Ein Horrorszenario

Aja, in Ibben­büren wer­den laut Käse­blatt 30% der Laden­lokale schließen.

Jed­er dritte Laden in Ibben­büren macht zu. 30 Prozent – und das sind ser­iöse Prog­nosen, die von ser­iösen Uni-Insti­tuten erstellt wor­den sind – aller Geschäfte auch in Met­tin­gen, Recke, Hörs­tel oder Hop­sten schließen. Für immer.

Quelle? Ser­iöse Prog­nosen von ser­iösen Insti­tuten vom Hören­sagen zitiert, die genau genom­men, was anderes sagen. Aber hey, 10% oder 30%, wo ist da schon der Unter­schied?

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  • Zirkus Charles Knie ohne Ele­fan­ten und Tiger in Ibben­büren: PETA sieht erste Anze­ichen für Umdenken — “Erst­mals seit mehreren Jahren sind wed­er Ele­fan­ten noch Großkatzen wie Tiger und Löwen in der Show zu sehen, für deren Zurschaustel­lung das Zirkusun­ternehmen in den let­zten Saisons per­ma­nent von Bürg­ern und Tier­schützern kri­tisiert wurde. […] PETA sieht in der Entschei­dung, die umstrit­ten­sten Dres­sur­num­mern einzustellen, erste Anze­ichen für einen Sinneswan­del bei den Ver­ant­wortlichen von Charles Knie. Die Tier­recht­sor­gan­i­sa­tion appel­liert nun an das Unternehmen, die verbleiben­den Wildtier­dres­suren mit Seelöwen, Kän­gu­rus und Zebras eben­falls aufzugeben und die Tiere an anerkan­nte Auf­fangsta­tio­nen zu übergeben.”<br>
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  • Kumpel kämpfen für Kohle-Rente — WDR — “Über 300 ehe­ma­lige Bergleute aus dem Steinkohlere­vi­er Ibben­büren kla­gen vor dem Arbeits­gericht in Rheine gegen die Abschaf­fung ihrer Kohle-Rente. Der Prozess soll jedoch zunächst ruhen, weil der Kläger­an­walt Fall­grup­pen für Musterk­la­gen Im Herb­st bilden will.”<br>
  • Pläne für Zeche Ibben­büren — “Es kön­nte bis 2025 dauern, bis sich auf dem Zechen­gelände in Ibben­büren die ersten neuen Indus­trie- und Gewer­be­be­triebe ansiedeln. Damit rech­net zur Zeit Ibben­bürens Bürg­er­meis­ter Marc Schrameyer.”<br>
  • Gruben­wass­er unter Ver­dacht : PCB: CDU drängt auf Aufk­lärung — Jan-Niklas Gesen­hues (Grüne) erin­nerte daran, dass neben der möglichen PCB-Belas­tung die Ibben­büren­er Aa extrem mit Chlo­rid-Salzen verseucht sei. Die Aa müsse die unglaubliche Menge von täglich (!) 700 000 Kilo­gramm Chlo­rid verkraften, wom­it der Gren­zw­ert um das 50-fache über­schrit­ten werde und die Aa „völ­lig tot“ sei, zitierte er Aus­sagen von Wern­er Wenker, dem Leit­er der Unteren Wasser­be­hörde des<br>
  • Where Ger­mans Vot­ed For The Nazis in 1933 — Bril­liant Maps
  • Evonik und AkzoNo­bel bauen in Ibben­büren — LABO ONLINE — “Evonik und AkzoNo­bel haben am 15. Jan­u­ar 2016 mit dem ersten Spaten­stich offiziell den Bau der neuen Mem­branelek­trol­yse in Ibben­büren ges­tartet. Die neue Anlage soll im vierten Quar­tal 2017 die Pro­duk­tion aufnehmen.”<br>
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Die Bezahlschranke bei der WN


Jet­zt hat auch die Zeitung West­fälis­che Nachricht­en eine Art Bezahlschranke run­terge­zo­gen: 5 Artikel monatlich sind frei zugänglich, danach kommt wohl ein “Wir müssen draußen bleiben”-Schild. Klingt wie die Bezahlschranke der NOZ, klingt nach Cache leeren, weit­er­lesen.

Im Dig­i­talzeital­ter entwick­elt sich das Nachricht­engeschäft in ras­an­tem Tem­po. Die Nutzer erwarten an sieben Tagen pro Woche und fast rund um die Uhr eine ver­lässliche, sorgfältig recher­chierte und vor allem topak­tuelle Nachricht­en­ver­sorgung. […] Die neue App ist ein weit­er­er Meilen­stein in dem Bemühen, all diese Inter­essen bei gle­ich­bleibend hoher jour­nal­is­tis­ch­er Qual­ität zu befriedi­gen. […] Um all diese Inhalte und Ser­vices auch zukün­ftig bei gle­ich­er Qual­ität anbi­eten zu kön­nen, wird der Zugriff auf dig­i­tale Artikel bezahlpflichtig.

Ja, wir reden immer noch über die WN, man wun­dert sich schon, was für ein PR-Sprech da gefaselt wird.

Für 9,90€ bekommt man einen bar­ri­ere­freien Zugang, will man ein ePa­per samt ein­er Lokalaus­gabe, kostet das 33,30€ — 10€ teuer­er als bei der NOZ. Das scheint mir ein Ange­bot ohne Ziel­gruppe zu sein.

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AirBruzh — Leben

So, endlich mal wieder frische Musik aus Ibben­büren: Air­Bruzh haut eine neue Sin­gle raus. Inhaltlich vielle­icht etwas platt, aber sprach­lich schon ganz gut, was sich har­monisch ins musikalis­che Geplänkel fügt. Rein­hören und auf dem Schirm behal­ten!

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Ibbenbürener Gottesbeweis

Da wird der liebe Herr Kant sich aber im Grabe um drehen. Ein ehe­ma­liger Krim­i­nalkom­mis­sar aus Ibben­büren hat ihm das Handw­erk gelegt und dank neuester Unter­suchungsmeth­o­d­en einen weit­eren Gottes­be­weis aus dem Hut geza­ubert. Zu seinem Büchelein Sitz der Göt­ter schreibt Judas Aries:

Wäre Gott nur ein Hirnge­spinst men­schlich­er Gottessehn­süchte oder ein Kon­strukt irdis­ch­er Machthaber, dann dürfte es keinen roten Faden in den Gotte­shand­lun­gen aus der Antike bis zum let­zten großen Auftritt in Fatima/Portugal geben. Weist die Heilige Schrift aber von A – Z einen kon­tinuier­lichen Sach- und Sinnzusam­men­hang auf, dann kämen als Ver­fass­er nur der religiöse „Vater in den Him­meln“ oder ein außerirdis­ch­er Poten­tat zum Zuge.

Jaha, quod erat demon­stran­dum! Aber sowas von. Auch solche Leute dür­fen am Straßen­verkehr teil­nehmen. Fol­gt man sein­er Unter­suchungsmeth­ode weit­er,

Dann find­en wir Gott und Engel in konkreter Män­nergestalt bei der Arbeit, das heißt bei Völk­er­mor­den, bei der Ermor­dung Einzel­ner, bei Nöti­gun­gen, Ans­tiftun­gen zu Tötung­shand­lun­gen, bei der Volksver­het­zung, bei der Inbe­sitz­nahme von Land­strichen neb­st Bevölkerung und beim Ver­tragss­chluss mit irdis­chen Regen­ten sowie bei der Steuerung der irdis­chen Poli­tik mit­tels der Propheten.

Also, wenn Sie das näch­ste mal ein­er Polizeistreife hin­ten rein­fahren, ziehen Sie schnell ihren Aries aus dem Hand­schuh­fach, kurbeln das Fen­ster runter und sagen den Polizis­ten mit Hin­weis auf ihren Kol­le­gen:

Ich war’s nicht!

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Innenstadtappetit

Es ist schon ein paar Jahre her, da fragte mich ein befre­un­de­ter Mar­ket­ing­blog­ger, ob ich einen Job von ihm übernehmen wollte. Es ging um ein Ibben­büren­er Unternehmen, die lokalen Martek­ing­bere­ich bess­er Fuß fassen woll­ten. Da bin ich dann mal für ein Gespräch hingestiefeld.

Das Gespräch fand in der Innen­stadt statt und mich ver­wun­derte es schon, dass diese Plat­tfom an die vier Redak­teure beschäftigte — gemessen daran, dass sie schon zu dem Zeit­punkt den Ibben­büren­er kaum noch ein Begriff für irgend­was war. Aber gut, die Redak­tion war mün­ster­landweit aktiv, in anderen Städten wurde das Ange­bot bess­er angenom­men.

Als im Gespräch klar wurde, dass man im Grunde nur ein kosten­los­es Beratungs­ge­spräch haben wollte, habe ich nur noch von ein­er gut aus­ges­tat­teten Video-Blog-Plat­tform erzählt, so dass ich meinte, sowas set­zen die eh nicht um. Da war es kurze Zeit später schon witzig, dass man bei der Lokalzeitung Geld in die Hand nahm, um eine Video­plat­tform umzuset­zen. Der Zug ist abge­fahren, dachte ich.

Nun zwitsch­ern es die Vögelchen, dass die Lokalzeitung angesichts schwinden­der Zeitungsle­serzahlen auf der Suche nach alter­na­tiv­en Geschäfts­feldern ist. Und im Raum ste­ht wohl auch eine Mar­ket­ing­plat­tform für die Innen­stadt. Das Prob­lem hier­bei: Nir­gend­wo gibt es ein erfol­gre­ich­es Vor­bild ein­er solchen Plat­tform.

Das ruft wohl ger­ade die Plat­tform Mark­t­platz Ibben­büren auf den Plan und man zim­mert derzeit laien­haft Inter­views mit Ibben­büren­er Geschäft­sleuten zusam­men. Und in diesen Inter­views ver­rät man dann auch ab und an mehr über sich als über den Inter­viewten:

Der Mark­t­platz Ibben­büren will online Appetit machen auf die Ange­bote der Innen­stadt

Äh, ja? Nach­dem man die ganze Web 2.0-Zeit ver­schlafen hat?

– braucht es eine solche Brücke zwis­chen Online und Offline?

Hm. Gute Frage. Braucht man eine Wer­be­plat­tform, die von Leuten gemacht wird, die wed­er im Lokalen noch im Mar­ket­ing­bere­ich Erfol­gsstrate­gien vor­weisen kön­nen? Nö. Da kann man ja bess­er eine Anzeige bei Face­book buchen.

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