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Mien Hein was gäß´ton Moorn in Saer­biäkke met usen Trak­tor. Wat da gewe­sen is? We hebben een niege Buslin­ie van Saer­biäkke to Ossen­brügge arrang´scheert. We kun­nen fiefun­twintig Lüüe meenehmen. Staat toch up usen Messwagen.

Van Saer­biäkke naar Ossen­brügge bruukt hei söven Stün­nen. Da was toch watt in de Kees­blatt met öwer twee Stun­nen. Kann die Fru auk bi Hein meefööhrn!

Nööst Soa­ter­dach will Hein vöör de Faßlowend in Ippen­büren een Schut­tel aan­bee­den. Hei faahrt in Saer­biäkke um fief Klock, dann ses klock Stall­forth, söven Klock 11 Dörn­the en acht Klock 46 in Büren. Wat will´t je so fröh in Büren? Kannst de Plaggen van Mag­nus umgraawen.

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Der Büch­er­schrank ist wieder heile, wie schön. Aber auch ziem­lich mager bestückt, wie weniger schön. Mein Herz so weiß ist immer noch da, Dok­tor Schi­wa­go auch. Wun­dert mich ja, da meine Schmök­er dort fix wieder ver­schwinden. Meine neueste Beis­teuerung ist Jen­seits von Eden. Und kaum wende ich mich der Rück­seite des Büch­er­schranks zu, kom­men zwei Mäd­chen an und das eine erk­lärt dem anderen, wie dieser Büch­er­schrank funk­tion­iert. Und dann gin­gen sie die Schmök­er durch:

Muss man die kaufen oder wie?

- Nein, man stellt ein Buch rein oder nimmt sich eins raus.

(Fragerin mustert die Buchrück­en) Kenn ich alles nicht. Noch nie gehört.

- Man kann ja nicht alles kennen.

John Stein­beck, Jen­seits von Eden. Schon mal gehört.

- Siehste!

Nanu, denke ich. So jung, und sie ken­nt noch Nino de Ange­lo?

Naja, das heißt ja nicht, dass ich es gele­sen habe.

- Man kann ja nicht alles gele­sen haben.

Nee, das war Der Garten Eden.

Ich lasse das gelten.

am 29.01.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

Diese merk­würdi­ge Ser­vice­berichter­stat­tung der IVZ muss auch mal fest­ge­hal­ten wer­den: Da berichtet man heute von ein­er Saer­beck­erin, die ange­blich für ihren Weg zur Arbeit statt 40 Minuten mit dem Auto bis zu 2 Stun­den mit dem S50 und der Bahn braucht. Unter welchen Umstän­den der Weg 2 Stun­den dauert, ver­rät der Text nicht. Das verwundert.

Die Saer­beck­erin fährt — so der Text — mor­gens so nach Ibben­büren, dass sie um halb 9 am Bus­bahn­hof ist und von dort den Zug, der laut Plan passend abfährt, um halb 9 nimmt. Aber ange­blich sei der S50 mor­gens immer ver­spätet. Ich weiß ja nicht, ob das der Grund sein soll, weswe­gen die Dame 2 Stun­den für den Weg braucht, aber der näch­ste Zug nach Osnabrück um diese Uhrzeit kommt um 8.53 Uhr. Das ist eine Verzögerung von 25 Minuten — mehr aber auch nicht. Eine solche Ver­spä­tung kann Aut­o­fahrern auch leicht unterkom­men. Deswe­gen ein solch­er Artikel?

Ein zweit­er Kri­tikpunkt ist die ange­bliche Über­fül­lung im S50 am Nach­mit­tag wegen Schülern. Das ver­wun­dert etwas. Ich gehe mal davon aus, dass die Verbindun­gen um 12.30 Uhr und um 13.30 Uhr mit­tags gen­nant wer­den soll­ten, und die danach nach­mattags. Die mit­taglichen Verbindun­gen sind in der Tat sehr stark von Schülern genutzt. Nach­mit­tags sind zwar auch Schüler unter­wegs, der Großteil der S50-Fahrgäste sind aber, so wie ich es bis­lang mit­bekom­men habe, Beruf­spendler. Ich nutze den Bus selb­st ziem­lich regelmäßig, weil man mehr von der Land­schaft im Teck­len­burg­er Land zu sehen bekommt als im Zug, der weniger Zeit braucht nach Mün­ster, und weil man nicht so stark vom Zug­per­son­al und anderen Fahrgästen gestört wird.

Lange Rede kurz­er Sinn: Eine Über­fül­lung, so dass jemand ste­hen musste, ist mir im S50 noch nicht untergekom­men. Vielle­icht hätte man bei der IVZ sich ja auch ein­mal selb­st ein Bild machen sollen, indem man mal mit dem S50 nach Saer­beck fährt — was immer die Prob­leme von Saer­beck­ern in der IVZ zu suchen haben. Aber gut, damit verärg­ert man keine Abonnenten.

Witzig ist ja, dass der RVM-Sprech­er ein­räumt, dass ihm zur Beurteilung der Sach­lage die Fak­ten fehlten. Der IVZ hat das nicht so viel ausgemacht.

sushifueranfaenger

Sushi für Anfänger war das erste Buch der britschen Autorin, das ich gele­sen habe. 

Kurz zu Hand­lung: Eine Großstäd­terin muss in die Prov­inz, um ein lang­weiliges Frauenkäse­blättchen aufzupeppen. 

Obwohl es ein schein­bar typ­is­ches Frauen­ro­man ist, wirkt es nicht kitschig, und ver­sucht nicht, seine Haupt­fig­uren auf Teufel-komm-raus komisch zu überzeichnen. 

Wie auch in späteren Roma­nen ver­ar­beit­et die Schrift­stell­rin, ein­er­seits nüchtern ander­er­seits sehr komisch, ihren Kampf mit der Sucht und Zwangsneurosen. 

Mein per­sön­lich­es Urteil: Ich fand das Buch gut, und ich hoffe der neue Besitzer wird genau­so seine Freude daran haben.

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Es geht ein gewiss­er Reiz davon aus, das Buch zu einem Film zu lesen. Tati hat wohl nur von der Geschichte an sich gehört, ohne den Film zu ken­nen, und war dann von der Roman­nach­schrei­bung eher ent­täuscht. Ich habe damals das Buch zu Sieben erwor­ben und war eher beglückt, den Film nochmal nach­hallen lassen zu kön­nen. Ob das Buch auch ohne Ken­nt­nis des Films inter­es­sant ist, ver­mag ich daher nicht zu sagen, aber einiger­maßen kom­plex war die Geschichte des Films halt schon. Vielle­icht passt das jeman­dem bei Big Fish auch in den Kram.

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Gestern ver­schlug uns unser Hunger in die Friedrichsstraße in Düs­sel­dorf, gegenüber vom Buch­haus Stern­ver­lag, Il Mer­ca­to. Der Laden wurde mir ganz oft emp­fohlen, lei­der habe ich es bis jet­zt nie geschafft, da rein zuge­hen. Und was soll ich sagen: Es lohnt sich. 

Aber eins nach dem anderen, hier meine Bewertung: 

Das Ambi­ente ist recht angenehm, trotz der offe­nen Küche gibt es keine unan­genehmen Gerüche, dafür 3,5 Punk­te. Bestellt haben wir zwei Gerichte von Mit­tagskarte, die auch am Woch­enende gültig ist, dafür 4 Punkte. 

Die Mit­tagskarte bietet 10 bis 13 Gerichte in ein­er Preiss­panne von 4,50 Euro für eine Suppe bis 10 Euro für ein Fleis­chgericht. Ganz oft vertreten waren die Pastagerichte, daher für die Vielfalt der Karte nur 3 Punkte. 

Wir bestell­ten Penne mit Kalb­s­fleisch und Pilzen, und Penne über­back­en mit Gemüse, für die es sat­te 4 Punk­te gibt.
Der Laden eignet sich auch ganz gut zum anschließen­dem Kaf­feetrinken. Der Kaf­fee ist nicht schlecht, ver­di­ent aber keine Extrapunkte.
Das macht eine Gesamt­punk­tezahl von 3,7.

Wir wün­schen noch einen schö­nen Son­ntag und bis zum näch­sten Mal.

gogolseelen

Und wieder zog es uns im Auf­trag des guten Geschmacks an den Büch­er­schrank. Dieses Mal mit einem Klas­sik­er der rus­sis­chen Lit­er­atur, der jedem Russen bekan­nt sein dürfte: “Die Toten See­len” von Niko­lai Gogol.

Zur Hand­lung: Pawel Tschitschikov wächst in ärm­lichen Ver­hält­nis­sen auf und arbeit­et sich mit viel Fleiß im bürok­tratis­chem Rus­s­land hoch. Nach­dem er wegen Kor­rup­tion zum Fall gebracht wird, arbeit­et er an seinem Auf­stieg, in dem er mit toten Leibeige­nen, im dama­ligem Rus­s­land “See­len” genan­nt, handelt.

Die Komödie um Betrug, Kor­rup­tion der Behör­den, men­schliche Gier und Unbelehrbarkeit kön­nte aus der heuti­gen Zeit stam­men. Mit satirisch fein überze­ich­neten Charak­teren kri­tisiert Gogol die Missstände des post-napoleonis­chen Russlands.

Kaum ein Jahr her, schon gibt es wieder etwas neues von unserem Lokalrap­per. Oder doch erst Sil­vester 2013? Oder heute noch mehr?

Alles etwas unklar, jeden­falls: Mit dem Alter wird man halt ein wenig sozialkri­tisch, wie dieser skan­dalöse Song über Alkis, also Alko­holtrink­ende, bezeugt. Lieblingszeile:

Danach bist du Nutte scharf wie ne Blue-ray

Frauen degradieren, das Muskel­spie­len­lassen eines Kleingerne­groß’, daneben gehende Ver­gle­iche, alles wie gehabt. Immer­hin würde Alko­hol dieses Gedudel dur­chaus erklären.

Und jet­zt alle: Kopf⇌Tisch, Kopf⇌Tisch, Kopf⇌Tisch, Kopf⇌Tisch…

Ja, wer hätte das gedacht, dass es ein­mal so weit kommt: Das IVZ-Nörgelschild wird ein Jahr alt. 

Seit einem Jahr weist die IVZ die Leser ihres Online-Ange­bots darauf hin, dass das eigentlich nicht okay ist, dass onine die IVZ-Texte kosten­los gele­sen wer­den und dass die Möglichkeit des Lesens der Texte bald Geld kostet. Wie das denn nun genau ausse­hen soll, dass weiß man offen­sichtlich nicht bei der IVZ

Und so ist das Nörgelschild ein Mah­n­mal der Ein­fall­slosigkeit und Leserver­graulung gewor­den, denn außer der Absper­rung des eige­nen Online-Ange­bots hat sich nichts getan bei der IVZ.

Aber gut, vielle­icht habe ich auch ein­fach irgendwelche Entwick­lun­gen nicht mit­gekriegt. So wie ich nicht mit­gekriegt habe, wer das iPad gewon­nen hat.

am 18.01.2013 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

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