Neu im Bücherschrank(22): John L. Austin — Zur Theorie der Sprechakte

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Trübe Aus­sicht­en da draußen. Immer­hin hat’s noch nicht geschneit wie im Rhein­land, das wirkt so kurz vor Karneval etwas unpassend. Irgend­wie treibt es das bele­sene Pub­likum auch nicht son­der­lich vor die Tür: Viel Kram im Büch­er­schrank, Tom Sharpe, ein Eif­fel-Kri­mi, seichte Kost.

Daher mal wieder was Philosophis­ches Zur The­o­rie der Sprechak­te von John L. Austin, dem grundle­gen­den Büch­lein der Sprechak­t­the­o­rie, über­set­zt von Eike von Sav­i­gny.

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Neu im Bücherschrank(21): John Steinbeck — Jenseits von Eden

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Der Büch­er­schrank ist wieder heile, wie schön. Aber auch ziem­lich mager bestückt, wie weniger schön. Mein Herz so weiß ist immer noch da, Dok­tor Schi­wa­go auch. Wun­dert mich ja, da meine Schmök­er dort fix wieder ver­schwinden. Meine neueste Beis­teuerung ist Jen­seits von Eden. Und kaum wende ich mich der Rück­seite des Büch­er­schranks zu, kom­men zwei Mäd­chen an und das eine erk­lärt dem anderen, wie dieser Büch­er­schrank funk­tion­iert. Und dann gin­gen sie die Schmök­er durch:

Muss man die kaufen oder wie?

- Nein, man stellt ein Buch rein oder nimmt sich eins raus.

(Fragerin mustert die Buchrück­en) Kenn ich alles nicht. Noch nie gehört.

- Man kann ja nicht alles ken­nen.

John Stein­beck, Jen­seits von Eden. Schon mal gehört.

- Siehste!

Nanu, denke ich. So jung, und sie ken­nt noch Nino de Ange­lo?

Naja, das heißt ja nicht, dass ich es gele­sen habe.

- Man kann ja nicht alles gele­sen haben.

Nee, das war Der Garten Eden.

Ich lasse das gel­ten.

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Happy Birthday, IVZ-Nörgelschild

Ja, wer hätte das gedacht, dass es ein­mal so weit kommt: Das IVZ-Nörgelschild wird ein Jahr alt.

Seit einem Jahr weist die IVZ die Leser ihres Online-Ange­bots darauf hin, dass das eigentlich nicht okay ist, dass onine die IVZ-Texte kosten­los gele­sen wer­den und dass die Möglichkeit des Lesens der Texte bald Geld kostet. Wie das denn nun genau ausse­hen soll, dass weiß man offen­sichtlich nicht bei der IVZ.

Und so ist das Nörgelschild ein Mah­n­mal der Ein­fall­slosigkeit und Leserver­graulung gewor­den, denn außer der Absper­rung des eige­nen Online-Ange­bots hat sich nichts getan bei der IVZ.

Aber gut, vielle­icht habe ich auch ein­fach irgendwelche Entwick­lun­gen nicht mit­gekriegt. So wie ich nicht mit­gekriegt habe, wer das iPad gewon­nen hat.

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Neu im Bücherschrank(17): Gabriel García Márquez — Chronik eines angekündigten Todes

Was für ein Schmud­del­wet­ter. Im Regen habe ich bis­lang noch kein Buch eingestellt, das war das erste Mal heute und zack ein Fehler: Zwar habe ich beim Ein­stellen des dieswöchi­gen Buch­es eine Kam­era dabei gehabt und habe es auch abgeschossen, aber ohne Karte. Und da ich auch gar keine Karte dabei hat­te, gibt es mal ein Video von der heuti­gen Bestück­ung. Etwas leise bin ich da zu hören, aber man will ja auch nicht gle­ich über den ganzen Platz brüllen:

Es wun­dert mich ja doch ein wenig, dass Mein Herz, so weiss da noch ste­ht, wo doch von unseren Schmök­ern selb­st Prax­is Bülow­bo­gen nach kurz­er Zeit ver­grif­f­en war.

Neu im Büch­er­schrank
16. Helen Field­ing: Brid­get Jones & Schoko­lade zum Früh­stück 15. Isabel Allende — For­tu­nas Tochter 14. A.C. Bhak­tivedan­ta Swa­mi Prab­hu­pa­da – Bhak­ti-Yoga 13. Heinz Strunk – Fleisch ist mein Gemüse 12. Ulrich del Mestre – Prax­is Bülow­bo­gen 11. Eike von Sav­i­gny – Grund­kurs im logis­chen Schließen 10. John le Car­ré – Der Spi­on der aus der Kälte kam, 9. Ken Fol­lett – The Ham­mer of Eden, 8. Sue Townsend – Das Intim­leben des Adri­an Mole, 13 3/4 Jahre , 7. Das Lexikon der pop­ulären Irrtümer, 6. Stend­hal – Rot und Schwarz, 5. Lud­wig Wittgen­stein – Trac­ta­tus logi­co-philo­soph­i­cus, 4. Vladimir Nobokov – Loli­ta, 3. Yann Mar­tel – Life of Pi, 2. Con­nie Pal­men – Die Geset­ze, 1. Cees Note­boom – Rit­uale
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Neu im Bücherschrank(15): Isabel Allende — Fortunas Tochter

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So, nun mal wieder was in den Ibben­büren­er Büch­er­schrank und mal wieder ein schönes, gebun­denes Buch: For­tu­nas Tochter von Isabel Allende, der Urgeschichte zum Geis­ter­haus. Eine Frauengeschichte “über eine junge Chilenin, die im „Wilden West­en“ auf der Suche nach ihrem Geliebten zu sich selb­st find­et”. Wer also etwas Aus­dauer und Lust auf etwas Kitsch mit sich bringt, der greife schnell zu. Wer es anspruchsvoller mag: Ich habe auch Javier Marias Mein Herz so weiß als Taschen­buch­dort liegen sehen. Anson­sten eher eine maue Woche.

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Neu im Bücherschrank(12): Ulrich del Mestre — Praxis Bülowbogen

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Wer ab und an in den Büch­er­schrank schaut, wird fest­stellen, dass einiges an 80er Jahre Fernsehlit­er­atur dort zu find­en ist. Sei es OTTO oder die Schwarzwald­klinik. Solche Schinken wer­den aus­ge­sodert und find­en neue Lieb­haber — denn zu find­en sind sie bald nach Ein­stellen nicht mehr. Daher habe ich heute auch mal einen 80er Fernsehschinken reingestellt: Das Buch zur Serie Prax­is Bülow­bo­gen, eine Sendung, die dem unvergesse­nen Gün­ter Pfitz­mann auf den Leib geschrieben wurde. Wer also in alten Zeit­en schwel­ten möchte: Nichts wie hin, in die Innen­stadt.
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Neu im Bücherschrank(11): Eike von Savigny — Grundkurs im logischen Schließen

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Schnee scheint wohl Man­gel­ware zu sein. Statt sich darüber zu ärg­ern, kann man ja bess­er in seinen Büch­ern versinken. Im Büch­er­schrank ste­ht nun mal wieder etwas eher Anspruchsvolles: Der Grud­kurs im logis­chen Schließen vom wohl bekan­ntesten Biele­felder Philosophen Eike von Sav­i­gny, von dem es hier auch einen Kurzbeitrag gibt.
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Man muss Ironie weder erkennen, noch lustig finden

Tja, man hätte dem Absender dieser Zeilen auf Face­book auch direkt fra­gen kön­nen, was er mit fol­gen­dem Beitrag bezweck­en wollte:

Ich werde mich mit Sprengstoff aus­rüsten und auftreten :).

Und man kann auch direkt die Polizei anrufen und es melden. Man kön­nte sich auch die Frage stellen, wieso da ein Smi­ley ste­ht. Man kann sich wun­dern, wenn man den Ein­trag ohne Annahme von Ironie ver­ste­ht, dass kein Motiv genan­nt wird. Man kön­nte darauf kom­men, dass der Ein­trag nicht ernst gemeint ist. Muss man aber nicht.

Man kann einen Bericht über diesen Vor­fall brin­gen und den Beitrag voll­ständig zitieren wie die NOZ oder man kann densel­ben Bericht brin­gen und das Smi­ley weglassen — wie die IVZ.

Man kann es zweifel­haft find­en, dass der­selbe Face­book-Nutzer bei der NOZ einen Kom­men­tar hin­ter­lassen hat, in dem er kund­tut, dass er die Todesstrafe befür­wortet. Man kann es eben­so für zweifel­haft find­en, dass der Face­book-Nutzer von 6 Polizeibeamten ergrif­f­en, zu Boden gestürzt und gefes­selt wird, dass seine Com­put­er beschlagnahmt wer­den und dass abschließend, weil nichts anderes gefun­den wird, eine freie Mei­n­ungsäußerung als Erfolg der ganzen Aktion präsen­tiert wird.

(I)rgendwie müssen wir hier reagieren.

meinte die zuständi­ge Rich­terin. Irgend­wie? Vielle­icht mal, indem man berück­sichtigt, dass im Inter­net viel Unsinn veröf­fentlicht wird. Dass leichter als bei unmit­tel­baren Unter­hal­tun­gen Missver­ständ­nisse entste­hen durch unüber­legte Ein­träge. Dass man nicht alles blind­links auf die Gold­waage legt.

Oder man hin­ter­fragt weit­er­hin nicht seine Ansicht­en.

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Neu im Bücherschrank(10): John le Carré — Der Spion der aus der Kälte kam

Zumin­d­est eine Woche, nach­dem der Schnee kam, ist dieser Schmök­er dem Titel nach ganz passend. Die Krim­igeschichte hat zwar etwas Staub ange­set­zt, aber ein wirk­lich gutes Buch bleibt irgend­wie gut. Aber zugegeben: Wir haben heute mehr Büch­er aus dem Schrank genom­men, als rein gestellt. Aber unterm Strich sind wir damit noch dicke im Plus, das beruhigt uns etwas.
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Neu im Bücherschrank(9): Ken Follett — The Hammer of Eden

Dieser Ein­trag kommt qua­si eine Woche zu spät. Offen­sichtlich war let­zte Woche so viel zu tun, dass ich zwar ein Buch in den Schrank gestellt habe, aber keinen Artikel in diesen Blog. Dieser sei hier­mit nachgeliefert, auch wenn inzwis­chen das hin­ter­legte Buch einen neuen Leser gefun­den hat. Es ist wieder ein englis­ch­er Schmök­er und zwar ein nicht ganz so bekan­nter von Ken Fol­lett. Das Buch habe ich mir mal mit dem Gedanken “Nimm’ mal mit, kannste irgend­wann mal lesen, wenn son­st nichts zu lesen da ist” im Buch­laden mitgenom­men. Nur: Dieses Irgend­wann ist nie gekom­men.
Wikipedia beschreibt das Buch so:
Eine kleine Kom­mune im US Bun­desstaat Kali­fornien soll dem Bau eines Kraftwerkes weichen. Der­ar­tige Kraftwerke sollen in ganz Kali­fornien gebaut wer­den. Die jew­eili­gen Landbe­sitzer sollen für den Ver­lust ihres Lan­des entschädigt wer­den, um an ander­er Stelle neu siedeln zu kön­nen. Da die Kom­mune das Land allerd­ings nur gepachtet hat, wer­den die Mit­glieder keine Entschädi­gung erhal­ten. Um den Gou­verneur des Staates zu erpressen, bilden einige Mit­glieder der Kom­mune eine ter­ror­is­tis­che Vere­ini­gung, die sich Die Kinder von Eden nen­nt. Sie dro­hen, ein Erd­beben auszulösen, sofern nicht der Bau sämtlich­er Kraftwerke in Kali­fornien gestoppt wird. Um den Ver­dacht von sich und ihren Zie­len abzu­lenken, wird eine Spur zu ein­er ansäs­si­gen Umweltschut­zor­gan­i­sa­tion gelegt.
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