Gut, musikalisch hat heute Osna die Nase vorn:

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Morgenkaffee

Felix Schwen­zel schreibt zur Causa Böhmermann/Pissbild und an diesen Artikel schließt sich eine inter­es­sante Diskus­sion an.

Ich schreibe woan­ders darüber, dass noch 70 Jahre nach Ende des Zweit­en Weltkrieges noch immer Namen von Beteiligten ver­schwiegen wer­den.

Für Pod­casthör­er: Flusskiesel labert sich mit Lars Reincke wieder einen Wolf.

Und während ich mir die Frage stelle: Ist es eigentlich ein Luxu­s­prob­lem, sich über Piss­bilder aufzure­gen? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Morgenkaffee

Jens Wein­re­ich zeigt mit sein­er Analyse über die Hand­ball-WM in Katar, wie kor­rupt so ein Geschehen sein kann — und wie Deutsch­land unqual­i­fiziert dann doch an der WM teil­nahm.

Vor ein paar Wochen kur­sierte ja ein Videos, das Kakaopflück­er zeigte, denen man das erste Mal Schoko­lade präsen­tierte. Jet­zt zeigt man Nieder­län­dern mal eine Kakao-Frucht.

Ulrich Horn gewährt Ein­blick in die vergeigte Ober­bürg­er­meis­terkan­di­daten­suche der SPD Köln.

Und während ich mir die Frage stelle: Welche Sportart ist eigentlich nicht von Grund auf verseucht? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Manch­mal ist das, was das Käse­blättchen so bringt, schon unfass­bar:

Die braune Brut schwappt wütend durch die Nacht. Sie flutet die Straße vor der Syn­a­goge und spült Hass und Pflaster­steine durch bers­tende Fen­ster­scheiben hinein. Möbel split­tern. Der Toraschrein liegt in Trüm­mern, doch das reicht den Nazis nicht, sie wollen auch Men­schen in Trüm­mern sehen. Die Nazis johlen. Ihre Nacht – ihre Jagd – hat erst begonnen. So oder ähn­lich wird es gewe­sen sein. 

Öh, ja. Und ein dun­kler Wagen bret­terte mit qui­etschen­den Reifen Staub aufwirbel­nd um die Straße­necke. So oder so ähn­lich eben wird’s gewe­sen sein, oder ganz anders — wen inter­essiert das schon genau? Der Schreck­en der Zeit des Nation­al­sozial­is­mus in Ibben­büren ist wohl für sich genom­men noch nicht so drama­tisch, da muss man sprach­lich mit den Mit­teln des Bil­ligkrim­i­nal­ro­mans nochmal nach­helfen, ganz egal wie sehr das den eigentlichen Gegeben­heit­en entspricht oder nicht. Geht’s eigentlich noch? Damals hat­te ich das noch für eine Ein­tags­fliege gehal­ten. Aber darüber wollte ich’s gar nicht haben.

Bei so manch­er Lokalzeitung ist man ja schon über jedes extrav­a­gante The­ma glück­lich, das man brin­gen kann, ohne in Schwierigkeit­en zu ger­at­en. Es ist im Grunde auch nicht ganz verkehrt, 70 Jahre nach der Befreiung des KZ Auschwitz an diese Zeit zu erin­nern. Aber es kann doch nicht nur darum gehen, eine alte Geschichte zu erzählen. Was für Fol­gen hat­te denn die Zeit oder ist sie mit dem Ende des Wohnens jüdis­ch­er Mit­bürg­er in Ibben­büren abgeschlossen? Und was ist eigentlich mit den nichtjüdis­chen Opfern des Nation­al­sozial­is­mus in Ibben­büren? Wieso fall­en die per­ma­nent unter den Tisch?

Aber darüber wollte ich’s auch nicht haben. Wenn man schon über das The­ma schreibt und eine Liste jüdis­ch­er Opfer veröf­fentlicht, dann hätte man sich vielle­icht auch die Mühe machen sollen, die richtige Schreib­weise der Namen und den aktuellen Ken­nt­nis­stand über den Verbleib der Opfer, den man auch im Inter­net find­et, zu recher­chieren. Früher hieß das mal jour­nal­is­tis­che Sorgfalt­spflicht. Aber darüber wollte ich’s auch nicht haben.

Mir geht es um den let­zten Absatz:

Der Hop­sten­er Joseph Davids hat in Ameri­ka über­lebt. Er erhob später Anklage gegen den Anführer des braunen Mobs. „Es ist mir bekan­nt gewor­den, dass er noch sein Geschäft in Ibben­büren betreibt und unbelästigt sein­er Wege geht.“ Der Mann wurde nie zur Rechen­schaft gezo­gen.

Dass auch hier ein Opfer falsch geschrieben wird, ja, so ist das dann wohl. Man kann ja schon froh sein, dass da nicht ste­ht, dass er mit kaltem Schweiss auf der Stirn und brüchiger Stimme wütend Anklage erhoben hat. So oder anders hätte es ja auch sein kön­nen. Aber wir schreiben das Jahr 2015 und in diesem Text wird der ver­meintliche Täter nicht namentlich genan­nt, das ist doch inter­es­sant. Weil Her­mann Dill­hoff der Grün­der des heuti­gen Mod­e­haus­es Dill­hoff ist? 

Man müsste gar nicht unbe­d­ingt über ihn schreiben. Schließlich wurde er seit­ens der Straf­be­hör­den zur Rechen­schaft gezo­gen. Nur sah es für die Zuständi­gen auf britis­ch­er und deutsch­er Seite offen­bar so aus, dass ihm nicht genug für eine Anklage nachgewiesen wer­den kon­nte.

Man kann einem Verdächti­gen nicht vorhal­ten, wenn das Rechtssys­tem nicht greift. Man kann das Rechtssys­tem hier­für kri­tisieren. Ein vernün­ftiger Grund, den Namen des Verdächti­gen zu ver­heim­lichen, wenn man dieses The­ma auf­greift, ist mir allerd­ings nicht ersichtlich.

am 28.01.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Rus­s­land geht das Geld aus, deswe­gen kürzt man auch bei den Staatsme­di­en, was der angekündigte Tod von RTdeutsch sein kön­nte.

Google gibt E-Mails freizügig an Behör­den weit­er:

Allein vom Wik­ileaks-Press­esprech­er Kristinn Hrafns­son soll Google 43.000 Mails an die US-Behör­den weit­erg­ere­icht haben.

Wolf­gang Stege­mann wun­dert sich, wem seine Kirchen­s­teuer so in den Hals gekippt wird:

Dank „Brot für die Welt“ wer­den meine Steuer– und Spenden­gelder zur Unter­stützung ein­er „Zeitung“ einge­setzt, die anti-jüdis­chen mit anti-israelis­chem Hass verbindet und wed­er für Völk­er­recht noch Men­schen­rechte ein­tritt – jeden­falls wenn deren Ver­let­zung gegen den Staat Israel und jüdis­che Men­schen gerichtet sind. ”

Und während ich mir die Frage stelle: Leben Totege­sagte auch ohne Geld länger? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Morgenkaffee

Arno Klönne wirft nach der “Der Islam gehört nicht zu Sachsen”-Äußerung von Min­is­ter­präsi­dent Tillich einen Blick auf das Reli­gion­szuge­hörigkeits­bild Sach­sens.

Bierblog­ger Felix blog­gt wieder über seine Lieblings­biere.

A good blog exists inde­pen­dent­ly of peo­ple read­ing it.

schreibt Dave Win­er. Muss man mir nicht sagen bei den Mil­liar­den, die dieses Blog lesen *hust*. Was mir dazu ein­fiel:

Achtu­al­ly I think blog­ging is some­thing like hold­ing a speech. And by think­ing of Kleist’s On the Grad­ual Con­struc­tion of Thoughts Dur­ing Speech I’d say blog­ging is a tech­nique to work with thoughts for your­self. That’s why peo­ple will keep on jus­ti­fy­ing their blog­ging and it’s why blogs will be inter­est­ing for a long time.

Und während ich mir die Frage stelle: Kön­nte etwas dem Bloggen beikom­men, was direk­ter als das Ein­tip­pen von Gedanken in Tas­taturen ist? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

Morgenkaffee

Das US-Jus­tizmin­is­teri­um hat Indi­an­er­stäm­men den Anbau das Kon­sum­ieren von Mar­i­hua­na erlaubt. Bis­lang weiß noch kein­er, was das Ganze soll.

Ben freut sich auf die Houelle­becq-Lek­türe.

Neusprech.org sollte man ab und an auch inten­siv lesen. Heute: Rou­tin­ev­erkehr, ein vom BND zur Ver­schleierung der eigentlichen Rechtsver­let­zung einge­set­zter Begriff.

Und während ich mir die Frage stelle: Ob man in Deutsch­land wohl eine lokal begren­zte Mar­i­hua­naer­laub­nis für übergewichtige Lock­enköppe durch­set­zen kann? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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Mir gefällt dieser Katzen­rki­mi eigentlich immer noch, auch wenn der Autor in let­zter Zeit gerne preis gibt, dass sein Welt­bild von mas­siv­er Unter­be­lich­tung getrübt ist. Aber sei’s drum, man muss ihn nicht lesen, man muss ihn nicht mögen, und man muss auch nicht glauben, dass Schrift­steller außer­halb ihrer Roman­wel­ten sin­nvolle Sachen von sich geben.
am 21.01.2015 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Morgenkaffee

Sehr gut: Pegi­da-Make-up-Tipps. Von sowas brauchen wir unbe­d­ingt noch mehr von.

Bei 11fre­unde inter­viewt man den Doku­men­tarfilmer Max Meis über seinen Film über die Wilde Liga Biele­feld.

Thomas Hochmann schreibt im Ver­fas­sungs­blog über eine ver­meintliche Ungle­ich­be­hand­lung von Reli­gion­ssatire in Frankre­ich.

Und während ich mir die Frage stelle: Wie sieht Satire wohl in 20 Jahren aus? hole ich mir erst­mal noch einen Kaf­fee.

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