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am 29.10.2016 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Neben dem Strum draußen gab es gestern auch sowas wie einen Sturm auf Twit­ter, oder besser ein Stürm­chen: Fefe feierte das 10-jährige Beste­hen seines Blogs mit ein paar lob­hudel­nden und ein paar nörgel­nden Gastkom­mentaren. Der lesenswerteste Beitrag stammt noch von Sascha Lobo. Die bemerkenswerteste Schmähkri­tik stammt sicher­lich von Michael See­mann, wobei diesem aber­mals sein schlechter Schreib­stil und seine les­bare Erre­gung dauernd zum Stolpern ver­an­lasst:

Pro­gram­mier­sprachen sind kom­plex. Es dauert lange, sich in eine einzuar­beit­en. […] Pro­gram­mier­sprachen sind nicht kom­plex. Es ist jedem möglich sie inner­halb eines Jahres kom­plett zu ver­ste­hen.

Wer glaubt, aus densel­ben Prämis­sen kön­ne eine bes­timmte Schlussfol­gerung und ihr Gegen­teil gefol­gert wer­den, der darf sich schon mal fra­gen, ob er sich wirk­lich im Klaren ist, was argu­men­tieren genau bedeutet. Aber zu glauben, in dieser Debat­te gin­ge es um Argu­mente, ist wohl auch ver­fehlt. Die Blog­ger­szene, so wie sie sich in meinem Read­er tum­melt, hat die Sache auch nicht großar­tig inter­essiert.

Klaus Stuttmann über ein ARD-Extra, das man wohl so nie zu sehen bekom­men wird.

In der Rheinis­chen Post schrieb man über ein anonymes Graf­fi­ti-Kunst­werk, das geschützt wer­den soll­te . Das wur­de nun zer­stört.

Und während ich mir die Frage stelle: Sind Twit­ter-Stürme enthy­pet? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

am 01.04.2015 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Mika Baumeis­ter schildert Schülerein­drücke aus Hal­tern nach dem Flugzeu­gunglück:

Wir fühlten uns, als würde die Presse nur auf unsere Reak­tion zur endgülti­gen Affir­ma­tion warten, um zer­störte Men­schen abzu­fil­men.

Hans Hoff ver­ab­schiedet sich vom Jour­nal­is­mus:

Jour­nal­is­mus ist nurmehr ein hohles Gefäß, in das jed­er füllt, was er mag oder was er meint, im Auf­trag sein­er Nutzer ein­fül­len zu müssen. Das dadurch entste­hen­de Gemis­ch ist mir unerträglich gewor­den.

Der Gedanke find­et sich auch im Ste­fan Niggemeier-F.A.S.-Artikel, wozu ich bei wirres.net dies schrieb:

Mir scheint, dass Ste­fan Nigge­meier nicht ganz den Punkt trifft. Jed­er ist so Medi­enkri­tik­er, wie er es vorher auch schon war. Ich wohne im Grun­de wenige Straße von dem Apparte­ment des Co-Piloten ent­fer­nt, aber so aufges­tachelt, wie die Sache online ver­han­delt wur­de, war es offline nicht.

Nur kön­nen sich es die tra­di­tionel­len Medi­en wohl nicht mehr leis­ten, so einen fahri­gen Empörungsjour­nal­is­mus anzuwen­den, ohne online deut­lich hör­bare Kri­tik zu bekom­men. Man muss sich ja auch nicht Medi­enkri­tik­er nen­nen, um Sätze wie “Montabaur weiß noch nicht, wie es mit den neuesten Infor­ma­tio­nen umge­hen soll” für blöd zu hal­ten. Oder wenn Reporter am Flughafen Düs­sel­dorf gefragt wer­den, wie die Stim­mung in Hal­tern ist.

Wer da Kri­tik anbringt, macht auf’s Leicht­este einen Punkt. Es ist nur wun­der­lich, wie leicht es die Medi­en ihren Kri­tik­ern machen.

Bei CNBC hat man raus­ge­fun­den: Bärte sind Aus­druck von Dom­i­nanz und Sex Appeal.

Und während ich mir die Frage stelle: Welche Män­ner­mode kommt nach den Bärten? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

am 30.03.2015 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

San­dra Schink berichtet darüber, wie mal Reporter anlässlich ein­er Tragödie in ihre Woh­nung ein­drangen. Sowas wird nicht vergessen, das soll­ten Jour­nal­is­ten im Hin­terkopf behal­ten. Der Pas­tor mein­er Heimat­stadt ist auch heute noch bekan­nt dafür, dass er mal Reporter der Blödzeitung mit den Worten “Schämt euch!” vom Hof gejagt hat.

Mein ehe­ma­liger Biele­feld­blog­gerkol­lege Herm hat einen sehr schö­nen Artikel zur Nicht­tan­genz katas­trophaler Ereignis­se geschrieben. Mir ist ähn­lich­es passiert: Ich habe von den ersten Nachricht­en­fitzeln gehört, bin Zug gefahren, bin dann auf Leute gestoßen, die die ARD-Berichter­stat­tung sahen und habe Witze gemacht. Warum auch nicht? Die Berichter­stat­tung an sich war der­maßen unpro­fes­sionell und lach­haft pietät­los in sein­er vorgegebe­nen, aber nie erre­icht­en Speku­la­tion­slosigkeit, dass dies in der Berichter­stat­tung alles über­strahlte. So wur­de ein Reporter am Düs­sel­dor­fer Flughafen gefragt, wie es den Leuten in Hal­tern gin­ge. Wie will man so ein Gesabbel ern­st nehmen? Den­noch war gestern die Mit­teilung, das Flugzeug sei absichtsvoll durch einen Piloten zum Absturz gebracht wor­den, erschüt­ternd.

Stel­lvertre­tend für all die Fehltrit­te der Medi­en: Die Chefredak­teur­in der taz.

Und während ich mir die Frage stelle: Müssen die Print-Medi­en neu ler­nen, was eine Nachricht ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

am 27.03.2015 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Sowas hat doch mal das Zeug zum Klas­sik­er: In Hal­tern zeigt eine Schü­ler­in der ARD-Presse­meute den Stinkefin­ger. Nicht die einzige ablehnen­de Hal­tung dieser Tage gegenüber der Presse.

Das ZDF nimmt wegen des Flugzeug­sunglücks in Süd­frankre­ich Die Anstalt aus dem Pro­gramm — aber Börsen­nachricht­en, nach denen die Aktien des betrof­fe­nen Unternehmens nach dem Unglück fal­l­en, sowas geht immer.

Michael Kessler gibt eine Lis­te raus mit Din­gen, auf die man nach Flugzeu­gab­stürzen gut und gerne verzicht­en kann.

Die Hal­tern­er Zeitung ist heute auf Grund des Unglücks oft­mals an Verkauf­sstel­len ausverkauft und erscheint online daher heute gratis.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie nen­nt man das eigentlich, wenn die Ziel­grup­pe ver­sucht, die Medi­en zu erziehen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

am 25.03.2015 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Eine sehr gute Idee hat da Hol­ger Klein umge­set­zt: Jeman­den von der Straße inter­viewen.

Land of the free, home of the brave: In Utah führen sie wieder Erschießungskom­man­dos ein.

Man kann Anwalt­skosten nur dann von der verk­la­gen­den Gegen­seite wieder­bekom­men, wenn nachgewiesen wird, dass diese wissentlich oder leichtsin­ng eine falsche Klage­be­haup­tung aufgestellt hat.

Vor­sicht bei der Benutzung des Share-Knopfes bei Face­book: Das kann teuer wer­den, wenn man neben­bei Fotos ver­linkt, zu denen man keine eige­nen Veröf­fentlichungsrechte hat.

Und während ich mir die Frage stelle: Müssen Blog­ger mehr auf die Straße? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

am 24.03.2015 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Hm, irgend­was wird in Rus­s­land am Köcheln sein, wenn man schon Ali­bi-Pressemit­teilun­gen für Putin raushaut.

Mir hat die Tilo-Jung-Geschichte mit dem Mäd­chen­fo­to bish­er nicht inter­essiert, das liegt sicher­lich auch an den Empör­ern, die sich da so weit aus dem Fen­ster lehnen. Dieser Text von Rain­er Mey­er ist allerd­ings lesenswert.

Bei der Talk­show Gün­ter Jauch tritt man die eigene Glaub­würdigkeit ordentlich mit Füßen.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist der 21.45-Uhr-Sendetermin am Son­ntag nach­haltig dem Bull­shit bere­it­gestellt wor­den? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

am 16.03.2015 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Sebas­tian Heis­er leakt Schle­ich­wer­bung für Steuer­hin­terziehung bei der Süd­deutschen. Und Anja Reschke tritt schon mal schön ins Fet­tnäppfchen.

Es singt für Sie: Chi­nas Inter­net­zen­sura­gen­tur über Ruhm und Ehre, die das Inter­net bietet.

Als kleinem Ver­lag kann einem Ama­zon gar nicht so unfair vorkom­men.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie lange brauchen die Chi­ne­sen wohl, um von diesem Brain­wash­ing run­terzukom­men? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

am 17.02.2015 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Felix Schwen­zel schreibt zur Causa Böhmermann/Pissbild und an diesen Artikel schließt sich eine inter­es­san­te Diskus­sion an.

Ich schreibe woan­ders darüber, dass noch 70 Jahre nach Ende des Zweit­en Weltkrieges noch immer Namen von Beteiligten ver­schwiegen wer­den.

Für Pod­casthör­er: Flusskiesel labert sich mit Lars Reincke wieder einen Wolf.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist es eigentlich ein Luxu­s­prob­lem, sich über Piss­bilder aufzure­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

am 30.01.2015 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben
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