Also meine Gen­er­a­tion hat ja Lieder gehört, in denen Babies in Waschmaschi­nen ertrinken und Frauen namens Clau­dia sich mit Schäfer­hun­den vergnü­gen. Der Reiz, wenn man das so nen­nen will, lag dar­in, sowas Irreales zu besin­gen. Das war also lange bevor es reale gedankliche Verbindun­gen zwis­chen Babies und Gefrier­schränken gab. Hät­te bei­des näher beieinan­der gele­gen, die Lieder wären anders aufgenom­men wor­den.

Wozu diese Ein­leitung? Es ist erneut ein Musik­stück aus Ibben­büren aufge­taucht, dessen Reiz auch dar­in zu beste­hen scheint, dass das F-Wort eine präg­nan­te Rolle spielt. Dies­mal ist die Musikrich­tung Tech­no:

Und wieder ist das Urteil: Musikalis­ch wirk­lich nicht ohne, textlich reizarm bis boden­los. Aber irgend­wie haben Leute früher auch schon mal sowas gehört. Und Sachen, zu denen es heute gott­sei­dank kein Pen­dant gibt, soweit ich weiß.

Keine Kosten und Mühen wur­den gescheut, um das erste Mer­chan­dis­ing­pro­dukt zu erstel­len, an dem wir über­haupt nichts ver­di­enen: Der Ibbtown-Becher.

Wie Sie sehen, verän­dert sich die Außen­far­be des Bech­ers bei Ein­fül­len von heißen Flüs­sigkeit­en von schwarz zu weiß, so dass das form­schöne Ibbtown-Logo frei gegeben wird. Wer den Becher dann langsam aus­trinkt, sieht eine Nebel­bil­dung rund um Ibbtown auf dem Becher­rück­en einziehen. Wer noch einen war­men Schluck im Becher lässt, wird Zeuge ein­er ein­set­zen­den Däm­merung.

Ich dachte ja erst, bei Franz-Josef Lau­mann würde es sich um einen ein­fachen Patzer der Ruhrbarone han­deln. Aber das scheint öfters zu passieren. Die Her­forder Aus­gabe der Neuen West­fälis­chen ken­nt den Min­is­ter dieses Namens auch. Und raten sie mal was… Selb­st im Arbeitsmin­is­teri­um von Nor­drhein-West­falen ist der Name geläu­fig.

Bei den West­fälis­chen Nachricht­en macht man sich Sor­gen um die Anbindung von Kreis-CDU und -SPD zu ihren Lan­desvertre­tun­gen. Angesichts dessen, dass Kreis-CDU-Vor­sitzen­der Karl-Josef Lau­mann nach wie vor im Land­tag ist und SPD-Kreisvor­sitzen­de Elis­a­beth Veld­hues überzeugt ist, noch reinzu­rutschen, scheint da nicht viel Wind in den Segeln zu sein. Über die CDU meint man weit­er

Dabei wird sie wohl kaum um eine Aufar­beitung der Jasper-Affäre herumkom­men kön­nen. Viele geben dem „falschen Dok­tor“ eine gehörige Mit-Schuld am Debakel im Wahlkreis 83 und fürcht­en einen weit­eren, langfristi­gen Ver­trauensver­lust. Man darf ges­pan­nt sein, wie offen die Partei diese Auseinan­der­set­zung führen wird.

Na, wenig­stens den Humor hat man bei der WN nicht ver­loren ;-).

Nun hat die Kreis-CDU sicher keinen son­der­lich guten Ein­druck gemacht in der Jasper-Affäre, indem sie zunäch­st einen Presse-Artikel raushaut, in dem sie sich von der Integrität Jaspers überzeugt sahen, um wenige Wochen später von weit­eren Jasper­schen Ungereimtheit­en über­rascht zu wer­den. Es ist ein hoher Preis bezüglich der eige­nen Glaub­würdigkeit gezahlt wor­den, um Jasper im Bun­destag zu belassen, wo er kaum eine weit­ere Amtspe­ri­ode antreten wird. Es gibt schließlich auch in der CDU noch andere Inter­essen­ten an einem Bun­destags­man­dat, und da wird man intern die Falsche-Dok­tor-Karte sicher noch mal ausspie­len.

Bei allen poli­tis­chen Bedenken in der­ar­ti­gen Fäl­len, soll­te man immer auch auf dem Schirm haben, dass es Parteien bei ihren Bun­destagsab­ge­ord­neten immer auch um Finanzielles geht. Der über­raschend abgewählte SPD-MdB Rein­hold Hemk­er bezahlte das SPD-Büro in Ibben­büren und dies nun anders zu finanzieren, ist keine leichte Angele­gen­heit.

Wenn Wil­fried Grunen­dahl in der IVZ sagt, auch die Affäre Jasper sei für seine Nicht­wahl entschei­dend gewe­sen [die CDU Lengerich sieht das ähn­lich], so hat Jasper offen­bar seinen Kred­it in der Kreis-CDU aufge­braucht. Dabei hat man nur einen Wahlkreis ver­loren, auf den Gun­ther Sieg zuvor 25 Jahre qua­si ein Abo hat­te. Und das in ein­er Zeit, in der NRW-CDU einen Skan­dal nach dem anderen zu erk­lären hat­te und die Bun­desregierung auch schw­er in der Kri­tik ste­ht.

Wesentlich inter­es­san­ter wird daher die Frage sein, wie man Christi­na Schulze Föck­ing neben Karl-Josef Lau­mann zur zweit­en starken CDU-Lan­despoli­tik­er­in des Kreis­es in NRW etablieren kann.

Ste­fan Reineke schreibt in Die Macht der Blog­ger über die Medi­en­land­schaft Nor­drhein-West­falens wie fol­gt:

Den Ein­druck, dass kri­tis­cher Jour­nal­is­mus es in NRW schw­er hat, teilen auch Kor­re­spon­den­ten über­re­gionaler Zeitun­gen. “Wenn ein Text miss­fällt, ist fast üblich, dass sich der CDU- oder der Regierungssprecher direkt bei der Chefredak­tion über die Kor­re­spon­den­ten beschw­eren”, sagt ein Mit­glied der Lan­despressekon­ferenz (lpk). Auch wenn Jour­nal­is­ten es nur wagen, Fra­gen zu stel­len, kommt es vor, dass sich die CDU dies prompt bei der Chefredak­tion ver­bit­tet.

Wer sich unbe­liebt macht, bekommt tele­fonis­ch keine Auskun­ft mehr — Antworten gibt es dann nur noch schriftlich. Das ist im Tageszeitungs­geschäft ein schw­er wettzu­machen­der Nachteil. “Der CDU-Sprecher Matthi­as Hei­d­meier und der Regierungssprecher Hans Dieter Wichter machen mehr oder weniger sub­til Druck”, sagt ein anderes Mit­glied der Lan­despressekon­ferenz.

Namentlich will kein Jour­nal­ist zitiert wer­den, aus Furcht, ganz von den Infor­ma­tions­flüssen abgeschnit­ten zu wer­den. Warum die Rüttgers-Trup­pe so aller­gis­ch reagiert, erk­lärt sich ein Kor­re­spon­dent eines über­re­gionalen Blat­tes so: “Die sind von den Region­alzeitun­gen nur Net­tigkeit­en gewohnt, deshalb diese Über­reak­tion bei Kri­tik.”

Die Zeitungs­land­schaft in Nor­drhein-West­falen ist ein spezieller Fall. Die Inter­essen von poli­tis­cher Macht und Ver­lagshäusern, von Staatskan­zlei und Medi­enkonz­er­nen sind ungewöhn­lich eng miteinan­der verzah­nt. Nor­bert Schnei­der, Direk­tor der Lan­desme­di­en­anstalt, die die medi­alen Macht­struk­turen unter die Lupe nimmt, sagt der taz: “Die Ver­leger sind in NRW — im Unter­schied zu den anderen Bun­deslän­dern — eine zen­trale poli­tis­che Kraft.”

I heard that song before.

Dere­in­st war ich mal zuständig für die Begrüßung neuer Stu­den­ten seit­ens der Studieren­den­schaft. Und damals habe ich Ärg­er für meine Offen­heit bekom­men. Ich sah es als Verpflich­tung an, Neuankömm­linge auch über Risiken des Studi­ums etc. zu informieren. Und bei der Aus­bil­dung von Lehrern gibt es im päd­a­gogis­chen Bere­ich so einiges. Ich habe den Neustu­den­ten ger­aten, sich päd­a­gogis­ch auch selb­st zu schu­len, da von offiziel­len Stel­len oft­mals Stuss kommt. Aber solche Hin­weise wer­den seit­ens der Uni nicht gern gese­hen, da hat man Angst, Studieren­de wür­den ver­grault. Anti-Aufk­lärung kann man eine solche tak­tis­che Inter­essens­ab­wä­gung seit­ens der Uni auch nen­nen.

Unter Stuss ord­ne ich fol­gen­de Vorschrift für Lehrer ein: Den Lehramt­san­wärtern ist in NRW die Art zu hus­ten vorgegeben. Klingt komis­ch, ist aber so. Lehrer dür­fen offiziell nicht in die Hand hus­ten, sie dür­fen nur in die Arm­beuge hus­ten. Denn wir wis­sen ja alle, dass Lehrer nach dem Unter­richt jedem Schüler einzeln zur Ver­ab­schiedung die Hand geben. Umar­mungen find­en ja viel weniger statt. Und da wär es ja blöd, wenn in die Lehrer­shand vorher reinge­hus­tet wor­den wäre.

Kön­nte man eigentlich blind­links ignori­eren, so eine Vorschrift, was in der Prax­is sicher auch passiert, aber stel­len Sie sich mal vor, Sie sind in ein­er Lehrprü­fung als Lehramt­san­wärter und Sie müssten hus­ten.

Da wäre es schon irgend­wie blöd, sich nicht an die Lehrerhustverord­nung zu hal­ten.

Heute ist noch bis alles verkauft ist Flohmarkt in der Ibben­büren­er Innen­stadt. Und es ist irgend­wie schon ein Stil­bruch, nicht irgen­deinen Plun­der da mitzunehmen. Also viel Spaß!

Wieder ein­mal eine Per­le deutscher Sangeskun­st:

Wenn ich das richtig ver­standen habe, wur­de dieses Inter­view bei ein­er Ver­anstal­tung in São Sebastião do Caí in Brasilien geführt:

Direkt aus dem Saar­land kommt diese Videoauf­nah­me eines Bergman­nes, der wegen seines Berufs nach Ibben­büren umziehen muss:

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