Im Käse­blatt ist ver­gan­gene Woche eine Lesung von Jür­gen Kehrer ver­ris­sen wor­den. Aber wie:

Kehrer unter­malt seine Lesung mit Klang­vari­a­tio­nen zu „O Bur, wat kost’t dien Hei“. Das soll wohl atmo­sphärisch eine Tür zum Titel des Buch­es auf­s­toßen, bleibt aber eher bindungs­los im Raum und erk­lärt den Zusam­men­hang des Fall­es mit dem Lam­ber­tussin­gen nicht.

Soll wohl?! Nein, die Anspielung hat etwas mit dem Inhalt des Buch­es zu tun, es ist qua­si der Schlüs­sel zur Lösung des Fall­es. Zugegeben, man erken­nt das auch nur, wenn man das Buch gele­sen hat. Der Schreiber hat dies offen­bar nicht getan.

wenn ich eine Lesung besuche, möchte ich den Autor als Per­son wahrnehmen. Wie ist seine Beziehung zum Schreiben und zu den Per­so­n­en sein­er Geschicht­en. Wie viel Auto­bi­ografis­ches ist zu ent­deck­en?

Auto­bi­ographis­che Ansätze suchen bei einem Kri­mi, den man selb­st gar nicht erst gele­sen hat? ERNSTHAFT?!! Sagen Sie mal, Herr King, das mit diesem Fried­hof und den Kuscheltieren, ist das nicht irgend­wie auto­bi­ographisch?

Auch zum vorge­le­se­nen Teil aus dem neuen Wils­berg-Kri­mi Wils­berg — Ein biss­chen Mord muss sein fällt dem Schreiber nur ein

Die Kult­fig­ur entste­ht auch in der Verknüp­fung mit ihrem Darsteller Leonard Lansink schnell wieder – mit all ihren Eck­en und Kan­ten, ihren Geld­prob­le­men und ihrer Schn­od­derigkeit vor dem geisti­gen Auge. Und der Fall ver­spricht sehr schnell, span­nend zu wer­den.

Also auch das Buch hat der Schreiber­ling offen­bar gar nicht erst vor der Lesung gele­sen oder wie soll man das kom­plette Aus­bleiben eines Bezugs zum Inhalt und die Rede davon, was “der Fall ver­spricht” ohne zu erk­lären, ob er es hält, deuten? Zum Schluss kam laut Schreiber­ling

keine Frage aus den eher schwach beset­zten Rei­hen, sich­er auch, weil Jür­gen Kehrer bis zu diesem Punkt keine Anreize zum Nach­fra­gen geset­zt hat­te. Eine ver­tane Chance

Pro-Tipp: Ein­fach vorher mal das Buch lesen, um das es bei ein­er Lesung geht, dann kann man auch sin­nvolle Fra­gen stellen. Und irgend­wie wäre es dem Schrift­steller gegenüber auch fair­er. Alles andere eröffnet die Chance auf so ein totales Kri­tikver­sagen wie im betr­e­f­fend­en Artikel.

am 03.11.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Oh, *POPCORN*, die IVZ hat eine Abnehm­ex­per­tin aufgetrieben, die sog­ar schon ein eigenes Buch auf dem Markt hat. Die Kun­den­rezen­sio­nen auf Ama­zon dazu kom­men mir zwar größ­ten­teils wie Anfänger­fakes vor, aber was soll’s.

Die Heil­prak­tik­erin meint, sie habe ein Abnehmver­fahren, das bess­er wirkt als “kon­ven­tionelle Diäten”. Was ist denn hier das spezielle Ele­ment, das ste­ht in der IVZ ja irgend­wie gar nicht beschrieben? Kaf­fee ver­graben? Dreimal um’s Haus ren­nen vor dem Stuhl­gang? Nein, ganz falsch: Es ist Klopfen!

Und das machen wir doch jet­zt alle mal: Entspan­nen Sie sich, lassen Sie ihre Arme leicht baumeln, heben Sie nun ihren recht­en Arm, beu­gen Sie ihn etwas und tip­peln sie sich erst­mal mit dem Zeigefin­ger ganz san­ft gegen die Schläfe. Dann lassen Sie ihre Seele ihren Klopfrhyth­mus find­en. Ganz leicht aus ihrem Inneren her­aus. Klopfen Sie immer weit­er! Jet­zt erzäh­le ich Ihnen noch, dass eine Beratungsstunde für indi­vidu­elles Klopfen 180 € kostet, und Sie sehen: Das Klopfen hat automa­tisch eine viel höhere Tak­t­fre­quenz angenom­men! Die Tak­t­fre­quenz der Seele.

Paul Ulrich Unschuld vom Horst-Görtz-Stiftungsin­sti­tut an der Berlin­er Char­ité meint zu diesem Ver­fahren:

Es gibt keine ern­sthafte Forschung zur Effizienz solch­er Maß­nah­men etwa bei Dia­betes — und kein ser­iös­er Endokri­nologe würde sich je an so etwas her­antrauen

aber für das Niveau der IVZ reicht es dann eben doch, darüber einen kom­plett kri­tik­losen und das The­ma nicht hin­ter­fra­gen­den Artikel zu schreiben.

am 28.10.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Schon wieder geht die Lan­desregierung gegen Jäger ins Feld: NRW-Umwelt­min­is­ter Rem­mel plant ein Abschussver­bot für wildernde Katzen. In den Kreisen Mün­ster Borken und Ste­in­furt sind im let­zten Jahr 2500 wildernde Katzen erschossen wor­den.

am 26.10.2015 von unter 4530 abgelegt. | 2x kommentiert

… hätte ich mir jet­zt irgend­wie spek­takülär­er vorgestellt, aber gut:

am 23.10.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Die let­zte Zeit waren wir ja mehr unter­wegs und weniger am bloggen, deswe­gen sei hier mal das Video zum neuen Album von Chris­t­ian Steif­f­en nachgere­icht, bei dem wir die Herzköni­gin ins Ren­nen schick­en durften:

Das Video wurde im Res­i­denz-Hotel in Osnage­dreht, einem sehr gemütlichen Etab­lisse­ment, das immer noch über die Ein­rich­tung der Anfangs­jahre ver­fügt.

am 20.10.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Ich habe mich ja vor Kurzem über die Gefahren bei Stream­ing-Ange­boten im Inter­net aus­ge­lassen. Die IVZ hat da jet­zt mal *POPCORN* einen Experten befragt: Stream­ing ist nicht straf­bar.

Das passiert auch nicht oft, dass schon die Über­schrift falsch ist. Stream­ing beze­ich­net einen Daten­strom über Com­put­er­net­zw­erke. Diesen kann ich emp­fan­gen oder senden, insofern spricht man auch von einem einge­hen­den und einem aus­ge­hen­den Stream. 

Das Prob­lem mit Inter­net­seit­en, die Streams zu Medi­en zur Ver­fü­gung stellen ohne dass sie daran Veröf­fentlichungsrechte hät­ten, ist, dass viele Nutzer nicht erken­nen, ob ein angeschauter Stream nur einge­hend ist oder auch nahezu zeit­gle­ich wieder aus­ge­ht.

Generell sei gesagt, dass es kein Grund­satzurteil zum einge­hen­den Strea­men ille­gal zur Ver­fü­gung gestell­ter Medi­en gibt. Das Versenden eines Streams, an dessen Inhalt man keine Veröf­fentlichungsrechte besitzt, ist allerd­ings sehr wohl straf­bar und es sind auch schon Pri­vat­per­so­n­en wegen zur Ver­fü­gung gestell­ten Streams durch aus­ge­hende Streams abgemah­nt wor­den.

Noch ein Schmankerl aus dem Inter­view:

Was passiert, wenn plöt­zlich Post vom Anwalt ins Haus flat­tert?

Plegge: Dann ist es in der Regel schon zu spät.

Vielle­icht sollte man bess­er sagen, was jemand tun sollte, der einen solchen Brief bekommt: 1. Ruhe bewaren. 2. Sofort damit zum Fachan­walt gehen und — sofern man juridisch nicht bewan­dert ist — in keinem Fall eigen­ständig auf ein solch­es Schreiben antworten. Der­ar­tige Briefe sind oft gespickt mit zu hohen Forderun­gen und Fangfra­gen, die allein schon wieder viel Geld kosten kön­nen, wenn man auf sie antwortet. Da sind die Kosten für einen Fachan­walt oft­mals deut­lich bil­liger als ein direk­tes Einge­hen auf die Forderun­gen.

am 19.10.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

am 12.10.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

am 02.10.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

wie war das noch let­ztens bezüglich dieses Face­book-Beitrages, den ihr angezeigt habt?

Die Strafanzeige durch unser Medi­en­haus sollte ein deut­lich­es Sig­nal sein, solche Äußerun­gen im Inter­net nicht ein­fach als Spin­nerei abzu­tun, son­dern sie als das zu behan­deln, was sie sind: Mei­n­ungsäußerun­gen, gegen die klar und deut­lich öffentlich Posi­tion bezo­gen wer­den muss.

Kann man das ernst nehmen? Es wird gegen Mei­n­ungsäußerun­gen was gemacht, gegen die klar Posi­tion bezo­gen wer­den muss? Gilt das auch für Mitar­beit­er?

Ich komme darauf, weil ich ger­ade eine Buchbe­sprechung gele­sen habe, und dort vom Blog Polit­i­cal­ly Incor­rect die Rede war. Und dann war ich mal wieder bei denen auf der Seite dieses antimus­lim­is­chen Het­zblogs. Und da habe ich mir deren Links ange­se­hen. Und da habe ich mich wieder ein­mal gewun­dert. Da stand immer noch ein bebilde­ter Link zu Götz Wieden­roth.

Den ken­nt man ja aus der IVZ, der zeich­net da ab und an die Poli­tik­er, aber was macht der denn auf dieser Het­z­seite? Als ich den da das erste Mal gese­hen hat­te, dachte ich: Gut, die find­en den wohl toll, was soll’s, irgend­wann löschen die den Link wieder. Aber der Link ist immer noch da. Schon mal aufge­fall­en, liebe IVZ?

Ich habe mir heute mal ange­se­hen, auf was für Karika­turen die PI News da genau ver­linken. Und dann habe ich ver­standen. Da wird z.B. auf die da und die da ver­linkt und die da und die da und die da. Er ist wohl frei­willig da und er passt auch sehr gut da hin.

Die Bilder­sprache ist doch ein­deutig oder? Müsste man da nicht was zu sagen? Ein Zeichen set­zen? Oder ist das jet­zt ein­fach nur eine Spin­nerei?

am 28.09.2015 von unter 4530 abgelegt. | 2x kommentiert

am 28.09.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben
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