Schutzwallerrichten

Ruft mich eben mein Nach­bar Ingo an, wie dass den ange­blich wohl käme, dass man Rasen übern Win­ter urwald­mäßig zuwuchert. Nee, nee, ich will natür­lich nicht auss­chließen, dass unser Gras grün­er blüht als bei unserm Nach­barn, aber wuch­ern tut das wie woan­ders auch nicht übern Win­ter. Wie soll das auch gehen? Also zu mähen war da nix, aber bevor das dann gestern endlich mal los ging gen Osnabrück, musste ich natür­lich noch das Rasen­ge­bi­et absich­ern, dass mir kein­er meine Sicher­heit­san­lage da ent­deckt. Wer weiß, wozu die noch ein­mal gut zu gebrauchen ist.

Also habe ich da erst­mal große graue Plas­tik­tüten mit Papiergeschred­dertem aus dem Büro aneinan­der gek­lebt, hab der Hold­en erk­lärt, das wäre Gras­mahd, und an der Gras­narbe fest­ge­tack­ert. Also die Tüten jet­zt. Der Hold­en dann noch erzählt die Gras­mahd müsse in den Tüten trock­nen und dürfe nicht erschreckt wer­den. Sich­er ist sich­er. Davor noch ein “Betreten verboten!”-Schild und ein “Anliegerin­nen haften für ihre Kinder!”-Schild, die Gras­fläche dann dreifach umzäunt mit einem CSI-Absper­rband, was anderes würde die Holde ja auch gar nicht mehr als Gefahren­band erken­nen.

Hin­ten im Garten war’s gestern also so sich­er wie hin­ten beim VfL. Dafür war der vorne jet­zt mal so gar nicht angriff­s­lustig. Aber manch­mal sollte man die Ruhe vor dem, sie wis­sen schon, Sturm ein­fach mal genießen,

ihr Philibb

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Neu im Bücherschrank(36): Thyde Monnier — Liebe — Brot der Armen

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Tja, ich glaube der Zusatz “Liebe” zu Le pains du pau­vres ist etwas ver­fehlt und lässt das Buch zu verk­itscht erscheinen. Dabei ist das bekan­nteste Werk der Autorin

die durch zwei Gen­er­a­tio­nen führende Chronik der Fam­i­lie Desmichels, ihres sozialen Nieder­gangs und Wieder­auf­stiegs, aber auch ihrer Lei­den­schaften unter der heißen Sonne Süd­frankre­ichs. Der von seinem reichen Vater wegen sein­er Nei­gung zur Tochter eines Scheren­schleifers enterbte Antoine lebt mit sein­er Frau Arnaude und seinen drei Söh­nen kär­glich aber blutvoll als Holzfäller und Kohlen­bren­ner auf dem Grand-Cap bei Toulon, bis der Weltkrieg schick­sal­haft den Fam­i­lienkreis sprengt und schließlich der heimkehrende jüng­ste Sohn Ollivi­er Syl­vaine, die von ihm geliebte Tochter eines reichen Ger­berei­di­rek­tors, heiratet. Diese zarte und innige Liebesgeschichte gehört zum schön­sten der neueren franzö­sis­chen Lit­er­atur. Das umfan­gre­iche Lebenswerk Thyde Mon­niers ist ein proven­za­lis­ches Gegen­stück zu den Romanzyklen Balzacs, Zolas, Mar­tin du Gards und Jules Romains.

Mehr über das Buch gibt es bei zeit.de zu lesen: „Ob du lachst, ob du weinst, es muß weit­erge­hen…“.

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Relegationstour

Gestern musste ich zu meinem Bedauern fest­stellen, dass mein Rück­zugs­ge­bi­et im Garten voll­ständig durch­nässt wor­den ist. Kon­nte ja kein­er ahnen, dass da stetig so viel Wass­er run­terkommt. Jeden­falls ist das Zelt nach hin­ten abge­sackt, außer­dem müssen da Rehe dran genagt haben. Wo kom­men die eigentlich her? Unterm Strich würde dann auch mein Flach­bild­schirm im Freien hän­gen. Nee, das Risiko wollte ich dann doch nicht einge­hen.

Man­no, war ich niedergeschla­gen. Aber da rief mein Fre­und und Kneipen­ex­perte Rudi an: “Was mach­ste am Woch­enende?” — “Sieht nach nem Woch­enende auf dem Sofa aus.” — “Biste jeck? Komm wir machen ne Tour!” — “Bei dem Wet­ter?” — “Pap­per­la­papp, wir tin­geln von Fußball­spiel zu Fußball­spiel. Ist eh alles über­dacht.” — “Und was sagen wir den Frauen?” — “Äh, große Rad­tour zum Regi­na-Testen durchs Ems­land. Sobald die ‘Ems­land’ hören, schal­ten die eh ab.”

Gesagt getan. Und so sieht dann unsere Route aus: Heute Osna gegen Dres­den, mor­gen Cham­pi­ons League in irgen­dein­er nieder­säch­sis­chen Spelunke. Für Son­ntag hat Rudi nichts richtiges gefun­den, da sind wir bei den Mini­kick­ern von Ten­nis-Borus­sia Osten­felde gegen den Nach­wuchs vom SV Helm Belm. Der Ver­lier­er kommt zurück in die Kita. Mon­tag Rück­spiel Lautern gegen Hof­fen­heim. Dien­stag Rück­spiel in Dres­den und Mittwoch schießen Sport­fre­unde Lotte die Gekauften aus Leipzig weg. So ist der Plan.

Mal sehen, ob wir im Osten über­haupt zum Fußball­guck­en kom­men. In Leipzig gibt es ja noch 24-Stun­den-Kneipen, da musst du nur mor­gens um 7 mal kurz vor die Tür, damit die Putzfrau mal feucht durch­wis­chen kann.

So, die Sonne traut sich ger­ade raus, da werde ich mal schnell zum Russen beim Mark­tkauf, ne Pulle Schluck besor­gen. Man soll ja, sie wis­sen schon, viel trinken bei so war­men Wet­ter,

ihr Philibb

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Mission Olympic: TV Rottenburg sammelt 190.000€ Spenden

Der TV Rot­ten­burg nimmt maßge­blich für die Geg­n­er­stadt Ibben­bürens am Finale von Mis­sion Olympic teil. Ger­ade hat man 190.000€ zum Erhalt der Vol­ley­ball­bun­desliga­mannschaft zusam­men gesam­melt, da deren Haupt­spon­sor abge­sprun­gen ist. Bei diesem Haupt­spon­sor han­delte es sich wohl um den Kopp Ver­lag, der mit Büch­ern über Ufolo­gie, Prä-Astro­nau­tik, Ver­schwörungth­e­o­rien, Eso­terik und den obskuren “Nachricht­en” mit Eva Her­man auf sich aufmerk­sam machte. Hof­fentlich ist da nichts hän­gen geblieben.

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Bi us … Kaasblatt up Tablett

Nah­ber­sche Hilde seg­gt, dat de Kaas­blatt nü vor Dag un Dau up Tablett naor Huus bräng’ön woard. Heb ik noch niet zien. Mien Kaas­blatt leg­gt alltied up de Dee­lendöör.
Watt wüll ik auk met een Kaas­blatt, watt mi up Tablett bräng’ön woard? Sünt daor auk Eier in Eier­bek­er drop? Un Koffie? Un bräng’ön de Kaas­blat­tbüd­del mi de Tablett in de Kaustall or moet ik naor de Dee­lendöör?

De Weken­blatt van de Landweertschop­skamer kümmt auk niet up Tablett, de bräng’ön de Post­büd­del!

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Gestern rief mich mein Schwip­penkel Sören an. Das muss der Sohn von Rölkens Ani­ta aus erster Scheine­he sein. Die war doch früher da mit Stunken­möllers Josef ihm sein Nach­bar zu Gange. Kan­nte ich gar nicht so aus dem Gedächt­nis. Aber wer erin­nert sich schon gern an all seine Ver­wand­schaft, nech? Jeden­falls, was wollte ich sagen? Ja, dieser Kevin rief bei mir an, um mir zum Geburt­stag zu grat­ulieren. Der ist erst noch, aber schön, dass er dran gedacht hat. Früher, nech, da wurde Fam­i­lien­zusam­men­halt noch größer geschrieben. Viele melden sich ja gar nicht mehr.

Ob ich gehört hätte, dass die Zeitung umgestellt wird? Ja, irgend­was war da, weswe­gen das alles teuer­er wird, aber so genau wüsste ich das auch nicht. Das käme jet­zt als Ieh-Peper. Aso. Dann kön­nten endlich mehr Leute die Zeitung lesen, so auch mit­ten Handy und sowas und man dürfte das in der Fam­i­lie rundgeben. Er wolle das von nu an auf seinem Handy lesen und dazu bräuchte er Zugangs­dat­en von mir, und würde auch nicht mehr kosten. Ja, wenn das so ist. Wir reden gle­ich weit­er, sagte ich noch, es klin­gelt an der Tür.

Stand da doch glatt Börgelküm­pers Karl-Eugen bei mir im Rah­men. Wir hät­ten doch damals 70/71 nach der Meis­ter­schaft von Glad­bach Brüder­schaft getrunk­en und er wolle sich jet­zt mor­gens die Zeitung holen, das mache man unter Brüdern so. Ich hab ja noch das Ieh-Peper, das kann man auch lesen. Na, wenn das so ist, dann wird das wohl stim­men, sage ich noch so.

Beim Gehen dreht er sich mit der Zeitung unterm Arm im Tür­rah­men noch mal um, bevor er es vergesse, sein ange­heirateter Unter­mi­eter Özkan Düric wolle nach­mit­tags noch auf einen Sprung bei mir vor­bei kom­men, wäre was in ein­er drin­gen­den Fam­i­lien­an­gele­gen­heit. Ein Tablett brächte er wohl auch noch mit. Dabei hat­te ich gar keins ver­liehen.

Ja, was soll ich sagen? Man kommt gar nicht mehr zum Zeitun­gle­sen bei soviel Fam­i­lien­zusam­men­halt, nech?

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Briggeln und Hilfsgeschichten

Ja, von wegen. Ver­schluckt hat sie den Maikäfer samt und son­ders und dann in den Vor­garten, äh, ergeben, oder wie man das fam­i­lien­fre­undlich sagen soll. Die Kleine kommt halt nach dem Papa und hält sich neuerd­ings eine Insek­ten­zucht über dem Schreibtisch in einem Aquar­i­um. Da kreucht und fleucht es, dass gewisse Erziehungs­berechtigte den Ein­tritt ins jugendliche Reich scheuen. Gekreis­cht hat sie auch erst, als ihr Maikäfer weg war. Sah halt so aus, als hätte die Holde im Fluge nach ihm geschnappt, war aber wohl eher ein Zufall­str­e­f­fer, als sie anhob, über die Viel­seit­igkeit der Tier­samm­lung zu wet­tern. Da hat­te sie die Igelfam­i­lie im Papierko­rb und das Erd­män­nchen im Klei­der­schrank noch gar nicht ent­deckt.

Als sie dann im Vor­garten den Ver­schluck­ten wieder freiließ hat sie wohl den toten Mäuserich vom Vortag gese­hen, den ich beim Aus­graben der Kuh­le gefun­den und dann dort bestat­tet habe. Den muss unser Hund Beller­mann wieder aus­ge­graben haben. Der Anblick hat wohl ger­ade eh schon beansprucht­en Ner­ven­sys­tem den Rest gegeben und sie ist weggekippt. Als sie wieder zu sich kam, haben wir ihr dann den Bären von wegen heldin­nen­hafter Käfer­be­freiung aufge­bun­den. Son­st müsste die Kleine sich von allen Tieren ver­ab­schieden und wohin mit dem Zeug?

Dann doch lieber eine Fabel für, sie wis­sen schon,

ihr Philibb
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Wirkliche Themen

An manchen Tagen fragt man sich ja schon, ob das bei unserem Lokalblättchen noch jemand gegen­li­est, bevor da Texte veröf­fentlicht wer­den. Wie bei diesem:

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Okay, ich kenne jet­zt nie­man­den, bei dem schon mal einge­brochen wurde, aber sei’s drum: Steigende Gefahr, immer häu­figer kom­men die Ein­brech­er. Soso. Klingt etwas reißerisch. Wie sieht das denn quan­ti­ta­tiv aus? Dazu Krim­i­nalober­rat André Weiß:

[…] im Jahr 2011 wur­den 176 Ein­brüche gezählt. Für 2012 schla­gen 164 zu Buche. Die Fal­lzahlen in der Region Ibben­büren bewe­gen sich seit Jahren auf einem im Lan­desver­gle­ich niedri­gen Niveau.

Ja, sage Bub’, das ist ja ein Minuswach­s­tum von fast plus 10 Prozent. Das nenne ich mal eine Steigerung. So gese­hen sinkt der Abo-Preis dieser Zeitung am Juli um 10%.

Da müssen die bei der Polizei sich wohl ver­tan haben, als sie in ihrem Krim­i­nal­itäts­bericht 2012 schrieben:

Die Anzahl aller Dieb­stäh­le aus Woh­nun­gen (ein­fache und schwere) nahm ab. Im Bere­ich der ein­fachen Dieb­stäh­le aus Woh­nun­gen ist eine Abnahme festzustellen.

son­st wür­den die ja das Gegen­teil von dem behaupten, was in der IVZ ste­ht.

Und sowas toppt man in der Redak­tion heute mit links:

Und weil Min­is­ter Peter Alt­maier qua Amt nicht nur „Umwelt“ im Titel führt son­dern auch zuständig ist für Reak­tor­sicher­heit (kein wirk­lich­es The­ma im Teck­len­burg­er Land) wie auch für Naturschutz, nutzte die Redak­tion die Chance, etliche Fach­fra­gen zu stellen.

Man stellt dem­nach keine Fach­fra­gen zur Reak­tor­sicher­heit in unser­er Region, weil das kein wirk­lich­es The­ma in der Region ist? Ern­sthaft? Weil hier kein Reak­tor ste­ht oder wie? Wis­sen diese Leute, was ein Reak­tor ist? Wie weit das Gefährdungs­ge­bi­et solch­er Reak­toren ist? Da greifen selb­st IVZ-Kom­men­ta­toren zu Sarkas­mus:

22.05.2013 20:27 von andrea2501:
“Reak­tor­sicher­heit (kein wirk­lich­es The­ma im Teck­len­burg­er Land)” — ja, ist klar. Die radioak­tiv­en Wolken und Strahlen aus Ahaus, Gronau, Lin­gen machen an der Stadt­gren­ze halt.… Dann müssen wir ja auch gar nicht darüber nach­denken (und schreiben).

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Durch Dickes und Dünnes

Ich muss ja zugeben, mir sind fast die Beine wegge­sackt, als ich heute mor­gen das Käse­blatt auf­schlage und im Lokalteil als erstes “Gefahr aus dem Garten” lese, wo auch son­st meine Eska­paden so genüßlich dort ver­bre­it­et wer­den. Ging aber wohl nicht um meine Instal­la­tion.

Die Holde hat sich nach Pfin­g­sten wohl auch mal wieder auf die Waage getraut, hat aber der Waage wohl nicht ganz getraut. Find­est du auch, ich bin dick­er gewor­den?, rief sie mich an. Was wollen Sie denn darauf antworten? Sagen sie Nein, kriegen sie zu hören, dass sie eh nicht genau hin­se­hen. Sagen sie Ja — Sie wollen nicht ja sagen, glauben Sie mir. Sie kriegen nur zu hören, was sie im Gegen­zug so alles sind.

Und weil die Holde von mir dann halt keine vernün­ftige Antwort bekam, ran­nte sie eben in die Stadt, um Geld zu ver­prassen und den Kassier­ern zu ent­lock­en, dass Dick­es anmutiger ist als Dünnes und kam bestätigt abends wieder nach Hause.

Manch­mal ist es eben bess­er, jeman­dem — Sie wis­sen schon — ein­fach nur zuzus­tim­men,

ihr Philibb
ihr Philibb
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Blenden und abschrecken

Bevor Sie jet­zt den Kopf schüt­teln: Weiß ich sel­ber, dass CDs nicht die Bohne Rehe vertreiben, wenn man nicht ger­ade ver­sucht, sie stapel­weise damit abzuschmeißen. Die laufen ja auch gegen Autos mit Schein­wer­fer an. Ja, wenn ich nicht Rehe vertreiben wollte, wen den dann? Röööchtöööööch.

Nach der let­zten Woche musste ich mir eben was ein­fall­en lassen, um wenig­stens daheim für ein paar Stun­den Ruhe zu find­en. Also habe ich über Pfin­g­sten ein­fach mal den Garten mit dem Kärcher mal­trätiert und da schön Löch­er in die Beete geschossen. Das wären plattdeutsche Wil­drehe aussm Fis­beck­er Forst gewe­sen. Dann habe ich da noch eine Kuh­le den Rasen­rand längs aus­ge­hoben und gemeint, ich schütze so das Haus vor Über­grif­f­en durch usam­barische Gebirgsla­mas, die da ger­ade aus dem Wildge­hege Saer­beck ent­flo­hen seien. Die sprän­gen halt nicht über Kuhlen, weil denen son­st das Genick bricht, habe ich mein­er Hold­en verk­lick­ert. Ich musste da das Stromk­a­bel ein­fach her­legen. Die CDs in den Bäu­men sind so eng­maschig aufge­hängt, dass man von der Terasse vor Glitzern gar nicht mehr sehen kann, was ich da eigentlich mache. Ja, und das Zelt am Ende des Gartens schützt offiziell vor Lamaspucke, wenn die am Garten ent­langziehen.

Meinen Flach­bild­schirm werde ich mir davor in den Baum hän­gen. Außer­dem haue ich da in die Kuh­le am Sam­stag noch schön Balkonkästen mit Eis und Wass­er rein, die mir mein Bier schön kühlen, wenn ich da diese Woche Cham­pi­ons League gucke. Bis dahin sollte dann auch der kurz­schüs­sige Lichtschranken­spren­kler, den ich auf die Ter­rassen­tür aus­gerichtet habe, funk­tion­ieren — so als Not­fal­l­la­ma, falls die Holde mal unpassend auf die Terasse rauskom­men sollte.

Alles notwendi­ge Schutz­maß­nah­men, ich sage es Ihnen: Denn jede noch so atmo­sphärische Fußball­spiel­stim­mung kann meine Holde mit ihrem immer wiederkehren­den Wer spielt da? Für wen bist du? Was müssen die jet­zt tun? Wer sind die Män­ner in gelb? Wo spie­len die? Hast du die braune Tonne schon an die Straße gestellt? ziel­sich­er versenken.

Näch­ste Woche geht’s ja gle­ich weit­er: Da zieht ange­blich die west­ben­galis­che Wat­twurmwan­derung unterirdisch an Ibben­büren vor­bei. Machen die ganzen Wurzeln kaputt. Da gehst du auch am besten mit in den Rasen einge­grabene Vuvuze­las bei, so West­ben­ga­los sollen ja dieses Geräusch nicht abhaben kön­nen. Und die Dinger werde ich mal vorher rück­sichtsvoll austesten, ob die’s auch tun. So unge­fähr wenn das DFB-Pokal-End­spiel ist, draußen im Zelt.

Es kann der Frömm­ste nicht in Frieden leben, na, Sie wis­sen schon,

ihr Philibb
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