Es hat­te schon etwas Belusti­gen­des, wie der CDU-Bürg­er­meis­terkan­di­dat in sein­er Vorstel­lungsre­de auf der CDU-Mit­gliederver­samm­lung vorschlug, mehr Sitzgele­gen­heit­en in der Ibben­büren­er Innen­stadt zur Ver­fü­gung zu stel­len. Es geht gar nicht um den Vorschlag an sich, auch wenn das vielle­icht nicht der erste Vorschlag wäre, den ich als Bürg­er­meis­terkan­di­dat raushauen würde.

Nein, der Knack­punkt ist, dass es ja schon mal mehr Sitzgele­gen­heit­en in der Innen­stadt gegeben hat. Nur saßen dann da irgend­wann gerne die Pen­ner für ihr Früh­stücks­bier oder ein Nick­erchen. Und dann waren die Park­bänke auf ein­mal abgesägt.

am 28.02.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Dies ist der Debutro­man von Mar­t­in Walser über Mit­glieder der Mit­telschicht der 50er Jahre, denen die Moral abhan­den kommt, ohne die sie aber auch nicht kön­nen.
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Ich bin mit Walser nie warm gewor­den, und so war es auch bei diesem Schmök­er: Alles zieht sich.
am 27.02.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Down­load

Tja, wer hät­te das gedacht, dass man in diesen Reg­istrierungswirrwarr neuer Top-Lev­el-Domains bei dreibuch­stabi­gen Domains auch mal zu Zuge kommt. Jeden­falls hat es irgend­wie geklappt, und der geneigte Leser kann sich nun sat­te drei Buch­staben beim Adres­sein­tip­pen sparen. Die News sind auch inzwis­chen zu news.ibb.town ver­zo­gen, das Wiki wird wohl fol­gen.

am 26.02.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Man muss halt ein­räu­men, dass die Donots Musik für Mitzwanziger­plus­mi­nus machen. Und wie sich die Donots ihrer Ziel­grup­pe anbiedern, dass ist schon erstaunlich rück­grat­los, wo sie sich doch selb­st ganz ander­sherum ein­schätzen wür­den. Die Donots sind monothe­ma­tis­ch, ironiefrei, sprach­lich auch auf deutsch hör­bar begren­zt, textlich irgend­wo in den 80ern, nur musikalis­ch fal­l­en sie nicht aus dem Rah­men. Brül­len reißt da nichts raus. Im Einzel­nen:

1. Ich mach nicht mehr mit Ver­lo­ge­nes, ziel­grup­pe­naffines Rumge­plär­re. Wer sich vom Stadt­mar­ket­ingvere­in Ibben­büren einen Preis übergeben lässt für die gute Wer­bung für ihre Heimat­stadt, der macht eben doch jeden Blödsinn mit.

2. Dann ohne mich Näch­ster Song, sel­ber Inhalt: Die Doofen sol­len besser ohne mich weit­er­ma­chen. Schnar­ch.

3. Junger Mann zum mitlei­den gesucht Board­er­lin­er­song. Wenn die Gitar­ren nicht wären, nicht erwäh­nenswert.

04. Prob­lem kein Prob­lem Burnout­song: “Ich hab kein Prob­lem, ich bin das Prob­lem.”

05. Du darf­st niemals glück­lich sein Nein, auch in diesem Lied stolpert man dauernd über Sprache, so das sprach­liche Unkon­for­mität zum Stilmit­tel erhoben wer­den muss. “Wie du fäll­st und dich dann fängst, wie du singst, selb­st wenn du brennst…” — so ein Lied­text muss ja auch gefüllt wer­den.

06. Kaputt Alles muss kaputt sein, wieso warum weshalb? Weiß der Geier oder weiß er nicht.

07. Weit­er Ich-gegen-die-anderen-Durch­hal­teparolen­song, alles wie gehabt.

08. Kopf bleibt oben Das Herz bleibt an, das Hirn bleibt aus. Rosen­stolz hät­ten es nicht schlim­mer machen kön­nen.

09. Hier also weg Flot­te Num­mer. Textlich muss jemand weg, wieso auch immer.

10. Straßenköter Noch so ein Ich-muss-raus-ich-werd-euch-nicht-ver­mis­sen-Song. So langsam würde man Geld bezahlen wol­len für ein anderes The­ma.

11. Das Ende der Welt ist längst vor­bei Ja, es geht noch sim­pler, wenn der Songtitel den Inhalt des Songs kom­plett bein­hal­tet. Yeah, yeah, yeah.

12. Besser als das “Das” ist der All­t­ag, besser sind “wir”. Noch Fra­gen?

13. Immer noch I mog di. Wir kön­nen uns alles sagen. So sind wir eben, wir Kinder­gartenkinder.

14. Hansar­ing, 2–10 Uhr Endlich am Ende des Albums. “Das soll nie zuen­de gehen”, doch das soll­te es besser. Diese Selb­stabfeierei erträgt man nicht weit­er.

Wohlwol­len­der wird das Ganze hier gese­hen.

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John B. Moore hat sich die englis­chsprachige Ver­sion ange­hört.

am 24.02.2015 von unter 4530 abgelegt. | 1x kommentiert

Dies ist der soundso­viel­te Teil der Klölek­türen-Rei­he über ange­blich wirk­lich so abgeschick­te SMS. Unge­fähr so lustig wie die Witze-Seit­en der Tschi­bo-Hefte aus den 80ern.
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am 24.02.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Während man sich bei der IVZ noch ärg­ert, dass man nachts keine Schüler, die übri­gens nicht vom Min­dest­lohnge­setz erfasst wer­den, zum Zeitungsrum­brin­gen loss­chick­en kann, habe ich mich gestern noch gefragt, wieso man denn bei der IVZ über­haupt seit 2015 den Min­dest­lohn für Zeitungs­bringer zahlt. Denn eigentlich hat­te doch die Pres­sev­er­legerlob­by erfol­gre­ich aus­ge­han­delt, dass man für Zeitungs­bringer bis 2017 eben nicht den Min­dest­lohn zahlen muss. Ver­ste­ht man bei der IVZ die Geset­zes­lage nicht?

Die Bun­desregierung hat bere­its zum 1. Jan­u­ar 2015 die undif­feren­zierte Ein­führung eines geset­zlichen Min­dest­lohnes für nahezu alle Tätigkeit­en und somit auch die Boten-Zustel­lung Ihrer IVZ einge­führt. (IVZ, 21.02.2015)

Abge­se­hen von der Fehler­haftigkeit dieses Satzes, denn natür­lich find­et eine Dif­feren­zierung statt, wenn nicht alle Tätigkeit­en gle­ich behan­delt wer­den und eben­so natür­lich hat die Bun­desregierung nicht die Boten-Zustel­lung der IVZ einge­führt, ist das Satz schlicht falsch. Für die Zeitungszustel­lung per Boten wur­de der Min­dest­lohn ja dank der Pres­sev­er­legerlob­by ger­ade nicht einge­führt. Der Min­dest­lohn gilt allerd­ings dann für Zeitungs­boten, wenn diese nicht bloß als Zeitungs­boten, son­dern auch als Zusteller von Post der Ver­lage und Werbe­ma­te­ri­alien unter­wegs sind.

Ohne Wer­bungs- und Postzustel­lung würde die IVZ nicht den Min­dest­lohn, den sie für die Tätigkeit eines Zeitungs­boten eh für über­höht hält, zahlen müssen, son­dern mehr als 2 € pro Stun­de weniger. Dann hät­te man der Preis eines Abos wohl zumin­dest nicht wegen den Zeitungs­bringern erhöhen müssen.

Zahlt der Zeitungsle­ser also nun mehr für sein Abo wegen der Wer­bung, die er mit­fi­nanziert? Dann wäre ja der Artikel zur Abo­preis­er­höhung so etwas wie eine Irreführung des Lesers — fre­undlich aus­ge­drückt.

am 22.02.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Die IVZ ver­liert im Jahr hun­derte von Abos, erhöht im drit­ten Jahr in Fol­ge den Preis des Abos, schiebt es dieses Jahr allerd­ings in diesem Jahr auf einen “ein­fachen Grund”: Man muss Zeitungs­bringer fair bezahlen. NEIN! DOCHOH!

Und jet­zt heult man kräftig in die eigene Zeitung:

Tageszeitungsver­lage sind seit dem 1. Jan­u­ar verpflichtet, die Zeitungszustel­lung vom Stück­lohn — wie seit Jahrzehn­ten erfol­gre­ich und zufrieden­stel­lend prak­tiziert wur­de — zum Stun­den­lohn umzustel­len. Neben völ­lig aus dem Rah­men laufend­en Doku­men­ta­tion­spflicht­en verur­sacht der geset­zliche Min­dest­lohn nun auch Per­son­aleng­pässe […]

Die müssen jet­zt auf­schreiben, wie lange ihre Mitar­beit­er gear­beit­et haben: NEIN! DOCHOH!

Bis­lang habe die IVZ einen Stück­lohn bezahlt,

der dem Aufwand und der Tätigkeit als Zuver­di­en­st in ein­er zeitlich begren­zten Tätigkeit — nicht Beruf — entsprach. Die Preisan­pas­sung entspricht dem Mehraufwand durch das Min­dest­lohnge­setz.

Ern­sthaft? Die IVZ braucht mehr als 440.000 220.000 € Mehrein­nah­men im Jahr, nur um ihre Zeitungszusteller fair zu bezahlen? So krass waren die unter­bezahlt?

am 21.02.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Sebas­tian Heis­er leakt Schle­ich­wer­bung für Steuer­hin­terziehung bei der Süd­deutschen. Und Anja Reschke tritt schon mal schön ins Fet­tnäppfchen.

Es singt für Sie: Chi­nas Inter­net­zen­sura­gen­tur über Ruhm und Ehre, die das Inter­net bietet.

Als kleinem Ver­lag kann einem Ama­zon gar nicht so unfair vorkom­men.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie lange brauchen die Chi­ne­sen wohl, um von diesem Brain­wash­ing run­terzukom­men? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

am 14.02.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben
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