Diese Woche mal ein unge­mein­er Aufreger der 60er Jahre des ver­gan­genen Jahrhun­derts: Ansicht­en eines Clowns. Heute etwas aus der Zeit gefal­l­en und über­raschend düster geschrieben. Keine ein­fache Lek­türe. Ein Mann scheit­ert mit sein­er Ehe an den Wertvorstel­lun­gen sein­er Zeit und taumelt als tin­gel­nder Clown dem Abgrund ent­ge­gen.

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Da ist noch Luft nach oben drin, nur irgend­wie wird dieser Umstand beim Lokalblatt mit kein­er Sil­be erwäh­nt: Der Strom­tar­if der Stadtwerke Teck­len­burg­er Land ist raus und befind­et sich in einem Mit­telfeld­bere­ich ver­gle­ich­bar­er Tar­ife. Im Grun­de genom­men ist das okay, nur konkret bedeutet dieser Tar­if z.B. für Fam­i­lien einen Unter­schied von bis zu 200€ in bezug auf gün­stigere Ange­bote. Der Tar­if ist wirtschaftlich gese­hen nur für Kun­den der RWE inter­es­sant, die sich zudem nicht online über Tar­ife informieren. Bei Gaspreisen sieht es übri­gens noch etwas deut­licher zu Ungun­sten des Tar­ifs der Stadtwerke Teck­len­burg­er Land aus.

Es ist bemerkenswert, dass dieser doch eher sim­ple und offen­sichtliche Umstand tot­geschwiegen wird: Im Video der IVZ ist von Per­so­n­en die Rede, die ange­blich gerne auf Großkonz­erne schimpfen und dann doch nicht wech­seln wol­len. Im Text von Fam­i­lien­vätern die ange­blich kurz­er­hand unter­schreiben, die aber nicht fotografiert oder namentlich erwäh­nt wer­den kön­nen. Per­so­n­en, die Ken­nt­nis­se aus dem Inter­net über Strom­tar­ife haben, sind schein­bar gar nicht auf der Straße gewe­sen. Die Berichter­stat­tung ähnelt eher der Wer­bung als Jour­nal­is­mus.

In diesem Sin­ne bringt man dann auch so ein Zitat:

„Wer TE am Auto hat, der iden­ti­fiziert sich mit der Region. Der kann ja auch Strom und Gas von den TE-Stadtwerken kaufen“, blickt der Ibben­büren­er SPD-Rat­sherr Jür­gen Bosse in die Zukun­ft mit möglich­st vie­len Kun­den.

Nach dieser Logik kön­nen TE-Auto­kennze­ichen-Besitzer auch jeden Mor­gen gegen eine Teck­len­burg­er Eiche laufen, so blöd, wie sie sind. Gut, im Zitat klingt immer­hin schon ein wenig durch, dass der Tar­if der Stadtwerke allein nicht gän­zlich überzeugt, da muss Lokalpa­tri­o­tismus her. Aber wie aufgezeigt: Wer Gas und Strom bei den Stadtwerken Teck­len­burg­er Land bestellt, zahlt im Ver­gle­ich jährlich bis zu 400€ mehr.

Warum muss mir über die Presse vorge­gaukelt wer­den, dass nur Dep­pen nicht den Stro­man­bi­eter wech­seln und zu den Stadtwerken Teck­len­burg­er Land gehen, obwohl sie eigentlich über ihren Großkonz­ern-Anbi­eter her ziehen? Kann man doch mal machen als Lokalpa­tri­ot, während die unin­ter­essierte Mut­ti für’s Töchterchen einen Luft­bal­lon abgreift.

Schon skuril, was auf der Dis­co Con­tact so rum­läuft: Völ­lig unbekan­nte Grin­se­back­en, die Rohrkrepier­er pro­duzieren, und sich gegen­seit­ig über­dreht ankreis­chen, um die Dümm­lichkeit ihres Auftritts zu kaschieren: AAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAH

Kon­flik­te, die sich im Han­dum­drehen lösen lassen, Geschicht­en, deren Entwick­lung sich vorher­sagen lässt, zähe Gespräche, die nicht enden wol­len: Willkom­men in der Welt von Rosamunde Pilcher.

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Ein Bekan­nter von mir hat ein Geburt­stags­geschenk von mir mal als Schrottgeschenk missver­standen, seit­dem kriege ich solchen Plun­der zum Jahrestag. Ander­er­seits ist es für den einen oder anderen älteren Semes­ter was oder wie eine Rezensentin mal mein­te, Pilcher zeige, wie sich das Leben “nach dem zweiund­sechzig­sten Leben­s­jahr in die Länge ziehen kann”. 

Auf YouTube hat da neulich jemand eine Art Met­rickz-Bash­ing veröf­fentlicht, dass zu einem Teil daraus beste­ht, den Ibbtown-Wiki-Artikel zu ihm vorzule­sen und irgendwelche seicht­en Bemerkun­gen hinzuzufü­gen:

Das Niveau ist in etwa auf ein­er Höhe, dass unser Bash­er nicht den Unter­schied zwis­chen einem Gerichtssaal und einem Hör­saal ken­nt. Sowas nen­nt man heutzu­tage dann wohl einen Low­brain­er. Check die Kralle, Alda.

200 neue Flüchtlinge, ein Aufruf um Spenden und auf Face­book ist unter Ibben­büren­ern der Mob los:

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Heute mal zu ein­er Art Under­ground-Klas­sik­er der späten 90er Jahre des ver­gan­genen Jahrtausends:

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Dies ist Alexa Hen­nig von Langes Geschichte eines Partyabends aus der Sicht eines Pärchens, das sel­bi­gen getren­nt von einan­der ver­bringt. Hat mir damals viel Freude beim Lesen­bere­it­et, ist inzwis­chen etwas anges­taubt, weil die Jugend von heute doch etwas übertech­nisiert daher kommt, aber was soll’s: Ein immer noch sehr lesenswert­er Schmök­er über Nicht­mehrkinder, aber noch keine richti­gen Erwach­se­nen.

Was ein­mal funk­tion­iert hat, das funk­tion­iert auch noch ein Mal: Nicht nur die Pres­se­tex­te der Polizei kann man dop­pelt umgeschrieben und untere­inan­der ver­wursten, das geht mit der KfD St. Lud­wig genau­so gut.

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Den Schmök­er wird wohl schon fast jed­er Lehrer mal gele­sen haben: Irrsin­nige Geschicht­en aus dem Lehrerz­im­mer. Erre­icht zwar keine son­der­liche Tiefe, ren­nt irgend­wie auch schrift­stel­lerischen Vor­bildern hin­ter­her, sorgt aber kurzweilig für Unter­hal­tung.

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Ich habe mal wieder einen Klas­sik­er — und in dieser kleinen Serie den zweit­en Schinken von Patrick Süskind — in den Büch­er­schrank gelegt, den ich noch zu Abiturzeit­en sel­ber dur­chack­ert habe. Ich war damals von der ele­gan­ten Sprache und den Anlehnun­gen des Ver­führungsro­mans an Thomas Mann und Gün­ter Grass begeis­tert. Die spätere Ver­fil­mung ließ mich dage­gen eher kalt, aber sowas soll­te einen von der Lek­türe dieses Schmök­ers nicht abhal­ten.

Heute wird übri­gens im Alten Posthof noch ein Bücher­flohmarkt ver­anstal­tet.

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