Landeshauptstadtbahnhofsbratwurst

Ein 100g Würstchen mit Brötchen und Senf bekommt man am Bahn­hof Düs­sel­dorf für stolze 2,85€. Die Wurst hat kaum Geschmack, ist nicht son­der­lich gut ange­braten und das Brät sehr weich. Leck­er ist anders, aber der Magen hat was zu tun. Hat nicht überzeugt: 1 von 5 Ster­nen.

Anja Kar­liczek hat ihre zweite Rede im Bun­destag gehal­ten:

Inhaltlich redet sie da der Ver­sicherungslob­by das Wort, ger­ade was das Gere­de um Min­der­heit­en, die ange­blich betrof­fen seien, ange­ht. Und Susan­na Karawan­skij ist aber­mals besser im The­ma drin.

Da komm­ste nichts ahnend mor­gens im Büro und die Kol­le­gen machen sich einen Tomaten­scherz und platzieren einem Tomaten­saft und Tomaten­snack auf dem Schreibtis­ch. Da kannste guck­en, wie du will­st, die sind am lachen. Ja, was kann unsere­ins denn dafür, dass meine Holde mit Tomaten­preisen über­fordert ist?

Es ist ja nicht nur das Rech­nen, es erschließt sich ihr ja auch nicht, dass es ganz unter­schiedliche Tomaten gibt, Cock­tail­to­maten, Strauch­to­maten, Wild­to­maten, Ampel­to­maten, Flaschen­to­maten, Bios­trauch­to­maten, Bio­cok­tail­to­maten und weiß der Schin­der was noch. Frisch, getrock­net, ein­gelegt, zer­man­scht, wie man ger­ade lustig ist. Wenn sie jet­zt noch mein­er Hold­en erzäh­len, dass die alle unter­schiedliche Preise haben, dann platzt die. Auch weil die mit­tler­weile die Tomaten­preise immer von Euro in Tomaten-Mark umrech­net.

Mir wär’s ja egal gewe­sen. Sie woll­te halt auch mal einkaufen gehen und ich sagte, bring mir für’s Abend­brot Tomaten vom Gemüs­e­s­tand mit, egal welche. Da hat man dann gle­ich den Salat.

Näch­stes Mal, da gehe ich aber wieder alleine einkaufen — sie wis­sen schon: das spart Zeit,

ihr Philibb

Zwei Mel­dun­gen aus Düs­sel­dorf mit Bezug zum Teck­len­burg­er Land trudeln hier ger­ade ein:

Zum Einen wur­de ein junger Mann aus dem Teck­len­burg­er Land nach dem Besuch der Alt­stadt im Hof­garten über­fal­l­en und aus­ger­aubt. Über­raschend ist das nicht. Rund um die Alt­stadt gibt es allerd­ings diverse Eck­en, die wenig besucht und schlecht ein­se­hbar sind, daher würde ich für Besuche raten, seinen Heimweg vorher zu pla­nen und besten­falls auf Taxis und Straßen­bah­nen, ger­ade wenn man alleine oder in Kle­in­st­grup­pen unter­wegs ist, zurück zu greifen.

Die zweite Mel­dung ist erfreulicher: Lars Unner­stall, bish­er bei Schalke 04 unter Ver­trag, bei diesen ins Hin­tertr­e­f­fen ger­aten und an den FC Aarau aus­geliehen, wech­selt zu For­tu­na Düs­sel­dorf. Sein Ein­stand im Team von Oliv­er Reck ende­te mit einem 12:1-Sieg.

am 22.06.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Eines muss man Nor­bert Tie­mann, dem Chefredak­teur der WN, ja lassen: Mei­n­ung hat er — egal wieviel Ahnung er hat.

Nun schwang er sich auf zu erk­lären, wie es zu der Abwahl des Ober­bürg­er­meis­ters der CDU in Düs­sel­dorf kam. Er hat wohl gegen eine gold­ene Regel ver­stoßen, mit der die CDU in Großstädten gewin­nen kann:

Die herkömm­lichen, eher klas­sis­chen Lebens­ge­wohn­heit­en sind in den Großstädten auf dem Rück­marsch […] Mit ihrem gepflegten Kom­pe­tenz-Pro­fil Wirtschaft/Finanzen/Sicherheit und Ord­nung kön­nen die Christ­demokraten hier nicht mehr entschei­dend punk­ten. […] Das urbane Lebens­ge­fühl zu verkör­pern und im Per­son­al auch abzu­bilden ohne Preis­gabe ihrer iden­titätss­tif­ten­den Grundw­erte ist eine Her­aus­forderung, der sich die CDU stel­len muss; ein Wider­spruch ist es nicht.

Nun ist es in Düs­sel­dorf so gewe­sen, dass die Ober­bürg­er­meis­ter­wahl ger­ade im zweit­en Wahl­gang sicher­lich eine Per­so­n­en­wahl gewe­sen ist — warum auch nicht. Dumm war nur für die CDU, dass deren amtieren­der Kan­di­dat, Dirk Elbers, dauernd in Fet­tnäpfchen getreten ist, sei es dass er Quere­len mit der Feuer­wehr hat­te; dass er merk­würdi­ge Geschenke annahm; dass er Gelder für sozialen Wohn­raum zöger­lich abgerufen hat; dass er Leuten (Polizis­ten, Kranken­schwest­ern), die sich beschw­erten, sie kön­nten sich die Mieten in Düs­sel­dorf nicht leis­ten, riet aus Düs­sel­dorf weg zu ziehen; dass er Ruhrge­bi­etsstädte belei­digte, indem er mein­te, dort wolle man nicht tot überm Zaun hän­gen und so weit­er.

Kurzum: Er machte schlicht einen arro­gan­ten Ein­druck und das, ohne eigene Erfol­gspro­jek­te zu haben. Man hat­te ihn bei der vorherge­hen­den Wahl mit fast 60% gewählt, um die erfol­gre­iche Poli­tik seines Vorgängers weit­erzuführen. In dieser Hin­sicht hat Elbers schlicht ent­täuscht. Nur so ist zu erk­lären, dass er gegen einen unbekan­nten Nobody so deut­lich ver­lor.

Was das urbane Lebens­ge­fühl ist, von dem Tie­mann spricht, weiß ich nicht. Wie irgend­je­mand es passend verkör­pert, so dass es bei Wahlen auss­chlaggebend sein kön­nte, ist mir auch rät­sel­haft. Es spiel­te in Düs­sel­dorf auch keine Rolle.

Da woll­te man seit­ens der Stadt und der IVZ zu Hauf Leute dazu bewe­gen, bei ein­er Aktion von Coca Cola mitzu­machen, um für einen Wasser­spielplatz finanzielle Mit­tel zu erhal­ten. Reizvoll für sie war es, dass die Aktion unterm Strich kein Geld kostet. Einen Preis hat man den­noch zu zahlen: Man schaufelt über die ange­wor­be­nen Mit­macher deren bei Face­book angegebe­nen Daten sowie Fre­un­deslis­ten direkt in die Daten­bank von Coca Cola. So bil­lig kom­men Konz­erne son­st nicht an sen­si­ble Daten.

Gewon­nen hat man nun für Ibben­büren nichts. Die Aktion ist gehörig ins Wasser gefal­l­en. Nicht ein­mal genü­gend Stim­men für einen Trost­preis hat man zusam­men bekom­men. Woran lag es?

Es ist wohl eine Mis­chung aus Unver­mö­gen und Naiv­ität gewe­sen. Wie son­st will man erk­lären, dass Dör­fer mit weni­gen hun­dert Ein­wohn­ern die Ibben­büren­er Aktion weit hin­ter sich lassen kon­nten?

Wenn man über­haupt bei so ein­er Wer­beak­tion mit­machen muss, dann nur, wenn man über ein Net­zw­erk ver­fügt, dass diese Aktion auch unter­stützen kann. Wie man gese­hen hat: Trotz 19.000 Abo­nen­nten und nach eige­nen Angaben täglich 10.000 Nutzern auf der Inter­net­seite ver­fügt die IVZ nicht über ein solch­es Net­zw­erk. Die Stadtver­wal­tung eben­so wenig.

Man mag das nicht gewusst haben, aber wis­sen kön­nen: Denn es zählt schon seit län­gerem zu den Erfahrungswerten, dass Links in der IVZ kaum dazu führen, dass sich jemand vor den Rech­n­er set­zt und die ver­link­te Seite anklickt.

am 18.06.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Ab und an woll­te ich ja doch schon nach den Recht­en vor Ort sehen, aber man muss sich schon inzwis­chen Mühe geben, da über­haupt was mit zu bekom­men. Es ist ruhig gewor­den um die Pohls dieser Welt und ehe­ma­lige Gefährten wen­den sich von deren Partei ab.

So auch die ehe­ma­lige NPD-Ortsvor­sitzen­de Rheines, die gestern wegen Links auf ihrer inzwis­chen abgeschal­teten Inter­net­seite zu 900€ Strafe verurteilt wor­den ist.

Gestolpert bin ich dann doch noch über ein 2 Jahre altes Por­trait der Dame — pen­del­nd zwis­chen Jam­mern und Rum­spin­nen.

Vor ein paar jahren wur­de ein Bekan­nter von mir bei ein­er großen ost­west­fälis­chen Zeitung eingestellt. Als erstes wur­de ihm erzählt, dass er über alles schreiben kön­ne — nur nicht über Zeitungs­boten.

Was hat es damit auf sich? Zeitungs­boten sind seit Jahren wei­thin unter­bezahlt und das ist auch seit Jahren kein großes Geheimnis — wenn man nicht ger­ade die Berichter­stat­tung von Zeitun­gen zu Grun­de legt, denn da kommt so ein The­ma natür­lich nicht vor.

Der von der SPD vor­angetriebene all­ge­meine Min­dest­lohn bringt nun die Zeitungsver­lage, denen die faire Bezahlung von Zeitungs­boten nie son­der­lich am Herzen lag, in Bedräng­nis: Wie soll man noch höhere Kosten auf­fan­gen, wenn man immer noch kein Geschäftsmod­ell für die Zukun­ft hat?

Auch für die IVZ, die ger­ade erst den monatlichen Abo-Preis auf 32,90€ hochgeschraubt hat, wom­it der Monat­spreis seit 2013 unterm Strich um 5€ gestiegen ist, dürfte dies keine ein­fache Auf­gabe sein.

Nun haben sich die Zeitun­gen wohl fol­gen­des ein­fal­l­en lassen: Ein­er­seits betreiben sie Lob­by­is­mus. Das sieht so aus, dass man den Richter Udo di Fabio ern­sthaft öffentlich rumposaunen lässt, dass die Presse­frei­heit in Deutsch­land in Gefahr geri­ete, wenn Zeitungs­boten fair bezahlt wür­den. Ander­er­seits wird ver­sucht, das Gesetz zu umge­hen, indem man Zeitungs­boten vorschreiben möchte, wie viele Zeitun­gen er in der Stun­de aus­liefert, egal wie lange er tat­säch­lich braucht:

Math­i­as Haubrok, Betrieb­srat

Die Durch­schnitts­geschwindigkeit wird mit 5 km/h angenom­men und bei den Steckzeit­en ist es so, dass der Erst­wurf mit 20 Sekun­den und jed­er weit­ere Wurf mit 5 Sekun­den berech­net wird.“

KONTRASTE

Aber 5 km/h zum Laufen ist schon ganz schön sportlich!?“

Math­i­as Haubrok, Betrieb­srat
„Das ist schon ganz schön sportlich, ja.“

Vor allem bei Glät­te, Käl­te und Nässe.

am 11.06.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Anja Kar­liczek hat endlich ihre erste Rede im Bun­destag gehal­ten und dafür viel Gesin­nungsap­plaus erhal­ten. Inhaltlich war es dann doch etwas mer­würdig, was da kam.

Die Rede bezog sich auf ein Gesetz, dass wegen des Urteils des Bun­desver­fas­sungs­gerichts vom 7. Mai 2013 notwendig gewor­den war: Das Gericht hat­te entsch­ieden, dass die Ungle­ich­be­hand­lung von Ver­heirateten und einge­tra­ge­nen Lebenspart­nern rechtswidrig sei. Anders gesagt: Gle­ichgeschlechtliche Paare wer­den durch den Geset­zge­ber diskri­m­iniert.

Kar­liczek möchte es nun den Kon­ser­v­a­tiven zu Gute hal­ten, dass sie gle­ichgeschlechtliche Part­ner­schaften akzep­tieren. Auf die Idee muss man auch erst ein­mal kom­men: Lob ein­heim­sen wol­len dafür, dass man Men­schen nicht mehr diskri­m­iniert.

Um die Tür dann aber nicht ganz zu ver­schließen, redet sie unterm Strich davon, dass man der Ehe, der klas­sis­chen Fam­i­lie, doch noch in irgen­dein­er Form Vor­rang geben müsse, da Kinder Keime der Gesellschaft seien. Nun braucht man aber ein­er­seits keine Ehen, um Kinder in die Welt zu set­zen, und ander­er­seits ist diese Keim-Metaphorik nur ein Ersatz für die CDU-Posi­tion, Ehen seien der Keim der Gesellschaft. Genau dage­gen wen­de­te sich ja das Urteil des Bun­desver­fas­sungs­gerichts.

Wie man in der Diskus­sion sach­lich pointiert­er sein kann, zeigte im Anschluss Susan­na Karawan­skij von der Linkspartei.

Da gibt es wohl schon wieder was Neues auf YouTube: Etwas durch Zufall bin ich auf eine Über­sichts­seite gestoßen, auf der YouTube-Videos gelis­tet wer­den, die über Ibbtown.com ver­linkt wur­den. Ohne, dass unsere­ins das instal­liert hät­te oder dass man wegen der Tex­tüber­nah­me gefragt wor­den wäre. Schul­terzuck­en, weit­er­ma­chen.

am 04.06.2014 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben
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