­sion von “Stille Nacht”. Den Großteil seines Pub­likums hat Steif­f­en nach weni­gen raum­greifend­en Gesten in seinem Bann, der Rest wird irgend­wann von der Musik ein­genom­men.

Chris­tian Steif­f­en bringt die große Lust aufs Leben in die Halle und verteilt sie großzügig an seine Zuschauer. Vielle­icht ist das das Geheimnis.

am 23.10.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Die Entkaterung ist noch im Gange, alle Uten­silien von der Par­ty sind aber schon ver­packt und wir won­nen uns noch in den unbezahlbaren Momenten von gestern Abend:

am 06.07.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

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Konz­ert zum CD-Release von Arbeit­er der Liebe und gle­ichzeit­ig Auf­takt der Tour mit gle­ichem Namen. Die Kleine Frei­heit in Osnabrück bedeutet ein ausverkauftes Heim­spiel für Chris­tian Steif­f­en, das merkt man schnell. Der Ein­stieg bei vor­freudi­ger Atmo­sphäre mit “Wie gut, dass ich hier bin” fällt bom­bastis­ch aus.

Lei­der wird das Konz­ert dadurch etwas getrübt, dass der Sound der Box­en nicht überzeugt. Während der Sänger gut durchkommt, hört man von der eigentlichen Musik, die einen raf­finierten Begleit­part spielt, wenn, dann nur dröh­nend etwas. Die Über­schwänglichkeit des Kleine-Frei­heit-Pub­likums machen es dem Sänger im Fol­gen­den dann auch nicht so ein­fach, seinen gewohn­ten Charme anzubrin­gen. Auf neue Songs reagiert das Pub­likum kaum. Immer­hin schafft Steif­f­en es, die Konz­er­tat­mo­sphäre zu hal­ten, auch im Über­gang zur Met­al-Inter­pre­ta­tion sein­er Songs durch die For­ma­tion Motor Steif­f­en.

Und beim Met­al­teil ist der Sound gle­ich unge­mein besser, weil Schlagzeug und Bass sich besser gegen die Box­en durch­set­zen kön­nen. Da lässt sich Chris­tian Steif­f­en dann auch nicht aus der Ruhe brin­gen, als er der Forderung des Pub­likums nach Zugabe zus­timmt, die Band aber die Büh­ne ver­lässt. Als Qual­i­fika­tion, Schlager-Nach­fol­ger von Heino in Wack­en zu wer­den, dürfte das aber lock­er aus­re­ichen. Der Abschluss des Konz­erts fällt mit einem belan­glosen Cov­er von “Drum leb dein Leben” und dem drit­ten Mal “Sex­u­alverkehr” unaufgeregt aus, vielle­icht ist das an diesem Abend auch besser so.

Und damit kom­men wir zur CD-Kri­tik, denn das Konz­ert dien­te ja auch zur Vorstel­lung seines Debü­tal­bums. Auch wenn 7 der 14 Lieder schon von der let­ztjähri­gen EP bekan­nt sind, braucht sich die CD nicht zu ver­steck­en. “Wie gut, dass ich hier bin” eröffnet die Scheibe genau­so mitreißend, wie es beim Konz­ert funk­tion­iert. “Ich hab’ die ganze Nacht von mir geträumt” und die Neuauf­nah­me von “Sex­u­alverkehr”, wobei die der EP besser ist, dür­fen nicht fehlen. “Cham­pag­n­er und Kaviar” ist ein net­ter Tabubruchver­sucher, “Eine Flasche Bier” wird als Getränkbesin­gung unvergessen bleiben. Bei “Ich hab’ dir den Mond gekauft” hat selb­st meine Mut­ter gelacht. “Selb­st­mitleid” klingt gesan­glich etwas neben der Spur, und genau das macht “Mein bester Fre­und” wieder wett, das the­ma­tis­ch zwar etwas irri­tiert, aber beein­druck­end gesun­gen wird. “Ich habe Haschis­ch pro­biert” wirkt auf Konz­erten besser, “Ein Leben lang” ist wieder schön aus­ge­sun­gen, der “Flasche Bier Marsch” ist das Polonasen-Muss der Plat­te und “Eine Rose” ein san­fter, passender Abgang.

Kurz und gut: Die Befürch­tung, Steif­f­en kön­nte auf CD gepresst über­pro­duziert daherkom­men, wenn es sie denn gab, war nicht berechtigt. Ohne Aus­set­zer unter­hält Steif­f­en seine Hör­er for­mi­da­bel. Seit langem über­haupt man wieder ein Album, dass man in einem Rutsch anhören kann.

[ Chris­tian Steif­f­en, Kleine Frei­heit, Osnabrück, 200 Gäste. Aktuelle Tour: “Arbeit­er der Liebe”, weit­ere Ter­mine: 16.10 Han­nover, 17.10. Dort­mund, 18.10. Wiet­marschen, 19.10. Karl­sruhe, 20.10. Stuttgart, 21.10. Köln, 01.11. Wein­heim, 02.11. Biele­feld, 03.11. Dres­den, 05.11. Berlin, 06.11. Ham­burg, 07.11. Kiel, 08.11. Braun­schweig, 28.11. Bre­men, 29.11. Leipzig ] 

20:21 Uhr Anja Kar­liczek toppt mit 47,95% das Ergeb­nis von Dieter Jasper um 4,6%, was das beste Ergeb­nis eines CDU-Bewer­bers seit 30 Jahren ist, und zieht mit deut­lichem Vor­sprung vor Jür­gen Coße mit 36,48% direkt in den Bun­destag ein. Für die SPD ist das schlecht­este Ergeb­nis eines SPD-Bewer­bers in diesem Wahlkreis seit 1990 eine krachen­de Nieder­lage. Die Wäh­ler haben es offen­sichtlich abgelehnt, einen Bewer­ber, der nicht im Wahlkreis wohnt und hier kaum bekan­nt ist, zu wäh­len.
20:15 Uhr Anja Kar­liczek gewin­nt in Ibben­büren mit 45,3% klar vor Jür­gen Coße mit 40,7%. Die Wahlbeteili­gung liegt bei 75,1% etwas über dem Bun­de­strend.
20:00 Uhr Für den Spott braucht man nicht zu sor­gen: www.istdieFDPnochimBundestag.de
19:45 Uhr Auch in Ibben­büren liegt Anja Kar­liczek mit 45,2% klar von Jür­gen Coße mit 40,8%.
19:43 Uhr Chris­tian Steif­f­en liegt derzeit in der OB-Wahl in Osnabrück mit 3,6% deut­lich vor Robert Sei­dler von der FDP.
19:38 Uhr Nach 170 aus­gezählten Wahlkreisen sieht es nach einem über­raschend hohen Sieg für Anja Kar­liczek aus. Sie hat bish­er 48% der aus­gew­erteten abgegebe­nen Stim­men erwor­ben.
19:18 Uhr Auch nach 120 von 226 der aus­gezählten Wahlkreise führt Anja Kar­liczek deut­lich mit 48% vor Jür­gen Coße mit 36%.
19:07 Uhr Nach 14 von 51 Wahlkreisen führt Anja Kar­liczek in Ibben­büren.
19:05 Uhr Erste Hochrech­nung bei der Osnabrück­er Ober­bürg­er­meis­ter­wahl: Griesert von der CDU knapp vorne, Kalla Wefel bei 11,8%, Chris­tian Steif­f­en bei 6,8%.
18:56 Uhr Ange­blich sind in der Grund­schule in Teck­len­burg kurz vor Schluss die Wahlzettel aus­ge­gan­gen.
18:25 Uhr Die allererste Mel­dung kommt aus Osten­walde: Anja Kar­liczek gewin­nt mit 77%.
18:00 Uhr Die erste Prog­nose für den Bund ist raus, AfD nahe am Einzug in den Bun­destag, FDP nahe am Raus­flug. Kann sich alles noch ändern.
17:59 Uhr Auch Chris­tian Steif­f­en, der in Osnabrück sich für das Amt des Ober­bürg­er­meis­ters bewirbt, hat gewählt und seine Stim­me in so etwas wie einen Müll­tom­me geschmis­sen.
17:57 Uhr Die Ergeb­nis­se der U18-Bun­destagswahl 2013 sind da.
17:45 Uhr So, noch eine Vier­tel­stun­de und wir bekom­men eine erste Prog­nose, wenn die Wahllokale schließen. Im Wahlkreis Ste­in­furt III zeich­net sich beim direk­ten Tick­et in den Bun­destag ein Kopf-an-Kopf-Ren­nen zwis­chen Anja Kar­liczek von der CDU und Jür­gen Coße von der SPD ab. Bei­de hat­ten im Wahlkampf mit den Hand­i­caps zu tun, dass man inhaltlich wenig auf der Pfan­ne hat­te bzw. namentlich nicht son­der­lich bekan­nt war. Daran hat sich im Wahlkampf wenig geän­dert, allerd­ings war Kar­liczek frühzeit­ig auf jed­er Katzenkirmes anzutr­e­f­fen. Wessen Strate­gie entschei­dend besser war, um Dieter Jasper zu beer­ben, wer­den wir bald erfahren.

am 22.09.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben