Zum Jahre­sausklang wieder mal ein falsches Zitat in der Lokalpresse:

„Sei du selb­st, denn alle anderen gibt es schon.“

Oscar Wilde (1854 – 1900), irisch­er Schrift­steller, Lyrik­er, Roma­nau­tor, Dra­matik­er und Kritiker

Auch hier gibt es schon eine Analyse im englis­chsprachi­gen Bere­ich:

There is no sub­stan­tive evi­dence that Oscar Wilde made this remark.

am 29.12.2016 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Vielschichtiger Schmök­er in drei Teilen in alt­bekan­nter Manier von John Irv­ing. Der erste Teil des Buch­es ist als Spielfilm mit Kim Basinger und Jeff Bridges übri­gens auf YouTube zu sehen. Den Schinken wollte ich erst über Momox ver­scher­beln, dann gab es da aber so wenig Asche, dass er im Büch­er­schrank bess­er aufge­hoben ist:

am 29.12.2016 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

am 28.12.2016 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

So viele Büch­er haben wir hier ja dieses Jahr noch gar nicht raus­ge­hauen, da bessern wir uns mal auf den let­zten Metern und hauen täglich welche raus. Ange­fan­gen mit Kants Kri­tik der reinen Ver­nun­ft — selb­stver­ständlich bei­de Bände der Suhrkamp-Aus­gabe-, an die sich jed­er mal trauen darf. Ob man dem gehobe­nen Philosophen­sprech nun fol­gen kann oder nicht, das ist sowas von ein Kul­turerbe, da sollte man unbe­d­ingt mal reingeschmök­ert haben.

am 27.12.2016 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Ich habe schon etwas länger keinen Lokalkri­mi mehr in die Hand genom­men, da ich, ehrlich gesagt, die Qual­ität nicht mehr abkon­nte: Zu viele schlecht geschriebene Pas­sagen, irrwitzige Hand­lungsver­läufe, keine Span­nung, kein Lokalkolorit, das will man nicht immer und immer wieder lesen. Aus welchem Grund ich diesen Schmök­er danach den­noch wieder in die Hand genom­men habe, weiß ich gar nicht mehr.

Um so freudi­ger ist dieser Ibben­büren-Kri­mi: Viele Fig­uren, die charak­ter­lich ver­schieden einge­führt wer­den, eine drama­tis­che Hand­lung und das alles verziert mit Streifzü­gen durchs Ems- und Teck­len­burg­er Land. Es geht um Ent­führung, Mord und kranke See­len, um den Polizeiall­t­ag, bei dessen Beschrei­bung Klaus Burandt zur Seite stand, und schod­derige Prov­inz­nasen. Die Sprache ist passend und ohne Bruch (zwei Rechtschreibfehler fall­en nicht ins Gewicht). Ein Krim­i­nalschmök­er, der ver­film­bar ist (wie großar­tig wäre das denn) und es lock­er mit Unter Fein­den aufnehmen kann.

Die psy­chol­o­gis­che Sit­u­a­tion des Täters (er hat doch seine Jugend­liebe bekom­men) wird mir inhaltlich nicht recht klar, die Span­nung wird nicht durch­weg gehal­ten, wieso die Ver­fol­gungs­jagd unbe­d­ingt in die Ibben­büren­er Innen­stadt führt: keine Ahnung; dass der Ibben­büren­er Kom­mis­sar Carsten heißt: Großar­tige Idee. 

Falls also noch jemand kurzfristig ein Geschenk zu Wei­h­nacht­en sucht: Für Krim­i­leser ist dies eine echte Empfehlung.

am 21.12.2016 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Ein paar Tage beg­nügte man sich bei der IVZ mit belan­glosen Zitat­en irgendwelch­er Unbekan­nten, aber das befriedigt eben nicht auf Dauer, deswe­gen mit Wonne mal wieder zurück zu den Fake-Zitaten:

Ich fange an mit Eroberun­gen. Gelehrte wer­den mir später bestäti­gen, dass ich im Recht war.“

Friedrich II., der Große (1712 – 1786), preußis­ch­er König, “Der alte Fritz„

… passt vielle­icht bess­er zu Putin als zum alten Fritz und – warum auch immer man so ein Ignori­eren von beste­hen­den Geset­zen unter “Das gefiel uns” einord­net – es kommt in dessen schriftlichen Hin­ter­lassen­schaften genau 0 Mal vor. Schön auch die unter­schiedliche Anführungsstriche, damit man auch noch ein­mal klar belegt, dass hier nur Copy&Paste zum Ein­satz kommt.

Und eben­so wenig kommt

Ein Fre­und ist ein Men­sch, der die Melodie deines Herzen ken­nt und sie dir vor­spielt, wenn du sie vergessen hast.“

Albert Ein­stein (1879 – 1955), the­o­retis­ch­er Physiker

von besagtem Wis­senschaftler, legt man dessen schriftlichen Nach­lass und Zitierun­gen Drit­ter zu Grunde.

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