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Das passt ja wieder schön zueinan­der. Das Auto­haus Simon ver­anstal­tet aber­mals eine Akademie oder wie immer deren Redewese dies­bezüglich auch ist und der ein­ge­ladene Ref­er­ent doziert über ein ange­blich­es Kaufver­hal­ten heutiger Kun­den. Die Quint-Essenz ist so etwas wie: Kun­den informieren sich vor dem Kauf eines Pro­duk­tes über die Qual­ität des Pro­duk­tes und fra­gen andere, die das Pro­dukt gekauft haben, was sie davon hal­ten. Ganz neues Ver­hal­ten, würde ich auch sagen. Und weiter:

Mod­erne Ser­vices ori­en­tieren sich am gesamten Kauf­prozess und holen den Kun­den stets dort ab, wo er sich ger­ade befind­et. Das gilt für externe Kanäle wie Face­book, YouTube und Twit­ter genau­so wie für eigene Kanäle wie Blogs, Foren oder Chats. So wirken Ser­vices im Kauf­prozess umsatzfördernd.

Kürzt man da alle PR-Metaphorik raus, geht es im Kern nur um ein ein­lul­len­des Verkauf­s­ge­spräch, das man anstreben soll. Inter­es­san­ter Weise meint man beim Dum­my-Mag­a­zin bezüglich der Aus­rich­tung genau das Gegenteil:

Den Leser dort abholen, wo er ste­ht“: Dieses schau­rige Bild wird von Medi­en­leuten gern ver­wen­det, um ihre Arbeit zu beschreiben. Das heißt: Bitte nur das liefern, was nicht weh tut, nicht aufregt, nicht zum Nach­denken anregt. Der Leser, diese volatile Krea­tur, darf näm­lich nicht zu sehr gefordert wer­den, son­st kündigt er wom­öglich das Abo. Wir haben in den ver­gan­genen zehn Jahren genau die gegen­teilige Erfahrung gemacht.

am 30.09.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

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Unge­le­sen aus­gemis­tet. Ich habe die Autorin damals rund um den Mop­pel­hype auf der Frank­furter Buchmesse auf ein­er Bühne gese­hen. Da war ich dann doch sehr über­rascht, dass die Dame auf der Bühne kaum noch was mit der Dame auf dem Cov­er des Buch­es gemein­sam hat­te. Als Diätvor­bild taugte sie jeden­falls optisch nicht mehr so ganz. Da habe ich auch auf eine Lek­türe gän­zlich verzichtet.

1. Der SPD-Kan­di­dat Jür­gen Coße hat die Direk­t­wahl gegen die CDU-Kan­di­datin Anja Kar­liczek im Wahlkreis Ste­in­furt III deut­lich ver­loren. Coße führte als Grund für sein schlecht­es Abschnei­den ver­glichen mit der BTW 2009 an, dass Sie 2009 keinen grü­nen Mit­be­wer­ber hat­ten. Die SPD Ibben­büren spricht von einem Merkel-Sog, gegen den nicht angekom­men wor­den wäre. Überzeu­gen Sie diese Erklärungen?

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Rein­hold Hemk­er: Die Gründe für den Wahlaus­gang auch im Wahlkreis 128 sind natür­lich kom­plex­er. Es ist zum Beispiel nicht gelun­gen, deut­lich zu machen, dass die von Sozialdemokrat­en in der Zeit der Rot-grü­nen Koali­tion und dann auch in der Großen Koali­tion vertretene Finanz-, Sozial- und Wirtschaft­spoli­tik eine der wesentlichen Grund­la­gen dafür war und ist, die zu der ver­gle­ich­sweise guten Sit­u­a­tion in Deutsch­land geführt hat.

Da hil­ft es natür­lich kaum, wenn vor­wiegend darauf geset­zt wird, dass nur mit der SPD die notwendi­gen und richti­gen Refor­men zum Beispiel in den Bere­ichen Gesund­heit, Pflege, Finanzen, Energie und auch inter­na­tionale Entwick­lung möglich sind. Die Rolle des Küm­mer­ers wurde dabei vernachlässigt.

2. Im Wahlkreis Ste­in­furt III trat­en zwei Bewer­ber an, die zunächst bei­de wenig bekan­nt waren. Anja Kar­liczek löste das Prob­lem, indem sie viel Präsenz bei diversen Ver­anstal­tun­gen zeigte, auch wenn sie inhaltlich nicht her­aus­ra­gen kon­nte. Die Mit­be­wer­berin der Partei Die LINKE, Kathrin Vogler, spricht davon, Kar­liczek habe einen unpoli­tis­chen, emo­tionalen Wahlkampf geführt, was die Wahlkampflei­t­erin Kar­liczeks “Sym­pa­thiewahlkampf” nen­nt. Kann man mit einem Wahlkampf, der auf Inhalte zielt, vor Ort keine Wahl mehr gewinnen?

Rein­hold Hemk­er: Inhalte und Per­son waren und sind nie voneinan­der zu tren­nen. Die von den Kan­di­datin­nen und Kan­di­dat­en vertrete­nen Inhalte und Pro­gramme müssen glaub­würdig, schlüs­sig und ver­ständlich vertreten werden.

Das ist Frau Kar­liczek offen­sichtlich auch durch ihre offene Art und auch durch die manch­mal zugegebene man­gel­nde Ken­nt­nis in Detail­fra­gen als Erst­be­wer­berin im Wahlkreis gelun­gen. Ich hat­te bei dem, was ich in den Aus­sagen in den Medi­en wahrgenom­men habe, nicht den Ein­druck, dass sie die Ver­mit­tlung der inhaltlichen Aus­sagen ver­nach­läs­sigt hat.

Ich habe in den Jahren mein­er par­la­men­tarischen Tätigkeit auch immer ver­sucht, die zu vertrete­nen Inhalte mit meinem Leben und damit mein­er Per­son in Ein­klang zu brin­gen. Ich glaube, dass die Bürg­erin­nen und Bürg­er, die zur Wahl gehen, das auch für richtig halten.

3. Die im Bun­destag vertrete­nen Parteien äußern derzeit klar, mit wem man nicht koalieren will, aber nicht, mit wem man gerne koalieren würde. Was für eine Lösung erwarten Sie und welche Zukun­ft­saus­sicht­en denken Sie, hat dieses Projekt?

Rein­hold Hemk­er: Es geht bei der Regierungs­bil­dung und der anschließen­den Regierungs­führung immer darum, die richti­gen und möglichst guten Lösun­gen für die Ker­nauf­gaben bei der Gestal­tung der Zukun­ft zu find­en. Und das muss immer mit Blick auf die glob­al zu gestal­tende Welt geschehen.

Das wird jet­zt auch Mess­lat­te sein dafür, welche Entschei­dun­gen für eine Regierungs­beteili­gung möglich sein kön­nen. Es würde also bei Koali­tionsver­hand­lun­gen für die SPD darum gehen, ob die wesentlichen Inhalte und Ziele des Wahl-und Regierung­spro­grammes bei ein­er etwaigen Regierungs­beteili­gung um-und durchge­set­zt wer­den könnten.

Es muss natür­lich auch geprüft wer­den, ob eine kon­struk­tiv-kri­tis­che Arbeit als größte Oppo­si­tions­frak­tion im Bun­destag in der jet­zi­gen Sit­u­a­tion nicht bess­er wäre. Zum jet­zi­gen Zeit­punkt eine bes­timmte Koali­tion zu favorisieren wäre völ­lig falsch. Die von mir gewün­schte Koali­tion ist lei­der nicht möglich.

Dr. Rein­hold Hemk­er saß für die SPD als Vertreter des Wahlkreis­es Ste­in­furt III von 1994 bis 2009 im Deutschen Bundestag.

20:21 Uhr Anja Kar­liczek toppt mit 47,95% das Ergeb­nis von Dieter Jasper um 4,6%, was das beste Ergeb­nis eines CDU-Bewer­bers seit 30 Jahren ist, und zieht mit deut­lichem Vor­sprung vor Jür­gen Coße mit 36,48% direkt in den Bun­destag ein. Für die SPD ist das schlecht­este Ergeb­nis eines SPD-Bewer­bers in diesem Wahlkreis seit 1990 eine krachende Nieder­lage. Die Wäh­ler haben es offen­sichtlich abgelehnt, einen Bewer­ber, der nicht im Wahlkreis wohnt und hier kaum bekan­nt ist, zu wählen.
20:15 Uhr Anja Kar­liczek gewin­nt in Ibben­büren mit 45,3% klar vor Jür­gen Coße mit 40,7%. Die Wahlbeteili­gung liegt bei 75,1% etwas über dem Bundestrend.
20:00 Uhr Für den Spott braucht man nicht zu sor­gen: www.istdieFDPnochimBundestag.de
19:45 Uhr Auch in Ibben­büren liegt Anja Kar­liczek mit 45,2% klar von Jür­gen Coße mit 40,8%.
19:43 Uhr Chris­t­ian Steif­f­en liegt derzeit in der OB-Wahl in Osnabrück mit 3,6% deut­lich vor Robert Sei­dler von der FDP.
19:38 Uhr Nach 170 aus­gezählten Wahlkreisen sieht es nach einem über­raschend hohen Sieg für Anja Kar­liczek aus. Sie hat bish­er 48% der aus­gew­erteten abgegebe­nen Stim­men erworben.
19:18 Uhr Auch nach 120 von 226 der aus­gezählten Wahlkreise führt Anja Kar­liczek deut­lich mit 48% vor Jür­gen Coße mit 36%.
19:07 Uhr Nach 14 von 51 Wahlkreisen führt Anja Kar­liczek in Ibbenbüren.
19:05 Uhr Erste Hochrech­nung bei der Osnabrück­er Ober­bürg­er­meis­ter­wahl: Griesert von der CDU knapp vorne, Kalla Wefel bei 11,8%, Chris­t­ian Steif­f­en bei 6,8%.
18:56 Uhr Ange­blich sind in der Grund­schule in Teck­len­burg kurz vor Schluss die Wahlzettel ausgegangen.
18:25 Uhr Die allererste Mel­dung kommt aus Osten­walde: Anja Kar­liczek gewin­nt mit 77%.
18:00 Uhr Die erste Prog­nose für den Bund ist raus, AfD nahe am Einzug in den Bun­destag, FDP nahe am Raus­flug. Kann sich alles noch ändern.
17:59 Uhr Auch Chris­t­ian Steif­f­en, der in Osnabrück sich für das Amt des Ober­bürg­er­meis­ters bewirbt, hat gewählt und seine Stimme in so etwas wie einen Müll­tomme geschmis­sen.
17:57 Uhr Die Ergeb­nisse der U18-Bun­destagswahl 2013 sind da.
17:45 Uhr So, noch eine Vier­tel­stunde und wir bekom­men eine erste Prog­nose, wenn die Wahllokale schließen. Im Wahlkreis Ste­in­furt III zeich­net sich beim direk­ten Tick­et in den Bun­destag ein Kopf-an-Kopf-Ren­nen zwis­chen Anja Kar­liczek von der CDU und Jür­gen Coße von der SPD ab. Bei­de hat­ten im Wahlkampf mit den Hand­i­caps zu tun, dass man inhaltlich wenig auf der Pfanne hat­te bzw. namentlich nicht son­der­lich bekan­nt war. Daran hat sich im Wahlkampf wenig geän­dert, allerd­ings war Kar­liczek frühzeit­ig auf jed­er Katzenkirmes anzutr­e­f­fen. Wessen Strate­gie entschei­dend bess­er war, um Dieter Jasper zu beer­ben, wer­den wir bald erfahren.

am 22.09.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

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Ja, und während ander­norts Mar­ket­inglei­t­erin­nen wegen Ver­wen­dens von Peu­do­ny­men aus Grup­pen aus­geschlossen wer­den, küm­mern wir uns mal lieber um’s All­t­ags­geschäft und mis­ten erst ein­mal weit­er aus. Dies­mal trifft es Heinz Com­mers Die Uner­set­zlichen — Ein Buch für Gehalt­sempfänger. Hier­bei han­delt es sich um eine Anleitung, durch die der sich dafürhal­tenden Unersetzliche

tre­f­flich in der Lage [ist], poli­tis­che oder inter­na­tionale, freilich auch betriebliche Ver­schwörun­gen zu ini­ti­ieren, denen Com­mer in seinem Buch bre­it­en Raum gibt.

wie man anno Tuck bei der Zeit schrieb. Na, dann.

am 18.09.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Am 12. Okto­ber stellt Chris­t­ian Steif­f­en erst­mals der Öffentlichkeit sein allererstes Album Arbeit­er der Liebe vor. Und wir lassen uns nicht lumpen und ver­anstal­ten ein kleines Gewinnspiel.

Steifengewinnspiel

Zu gewin­nen gibt es:

1. Preis 2 Karten für das Chris­t­ian-Steif­f­en-Konz­ert am 12.10. 2013 in der Kleinen Frei­heit in Osnabrück.
2. Preis Die Maxi-CD von Chris­t­ian Steif­f­en mit den Welth­its Ich hab die ganze Nacht von dir geträumt, Sex­u­alverkehr, Ich fühl mich Dis­co und Eine Flasche Bier.
3. Preis Das Buch “Zweierk­isten” von Meike Win­nemuth und Peter Praschl aus unser­er Bücherk­iste. War nix anderes mehr da.

Wie kann man teilnehmen?

Teil­nehmer kön­nen Lose erwer­ben, aus denen ein Gewin­ner­los gezo­gen wird. 1 Los gibt es für jeden, der einen Kom­men­tar hier hin­ter­lässt, 2 Lose für einen Face­book-Beitrag “Ich möchte zum Steif­f­en http://ibbtown.com/13632” (Text darf angepasst wer­den, Link muss bleiben) und 3 Lose für einen Blog­beitrag, der auf diese Seite ver­weist. Der Rechtsweg ist aus­geschlossen. Das Gewinn­spiel endet am 30. Sep­tem­ber um 23:59 Uhr. Gewin­ner wer­den benachrichtigt. Viel Glück!

am 10.09.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentare deaktiviert für Gewinnspiel: Christian Steiffen

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Pas­send zum jüdi­schen Neu­jahrs­fest gas­tierte die Ams­ter­dam Klez­mer Band am ver­gan­ge­nen Mitt­woch im Düs­sel­dor­fer Zakk. Mit pop­pi­ger Kles­z­mer Musik, rus­si­schen Stü­cken und nie­der­län­di­schem Rap heizte man dem Düs­sel­dor­fer Publi­kum ein, so dass die­ses aus­ge­las­sen tanzte und (!) sog­ar klatschte.

So oder so wird uns die Band wohl noch über den Weg lau­fen. Wegen der 15-Jahrs-Jubiläum­s­tour, die man seit meh­re­ren Jah­ren bestrei­tet oder wegen ihres neuen Albums. Schaumermal.

[Ams­ter­dam Klez­mer Band, Düs­sel­dorf, Zakk, 04.09.2013, 200 Zuschauer]

Hefft de Nah­ber­sche Hilde mi vertellt, dat unner de Mag­nus­plaggen ne ole Tankstell is. Kan ik daor mien Trak­tor tanken? He fohrt met allet, ik kan daor auk bi Aldi Salatöl kopen. Russt woll, aver he fohrt dan äs een Ferrari.

Bi us in de Naber­schop ward een niege Mast­stall baut. Wenn ik met mien Klönkast en Dwid­der Fotos affnehmen kan, maak ik auk Fotos. Dan kan jau sik dat maol ankieken, de niege Maststall.

Sap­per­lott, da is Kirmes schon wieder vor­bei. Ich bin ja nur kurz drüber und abends am Ver­triebe­nen-Stand ste­henge­blieben. Und wie ich da ger­ade auf früher, nech, die gute alte Zeit anstoßen wollte, kommt mir da Hoppe-Wielages Eugen vom Liegen­schaft­samt um die Bierzelt­stange entgegen. 

Moin Eugen, was macht das Knie, die Fam­i­lie, und was gibt das denn nun mit dem Opus Magnus?”

- “Tach Hubert, danke der Nach­frage. Bist der erste, der mich heute nach Mag­nus fragt. Schmeckt denn das Bier schon? Na, woll­n­ma nicht so sein. Kön­nte ins Rollen kommen.”

Die Bag­ger oder das Gerede?”

- “Das Gerede ist doch die ganze Zeit im Gange. Aber die Bag­ger auch erst später, erst müssen ja die Tanks raus.”

Was denn für Tanks?”

- “Soweit ich weiß, sind da noch Tanks im Boden. Hin­ten haben die doch früher ihre Zug­maschi­nen sel­ber betankt. Die müssen erst raus. Kostet auch noch ne Stange Geld, kannstn Haus für bauen, fällt aber jet­zt auch nicht mehr ins Gewicht bei dem Kaufpreis.”

War der so schwindelerregend?”

- “Die Bank wollte halt den Höch­st­bi­etenden, nicht den mit dem Konzept. Mach­ste nichts dran bei den Anzugträgern.”

Und wie war das mit der Kirmesbegehung?”

- “Die hät­ten bess­er auch vorher noch zusam­men einen getankt.”

am 03.09.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben