Mit Pam­pers ver­stopfte Bio­müllschred­der, heim­lich beerdigte Klein­tiere und müf­fel­nde Staub­sauger­beu­tel in der Bio­müll­tonne, das alles soll in Zukun­ft der Ver­gan­gen­heit ange­hören. Hier­mit befasst sich der Bio-Detek­tiv Gui­do Ölk­mann.

Herr Ölk­mann, wo set­zen Sie an, um die Bioentsorgung wieder auf Vor­der­mann zu brin­gen?

Ja, nun. Vor­rangig wollen wir ver­suchen, den­jeni­gen an den Kra­gen zu gehen, die ihren Bio­müll ille­gal im Wald ver­schar­ren. Das sind die so genan­nten Bio-Leer­er. Die glauben, die Natur sei ihr’s und dann humpeln sie mit ihre Biotonne durch das Dic­kicht und ver­bud­deln ihr Zeug, wo es ihnen ger­ade passt. So geht’s aber nicht, Fre­und­chen. Den lauern wir jet­zt auf.

Wie sieht das konkret aus?

Wir haben aus dem richti­gen Bio­müll und übrig gebliebe­nen Gülleresten in einem kom­plizierten Ver­fahren Bioträger hergestellt, die wir von extra instal­lierten Hochsitzen, den Bio-Logen, aus über ein Kat­a­pult abfeuern wer­den, wenn die Rabauken wieder in den Forst ziehen. Das wird ne schöne Sauerei, wenn die wieder ankom­men, die Dreck­säcke.

Nun ist Gotcha ja ein Spiel, das in freier Wild­bahn gar nicht erlaubt ist. Wie sieht es mit der rechtlichen Absicherung aus?

Ja, wer soll es denn son­st machen. Seit­dem hier am McDonald’s High­way der Autoverkehr ver­boten ist, trauen sich die Polizis­ten ja kaum noch in den Wald. Die möcht­en auch nicht im Dunkeln auf mil­i­tante Bio-Leer­er tre­f­fen, nur weil die da ihren Kom­post beerdi­gen. Dann müssen wir da eben ran.

Trotz­dem kön­nte man ja meinen, dass es zu Prozessen kommt, wenn man ein­fach so im Wald Bürg­er mit Bioträgern abschießt.

Ja, wieso das denn? Wir beschießen die ja nur mit dem­sel­ben Zeug, das die sel­ber in den Wald brin­gen. Das ist doch eine Art biol­o­gis­ch­er Gerechtigkeit, was wir da machen. Oh, warten Sie! Da kommt der alte Bönker mit seinen Katzen­streusäck­en. Dem wer­den wir aber mal gehörig ein­heizen. UNDFEUER!

am 09.11.2014 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

90 Jahre Weltspartag, das bedeutet auch 90 Jahre Sparschwe­in­stopfen und Geschenke für Kinder zu Ende Okto­ber. Grund genug, ein­mal nachzuhak­en, wie es kün­ftig um das Sparen ste­ht. Hierzu befragte ich Her­rn Josef Dukat von der Volksgenossen­bank zu den geplanten Verän­derun­gen

Herr Dukat, 90 Jahre Weltspartag, das ist eine lange Zeit. Was ist da noch aus der Anfangszeit bekan­nt?

Ja nun, das war damals keine ein­fache Zeit. Kurz nach der Ein­führung beka­men wir die Weltwirtschaft­skrise und dann kam ja auch schon der näch­ste Krieg. Da sind wir auf unseren Bil­lig­plüschtieren im wahrsten Sinne des Wortes sitzen geblieben.

Nun pla­nen sie im kom­menden Jahr ganz auf den Weltspartag zu verzicht­en. Wie kam es zu diesem Sinneswan­del?

Ja, nun, die Zeit­en sind nicht ein­fach. Wir saßen halt so zusam­men und über­legten, wo wir noch sparen kön­nten. Und da sagte ein­er, wir kön­nten doch den Weltspartag eins­paren, das spare uns zudem Ner­ven, Spielzeug, die Luftschlangen und Bal­lons in der Bank und all diese Kinder auf ein­mal in der Fil­iale. Das will ja auch kein­er.

Kinder sollen nun allerd­ings ihren eige­nen per­sön­lichen Spartag an ihrem Geburt­stag haben, was steckt dahin­ter?

Wir dacht­en uns, dass das ein­fach prak­tis­ch­er ist, wenn die Kinder an ihrem Geburt­stag bei uns vor­bei schauen, und ihr Geburt­stags­da­tum bestäti­gen. Das ist dann ja auch irgend­wie eine Aufw­er­tung des eige­nen Jubelt­ages.

Besorgte Eltern, deren Kinder am 30. Okto­ber geboren wur­den, fra­gen sich nun, ob sie über­haupt noch kom­men kön­nen, wenn am 30.10. kein Weltspartag mehr sein soll.

Ja, sowas hätte man sich ja auch mal im Vor­feld über­legen kön­nen. Wir haben es immer wieder mit Eltern zu tun, die so unbe­dacht ihre Fam­i­lien­pla­nung ange­hen. Da kön­nen wir dann auch nicht mehr viel machen. Aber es gibt ja auch andere Banken.

am 30.10.2014 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

Da komm­ste nichts ahnend mor­gens im Büro und die Kol­le­gen machen sich einen Tomaten­scherz und platzieren einem Tomaten­saft und Tomaten­snack auf dem Schreibtisch. Da kannste guck­en, wie du willst, die sind am lachen. Ja, was kann unsere­ins denn dafür, dass meine Holde mit Tomaten­preisen über­fordert ist?

Es ist ja nicht nur das Rech­nen, es erschließt sich ihr ja auch nicht, dass es ganz unter­schiedliche Tomat­en gibt, Cock­tail­to­mat­en, Strauch­to­mat­en, Wild­to­mat­en, Ampel­to­mat­en, Flaschen­to­mat­en, Bios­trauch­to­mat­en, Bio­cok­tail­to­mat­en und weiß der Schin­der was noch. Frisch, getrock­net, ein­gelegt, zer­man­scht, wie man ger­ade lustig ist. Wenn sie jet­zt noch mein­er Hold­en erzählen, dass die alle unter­schiedliche Preise haben, dann platzt die. Auch weil die mit­tler­weile die Tomaten­preise immer von Euro in Tomat­en-Mark umrech­net.

Mir wär’s ja egal gewe­sen. Sie wollte halt auch mal einkaufen gehen und ich sagte, bring mir für’s Abend­brot Tomat­en vom Gemüs­e­s­tand mit, egal welche. Da hat man dann gle­ich den Salat.

Näch­stes Mal, da gehe ich aber wieder alleine einkaufen — sie wis­sen schon: das spart Zeit,

ihr Philibb

am 24.06.2014 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

Seit Neuestem labert meine Holde ja den Geranien im Balkonkas­ten die Blät­ter vom Sten­gel. Da wurde es dann höch­ste Zeit, mich um’s Obst zu küm­mern — und mich auf die WM vorzu­bere­it­en.

Dazu habe ich mir dann so einen gebo­ge­nen Flach­bild­schirm für draußen angeschafft, also für mein kleines Fußballplätzchen hin­ter dem Schutzwall beim Kom­posthaufen und der Aschetonne. Sie wis­sen schon: Män­nerge­bi­et.

Getestet hab ich den dann gestern vorm Spiel mit der DVD Die schön­sten Bana­nen­flanken von Man­ni Kaltz. Bana­nen­flanken sagt man heute ja schon gar nicht mehr, dabei ist das so ein schönes Wort. Heute sagen die Béla Réthys dieser Welt, da hätte der Spiel­er auf rechts außen dem Stürmer genau auf die Omme gezirkelt oder sowas. Aber das ist ja nicht das gle­iche. Mit meinem Schirm kommt der Ball von links, zwirbelt sich in der ersten Runde des Schirms passend ein, beschle­u­nigt dann auf der Bre­it­seite um dann in der zweit­en Beuge zu ver­langsamen, damit der Stürmer ordentlich ein­net­zen kann. So muss das und nicht anders.

Dass es auch anders geht haben Jogis Bal­lza­uber­er dann ja noch gegen Kamerun gezeigt. Aber wie soll das auch was wer­den, wenn die den ganzen Tag Nutel­la ausm Glas leck­en und Bana­nen nur aus der Wer­bung ken­nen? Der Finke macht das schon richtig, schön in Kamerun die Jun­gens lais­sez-fairend trainieren, gegen Papua-Neuguinea gewin­nen, gegen den Rest gut ausse­hen und die Holde daheim in Deutsch­land die Botanik über den Win­ter quatschen lassen.

Im Kleinen werd’ ich das über die WM dann auch mal pro­bieren,

ihr Philibb

am 02.06.2014 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

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Jaha, Sie da mit den Stadtwerken. Da ist noch längst nicht alles in trock­e­nen Tüch­ern, dass kann ich Ihnen aber mal hus­ten. Da fließt noch viel Wass­er die Aa hin­unter. Sie wis­sen doch: Wichtig is aufm Platz, ein Spiel dauert 90 Minuten und Tor ist, wenn der Schiri pfeift. Wo kämen wir denn hin, wenn wir das Pferd von hin­ten aufzäumten? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!

Mein Opa hat immer gesagt: “Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt an die Quelle.” Sie dage­gen agieren nach der Devise “Wenn der Bauer nicht schwim­men kann, liegt’s an der Bade­hose.” Sowas schlägt dem Fass doch den Boden aus! Das kann der Weisheit let­zter Schluss nicht sein!

Demut, diese schöne Tugend, ehrt das Alter und die Jugend. Allerd­ings kommt der Knochen nicht zum Hund, son­dern der Hund zum Knochen. Die Absicht ist sicher­lich die Seele der Tat. Aber des Teufels lieb­stes Möbel­stück ist die lange Bank.

Nadel ohne Spitz ist nicht viel nütz. Nun wird man Ergeb­nisse sehen lassen müssen. Und hören Sie auf mit dem Blabla.

am 27.11.2013 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

Hubert Nörgelmöller ist sauer. Die Vor­rats­be­häl­ter mit den Kot­beuteln in der Innen­stadt erfreuen sich stark­er Beliebtheit, sind aber dementsprechend dauernd leer. Eine unzu­mut­bare Sit­u­a­tion, so der Tier­lieb­haber. Ich sprach mit dem Hun­de­fre­und bei einem Schlenz durch die Innen­stadt.

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Herr Nörgelmöller, schildern Sie unseren Lesern doch ein­mal in aller Ruhe die Sit­u­a­tion.

Ja nun, das ist fol­gen­der­maßen: Dien­stags wer­den hier die Kot­beutel­hal­tevor­rich­tun­gen bestückt. Das ist ja soweit auch schön und gut. Damit kann man gut über die Woche kom­men. Aber wenn Fre­itag das Woch­enende begin­nt und die jun­gen Leute abends raus gehen, dann soll­ten Sie das mal erleben: Die Beu­tel sind schneller weg als warme Sem­meln. Da muss man sich dann immer heim­lich um die Ecke ver­pieseln.

Haben Sie sich schon ein­mal bei der Ver­wal­tung beschw­ert?

Aber nicht zu knapp. Aber an denen prallt das alles ab. Diese Mül­lentsorgung sei nicht deren Prob­lem. Ja, was glauben diese alten Säcke im Rathaus denn, wen sie vertreten müssen? Doch wohl die schwachen, aufrichti­gen Mül­lentsorg­er! Da müssten auch mal wieder ein paar junge Hüpfer rein, die den Laden mal auf Vor­der­mann brin­gen. Eine Zumu­tung ist das.

Vielle­icht soll­ten Sie sich zuvor an das zuständi­ge Unternehmen wen­den, das die Tüten bere­it hält. Vielle­icht stellen die Ihnen pri­vat welche zu.

Pap­per­la­papp. Die Fritzen scheren sich doch auch einen feucht­en Kehricht um uns. Es muss immer erst was passieren. Bish­er ist das ja gut gegan­gen, aber das ist auch nur noch eine Frage der Zeit. Wo sollen die armen alten Leute wie ich denn Son­ntags hin, wenn’s drückt? Hat doch alles zu. Und Windeln sind ja auch nicht jed­er­manns Sache.

Naja, eigentlich sind diese Tüten ja auch eher für Hunde…

Ja, ja. Mit die Tiere gehen die Leute heute sowieso viel bess­er um als mit uns Alten. Für uns bückt sich kein­er mit dem Kot­beu­tel und sam­melt…

Sagen Sie ein­mal, haben Sie über­haupt einen Hund?

Wieso Hund? Was haben denn Sie dauernd mit diesen Fußhu­pen? Sie lenken ja nur vom The­ma ab. Aber mit uns kann man es ja machen: Erst die Tüten weg­nehmen und dann hin­ter­rücks aus­fra­gen, ob man die Hun­des­teuer prellt. Das hat man gerne.

am 19.10.2013 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

Über den Zebras­treifen gehen? Kein Prob­lem! Schuhe trage ich seit über 50 Jahren, dutzende Paare habe ich aufge­braucht, diverse Län­der beschrit­ten und gegen Bälle getreten. Über den Zebras­treifen gehen mit einem Fach­mann, nur mal so zum Spaß? Warum nicht?

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Ich tre­ffe mich mit dem aus­gewiese­nen Langzeit­fußgänger Hubert Nörgemöller. Wie hat er eigentlich damals seinen Lap­pen ver­loren?

Ja, och Gott, da war halt dieser alte Oppa, der mit seinem Gehgestell am Zebras­treif­f­en wartete. Ja, kann ich denn watt dafür, dass der es doch noch rechtzeit­ig vor die Küh­ler­haube meines VW Jet­ta schafft? Das war ein knappes Ding, das kann ich ihnen sagen. Die Trauer­feier soll aber dann ganz schön gewe­sen sein, jet­zt.

Wir treten an den Zebras­treifen, gle­ich die erste Frage: Der Zebras­treifen beste­ht aus 9 gemal­ten Lin­ien und wird von zwei gepflasterten einger­ahmt, ist das verkehrstech­nisch zuläs­sig?

Ja nun, das war eine Idee von Pagelkäm­pers Dieter. Wenn er da mor­gens mit seinen Treck­er ent­langkommt, dann störten diese Fußgänger halt. Da hat er dann mal selb­st zugepflastert und nun kommt er flüs­siger durch den Verkehr, weil die Fußgänger länger warten müssen. Den blauen Pöh­ler hat er da auch zu Irri­ta­tion­szweck­en angek­lebt.

Was muss man nun genau beacht­en, bei der Über­querung des Zebras­treifens?

Ja, als allererstes soll man guck­en, dass Pagelkäm­pers Dieter nicht aus Rich­tung Laggen­beck kommt, der ken­nt keine Ver­wandten im Straßen­verkehr. Und dann zählt man durch, ob da auch ord­nungs­gemäß 9 Streifen ange­bracht sind. Alles andere wäre zunächst ein­mal vol­lkom­men fahrläs­sig.

Soll man nicht zuerst nach links schauen und dann nach rechts?

Pap­per­la­papp. Wenn Sie ein­er ummän­geln will, glauben Sie den inter­essiert, ob sie nun auf dem Zebras­treifen ste­hen oder kurz davor? Der trifft Sie wohl, dass kann ich ihnen aber flüstern!

Das heißt, Dieter Pagelkäm­per hat immer Vor­fahrt und der Rest ist Glückssache, so lange die Anzahl der Zebras­treifen­streifen passt?

Das kann ich Ihnen aber mal hus­ten!

Ich bedanke mich für diese kurze Ein­führung in die Hand­habung eines der let­zten noch aktiv­en Zebras­treifens vor Ort. Es hat Spaß gemacht, aber ich hätte doch große Fehler began­gen ohne Anleitung.

am 16.10.2013 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

Sap­per­lott, da is Kirmes schon wieder vor­bei. Ich bin ja nur kurz drüber und abends am Ver­triebe­nen-Stand ste­henge­blieben. Und wie ich da ger­ade auf früher, nech, die gute alte Zeit anstoßen wollte, kommt mir da Hoppe-Wielages Eugen vom Liegen­schaft­samt um die Bierzelt­stange ent­ge­gen.

Moin Eugen, was macht das Knie, die Fam­i­lie, und was gibt das denn nun mit dem Opus Mag­nus?”

- “Tach Hubert, danke der Nach­frage. Bist der erste, der mich heute nach Mag­nus fragt. Schmeckt denn das Bier schon? Na, woll­n­ma nicht so sein. Kön­nte ins Rollen kom­men.”

Die Bag­ger oder das Gerede?”

- “Das Gerede ist doch die ganze Zeit im Gange. Aber die Bag­ger auch erst später, erst müssen ja die Tanks raus.”

Was denn für Tanks?”

- “Soweit ich weiß, sind da noch Tanks im Boden. Hin­ten haben die doch früher ihre Zug­maschi­nen sel­ber betankt. Die müssen erst raus. Kostet auch noch ne Stange Geld, kannstn Haus für bauen, fällt aber jet­zt auch nicht mehr ins Gewicht bei dem Kauf­preis.”

War der so schwindel­er­re­gend?”

- “Die Bank wollte halt den Höch­st­bi­etenden, nicht den mit dem Konzept. Mach­ste nichts dran bei den Anzugträgern.”

Und wie war das mit der Kirmes­bege­hung?”

- “Die hät­ten bess­er auch vorher noch zusam­men einen getankt.”

am 04.09.2013 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

Manch­mal kommst du hin­ter die Frauen auch nicht hin­ter. Da sitzen wir gemütlich beim Nach­barn zum Geburt­stags­feiern in großer Runde und seine Frau spielt sich halt gast­ge­berisch etwas auf — soll sie doch. Mein­er Hold­en miss­fällt sowas immer gle­ich, sie mag’s leise geord­net, nicht über die Strenge schla­gend, bedacht — sie wis­sen schon: spießig halt.

Nur geht mir sowas immer am Aller­w­ertesten vor­bei, was die Hüh­n­er da begack­ern. Mir klagte mein Nach­bar das Leid mit seinen Toskana-Ter­rassen­fliesenfu­gen. Die Fliesen sind erst vor 2 Jahren neu ver­legt wor­den, bei dem Regen wären die aber irgend­wie auseinan­der gegan­gen. Er wüsste gar nicht warum, ob’s am Regen läge? Oder an den Fliesen?

Ich meinte dann, sicher­lich etwas auftrumpfend, Nee, nix Regen, der Fugenspach­tel sieht allo­plas­tisch aus, dein Fugen­meis­ter hat da wohl krudes Zeugs verfugt.

Meine Holde war schon den ganzen Abend fuch­sig auf die Haush­er­rin, manch­mal kön­nen sich Frauen ja nicht so riechen. Da baut sich dann sowas von eine Abnei­gung auf, das kriegt man manch­mal gar nicht mit. Ver­standen hat meine Holde aus mein­er Äußerung wohl, dass ich nicht der Fugenspach­tel siehr allo­plas­tisch aus, son­dern mich auf die Seite der Nach­barin geschla­gen und gesagt hätte, seine alte Schachtel sähe phan­tastisch aus und dampft ab — ohne irgen­dein weit­eres Wort mit mir zu wech­seln.

Solche Kindereien muss sie dann aber echt mit sich selb­st aus­machen. Mit dem Nach­barn musste ich eh noch die Spiel­regeln unseres Kick­tipp­spiels aus­machen, schließlich startet heute die Bun­desli­ga wieder. Da braucht man Ner­ven für,

ihr Philibb

am 09.08.2013 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben

Ach komm, beten, hörnse mir damit auf. Da kann meine Holde nicht genug von kriegen. Also, stellen Sie sich mal vor, Sie fahren mit dem Bus zum Zah­narzt und nutzen dort bevor Sie drankom­men die Örtlichkeit samt Klolek­türe. Zu wem hat da meine Holde schon alles gebetet, bevor der Arzt zu bohren anfängt?

Na, erst Mal zu Bla­sius von Sebaste wegen den Zahn­schmerzen, dann zu Vik­to­ria von Cór­do­ba, dass das Wet­ter gut ist, wenn man schon mal raus muss, zu Eligius für das Bezahlen der Fahrkarte, zu Fiacrius für’s Bus­fahren, zu Katha­ri­na von Alexan­dria, dass die Schüler im Bus nicht so ner­ven, zu Apol­lo­nia für die Zah­närzte, zu Kamil­lus von Lel­lis für die Zah­narzthelferin, zu Stephanus für die Prax­is, zu Julius I. für die Klofrau, zu Niko­laus für die Schif­fer, zu Franz von Sales für den Redak­teur der Klolek­türe, zu Bar­bara wegen der Kanal­i­sa­tion, zu Petrus, dass die Tür wieder aufge­ht, zu Joseph für den Behand­lungsstuhl und zu Bar­bara von Nikome­di­en für den Fall — Sie wis­sen schon — eines gewalt­samen Todes. Da ist die Rück­fahrt noch gar nicht mit drin.

Ich sage Ihnen, da ist aber mon­tag­mor­gens Kirmes am Früh­stück­stisch der Heili­gen, wenn meine Holde den Den­tis­ten auf­sucht. Möchte ja nur zu gerne wis­sen, wenn die anrufen, dass das mal ein Ende find­et,

ihr Philibb

am 06.08.2013 von unter Flurfunk abgelegt. | Kommentar schreiben
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