LehrerzimmerBuecherschrank

Den Schmök­er wird wohl schon fast jed­er Lehrer mal gele­sen haben: Irrsin­nige Geschicht­en aus dem Lehrerz­im­mer. Erre­icht zwar keine son­der­liche Tiefe, ren­nt irgend­wie auch schrift­stel­lerischen Vor­bildern hin­ter­her, sorgt aber kurzweilig für Unter­hal­tung.
am 25.09.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Wir waren heute einen Tag nach der Eröff­nung gle­ich gegen über beim neuen und wohl einzi­gen Burg­er­laden in Düs­sel­dorf-Deren­dorf. Natür­lich soll­te man für eine Kri­tik erst dann kom­men, wenn alles einge­spielt ist und nichts extra oder so. Wir aber hat­ten Hunger auf eine Kleinigkeit und wieso dann nicht gle­ich rein in die gute Stube?

Der Laden hat auf der Inter­net­seite und von außen einen gewis­sen Style, der mit der inneren Ausstat­tung und den Bedi­enun­gen har­moniert. Die Bedi­enun­gen sind ver­gle­ich­sweise jung und fre­undlich, nicht hek­tis­ch oder neu­mod­ern spießig oder sowas, was man vielle­icht auch hät­te befürcht­en kön­nen. Man merkt schon, dass keine jahre­lange Erfahrung bei der Bedi­enung zu erwarten ist, aber das ist vol­lkom­men okay, denn das Pub­likum ist auch eher jung. Und entwed­er ist da eine riesige Mark­tlücke in Deren­dorf, denn so ein junges Pub­likum ken­ne ich von keinem anderen Restau­rant, oder der Laden wird es schw­er haben, sein Stamm­pub­likum zu find­en. Aber das wird man sehen.

Ich bestell­te mir ein Ueriges, den BBQ-Ham­burg­er mit medi­um gebraten­em Fleis­ch sowie Pommes mit Wasabi-May­on­naise. Das Uerige war mit 0,2l in der Karte ver­merkt, weswe­gen man ein frisch gezapftes erwarten hät­te kön­nen, aber es kam eine 0,33l Flasche. Dazu soll­te man sagen: Es schmeckt eigentlich außer Schu­macher kein gutes Alt-Bier aus der Flasche. Sowas soll­te man bei der Bestel­lung vielle­icht dazu sagen, aber okay, wenn man eigentlich gezapftes Alt anbi­etet, sind wir mal nicht pin­gelig.

Zum Essen ist zu sagen: Das Fleis­ch war exakt medi­um gebraten, die Wasabi-May­on­naise eine sehr inter­es­san­te Idee, an Gemüse war mir zu wenig im Burg­er, die Sauce habe ich nicht geschmeckt, Ched­dar-Käse ist immer eine gute Idee für Burg­er, die Pommes waren selb­st gemacht, aber ein­fall­slos, fet­tig und nur lauwarm.

Schlechthin würde ich dem Restau­rant 3 von 5 Ster­nen geben, für eine Wer­tung in Düs­sel­dorf, was den Preis und das ver­gle­ich­bare Ange­bot ange­ht, und für eine Wer­tung für junges Pub­likum würde ich gen 4 tendieren. Mir war die Karte nicht abwech­slungsre­ich genung, aber vielle­icht funk­tion­iert genau das für junges Pub­likum.

Wir geben von hier aus mal eben ab an Kabel 1, die mit­tler­weile min­destens 8 Lokale in Düs­sel­dorf getestet haben. Wir haben mal den Gas­tronom unseres Ver­trauens nach diesem For­mat gefragt und er war so gar nicht begeis­tert. Allerd­ings teil­te er unsere Bedenken gegen bes­timmte Etab­lisse­ments und irgend­wie — so wie einige Restau­rants inter­essieren und gefal­l­en, so miss­fal­l­en andere. Aber man sehe selb­st:

Toni Mac­cheroni [ 1 | 2 ], Schu­macher im Tön­nchen [ 1 | 2 ], Sascha Rotis­serie [ 1 | 2 ], El Paso [ 1 | 2 ], Tafel­sil­ber [ 1 | 2 ]

Zuvor

Altes Fis­chhaus [ 1 | 2 ], Bistroz­icke [ 1 | 2 ], La Don­na Can­none [ 1 | 2 ], Porters Pre­mi­um Steak­house [ 1 | 2 ], Gut Knit­tkuh­le [ 1 | 2 ]

BuecherschrankSueskind

Ich habe mal wieder einen Klas­sik­er — und in dieser kleinen Serie den zweit­en Schinken von Patrick Süskind — in den Büch­er­schrank gelegt, den ich noch zu Abiturzeit­en sel­ber dur­chack­ert habe. Ich war damals von der ele­gan­ten Sprache und den Anlehnun­gen des Ver­führungsro­mans an Thomas Mann und Gün­ter Grass begeis­tert. Die spätere Ver­fil­mung ließ mich dage­gen eher kalt, aber sowas soll­te einen von der Lek­türe dieses Schmök­ers nicht abhal­ten.

Heute wird übri­gens im Alten Posthof noch ein Bücher­flohmarkt ver­anstal­tet.

am 13.09.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Ich habe lei­der nur die erste Hälfte des Feuer­w­erks aufgenom­men, weil ich vorher die Spe­icherkarte nicht freigeräumt habe, aber immer­hin:

am 09.09.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Was ich schon länger haben woll­te, funk­tion­iert nun auch unter ibbtown: Ein Microblog­ging-Dien­st, durch den man sich auch plat­tfor­müber­greifend mit anderen Leuten verbinden kann. Es ist somit qua­si ein Twit­ter-Klon, aber ohne Wer­bung und merk­würdi­ger Änderun­gen durch den Betreiber. Alles und mehr vor Ort.

am 05.09.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Am Sam­stag macht­en wir uns von Düs­sel­dorf aus nach Köln auf, um mal zu schauen, was hin­ter dem Blog­gertr­e­f­fen so steckt. Ich für meinen Teil bin schon länger nicht mehr auf Blog­ger- oder Inter­net­men­schen­ver­anstal­tun­gen gewe­sen und das aus einem ziem­lich ein­fachen Grund: Zu viel Aufwand für zu wenig Res­o­nanz. Und ewig wird man mit über­hyptem Real­itätsverk­lären von Anwe­senden gen­ervt. Das ist auf Dauer anstren­gend.

KoelnerbloggerTreffen

Ich kan­nte die Köl­ner Blog­ger­szene bis­lang nicht, kan­nte keinen Blog, von dem ich spon­tan wusste, dass der Schreiber hin­ter dem Blog in Köln sitzt. Aber gut, man lässt sich gerne über­raschen. Dann wur­de diese Lis­te auf der Ver­anstal­ter-Face­book-Seite veröf­fentlicht, die, ääh,

Die alpha­betis­ch sortierte Lis­te verdeut­licht ein­drucksvoll, dass die Köl­ner Szene dur­chaus in der Liga von Berlin, Ham­burg und München spielt.

Ja. Äh, nein. Das tut sie nicht — im Gegen­teil: Das ist eine Lis­te von nicht mal hun­dert Blogs ohne über­re­gionale Rel­e­vanz. Man muss keine Rel­e­vanz haben, man soll­te sich dann aber auch nicht vor­ma­chen, mit Berlin, Ham­burg oder München in ein­er Liga zu spie­len. Dann schon eher mit Düs­sel­dorf und Biele­feld. Den Satz glaubt man nur, wenn man einge­fleis­chter Köl­ner ist, nie über den Teller­rand schaut und die son­stige Blogszene ein­fach nicht ken­nt.

Okay, vielle­icht die Erwartun­gen tief stapeln, dann kann einem nichts passieren und eher gehen kann man ja auch. Irgend­wie ken­nt man die Pap­pen­heimer dann ja auch. So ver­zog es uns am Ver­anstal­tung­sort angekom­men ziem­lich schnell an die Mauer des nicht über­mäßig besucht­en Tre­f­fens, um von dort aus auszu­machen, was für Leute vor Ort waren (das hat nichts mit Schüchtern­heit oder Aus­geschlossen­heit zu tun und: nein, es gibt keine Pflicht, sich unter das Volk zu mis­chen, nur weil man eine Inter­net­men­schen­ver­anstal­tung besucht). Da waren links die Nerds, dann ein paar Mode­blog­gerin­nen, ein qui­etschen­der Mar­ket­ing­men­sch, viele schwarz Gek­lei­de­te, Leutefo­tografier­er, viele das-Haar-rot-Gefärbte. Viele Grüp­pchen, die sich schnell fan­den und ver­schlossen wirk­ten. Alle sicher­lich sehr nett, aber eben sehr ober­fläch­lich. Und net­te, ober­fläch­liche Men­schen ken­nt man irgend­wann zur Genüge, da liegt der Hase im Pfef­fer: Man will allein aus Selb­stschutz irgend­wann nicht mehr möglich­st viele, irgend­wie net­te Leute ken­nen ler­nen. Hät­ten wir das getan, hät­ten wir sicher­lich nicht Lulu samt ihrer besseren Hälfte ken­nen gel­ernt, die eher nach Kühlschrankvor­gaben als Rezept kocht. Wie großar­tig.

Die bei­den hat­ten sich auch an die Mauer gesellt, um erst ein­mal die Besuch­er­schaft zu sondieren — mit dem Ergeb­nis, vor 8 die Segel zu stre­ichen. Wir haben es ein Bier länger aus­ge­hal­ten. Ein­set­zen­der Regen und Musikbeschal­lung durch ein­ge­ladene Bands erweck­ten bei uns den Ein­druck, dass man nun eh kaum noch Sub­stantielles erwarten kon­nte. Gut, hät­te ich gewusst, dass neben mir noch ein Ex-Biele­felder-Blog­ger da rum­schwirrt, hät­te es mich noch etwas länger vor Ort gehal­ten.

Als ich allerd­ings am näch­sten Mor­gen das Gezeter mitan­le­sen durfte, war ich ganz froh, den Rest des Abends ander­swo ver­bracht zu haben. Nix für ungut: Es war sicher­lich für die Ver­anstal­ter aufwendig, alle Klam­ot­ten beisam­men zu bekom­men, da waren sicher­lich nur net­te Men­schen, alles war auch ganz nett, aber es ver­leit­ete nicht zum Bleiben.

Aktu­al­isierung

Die Reak­tio­nen auf diesen Artikel lassen darauf schließen, dass wir mit unser­er Men­schenken­nt­nis ganz gut liegen: