Kirmes 2012

Tja, wenn man eine Fre­undin hat, die nicht aus Ibben­büren kommt, und wenn man ihr die Urlaub­s­pla­nung über­lässt, ja DANN kann es schon mal vorkom­men, dass man über Kirmes im Urlaub ist. So wie meine Wenigkeit. Aber es gibt ja das Inter­net und da kann man zumin­d­est etwas davon nacher­leben.

So wie hier dank Jes­per Wal­ter das Fahrgeschäft Trans­former:

Tagsüber sah das dann wohl so aus:

Eine Runde Ren­de­vous kann man hier noch drehen:

und das Abschlussfeuer­w­erk gibt’s auch noch zu sehen:

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Bi us … up Kiarmess

Was je up Kiarmess an Weekenn? In Bürn?

An die Plaggen, wo de oude Mag­nus stand, wullt ik miene Bio­gasan­lage baun. Awer dat geit niet up Kiarmess, daor heb ne Raft­ing-Bahn stand. Wat miene Koeien en Swiene daarvun hätt dranken kün­nt …
We was met usen Navers, de Michael­sköt­ters Hilde un ihrn Keerl, daor. Mien Hein und de Keerl van de Michel­sköt­ters was an jede Beer­hötte inne Innen­staadt, als wie ik en Hilde wär up de Kiarmess met de groate Riesen­rad faohrn. We hebben usen Hoff sien. Was auk een Weer up Sün­ndag!

Hilde seg­gt to me, dat daor in de Inner­nett so een Köp­pel in Fatze­buk is. Moet ik mee toch anmelden, sie is auk daor drin. Irgent­wat met “Ik kümm van Bürn un erin­ner mi an …”. Ik erin­ner mi aan so veel. Daor künn ik Bök­er schrieven van.

Ik moet nu Kartuffeln schäln. Bi us giwt dat van­daag Hoseküh met gebran­nte Man­deln van Grim­mers. Heb je auk Man­deln van Grim­mers köfft?

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Aussitzen statt Aufklärung — zum Bundestagsrückzug von Dieter Jasper

Tja, schein­bar ist er kurz nach ein­er Anfrage der WN doch fer­tig: Dieter Jasper, der dreis­teste unter den akademis­chen Schön­fär­bern im Bun­destag (Süd­deutsche Zeitung) tritt bei der kom­menden Wahl nicht mehr für die CDU als Bun­destagskan­di­dat an. Und für eine halb­herzige Dolch­stoßle­gende sorgt er selb­st: Der poli­tis­che Geg­n­er will ihm nicht verzei­hen:

 

Es gibt viele Gründe. Der entschei­dende ist, dass ich befürcht­en muss, dass im Wahlkampf mein Fehler mit dem Dok­tor-Titel die Sachthe­men dominiert. Und ich muss befürcht­en, dass der poli­tis­che Geg­n­er diesen Fehler auss­chlacht­en wird. Das möchte ich mir und ins­beson­dere mein­er Fam­i­lie nicht antun. Die Fam­i­lie ste­ht bei mir an erster Stelle.

 

Gut, dass die Wahrheit nicht an erster Stelle ste­ht, kon­nte man hin­länglich bei Jasper fest­stellen. Wie schon bei der Pla­giat­saf­färe von Gut­ten­berg sieht Jasper den schwarzen Peter vor­rangig bei der Oppo­si­tion. Und in der CDU jeden­falls ist man bere­it, auf diesen Zug aufzus­prin­gen:

 

Christoph Borg­ert (Vor­sitzen­der CDU Ibben­büren): „Ich respek­tiere diese Entschei­dung. Ich glaube, der Wahlkampf wäre eine große Belas­tung gewe­sen, es wäre wieder auf alten The­men rumgerit­ten wor­den.“

 

Rain­er Drop­pel­mann (CDU Hörs­tel): „Dieter Jasper hat gute Arbeit gemacht, er hätte es sicher­lich ver­di­ent, nochmal anzutreten. Auch sein Fehler hat sich eigentlich längst erledigt. Aber die Chan­cen auf eine Wieder­wahl bei diesen Voraus­set­zun­gen sind schwierig.“

 

Tja, eigentlich hat sich Jaspers Fehler, das alte The­ma erkaufter Dok­tor­grad längst erledigt. Und uneigentlich stand immer im Raum, dass Jasper öffentlich nie den Weg zur Warheit bei diesem The­ma fand. Aber in der CDU wird das Recht auf Aus­sitzen — zumin­d­est in ihren öffentlichen Äußerun­gen — höher als die Wahrheit gew­ertet.

Denn alles andere als die Wahrheit ist, was Jasper der IVZ als let­ztes öffentlich­es, inhaltlich­es State­ment zu sein­er Dok­tor-Affäre gesagt hat:

 

Die Über­prü­fung [eines von ihm beauf­tragten Anwalts­büros] hat ergeben, dass der an der Freien Uni­ver­sität Teufen erlangte Dok­tor­grad auf­grund des ‚Deutsch-Schweiz­erischen Abkom­mens über die Gle­ich­w­er­tigkeit im Hochschul­bere­ich‘ in Deutsch­land nicht anerkan­nt wird.

 

Das ist blanker Unsinn. Hier wird von einem in der Schweiz recht­mäßi­gen Dok­tor­grad gesprochen, der lächer­liche Ver­such, die Angele­gen­heit wie einen Ver­fahrens­fehler ausse­hen zu lassen. Und ab da wurde das The­ma von Jasper, den seine Bun­destags­frak­tion links liegen ließ, nur noch aus­ge­sessen. Diese Falschdarstel­lung wurde nie zurückgenom­men.

Dieter Jasper hätte bei der kom­menden, für die CDU schwieri­gen Bun­destagswahl nichts mehr reißen kön­nen, weil er das benötigte Ver­trauen in sein­er Partei sowie beim beim Wäh­ler ver­zockt hat. Der Rück­zug zeigt aber das Gute der ganzen Angele­gen­heit: Das Aus­sitzen von Unwahrheit­en funk­tion­iert im poli­tis­chen Bere­ich nicht mehr so ein­fach wie früher.

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