Metrickz — Future

Ziem­lich kurz nach dem let­zten Album erscheint dieser Nachkömm­ling. Dabei han­delt es sich allerd­ings auch nur um eine auto­ge­tunte Nabelschau ein­er nicht erzäh­lenswerten Exis­tenz, wobei das Auto­tune so unbe­holfen wirkt wie das Ein­set­zen englis­ch­er Wörter (“Ich war so krass broke”). Es geht immer­hin nicht mehr um seine gefloppte Schulka­r­riere, aber wenn das spätere Leben sich nur noch darum dreht, dass man Alben verkauft, in denen es darum geht, dass man in der Lage ist, Alben zu verkaufen, bleibt nur die Frage, wen das ern­sthaft inter­essieren sollte. Die sprach­lichen Unzulänglichkeit­en, das apathis­che Rum­fahren in dekaden­ten Luxu­skar­ren und das chro­nis­che Rumge­heule über das eigene Opfer­da­sein sollen ein Out­law-Image zemen­tieren, das seit­ens der Erwach­se­nenöf­fentlichkeit im Grunde doch nichts anderes ist als berechtigte Nicht­beach­tung. Nach 27 Minuten hat der unin­spi­ra­tiv hek­tisch vor­ge­tra­gene Ein­heits­brei ein zu spätes Ende.

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Neue Rezepte für den Biobäck­er Dop­pelko­rn

Mod­ern­er, wirtschaftlich­er, aber weit­er­hin bio: Wie Friedrich Dieter aus Ibben­bühren die sieben Fil­ialen in Han­nover führen will. Vom Nieder­gang der Bäck­erei hat der Unternehmer allerd­ings nur durch Zufall erfahren. Nach dem ehe­ma­li­gen Dop­pelko­rn-Besitzer Manuel Pietrusky wird der­weil weit­er fah­n­det.

Made in Heav­en – Die Geschichte ein­er großen Liebe

Sie waren ein Toi­let­ten­team, aber auch ein Ehep­aar. Über ein Jahrzehnt saßen Inge Teub­n­er und Frank Lenze vor den Klos der Dis­co “Heav­en” in Mün­ster. Dann wurde Inge krank und musste in ein Ibben­büren­er Kranken­haus.

Geld zurück in 27 Tagen

Monate­langes Warten auf die Steuer ist vielerorts immer noch die Regel. Es geht aber auch anders. [… Deutsch­landweit] Platz drei belegt das Finan­zamt aus Ibben­büren (31,4 Tage), eben­falls in Nor­drhein-West­falen.

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Neu im Bücherschrank (151): Johannes Leppich – Christus auf der Reeperbahn


Klingt so wie abstruser Reli­gion­skram, ist es wohl auch:

Gele­gentlich sieht man noch im Fernse­hen Fil­mauf­nah­men von Massen­predigten des Pater Lep­pich. Irri­tierend wie er die Men­schen aufwühlt, sich sel­ber hine­in­steigert, für den heuti­gen Zuhör­er wohl unerträglich. Und so sind seine Kapi­tel in diesem Buch typ­isch für das “Maschi­nengewehr Gottes”. Das Buch ist höch­stens inter­es­sant als Zeit­doku­ment. Inter­es­sant auch was Pater Lep­pich speziell über die schlimme Homo­sex­u­al­ität zu sagen weiß. (···) Kein Wun­der daß Lep­pich dann irgend­wann von seinem eige­nen Orden von seinem Wan­der­predi­ger­tum abge­zo­gen wurde.(···) Die Über­he­blichkeit des Autors der zu allem was zu sagen hat, macht die Lek­türe des Buch­es schw­er erträglich.

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