Das Jahr neigt sich deut­lich dem Ende ent­ge­gen und ich darf von hier aus allen Lesern dieser Seite einen guten Rutsch wün­schen. Ich danke für die Aufmerk­samkeit, die diesen Tex­ten, Bildern und Videos zu Teil wurde, hoffe, alle bleiben uns und mir gewogen und wir lesen uns weit­er über die Kleinigkeit­en des All­t­ags, die weit­er­hin aufgeschnappt werden.

Neuerung! Die 13 soll nun mal Glück brin­gen, es ist das erste Buch, das woan­ders, und zwar im Büch­er­schrank am Rhein­ufer in Düs­sel­dorf, eingestellt wurde.

Um den dor­ti­gen Büch­er­schrank geht es naturgemäß munter­er zu, denn er ste­ht an einem vielbe­suchtem Ort. Auch die Qual­ität der Büch­er ist eine andere, es sind Büch­er inimage

— sagen wir mal — gebrauchterem Zus­tand dort zu besichti­gen, aber auch tiefge­hen­dere. Büch­er von Theodor Adorno und Horst-Eber­hard Richter habe ich in Ibben­büren noch nicht ste­hen sehen. Dafür sahen sie aber auch so aus, dass ich sie habe ste­hen lassen.

Vor mir inter­essierte sich eine Fam­i­lie für Gretchen Sack­meier von von Chris­tine Nöstlinger und bekam von gegenüber gle­ich den Hin­weis, dass das Buch unge­mein unter­halt­sam sei. Gespräche über Lit­er­atur gehen dem­nach dort zeim­lich ungezwun­gen und direkt von stat­ten. Dage­gen gäbe es beim Büch­er­schrank am Frieden­splätzchen in Düs­sel­dorf nur Schrott, wie ich von irgend­woher aufschnappte.

Vor mir stellte dann jemand an die 20 Büch­er ins Regal, da war ich erst­mal baff und dachte, unsere­ins mit nur einem Buch, könne da nicht gegen anstinken. Aber was immer er da reingestellt hat, es war wohl eher ein Akt des Bücher­loswer­dens, denn Inter­es­santes war hin­ter­her an der Stelle nicht zu sehen. Erstes Ausstel­lungsstück unser­er­seits ist Fleisch ist mein Gemüse von Heinz Struck. Tati war wenig begeis­tert von dem Buch, ich habe es irgend­wann mal ange­le­sen, war aber auch nicht nach­haltig beein­druckt. Möge es in ver­ständ­nisvollere Hände wandern.

Neu im Bücherschrank

12. Ulrich del Mestre — Prax­is Bülow­bo­gen 11. Eike von Sav­i­gny — Grund­kurs im logis­chen Schließen 10. John le Car­ré – Der Spi­on der aus der Kälte kam, 9. Ken Fol­lett – The Ham­mer of Eden, 8. Sue Townsend – Das Intim­leben des Adri­an Mole, 13 3/4 Jahre , 7. Das Lexikon der pop­ulären Irrtümer, 6. Stend­hal – Rot und Schwarz, 5. Lud­wig Wittgen­stein – Trac­ta­tus logi­co-philo­soph­i­cus, 4. Vladimir Nobokov – Loli­ta, 3. Yann Mar­tel – Life of Pi, 2. Con­nie Pal­men – Die Geset­ze, 1. Cees Note­boom – Rituale

Die IVZ hat ein offen­bar Anfang Dezem­ber aufgenommenes, aber erst jet­zt gebracht­es Inter­view mit Jür­gen Coße veröf­fentlicht­es und wer gedacht hat, bei so etwas geht es kri­tisch zu, der ist vielle­icht etwas naiv. Nein, der Lokaljour­nal­is­mus vor Ort ist eben Gefäl­ligkeit­sjour­nal­is­mus, der Jour­nal­ist duzen­der Stich­wort­ge­ber und fällt, wenn man den Kan­di­dat­en per­sön­lich ken­nt, gle­ich ganz aus sein­er Funk­tion des kri­tis­chen Betra­chters. Da wird sich kaum vor­bere­it­et, da wird nicht nachge­fragt, da wird dem Befragten kri­tik­los alles abgenom­men. Das Gespräch erre­icht keine Tiefe und verkauft die Rep­u­ta­tion der IVZ der Wahlkampf-PR.

Es ist offenkundig bei der Wahl des Kan­di­dat­en für den Bun­destag im Wahlkreis vor Ort mehr vorge­fall­en, als das ein unter­legen­er Mit­be­wer­ber sauer wegen sein­er Nieder­lage war. So wenig gün­stig das für die SPD ist, so sehr ist es die Auf­gabe eines mündi­gen Jour­nal­is­ten, hier nachzuhak­en, Antworten zu bekom­men auf Fra­gen, die sich aus der Lek­türe der Lokal­presse ergeben. Aber offen­bar hemmt die Abover­lus­tangst der­ar­tige Grund­fähigkeit­en. Das ist Jour­nal­is­mus, der sich aufgegeben hat.

Und noch ein Rap-Sternchen, dieses Mal aus Püs­sel­büren, weniger fremd­schämge­fährdet, schnell unter­wegs und mit angemessen­er Por­tion Selbstbewusstsein:

… abge­filmt von MarkusMovieMaker:

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Wer ab und an in den Büch­er­schrank schaut, wird fest­stellen, dass einiges an 80er Jahre Fernsehlit­er­atur dort zu find­en ist. Sei es OTTO oder die Schwarzwald­klinik. Solche Schinken wer­den aus­ge­sodert und find­en neue Lieb­haber — denn zu find­en sind sie bald nach Ein­stellen nicht mehr. Daher habe ich heute auch mal einen 80er Fernsehschinken reingestellt: Das Buch zur Serie Prax­is Bülow­bo­gen, eine Sendung, die dem unvergesse­nen Gün­ter Pfitz­mann auf den Leib geschrieben wurde. Wer also in alten Zeit­en schwel­ten möchte: Nichts wie hin, in die Innenstadt.
Neu im Bücherschrank

11. Eike von Sav­i­gny — Grund­kurs im logis­chen Schließen 10. John le Car­ré – Der Spi­on der aus der Kälte kam, 9. Ken Fol­lett – The Ham­mer of Eden, 8. Sue Townsend – Das Intim­leben des Adri­an Mole, 13 3/4 Jahre , 7. Das Lexikon der pop­ulären Irrtümer, 6. Stend­hal – Rot und Schwarz, 5. Lud­wig Wittgen­stein – Trac­ta­tus logi­co-philo­soph­i­cus, 4. Vladimir Nobokov – Loli­ta, 3. Yann Mar­tel – Life of Pi, 2. Con­nie Pal­men – Die Geset­ze, 1. Cees Note­boom – Rituale

am 27.12.2012 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben
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Schnee scheint wohl Man­gel­ware zu sein. Statt sich darüber zu ärg­ern, kann man ja bess­er in seinen Büch­ern versinken. Im Büch­er­schrank ste­ht nun mal wieder etwas eher Anspruchsvolles: Der Grud­kurs im logis­chen Schließen vom wohl bekan­ntesten Biele­felder Philosophen Eike von Sav­i­gny, von dem es hier auch einen Kurzbeitrag gibt.
Neu im Bücherschrank
10. John le Car­ré — Der Spi­on der aus der Kälte kam, 9. Ken Fol­lett – The Ham­mer of Eden, 8. Sue Townsend – Das Intim­leben des Adri­an Mole, 13 3/4 Jahre , 7. Das Lexikon der pop­ulären Irrtümer, 6. Stend­hal – Rot und Schwarz, 5. Lud­wig Wittgen­stein – Trac­ta­tus logi­co-philo­soph­i­cus, 4. Vladimir Nobokov – Loli­ta, 3. Yann Mar­tel – Life of Pi, 2. Con­nie Pal­men – Die Geset­ze, 1. Cees Note­boom – Rituale
am 22.12.2012 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben

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Bis­lang war ich vom Schnel­lessange­bot an Mün­sters Bahn­hof noch nicht ange­tan, der Dön­er King gegenüber gehört aber zum Besseren, was man dort antr­e­f­fen kann. Die Teigtasche ist passend getoast­et, das Fleisch leck­er, Salat auch passend, Soße kann man her­auss­chmeck­en. Das kön­nte ich nicht über jeden Dön­er sagen. Bedi­enung fre­undlich und angenehm. 4 von 5 Sternen.

Mor­gen is Wel­tun­ner­gang stao­ht in de Kaas­blatt. Wat mach ik dann met die Geschenke voor Wiehnacht? Was ik toch in de niege Landweertschop­skamer in Büren. Irgen­wat met Expert heeft daor staohn.

Ik wullt een niege Sense voor mien Hein koopen. Hett de Verkoop­er seg­gt, datt die niege Naam voor Sense Senseo is. Heb ik de niege Senseo bestellt, bin ieks gespannt

Heb mi toch innert, dat we nao de Schüün noch eenen Luftschutzbunker heb. Was nich fer­tig woarn ´45; da was de groote Krieg schon an End.

Wenn mor­gen de Welt unnerge­ht, dan ben ik met mien Hein un de Kat­ten in die Bunker.

Tja, man hätte dem Absender dieser Zeilen auf Face­book auch direkt fra­gen kön­nen, was er mit fol­gen­dem Beitrag bezweck­en wollte:

Ich werde mich mit Sprengstoff aus­rüsten und auftreten :).

Und man kann auch direkt die Polizei anrufen und es melden. Man kön­nte sich auch die Frage stellen, wieso da ein Smi­ley ste­ht. Man kann sich wun­dern, wenn man den Ein­trag ohne Annahme von Ironie ver­ste­ht, dass kein Motiv genan­nt wird. Man kön­nte darauf kom­men, dass der Ein­trag nicht ernst gemeint ist. Muss man aber nicht. 

Man kann einen Bericht über diesen Vor­fall brin­gen und den Beitrag voll­ständig zitieren wie die NOZ oder man kann densel­ben Bericht brin­gen und das Smi­ley weglassen — wie die IVZ.

Man kann es zweifel­haft find­en, dass der­selbe Face­book-Nutzer bei der NOZ einen Kom­men­tar hin­ter­lassen hat, in dem er kund­tut, dass er die Todesstrafe befür­wortet. Man kann es eben­so für zweifel­haft find­en, dass der Face­book-Nutzer von 6 Polizeibeamten ergrif­f­en, zu Boden gestürzt und gefes­selt wird, dass seine Com­put­er beschlagnahmt wer­den und dass abschließend, weil nichts anderes gefun­den wird, eine freie Mei­n­ungsäußerung als Erfolg der ganzen Aktion präsen­tiert wird.

(I)rgendwie müssen wir hier reagieren.

meinte die zuständi­ge Rich­terin. Irgend­wie? Vielle­icht mal, indem man berück­sichtigt, dass im Inter­net viel Unsinn veröf­fentlicht wird. Dass leichter als bei unmit­tel­baren Unter­hal­tun­gen Missver­ständ­nisse entste­hen durch unüber­legte Ein­träge. Dass man nicht alles blind­links auf die Gold­waage legt.

Oder man hin­ter­fragt weit­er­hin nicht seine Ansichten.

am 19.12.2012 von unter 4530 abgelegt. | Kommentar schreiben
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