Im April habe ich über das Vorhaben der WN, eine Bezahlschranke für ihre Inhalte im Inter­net zu instal­lieren, geschrieben. Danach ver­lor ich das Thema etwas aus dem Blick. Mich wun­derte ger­ade, dass ich die Bezahlschranke noch nie gese­hen habe. 

Mit einer erweiterungslosen Browserin­stal­la­tion bin ich jetzt auf sie gestoßen. Die Schranke basiert wohl auss­chließlich auf Cook­ies, die bei mir beim Schließen des Browsers gelöscht wer­den. Irgen­deine andere Erweiterung killt das Unternehmen WN-Bezahlschranke aber so, dass ich in meiner nor­malen Browserin­stal­la­tion weit­er­hin nie eine Schranke zu sehen bekomme. 

Das ist schon ordentlich viel Dilet­tan­tismus, wodurch sie glauben, im Monat 10 Ocken nehmen zu kön­nen. Da würde einen ja schon mal inter­essieren, ob auch nur irgend­je­mand dieses Ange­bot schon bestellt hat.

Die Stadt Düs­sel­dorf hat etwas mehr als 6200 Ein­wohner nach ihrem Sicher­heit­sempfinden befragt. Son­der­lich repäsen­ta­tiv kommt mir das nicht vor, da auch in der öffentlichen Darstel­lung nicht mehr über die Befragten gesagt wird als ihre Anzahl, die knapp 1,1% der Düs­sel­dor­fer entspricht. Auch über die Vorge­hensweise bei der Befra­gung erfährt man wenig. Ein gewis­ser Unter­hal­tungswert stellt sich ein, mehr auch nicht.

Aja, in Ibben­büren wer­den laut Käse­blatt 30% der Laden­lokale schließen.

Jeder dritte Laden in Ibben­büren macht zu. 30 Prozent – und das sind ser­iöse Prog­nosen, die von ser­iösen Uni-Instituten erstellt wor­den sind – aller Geschäfte auch in Met­tin­gen, Recke, Hörstel oder Hop­sten schließen. Für immer. 

Quelle? Ser­iöse Prog­nosen von ser­iösen Insti­tuten vom Hören­sagen zitiert, die genau genom­men, was anderes sagen. Aber hey, 10% oder 30%, wo ist da schon der Unter­schied?

  • Zirkus Charles Knie ohne Ele­fan­ten und Tiger in Ibben­büren: PETA sieht erste Anze­ichen für Umdenken — “Erst­mals seit mehreren Jahren sind weder Ele­fan­ten noch Großkatzen wie Tiger und Löwen in der Show zu sehen, für deren Zurschaustel­lung das Zirkusun­ternehmen in den let­zten Saisons per­ma­nent von Bürg­ern und Tier­schützern kri­tisiert wurde. […] PETA sieht in der Entschei­dung, die umstrit­ten­sten Dres­sur­num­mern einzustel­len, erste Anze­ichen für einen Sinneswan­del bei den Ver­ant­wortlichen von Charles Knie. Die Tier­recht­sor­gan­i­sa­tion appel­liert nun an das Unternehmen, die verbleiben­den Wildtier­dres­suren mit Seelöwen, Kän­gu­rus und Zebras eben­falls aufzugeben und die Tiere an anerkan­nte Auf­fangsta­tio­nen zu übergeben.”<br>
Manch­mal über­schnei­den sich Pod­casts inhaltlich, deswe­gen hier mal eine Folge der Anmerkun­gen zu einem Teck­len­burger Land­getränk.
  • Kumpel kämpfen für Kohle-Rente — WDR — “Über 300 ehe­ma­lige Bergleute aus dem Steinkohlere­vier Ibben­büren kla­gen vor dem Arbeits­gericht in Rheine gegen die Abschaf­fung ihrer Kohle-Rente. Der Prozess soll jedoch zunächst ruhen, weil der Kläger­an­walt Fall­grup­pen für Musterk­la­gen Im Herbst bilden will.”<br>
  • Pläne für Zeche Ibben­büren — “Es kön­nte bis 2025 dauern, bis sich auf dem Zechen­gelände in Ibben­büren die ersten neuen Industrie- und Gewer­be­be­triebe ansiedeln. Damit rech­net zur Zeit Ibben­bürens Bürg­er­meis­ter Marc Schrameyer.”<br>
  • Gruben­wasser unter Ver­dacht : PCB: CDU drängt auf Aufk­lärung — Jan-Niklas Gesen­hues (Grüne) erin­nerte daran, dass neben der möglichen PCB-Belastung die Ibben­bürener Aa extrem mit Chlorid-Salzen verseucht sei. Die Aa müsse die unglaubliche Menge von täglich (!) 700 000 Kilo­gramm Chlo­rid verkraften, womit der Gren­zw­ert um das 50-fache über­schrit­ten werde und die Aa „völ­lig tot“ sei, zitierte er Aus­sagen von Werner Wenker, dem Leiter der Unteren Wasser­be­hörde des<br>
  • Where Ger­mans Voted For The Nazis in 1933 — Bril­liant Maps
  • Evonik und AkzoNo­bel bauen in Ibben­büren — LABO ONLINE — “Evonik und AkzoNo­bel haben am 15. Jan­uar 2016 mit dem ersten Spaten­stich offiziell den Bau der neuen Mem­branelek­trol­yse in Ibben­büren ges­tartet. Die neue Anlage soll im vierten Quar­tal 2017 die Pro­duk­tion aufnehmen.”<br>


Jetzt hat auch die Zeitung West­fälis­che Nachrichten eine Art Bezahlschranke run­terge­zo­gen: 5 Artikel monatlich sind frei zugänglich, danach kommt wohl ein “Wir müssen draußen bleiben”-Schild. Klingt wie die Bezahlschranke der NOZ, klingt nach Cache leeren, weit­er­lesen.

Im Dig­i­talzeital­ter entwick­elt sich das Nachricht­engeschäft in ras­an­tem Tempo. Die Nutzer erwarten an sieben Tagen pro Woche und fast rund um die Uhr eine ver­lässliche, sorgfältig recher­chierte und vor allem topak­tuelle Nachricht­en­ver­sorgung. […] Die neue App ist ein weit­erer Meilen­stein in dem Bemühen, all diese Inter­essen bei gle­ich­bleibend hoher jour­nal­is­tis­cher Qual­ität zu befriedi­gen. […] Um all diese Inhalte und Ser­vices auch zukün­ftig bei gle­icher Qual­ität anbi­eten zu kön­nen, wird der Zugriff auf dig­i­tale Artikel bezahlpflichtig.

Ja, wir reden immer noch über die WN, man wun­dert sich schon, was für ein PR-Sprech da gefaselt wird.

Für 9,90€ bekommt man einen bar­ri­ere­freien Zugang, will man ein ePa­per samt einer Lokalaus­gabe, kostet das 33,30€ — 10€ teuerer als bei der NOZ. Das scheint mir ein Ange­bot ohne Ziel­gruppe zu sein.

POPCORN! Entweder der Recht­saußen hat ger­ade keine Zeit oder das Lokalblatt hat einen neuen Karika­tur­is­ten.

02.04.2016: Er ist wieder da.

So, endlich mal wieder frische Musik aus Ibben­büren: Air­Bruzh haut eine neue Sin­gle raus. Inhaltlich vielle­icht etwas platt, aber sprach­lich schon ganz gut, was sich har­monisch ins musikalis­che Geplänkel fügt. Rein­hören und auf dem Schirm behal­ten!

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