Ach, du liebes Biss­chen! Ja, früher, da war das roman­tisch und so. Das war ja auch alles nur in Fernse­hen. Da rit­ten die Amerikan­er auf ihre gestriegel­ten Pfer­d­chen durchs wilde Wasweis­sich­nich­stan und eroberten die Prärie. Das waren die Guten. Die Bösen waren die Einge­bore­nen. Die lagen Tag ein, Tag aus auf der Lauer um rumzuschießen und Leute zu über­fall­en. Humor hat­te von denen kein­er, da kan­nten die nix. Hab noch nie einen von denen mal lachen sehn. Nur über­fall­en und Büf­fel­suppe aufkochen.

Als dann die Eisen­bah­nen erfun­den wur­den, da lagen sie dann anne Schienen zu horchen. Da macht­en die Loks wohl son­nen Krach, dass sich das über die Schienen angekündigt hat. Das war qua­si, woll­masagen, der Vor­läufer vom Tele­fon. Nur halt noch Mono. Und wenn die Lok dann da war, wurde über­fall­en und abends auf den Erfolg wieder ordentlich Büf­fel­suppe getrunk­en. Und immer so weiter.

Ja, und nun hat da wohl ein­er zu lange in Berlin die alten Win­netou-Fol­gen sich reingep­fif­f­en getan. Jet­zt wollen die das hier ein­führen. So nen Bun­desin­di­an­er. Der liegt dann anne Geräte und horcht ab, was da so abge­ht. Nur weil der diese Tele­fonier­ab­hörtech­nik vor Jahrhun­derten schon im Blut hat­te. Die hamse dann über die Büf­fel­suppe weit­er­vererbt. So wird das wohl gewe­sen sein. Dass das doch eigentlich krim­inell ist, das stört die in Berlin gar nicht. Kön­nte man doch legal wer­den lassen, sagen se.

Na, hoch die Tassen. Irgend­wann sind wir soweit, da wer­den sie uns  Büf­fel­suppe intra­ve­nieren. Aber lustig wird das nicht.

am 26.10.2011 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

War ich doch heute mit Treck­er in Büren einkaufen. Hab ja viel gesehn, als ich dort so rumge­fahren bin. Inne Nord­stadt wird mächtig abgeris­sen. Kommt ja n Klam­ot­ten­laden hin, heb ich gehört aufn Stammtisch der Land­fraun. Wir ham ja noch nicht genug in Büren.
Und dann bin ich noch schnell mal nach Laggen­becke getuck­ert. War doch heute die Inwiehen vonne K24n. Is ja viel los­gewe­sen da, sog­ar usen Börg­er­mester war dort. Ich bin dann mit mien Schlep­per up de niege Dörp­straat van Laggen­becke gefahren. Ein­mal hin und torüch. Un dann mit die Schlep­per up de Auto­bahn na Huus hen.
Kannst mor­gen in de Blatt wieter­lesen. Ik moet slapen, de Trichi­nenkiek­er kummt um fiev!

am 25.10.2011 von unter von's Land abgelegt. | Kommentar schreiben

Mit kri­tis­chem Jour­nal­is­mus haben die Inter­views nichts zu tun, die die IVZ in let­zter Zeit über Dieter Jasper erstellt hat: Es sind Wohlfüh­lin­ter­views, bei denen ein Poli­tik­er nichts zu befürcht­en hat, bei denen der Inter­view­er keine kri­tis­chen Fra­gen stellt, nicht mal nach­hakt und ein­fach nur mal fragt, wie sich der Inter­viewte so fühlt. Gefüh­le sind ja so in heutzutage.

Im April ist im Bun­destag beschlossen wor­den, dass der Kohle­berg­bau nicht mehr gefördert wird. Nun kön­nte man Jasper fra­gen: “Was nun?” Und? Wird wohl sowas gefragt? NEIN, nicht die Bohne. Im Gegen­teil: Das wird noch nicht ein­mal ange­sprochen. Jasper meint, er werde sich weit­er­hin für die Kohle ein­set­zen. Weit­er­hin? Was soll das wohl heißen, wenn der Ausstieg beschlossen ist?

Jasper hat im Bun­destag als einziger Par­la­men­tari­er gegen den Ausstieg aus der Steinkohle­fi­nanzierung ges­timmt. Aber das heißt nicht viel. Er hat zwar eine Rede zum Steinkohle­fi­nanzierungs­ge­setz zu Pro­tokoll gegeben, aber das bedeutet meis­tens eben nur: Die Rede wurde gar nicht erst gehalten.

Und auch das ver­wun­dert nicht weit­er, denn auch in sein­er eige­nen Frak­tion scheint Jasper kaum Rück­halt für irgen­det­was zu haben: Zunächst wurde er nach sein­er Dok­tor­tite­laf­färe von sein­er Frak­tion als Red­ner gar nicht erst wieder aufgestellt. Als er dann doch noch zwei Mal ans Red­ner­pult durfte, fiel die Ankündi­gung durch Bun­destagspräsi­dent Lam­mert immer gle­ich aus: “Als let­zter Red­ner zu diesem The­ma…” Die Frak­tion lässt ihn, wenn über­haupt, nur noch als Let­zten ans Red­ner­pult. Dann, wenn die Debat­te schon zu Ende ist.

Wenn er dann mal redet, spricht er davon, dass der Arbeit­er das wichtig­ste Kap­i­tal der Fir­men sei und ern­tet etwas Gesin­nungsap­plaus aus den eige­nen Rei­hen. Dabei wirkt der Satz zu gestrig wie zynisch: Wann waren Arbeit­er so von “Ratio­nal­isierun­gen” bedro­ht, wann als Men­schen nur noch so ein Kosten­fak­tor für Fir­men wie heute, in ein­er Zeit, in denen 80% der Beschäftigten mit ihrer Arbeit inner­lich abgeschlossen haben?

Woran Jasper konkret arbeit­et, das erfährt der Wäh­ler nicht. Aber er weiß, dass Jasper ein Fahrrad in Berlin hat, mit dem er nicht fährt, dass er dauernd den Stadt­führer für Besucher­grup­pen macht, dass er an ein­er Dop­pelkopfrunde teil­nimmt, dass er nur ein­mal in Berlin im Kino war.

Wenn er den wirk­lich noch ein­mal antritt, dann kann er doch mal erk­lären, was er konkret macht. Was er konkret erre­icht hat. Oder er kön­nte die vie­len unbeant­worteten Fra­gen zu seinem erkauften Dok­tor­ti­tel beant­worten, die er ver­sucht auszusitzen. Oder sollte man ihn bess­er wortwörtlich nehmen: Will er wirk­lich nur das Ver­trauen der Wäh­ler geschenkt haben?

am 25.10.2011 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Bin grad an Kaf­fee trinken un hab das Volks­blät­tken vor mir. Wird ja hier inne Ecke ein niege Schwien­hukk gebaut. Hat ja wohl een Anlig­ger op Gericht geklagt, wegen die Emi­gra­tion und so. Alle wollen Grill­fleesch un Worst un Fleesch ham, aber keen­er will dat Vieh in siene Naber­schop ham. Wo sollen die ganzen Schwiene denn hin? Sollen die in Super­markt hin­ter die Theke wohnen? Wie hebben 1300 Schweine in usen Stall. Da is nix mit Emi­gra­tion un so. Die Schwien migri­ert nur upn Wagen von die Schlachterei. Es riecht n bitken in Stall, aber das is ja nich buiten. Up Land is nur gute Lücht.
So, nu muss ich mitn Treck­er nach Büren fahrn, einkaufen.

am 25.10.2011 von unter von's Land abgelegt. | Kommentar schreiben

Bin grad vonne Diele runter, muss ja noch Kartof­feln schäln fürs Mit­tagessen. Hab die Tage in Radio gehört, datt die Strompreise ja auch weer düür weren. Vor allen Din­gen in die Gegen­den wo die Buer so veele Pferde hat, solln die Preise für Strom ganz veel düür weren. Weil die durch den schlecht­en Som­mer und so nich so viel Strom ern­ten kon­nten. Hab ich nicht wirk­lich ver­standen, den Ansager in Radio.
Was haben Pferde mit Strom zu tun?

So, de Buer hat gerufen. Ich muss dann mal Kartof­feln schäln …

am 24.10.2011 von unter von's Land abgelegt. | Kommentar schreiben

Ich bin die Neue hier. Mein Name ist Knechthild Die­len­schi­et, ich werde ab und zu mal hier von´s Land schreiben. Freut euch auf mir!

am 23.10.2011 von unter von's Land abgelegt. | Kommentar schreiben

Na, das finde ich ja mal kon­se­quent: In Osnabrück geht die Mus­lim­isch-demokratis­che Union an den Start. Mit­glieder sind Immi­granten, die sich von den altherge­bracht­en Parteien nicht vertreten fühlen. Das OSRa­dio hat dazu fol­gen­den Bericht gemacht:

[audio: http://osradio-podcast.de/wp-content/uploads/2011/08/MDU.mp3]

Ich bin ja mal ges­pan­nt, wie die christliche Reak­tion hier­auf aussieht.

am 19.08.2011 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Während in Ibben­büren die CDU im Schaukas­ten schon wieder Wer­bung mit Dieter Jasper macht (aber gut, irgendw­er muss den Laden ja auch finanzieren), hat die Süd­deutsche Zeitung seinen Bil­dungsskan­dal nicht vergessen.

am 25.06.2011 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Was waren das für Unter­gangsszenar­ien, die die CDU in den let­zten Jahren zur Abschaf­fung der Hauptschulen an die Wand malte. Die Hauptschule müsse unbe­d­ingt vor den Linken geschützt wer­den, die diese abschaf­fen woll­ten. Damit sollte Wahlkampf gemacht wer­den, was aber wohl eher ein gewaltiger Schuss in den Ofen gewe­sen ist.

Und nun? Nun schmeißt man auch diese Hal­tung über Bord, nimmt zur Ken­nt­nis, eine nicht mehr in diese Zeit passende Hal­tung vertei­digt zu haben, und schwup­ps ist wieder eine SPD/­Grüne-Forderung über­nom­men worden.

am 22.06.2011 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

am 31.05.2011 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben
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