• Kana­da: Pay­Pal sper­rt Kon­to wegen Zeitungsar­tikel über Flüchtlinge “Pay­pal reagiert auf­grund von Vor­gaben des US-Finanzmin­is­teri­ums aller­gisch, wenn im Betr­e­ff ein­er Zahlung Syrien erwäh­nt wird.”
  • Stein­meier: Poli­tik ohne Skru­pel “Stein­meier hat den Date­naus­tausch zwis­chen BND und NSA im Jahr 2002 als Kan­zler­amtsmin­is­ter abge­seg­net. Als er später im NSA-Unter­suchungsauss­chuss zum The­ma aus­sagen muss, erin­nert er sich an nichts. Stein­meier soll 2004 als Kan­zler­amtsmin­is­ter die Oper­a­tion Eikon­al gebil­ligt haben. Bei dieser Oper­a­tion wurde der NSA Zugang zum Inter­net­knoten DE-CIX gewährt. Recherchen von Süd­deutsch­er Zeitung, WDR und NDR belegten den Skan­dal, bei dem massen­haft Grun­drechte ver­let­zt wur­den.”
  • Willi Win­kler: Oben ohne Kann mir mal jemand sagen, was aus dem Feuil­leton der Süd­deutschen gewor­den ist? Willi Win­kler kanzelt da ohne eine gute Begrün­dung zu geben Sat­ur­day Night Live abso­lut unter Niveau ab, indem er die geniale Darstel­lung von Melis­sa McCarthy als aggres­sivem, wirre Regeln auf­stel­len­den und unl­o­gisch darherre­den­den Sean Spicer, die diesen im Amt ger­ade gän­zlich unmöglich macht, völ­lig verken­nt:

    Die trau­rige Wahrheit aber ist, dass es den Come­di­ans bei all dem Beifall, den sie mit ihren Trump-Trav­es­tien von den aufrecht­en Trump-Geg­n­ern ein­heim­sen, am wenig­sten gelingt, Trump ern­sthaft zuzuset­zen.

    Deswe­gen reagiert Trump auch so:

    Trump has con­tin­ued tweet­ing his dis­plea­sure with the show in Novem­ber, Decem­ber and Jan­u­ary, say­ing “Total­ly biased, not fun­ny and the Bald­win imper­son­ation just can’t get any worse.” and “NBC­News is bad but Sat­ur­day Night Live is the worst of NBC. Not fun­ny, cast is ter­ri­ble, always a com­plete hit job. Real­ly bad tele­vi­sion!”.

    Und auch McCarthy ist für Trum dur­chaus ein Ärg­er­nis:

    Politi­co report­ed sources close to Trump say­ing that it was “Spicer’s por­tray­al by a woman that was most prob­lem­at­ic in the president’s eyes.”

    Es ist nicht mehr anre­gend, die Süd­deutsche zu lesen, wenn sie so nicht auf der Höhe ist, und das finde ich schon schade.

am 13.02.2017 von unter Notizblog abgelegt. | Kommentare deaktiviert für Lesezeichen vom 13.02.2017

POPCORN! Ich weiß ja nicht, ob Sie sich noch erin­nern, aber das ist schon etwas her, da schrieb man beim Lokalblättchen gle­ich auf die erste Seite:

Die Ibben­büren­er Volk­szeitung ste­ht … für ser­iösen Jour­nal­is­mus, geprüfte Fak­ten, Wahrheit und Klarheit

Aber das ist jet­zt auch schon ein biss­chen her. Ne Woche oder so. Wer erin­nert sich denn noch an sein Geschwätz von vor so lan­gen Zeit­en? Jeden­falls haben die jet­zteinen Hob­bykoch inter­viewt: Rüder Ton ver­darb mir den Spaß am Kochen. Gut, klein­er Schnitzer in der Über­schrift: Dem Hob­by­topf­schwinger ist nicht die Spaß am Kochen ver­loren gegan­gen, son­dern das Inter­esse, Rezepte auf chefkoch.de zu veröf­fentlichen. Aber sowas passiert ja schon mal. Warum ist chefkoch.de denn der Erwäh­nung wert?

2003 meldete er sich bei chefkoch.de an, ein Forum, das damals ger­ade fünf Jahre alt war, als kleine Rezept-Daten­bank begann, und heute nach eige­nen Angaben Europas größte Kochcom­mu­ni­ty ist, die nach IVW-Zäh­lung im Jan­u­ar eine neue Reko­rd­marke mit 104,3 Mil­lio­nen Vis­its auf­stellte.

Äh, nein. Das bezieht sich auf den Dezem­ber 2016. Aber sowas passiert ja schon mal. Kochen ist ja jet­zt auch eher so ein dröges The­ma. Vielle­icht kann man das irgend­wie auf­pep­pen. Wie kam denn unser Inter­net­seit­enkoch zu seinem Hob­by?

Im Urlaub an der Algarve in den 1990er-Jahren gab es im Hotel zufäl­lig einen Kur­sus mit Man­fred Schwarz, dem dama­li­gen Koch von Hel­mut Kohl, an dem er teil­nahm. Die Kochlei­den­schaft brach damit endgültig durch.

Der Kan­zler hat­te einen eige­nen Koch? Muss ja stim­men, ste­ht ja in der IVZ. Das hat dann doch das Bun­deskan­zler­amt damals auch bestätigt, was?

Hel­mut Kohl, 62, Bun­deskan­zler (CDU), wit­terte ten­den­z­iöse Berichter­stat­tung schon im Pla­nungssta­di­um eines TV-Beitrages. Ein Redak­teur des Nord­deutschen Rund­funks (NDR) hat­te den Solinger Kan­zler-Werbe­strate­gen Coordt Mannstein um ein Inter­view für ein geplantes Kohl-Porträt “zum 10jähri­gen Dien­stju­biläum” des Kan­zlers gebeten. In seinem Schreiben erwäh­nte der NDR-Mann, welche “Mitar­beit­er, Weg­bere­it­er und Weg­be­gleit­er” noch zu Wort kom­men soll­ten, unter anderen auch ein gewiss­er “Man­fred Schwarz, Kohls Leibkoch im Dei­desheimer Hof”. 

Der Antwort­brief kam prompt, aber aus dem Bun­deskan­zler­amt, und war gerichtet an den NDR-Inten­dan­ten. Darin urteilte Amtschef und Bun­desmin­is­ter Friedrich Bohl humor­los und barsch: “Die ten­den­z­iöse Absicht des Unternehmens ist m. E. ganz offen­sichtlich. Allein das in Aus­sicht genommene Inter­view mit Man­fred Schwarz, ange­blich Leibkoch im Dei­desheimer Hof, ist ent­lar­vend.” Dazu wollte Bohl “nur ange­merkt” haben: “Der Bun­deskan­zler hat keinen Leibkoch! Es han­delt sich hier­bei um ein Restau­rant, das der Bun­deskan­zler lediglich zwei- bis dreimal im Jahr besucht.”

Gott­sei­dank hat die IVZ da noch mal gegen­recher­chiert. Son­st wüssten wir ja gar nichts von solchen Fak­ten. Genau­so wie Tim Mälz­er sein Grühnkohlrezept bei chefkoch.de klaut. Ste­ht auch in der IVZ, es muss also stim­men. Deren Jour­nal­is­ten hin­ter­fra­gen Infor­ma­tio­nen. Die schreiben ja nicht irgen­deinen ungeprüften Stuss vom Hören­sagen in ihre Zeitung wie die Idioten auf Face­book.