Da gibt es wohl schon wieder was Neues auf YouTube: Etwas durch Zufall bin ich auf eine Über­sichts­seite gestoßen, auf der YouTube-Videos gelis­tet wer­den, die über Ibbtown.com ver­linkt wur­den. Ohne, dass unsere­ins das instal­liert hät­te oder dass man wegen der Tex­tüber­nah­me gefragt wor­den wäre. Schul­terzuck­en, weit­er­ma­chen.

Vor der Wahl war die AfD für WN-Chefredakteuer Tie­mann noch eine sich selb­st zer­legen­de Chaostrup­pe:

Eine die Poli­tik gestal­tende Kom­pe­tenz ist indes nicht erkennbar

Aber nach der Wahl kön­nte man ja meinen, dass die AfD der CDU zur Macht ver­helfen kann, also schwup­ps weg mit den grund­sät­zlichen Bedenken, dass mit denen kein Staat zu machen sei:

Kommunal- und lan­despoli­tis­ch mag es eine andere Antwort geben

Nee, is klar.

Seit Neuestem labert meine Holde ja den Geranien im Balkonkas­ten die Blät­ter vom Sten­gel. Da wur­de es dann höch­ste Zeit, mich um’s Obst zu küm­mern — und mich auf die WM vorzu­bere­it­en.

Dazu habe ich mir dann so einen gebo­ge­nen Flach­bild­schirm für draußen angeschafft, also für mein kleines Fußballplätzchen hin­ter dem Schutzwall beim Kom­posthaufen und der Ascheton­ne. Sie wis­sen schon: Män­nerge­bi­et.

Getestet hab ich den dann gestern vorm Spiel mit der DVD Die schön­sten Bana­nen­flanken von Man­ni Kaltz. Bana­nen­flanken sagt man heute ja schon gar nicht mehr, dabei ist das so ein schö­nes Wort. Heute sagen die Béla Réthys dieser Welt, da hät­te der Spiel­er auf rechts außen dem Stürmer genau auf die Omme gezirkelt oder sowas. Aber das ist ja nicht das gle­iche. Mit meinem Schirm kommt der Ball von links, zwirbelt sich in der ersten Run­de des Schirms passend ein, beschle­u­nigt dann auf der Bre­it­seite um dann in der zweit­en Beuge zu ver­langsamen, damit der Stürmer ordentlich ein­net­zen kann. So muss das und nicht anders.

Dass es auch anders geht haben Jogis Bal­lza­uber­er dann ja noch gegen Kamerun gezeigt. Aber wie soll das auch was wer­den, wenn die den ganzen Tag Nutel­la ausm Glas leck­en und Bana­nen nur aus der Wer­bung ken­nen? Der Finke macht das schon richtig, schön in Kamerun die Jun­gens laissez-fairend trainieren, gegen Papua-Neuguinea gewin­nen, gegen den Rest gut ausse­hen und die Holde daheim in Deutsch­land die Botanik über den Win­ter quatschen lassen.

Im Kleinen werd’ ich das über die WM dann auch mal pro­bieren,

ihr Philibb

Thomas Gsel­la hat diverse Städte mit Schmähgedicht­en bedacht und — sage Bub — Ibben­büren ist auch mit dabei. Besser gefällt mir ja Düs­sel­dorf, aber das ist sicher auch Geschmackssache.

Das Ganze gibt es online, aber auch zwis­chen Buchdeck­eln.

Wie die Zeit verge­ht: Vor 5 Jahren wur­de der Ver­such ges­tartet, über Lokales zu bloggen, um öffentlicher Mei­n­ungvielfalt in diesem Bere­ich auch online einen Platz zu ver­schaf­fen. Es hat ein paar Jahre gebraucht, bis über Face­book ähn­lich­es geschieht, lei­der ist Face­book nur halt etwas flüchtig und erre­icht nur schw­er im lokalen Bere­ich größere Leser­grup­pen.

Es ist also an der Zeit Rück­blick zu hal­ten, 5 Jahre lokales Bloggen waren auch 5 Jahre Überzeu­gungsar­beit, 5 Jahre Stress, wenn wieder irgendw­er Kla­gen ohne Erfol­gsaus­sicht andro­hte, aber sicher­lich auch 5 Jahre Spaß mit Dok­tor Schwindel, Met­rickz, Knechthild Die­len­schi­et und wie sie alle heißen. Wir freuen uns auf was da noch kommt und eine kleine Par­ty.

Und ich glaube, unser Star­gast freut sich auch schon riesig:

Die Wahlnieder­lage hat die CDU kalt erwis­cht. Mit dem Ergeb­nis der Kom­mu­nal­wahl wird man einem eige­nen Bürg­er­meis­ter, der eh schon nicht so ein­fach zu find­en ist, keinen Rück­en­wind mit auf den Weg geben.

Der­weil schießt sich die IFI auf die Oppo­si­tion­sar­beit ein: Man tritt aus Tranz­paren­z­grün­den aus der inter­frak­tionel­len Run­de aus, pocht auf eine Gestal­tungssatzung für die Innen­stadt und inten­siv­eren Ein­bezug von Bürg­ern in poli­tis­che Entschei­dun­gen. Mit so viel Wind in den Segeln stellt man gle­ich ein Wun­sch­pro­fil für den kom­menden Bürg­er­meis­ter auf:

„Wir wer­den keinen eige­nen Kan­di­daten stel­len, haben aber klare inhaltliche und for­male Vorstel­lun­gen, welche Qual­i­fika­tion ein Bewer­ber mit­brin­gen muss, wenn er unsere Unter­stützung haben möchte: Ver­wal­tungser­fahrung auf der Leitungsebene, altersmäßig min­destens ein­mal wieder­wählbar.“ Untrag­bar seien parteipoli­tis­che Ver­sorgungs­fälle oder Kan­di­daten, die sich zu stark parteipoli­tis­ch exponiert haben und deshalb nicht inte­gri­erend wirken kön­nen.

Hm, spricht das nicht irgend­wie gegen bei­de kol­portierte Kan­di­daten der großen Parteien? Müssten so gese­hen nicht sich poli­tis­che Kräfte bün­deln und einen gemein­samen exter­nen, fachkom­pe­ten­ten Kan­di­daten präsen­tieren? Kön­nte ja noch richtig span­nend wer­den.

… wäre doch gar nicht nötig gewe­sen für 8 Stim­men aus der Nach­barschaft mein­er Eltern. Aber okay, ist lustig, gebe ich ja zu.
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20.31 Uhr Den let­zten Wahlkreis gewin­nt Andreas San­te für die SPD. Die SPD hat somit die Kom­mu­nal­wahl in Ibben­büren deut­lich gewon­nen und kon­nte 438 Stim­men und prozen­tu­al 3,8% zule­gen, während die CDU 666 Stim­men und prozen­tu­al 1,2% ver­lor. Die CDU ver­fügt weit­er­hin über 16 Sitze im Rat, während die IFI und die FDP je einen Sitz ver­lieren, die der SPD nun zuste­hen. Die IFI behauptete sich als drittstärk­ste Frak­tion im Stad­trat. Die FDP rutschte auf das schlecht­este Ergeb­nis aller Parteien ab. Die Wahlbeteili­gung sank um 3,6% auf 53,4%. Durch das Wahlergeb­nis gibt es wed­er für Rot-Grün noch für Schwarz-Gelb eine Mach­top­tion.

Für die SPD ziehen Her­mann Hafer, Roland Scholtes, Wern­er Dres­sel­haus, Karl-Heinz Völler, Uwe Wobben, Jür­gen Bosse, Andreas Rohlke, Nor­bert Kipp, Ange­lika Wed­der­hoff, Marc Schramey­er, Guido Oel­gemöller, Christoph Siemon, Andreas San­te, Mar­t­in West­phal und Peter Dierkes, sowie über die Lis­te Marie-Luise Balter-Leistner, Susan­ne Spilker-Gottwald und Renate Veit.

Für die CDU ziehen Nor­bert Grolle, Tobi­as Gold­beck, Markus Keller, Udo Kock­mey­er, Ulricke Sackarndt, Markus Wevel­er, Ulrich Remke direkt und über die Lis­te Gise­la Köster, Christoph Börgel, Monika Tegel­mann, Peter Kemp­ker, Her­wart Jacobus, Alfred Bosse, Hermann-Josef Rieskamp, Joseph Muh­mann und Max­i­m­il­ian Scholten in den Stad­trat ein.

Über die Lis­te der IFI kom­men Ludger Bit­ter, Karl-Heinz Otten­hus und Christoph Boll in den Stad­trat.

Für die Grü­nen wer­den wohl weit­er­hin Mar­lene Klatt, Georg-Friedrich Beck­er und Franz-Josef Gude Uwe Rhode im Rat sitzen.

Über die Lis­te der Linkspartei kom­men Ern­st Gold­beck und Maria Frank in den Stad­trat.

Über die Lis­te der FDP ziehen Hans-Jürgen Stre­ich und Chris­tian Unner­stall in den Rat ein. Die FDP ver­lor fast 50% sein­er 2009 gewon­nen Stim­men und kommt ger­ade mal noch auf 806 Stim­men.

20.09 Uhr Her­mann Hafer (SPD) gewin­nt seinen Wahlbezirk.

20.05 Uhr Nor­bert Grolle und Tobi­as Gold­beck gewin­nen ihre Wahlbezirke für die CDU.

19.58 Uhr Roland Scholtes, Wern­er Dres­sel­haus, Karl-Heinz Völler und Uwe Wobben gewin­nen ihre Wahlbezirke für die SPD.

19.51 Uhr Jür­gen Bosse (SPD), Markus Keller und mit 3 Stim­men Vor­sprung Udo Kock­mey­er (CDU) gewin­nen ihre Wahlbezirke.

19.47 Uhr Ulrike Sackarndt gewin­nt für die CDU den drit­ten Wahlbezirk. Andreas Rohlke seinen für die SPD.

19.42 Uhr Nor­bert Kipp und Ange­lika Wed­der­hoff (SPD) haben ihre Wahlkreise gewon­nen, die CDU ver­liert ger­ade einen Sitz, die FDP kommt ger­ade auf 2 Sitze.

19.33 Uhr Was sich ankündigte: Marc Schramey­er und Markus Wevel­er gewin­nen ihre Wahlbezirke.

19.32 Uhr Faust­dicke Über­raschung: Guido Oel­gemöller (SPD) gewin­nt den Wahlbezirk 2 von Hans-Gerhard Ruff gegen Sebas­tian Brink.

19.27 Uhr Nach dem vor­läu­fi­gen Endergeb­nis im Wahlbezirk 5 gewin­nt Mar­t­in Wielage (SPD) gegen Gise­la Köster (CDU).

19.20 Uhr Das erste vor­läu­fige Endergeb­nis eines Wahlbezirks in Ibben­büren ist da: Ulrich Remke zieht direkt in den Stad­trat ein. Im Ver­gle­ich zur let­zten Kom­manl­wahl ver­liert allerd­ings die CDU m Wahlbezirk Sparkasse Püsselbüren/ Gast­stät­te Wulf und die SPD kann zule­gen.

19.19 Uhr Nach einem Viertel der aus­gezählten Stim­men sieht es nicht gut aus für die FDP: Sie liegt derzeit an let­zter Stelle aller Parteien und Wäh­lervere­ini­gun­gen und würde 2 Sitze im Stad­trat ver­lieren.

19.11 Uhr Ger­ade sieht es für Nor­bert Kipp, Peter Dierkes und Christoph Siemon von der SPD und für Markus Wevel­er von der CDU nach einem direk­ten Einzug in den Stad­trat aus.

19.01 Uhr Wenn man nach drei aus­gezählten Stimm­bezirken schon einen Trend fest­machen möchte, scheint die Zusam­men­le­gung von Europa- und Kom­mu­nal­wahl der SPD vor Ort nicht zu schaden. Die IFI ist derzeit hin­ter den Grü­nen. Marc Schramey­er wird seinen Wahlbezirk gewin­nen und ste­ht als erstes Ratsmit­glied fest.

18.56 Uhr Der erste Stimm­bezirk ist in Ibben­büren aus­gezählt: CDU und SPD liegen gle­ichauf vor den Grü­nen.

18.49 Uhr Bei der Europawahl liegt eben­so die CDU kreisweit vorne. Kleinere Parteien schnei­den bis auf die Grü­nen sehr schwach ab.

18.38 Uhr In Hörstel ver­meldet man die ersten Ergeb­nis­se kreisweit, so kommt es dass die CDU derzeit haushoch vorne liegt.

18.19 Uhr In Ibben­büren wird bei dieser Kom­mu­nal­wahl nicht zeit­gle­ich der Bürg­er­meis­ter gewählt, was in dieser Form wohl vor­erst zum let­zten Mal so sein wird. Daher darf man ges­pan­nt sein, inwiefern sich dies auf das Wahlergeb­nis der Parteien auswirkt.

18.00 Uhr Aus, nichts geht mehr, die Wahllokale schließen.

17.56 Uhr Online haben die Parteien wenig hin­bekom­men, das hat sich in den let­zten Tagen auch nicht mehr geän­dert. Bei den Linken und den Grü­nen hat man auf deren Inter­net­präsen­zen so gut wie gar nichts find­en kön­nen, die CDU, IFI und SPD bieten immer­hin einige Tex­te an. Alles aber etwas ent­täuschend für Wäh­ler, die sich ein Bild machen wol­len.

17.47 Uhr Noch knapp eine Vier­tel­stun­de sind die Wahllokale geöffnet. Wir haben einen in Ibben­büren doch eher unspek­takulären Wahlkampf hin­ter uns, dem die kon­tro­ver­sen The­men dann doch oft fehlten. Eigentlich schafften nur die Linken und die IFI The­men kon­tro­vers aufzutis­chen. Daher darf man ges­pan­nt sein, ob die IFI ihr sehr gutes Wahlergeb­nis von 2009 wieder­holen kann, als man mit 8,1% drittstärk­ste poli­tis­che Kraft im Ibben­büren­er Rat wur­de.

Und noch so ein vergessen­er Klas­sik­er. Vom Ibben­büren­er Karl-Heinz Gold­beck alias Char­lie gab es 1979 diesen Karneval­shit zu hören: Jukuhu, jukuhu, juku ratata, wir bei­de geh’n heut’ tatata.

Ik hebbt daor so veele Rek­loam voor de Meen­denkör  van de Pateien in mien Breefkas­ten. Mien Hoff was plas­tert met Plakaate…

De UFU will keen Wind­möhl in Dörn­te. Ik wullt daor ne Wind­möhl up mien Hoff stel­len, geit dat dann?
De Schwat­ten kan de Kanaal­ge­büührn niet sek­er haolten. We moeten moer Penun­sen betal­en.
De Roten wullt de Rad­foahrpad utbauen. Dann kan ik daor auk met mien Hanomag langs faohrn.
De Gel­ben wullt de Weer­schoap utbauen. Ik kan up de Braak­land sacht Mais voor miene Bio­gasan­laag tie­len. Dat wiär mien Bidrag voor de Weer­schoap.
De Grüen wullt de Landweer­schoap Stütt geven. Dat find ik gaut. Da kan ik die wull utsöken. Awer ik nehm ji bien Woort!
De Links hefft niets weet­enswerts.

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