Zum Schritt auf’s aller­höch­ste Trep­pchen hat es lei­der nicht gere­icht: Rot­ten­burg am Neckar gewin­nt das Finale von Mis­sion Olympic in der mit­tleren Kat­e­gorie gegen Ibben­büren. Das verkün­de­te Glücks­fee Brit­ta Stef­fen am heuti­gen Abend in Berlin. Allerd­ings kon­nten die Delegierten aus Ibben­büren zwei Trost­preise mit nach Hause nehmen. 

So wur­de Enno Pölk­ing ein 1000€-Förderpreis für die aus­gerichtete Kat­e­gorie “Ehe­frauen-Tra­gen” über­re­icht:

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Bürg­er­meis­ter Heinz Ste­in­gröver durfte sich über ein Trostpflaster von 10.000 € für den Zweit­platzierten freuen:

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Ja gut, was man so freuen nen­nt. ZDF-Mod­er­a­tor­in Karen Webb führte sicher durch einen zähen Ver­lei­hungsz­er­e­monieabend, …
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… der allerd­ings kaum online ver­fol­gt wer­den kon­nte, weil die Inter­net­seite der Ver­anstal­ter den größten Teil des Abends zusam­menge­brochen war. Das war nicht ansatzweise olymp­is­ch.

Ibben­büren war mit deut­lichem Punk­tvor­sprung ins Finale gegan­gen, wie die let­z­tendliche Wer­tung aussieht, ist bis­lang nicht bekan­nt gegeben wor­den.

am 28.11.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

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Jaha, Sie da mit den Stadtwerken. Da ist noch längst nicht alles in trock­e­nen Tüch­ern, dass kann ich Ihnen aber mal hus­ten. Da fließt noch viel Wasser die Aa hin­un­ter. Sie wis­sen doch: Wichtig is aufm Platz, ein Spiel dauert 90 Minuten und Tor ist, wenn der Schiri pfeift. Wo kämen wir denn hin, wenn wir das Pferd von hin­ten aufzäumten? Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben!

Mein Opa hat immer gesagt: “Nur wer gegen den Strom schwimmt, kommt an die Quelle.” Sie dage­gen agieren nach der Devise “Wenn der Bauer nicht schwim­men kann, liegt’s an der Bade­hose.” Sowas schlägt dem Fass doch den Boden aus! Das kann der Weisheit let­zter Schluss nicht sein!

Demut, diese schöne Tugend, ehrt das Alter und die Jugend. Allerd­ings kommt der Knochen nicht zum Hund, son­dern der Hund zum Knochen. Die Absicht ist sicher­lich die Seele der Tat. Aber des Teufels lieb­stes Möbel­stück ist die lange Bank.

Nadel ohne Spitz ist nicht viel nütz. Nun wird man Ergeb­nis­se sehen lassen müssen. Und hören Sie auf mit dem Blabla.

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Dieser Schmök­er wur­de dere­in­st als Klolek­türe gekauft, aber nach Ein­blick nicht für tauglich emp­fun­den. Die Geschichte um eine über­drehte Ver­sion des Grimm­schen Märchens Werbelink zu Amazon

ist wohl zu Ottos Zwer­genk­i­nofilm mal aufgelegt wor­den. Lei­der wur­de auf Humor gän­zlich verzichtet.
am 26.11.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Was ich auch mal gerne wis­sen möchte, ist, ob Zeitun­gen sich gar nicht mehr an Tren­nung von Wer­bung und Zeitungs­bericht­en hal­ten müssen. Soll­ten Wer­be­tex­te nicht mal gekennze­ich­net wer­den? Denn dieser Text kann niemals ern­st­nehm­bar­er Jour­nal­is­mus sein.

Der Text han­delt ange­blich von der Akzep­tanz der WN-App seit­ens der Benutzer. Man kön­nte jet­zt erwarten, dass auf die vie­len neg­a­tiven Kri­tiken der App einge­gan­gen würde, dass Nutzerzahlen angegeben wer­den, wenig­stens irgendwelche Daten zu Nutzerver­hal­ten. Puste­blume. Stattdessen liest man:

Haben sich iPad und Co. wirk­lich schon durchge­set­zt? Sie haben!

Belege für die Antwort: Null. Wenn Sie sich jet­zt fra­gen, was hat denn die Frage, ob sich iPad und Co. durchge­set­zt haben, mit der Frage nach der Akzep­tanz der WN-App zu tun hat? Falsche Fährte.

Wie kann man seine Leser nur so für blöd verkaufen?

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Ger­ade im Woy­ton gewe­sen und den emp­fohle­nen Kaf­fee Blue Bar­tak (hier zu kaufen, kein Wer­be­link) gekostet. Der Kaf­fee wur­de in einem Weck-Glas-Serviert mit dem Hin­weis keine Milch rein zu schüt­ten. Dem bin ich dann mal gefol­gt und danke dem Tippge­ber. Diesem Kaf­fee soll­te man nicht mit Milch seinen Geschmack rauben, denn dann kann man auch jeden x-beliebi­gen Kaf­fee trinken. Blue Bar­tak hat einen angenehmen Kaf­fee-Geschmack und ist keine Spur bit­ter. Insofern braucht man keine Milch.

Ver­wun­dert hat mich der Preis von ger­ade mal 2,25€. Dafür kriegt man unter­wegs zwar 2 Kaf­fee im Papp­becher, die qual­i­ta­tiv aber nicht mithal­ten kön­nen, und über’s Inter­net ger­ade mal ein Pro­bier­päckchen. Aber Zuhause muss ich den nicht unbe­d­ingt haben. Irgend­wann schmeckt man Kaf­fee­qual­ität nicht mehr raus, wenn man sich fes­tlegt. Vielle­icht für Gäste, mal sehen.

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Vor Kurzem als Klolek­türe drüben besprochen, nun aus geson­dert. Urteil:

Woan­ders als Buch des Tages gewürdigt, sprang bei mir bei Die große Brock­laus: Das kom­plett erfun­dene Lexikon Werbelink zu Amazon

von Oliv­er Kuhn, Alexan­dra Rein­warth und Axel Fröh­lich der Funke oder, wenn man so mag, die Laus nicht über. 6 oder 7 mal habe ich schmök­ernd irgend­was ange­le­sen und wegen zu gewoll­ter Lustigkeit umge­hend weggelegt. Vielle­icht fällt die Begeis­terung für diesen Schmök­er anders aus, wenn man sich viel Zeit oder das Hör­buch zur Hand nimmt .

Was aber die Präsent­tauglichkeit ange­ht, stim­me ich dem zu, der schreibt: “Zum Ver­schenken nicht geeignet.” Das Risiko, zu ent­täuschen und den Geschmack des Beschenken zu ver­fehlen, ist da ein­fach zu groß.

Dabei sind die Büch­er­schränke in Düs­sel­dorf ger­ade unge­mein gut bestückt. Entwed­er wer­den die immer beliebter, oder die Leute räu­men für Wei­h­nachts­geschenke ihre Regale frei.

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Ich meine damals, und wir sprechen vom Jahr 1991, fing es mit Büch­ern zum Film an. Da gab es über Monate erfol­gre­iche Kino­hits, und in den Buch­hand­lun­gen oder den Zeitungskiosken taucht­en die Bücher zum Film auf. Manch­mal tat­säch­lich nur mit Zusatz­in­for­ma­tio­nen und Bildern, was in Zeit­en des Inter­nets wohl kom­plett obso­let gewor­den sein dürfte, manch­mal wie bei diesem Schinken von Michael Blake mit der­sel­ben Sto­ry zwis­chen Buchdeck­eln gepackt. Hat­te ich mir damals als Step­ke geholt, ohne den Film gese­hen zu haben. Woll­te ich wirk­lich mal lesen. Ste­ht jet­zt unge­le­sen im Büch­er­schrank.

am 23.11.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Heute griff ich mal wieder zum Käse­blatt und da fiel mir dieses Zitat in die Augen:

Wenn zwei Men­schen immer das­sel­be denken, ist ein­er von ihnen über­flüs­sig.”

Win­ston Churchill (1874 — 1965), britis­cher Poli­tik­er und Nobel­preisträger

Wis­sen Sie, was dieses Zitat mit dem Zitat “Ich bin ein Berlin­er” gemein hat? Bei­de stam­men nicht von Win­ston Churchill. Zumin­dest nicht nach­weis­lich. Auch online habe ich auf englis­chsprachi­gen Seit­en keinen Hin­weis gefun­den, der bei­des miteinan­der belegt in Verbindung bringt. Auf deutschen Inter­net­seit­en ist diese Kom­bi­na­tion wesentlich ver­bre­it­eter. Ander­er­seits wird er auch Albert Ein­stein unterge­jubelt .

Der Satz stammt wohl eher aus dem Amer­i­can Mag­a­zine und lautet 1931 im Orig­i­nal:

When two men in busi­ness always agree, one of them is unnec­es­sary.

das wiederum vom Zitat

If the two records sub­stan­tial­ly agree, one is unec­ces­sary

aus dem Jahr 1884 abstam­men kön­nte. Der Erbauer des Schloss­es Elmau, Johan­nes Müller, soll auch sowas gesagt haben. Das wäre alles dichter dran als Churchill. Wahrschein­lich wird es auch noch frühere Sinnsprüche über Iden­tität geben, die entsprechend zu lesen sind.

Früher hat man ja durch Zitieren seine Bele­sen­heit zur Schau gestellt, was auch schon albern war. Heute kann man dadurch auch gut seine Unbe­le­sen­heit zur Schau stel­len. Man weiß eben nicht, von wem so ein Zitat kommt oder nicht kommt. Kann schon sein, dass Churchill das irgend­wann mal gesagt hat. Wer will das genauestens wider­legen?

Zumin­dest bei Käse­blät­tern scheint es mir so zu sein, dass nie­mand mehr so recht daran inter­essiert ist, wie ver­lässlich das ist, was man so druckt, wenn es eh keinen inter­essiert und nie­mand einen prüfend­en Blick darauf wirft.

Denn gestern gab es beim Käse­blatt das­sel­be Spiel:

Jed­er Tag, an dem du nicht lächel­st, ist ein ver­loren­er Tag.”

Char­lie Chap­lin (1889–1977), britis­cher Komik­er, Schaus­piel­er, Regis­seur, Kom­pon­ist und Pro­duzent

Warum nicht mal Willy Brandt? Das wäre doch mal aus­ge­fal­l­en­er, wenn man sich eh nicht um den tat­säch­lichen Autor bemüht. Das ange­bliche Zitat scheint mir aus der­sel­ben im Netz gefun­de­nen Zitat­daten­bank zu stam­men. Es wird Chap­lin oft im Inter­net ohne irgen­deinen Beleg zugeschrieben, stammt aber wohl eher von Nico­las Cham­fort aus dem 18. Jahrhun­dert und lautet:

La plus per­due de toutes les journées est celle où l’on n’a pas ri.

am 22.11.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

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Fabi­an ist ein Anfangs­dreißiger in den Dreißiger Jahren des let­zten Jahrhun­derts. Ein moralis­cher Sprin­gins­feld, der sich nicht auf die niederge­hen­de Zustän­de sein­er Zeit ein­lassen kann. Das Buch ist eine Zus­tands­beschrei­bung der dama­li­gen Zeit und man kann sie sehr gut auf die heutige Zeit beziehen, was trotz all der mod­er­nen Tech­nol­o­gisierung doch etwas über­rascht. Irgend­wie hal­te ich den Roman nicht für ganz rund, aber es stört mich nicht weit­er.

am 13.11.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben
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