am 25.09.2017 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Am Tag 1 nach der Wahl der AfD in den Deutschen Bun­destag: “Trau dich Deutsch­land”-Petry traut sich nicht in die AfD-Frak­tion. Wer will auch schon solche Kol­le­gen haben?

Frauke Petry trollt die AfD. Das erste Mal seit gestern Abend, 18 Uhr, kon­nte ich mal wieder lachen. #BTW17

— Eva Horn (@habichthorn) Sep­tem­ber 25, 2017

Markus Beckedahl unkt, sie wolle eine Gruppe im Bun­destag grün­den. Gar nicht drin ist bis­lang CSU-Spitzenkan­di­dat Joachim Her­rmann, weil die CSU so wenig Stim­men gewon­nen hat, dass Platz 1 der Lan­desliste nicht zieht. Die NPD hat zu wenig Stim­men bekom­men, dass es für die Partei­fi­nanzierung reichte. Borus­sia Dort­mund hat am Wahlabend ein Video gepostet, aber der Vere­in muss ja auch vor der eige­nen Haustür gegen Rechts auskehren.

Horax erin­nert sich gerne daran, wie er früher zu wählen gehen pflegte.

Und während ich mir die Frage stelle: Hat man die Pop­ulis­ten unnötig stark gemacht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaffee.

am 25.09.2017 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentar schreiben

Frank Schulz ist nach Osnabrück gezo­gen:
die Katholiz­itäts­dichte in Osnabrück ist klaustrisch.
am 13.09.2017 von unter Drumzu abgelegt. | Kommentar schreiben

Vor Kurzem startete die Inter­net­seite Mettingen.eu als Ver­such, durch Ver­fü­gung­machung von Mail-Adressen der Gemeinde Met­tin­gen zu etwas mehr Pop­u­lar­ität zu ver­helfen. Nutzer bekom­men ein 1 GB großes Mail­post­fach gegen Angaben zu ihrer Per­son. Zwar ste­ht in den Daten­schutzer­läuterun­gen der Seite

Die Nutzung unser­er Web­seite ist in der Regel ohne Angabe per­so­n­en­be­zo­gen­er Dat­en möglich.

Das ist aber insofern etwas nicht zutr­e­f­fend, als dass ein Nutzer den Ser­vice gar nicht in Anspruch nehmen kann, wenn er nicht seinen Namen, seine Adresse, seine Tele­fon­num­mer und seine Han­dynum­mer angibt. Präzisierend heisst es in den AGB:

Der Nutzer ist verpflichtet, bei der Reg­istrierung genaue, aktuelle und voll­ständi­ge Angaben zu sein­er Per­son (Reg­istrierungs­dat­en) nach der Vor­gabe des Reg­istrierungs­for­mu­la­rs zu machen und diese Reg­istrierungs­dat­en stets aktuell zu hal­ten. Es sind nur Adressen in Deutsch­land bei der Reg­istrierung erlaubt. Bei der Reg­istrierung wer­den die eingegebe­nen Adress­dat­en mit einem Adressverze­ich­nis abgeglichen, um fehler­hafte Adres­seingaben zu minimieren.

Weit­er unten in den AGB kommt noch ein richtiger POPCORN-Moment: Es ist einem Nutzer im Schreiben ein­er E-Mail über diesen Dienst untersagt

ein tat­säch­lich­es Geschehen wieder[zu]geben, ohne dass ein über­wiegen­des berechtigtes Inter­esse ger­ade an dieser Form der Berichter­stat­tung vorliegt;

Damit ist wohl jed­er E-Mail, in der es um Met­tin­gen geht, ein Ver­stoß gegen die AGB. Von einem über­wiegend berechtigten Inter­esse an Met­tin­gen habe ich noch nicht gehört.

Mit dem Auss­chluss der Möglichkeit der anony­men Nutzung des Dien­stes ver­stoßen die Betreiber von Mettingen.eu schlicht gegen das Teleme­di­enge­setz, das Anbi­etern von Teleme­di­en­di­en­sten eine anonyme Nutzung durch die Benutzer vorschreibt, wenn es nicht gute Gründe gibt, die dies unmöglich machen. Dass die Betreiber von Mettingen.eu davon auch so gar keine Ahnung haben, legt ein Blick ins Impres­sum nahe:

Die Gemeinde Met­tin­gen ist eine Kör­per­schaft des Öffentlichen Rechts. Sie wird vertreten durch Bürg­er­meis­terin Christi­na Rählmann. Ver­ant­wortlich­er gemäß § 10 Absatz 3 MDStV: Bürg­er­meis­terin Christi­na Rählmann.

Der Staatsver­trag über Medi­en­di­en­ste, kurz MDStV, ist seit 2007(!) außer Kraft.

am 16.07.2017 von unter Drumzu abgelegt. | Kommentar schreiben

Ein Win­dows-Plu­g­in gekauft, das gar nicht funk­tion­iert und ich auch – selb­st hätte es funk­tion­iert — eigentlich gar nicht brauchte. Das ist der Winterabendpluginblues.

am 02.02.2017 von unter Drumzu abgelegt. | Kommentare deaktiviert für

Heute und mor­gen Abend im Rosen­hof in Osna. Eigentlich verkauft, aber wer das Risiko nicht scheut, ergat­tert vielle­icht noch Karten vorm Eingang:

am 04.11.2016 von unter Drumzu abgelegt. | Kommentar schreiben

Bei der WN ist auch rechts nicht gle­ich rechts. Die gestrige Absage ein­er AfD-Ver­anstal­tung in Mün­ster kom­men­tiert man mit :

Gle­ich zwei Mal inner­halb von drei Tagen haben Gas­tronomen der AfD Räum­lichkeit­en für einen Petry-Auftritt ange­boten – und die Zusage dann wieder zurück­ge­zo­gen. […] Jed­er Betreiber eines Ver­anstal­tungsraumes hat das gute Recht, nicht an die AfD zu ver­mi­eten. Aber wer zusagt und dann absagt, macht den Ver­anstal­tung­sort selb­st zum Poli­tikum. Das ist nicht gut für eine Gas­tronomie, die offen sein möchte.

Offen für Rechte? Das klang bei der WN auch schon mal anders:

Anlass zur Sorge bere­it­et es indes, dass rechte Grup­pierun­gen bin­nen weniger Monate bere­its drei Mal Kundge­bun­gen in Mün­ster abge­hal­ten haben. Weit­ere dürften, früher oder später, fol­gen. Gut zu wis­sen, dass es in dieser Stadt ein offen­bar gut funk­tion­ieren­des Net­zw­erk aus Grup­pen gibt, die sich ihnen kraftvoll in den Weg stellen und so sig­nal­isieren: Mün­ster will keine Nazis.

am 22.01.2016 von unter Drumzu abgelegt. | Kommentar schreiben

Als vor ein paar Jahren die Pren­zlauer Berg Nachricht­en als Pro­jekt online gin­gen, und ich in Berlin auf der re-pub­li­ca davon hörte, war ich wenig begeis­tert. Es klang zu sehr danach, dass sich Jour­nal­is­ten für eine Inter­net­seite ohne tragfähiges Geschäftsmod­ell aufopferten.

Dieser Tage hat man alles auf eine Karte geset­zt: 750 Leute, die monatlich für die Seite 5€ abdrück­en soll­ten erre­icht wer­den oder die Seite werde geschlossen. Man hat dieses Ziel erre­icht — nicht ohne blaue Flecke, wie die für die PBN arbei­t­ende Juliane Wiede­mann schreibt:

Mir ist zwar klar, dass man nicht in den Jour­nal­is­mus geht, um sich Fre­unde zu machen, und dass ein dick­es Fell in diesem Beruf von­nöten ist. Dass man sich manch­mal wie der Leit­er eine Anger-Man­age­ment-Ther­a­pi­es­tunde fühlt, hat­te mir jedoch vorher nie­mand gesagt.

Neben allen Merk­würdigkeit­en, die so ein Pro­jekt in der Großs­tadt mit sich bringt, und die sich eben auch nicht in der Prov­inz eben­so ver­hal­ten, scheint mir das ein Zwis­chen­ruf zu sein, der auch im Kleinen seinen Wieder­erken­nungswert hat.

am 30.05.2015 von unter Drumzu abgelegt. | Kommentar schreiben

Das The­ma Daten­sicher­heit ist schon sehr abgenudelt, lap­i­dar­er wird es allerd­ings nicht: Das Bun­desin­nen­min­is­teri­um und das Bun­desjus­tizmin­is­teri­um haben sich auf die Ein­führung ein­er Vor­rats­daten­spe­icherung geeinigt. Ähn­lich­es hat­ten schon EU und Bun­desver­fas­sungs­gericht kassiert, aber man kann es ja nochmal ver­suchen. Deutsch­land ist auf dem Weg zu einem Präven­tion­sstaat, der alle Bürg­er unter Gen­er­alver­dacht stellt:

Gespe­ichert wer­den sollen dem­nach alle an einem Tele­fonat beteiligten Tele­fon­num­mern, das Datum und die Uhrzeit des Gesprächs, bei Mobilge­sprächen außer­dem die Funkzelle. Wenn es sich um Inter­net-Tele­fon­di­en­ste han­delt sollen auch die IP-Adressen pro­tokol­liert werden.

Weswe­gen so ein näch­ster Überwachungss­chritt beden­klich ist, schreibt Sascha Lobo so dahin:

Es geht darum, ob Ihre Tochter noch ein Fleckchen in ihrem durchdig­i­tal­isierten Leben haben wird, in dem sie nicht überwacht und damit poten­ziell auf Kon­for­mität über­prüft wird. Die Vor­rats­daten­spe­icherung bedeutet ganz konkret: Ihre Tochter wird Angst haben müssen, in der schlimm­sten Krisen­si­t­u­a­tion ihres Lebens die Tele­fon-Hot­line der Seel­sorge anzu­rufen. Weil dadurch Daten­spuren entste­hen kön­nten, die ihr gesamtes späteres Leben zerstören.

Protestieren gegen die Vor­rats­daten­spe­icherung kann man am 18. April in Biele­feld und am 20. Juni in Berlin.

mehr
heute.de: Der Staat über­schre­it­et eine rote Linie

am 15.04.2015 von unter Drumzu abgelegt. | Kommentar schreiben

Die Chronik des angekündigten Todes der Mün­ster­schen Zeitung nach der Über­nahme durch den Aschen­dorff-Ver­lag, dem die WN gehört, kann ein neues Kapi­tel verzeichnen:

Zum 15. Nobe­mver 2014 erscheint die Mün­ster­sche Zeitung zum let­zten Mal in der alt­bekan­nten Form. Danach wer­den die bish­eri­gen Lokalteile für Mün­ster, Greven und Ste­in­furt einge­stampft und sollen durch ihre Entsprechun­gen der WN erset­zt wer­den. Der Man­tel­teil soll dann von den Ruhr Nachricht­en kom­men. Fragt sich nur, wer so eine Zom­bie-Zeitung lesen will.

Grund für die Umstruk­turierung sind die 2,7 Mio. € Miese, die die Mün­ster­sche Zeitung im Jahr anhäuft.

Schon etwas ver­bit­tert schreibt Thomas Knüw­er über die Ver­legeraus­druck­sweise zum erwart­baren Stellenabbau:

Nicht weniger zynisch ist das, was Lam­bert Lens­ing-Wolff in ein­er Haus­mit­teilung vom 29. Juli erk­lärt hat­te (die mir vor­liegt): “Für den Unternehmenser­folg sind seine Mitar­beit­er ver­ant­wortlich. Also Sie. Das Team und sein Zusam­men­spiel sind die entschei­den­den Fak­toren. In den bish­eri­gen 16 Jahren mein­er Arbeit im Medi­en­haus kon­nten wir dank Ihres großen Ein­satzes unsere wesentlichen Her­aus­forderun­gen meis­tern.” Lüge oder Welt­fremd­heit? Dies bei Ver­legern beant­worten zu wollen, habe ich für mich längst aufgegeben.

Ralf Heimann, ehe­ma­liger Redak­teur der Mün­ster­schen Zeitung, beschreibt den abse­hbaren Unter­gang der Zeitung exemplarisch:

Zu wenig Geld, zu wenig Zeit, zu wenig Rückgrat.

Dazu kommt aber noch etwas viel Schlim­meres: die Überzeu­gung, dass der Leser doof ist – oder das meiste zumin­d­est schon nicht merken wird.

Deshalb jubelt man ihm Wer­bung unter, ohne es irgend­wo zu erwähnen.

Deshalb füllt man die Hälfte der Zeitung mit Pressemit­teilun­gen, die es woan­ders umson­st gibt.

Deshalb macht man Zeitun­gen, die im Prinzip nur Anzeigenkun­den inter­es­sant find­en können.

Deshalb führt man Bezahlschranken ein, die sich umge­hen lassen, indem man die Cook­ies löscht.

Deshalb gehen Zeitun­gen Medi­en­part­ner­schaften ein, die Exk­lu­siv-Infos abw­er­fen sollen, was aber noch nie passiert ist, und die let­ztlich nur dazu führen, dass die Berichte über den Medi­en­part­ner über­raschend wohlwol­lend ausfallen.

Und deshalb wirft man eine Redak­tion her­aus und verkauft den Leuten eine Zeitung, die sie eigentlich gar nicht haben wollen.

Und so sieht der kri­tis­che Jour­nal­is­mus dann aus: Unter diesem Artikel erscheint am Ende dieser Tipp:
mzohneredaktion


und führt ins Leere. Schon dpa-Mel­dun­gen sind zu kri­tisch für dieses Blatt.
am 04.11.2014 von unter Drumzu abgelegt. | Kommentar schreiben
Seite 1 von 612345...Letzte »